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Rassismusreport: Steigende Aggression gegen Kinder

20.03.2008 | 14:11 |  (DiePresse.com)

Die Zahl der Anzeigen wegen rassistischer Übergriffe hat sich in Österreich zwar gegenüber 2006 fast halbiert. Die Zivilcourage sinkt aber dramatisch. 2007 waren vor allem Kinder betroffen.

Rassismus-Report Österreich: Bei der Anti-Rassismus-Initiative Zara sind im vergangenen Jahr 831 rassistische Vorkommnisse gemeldet und dokumentiert worden. Das sind deutlich weniger als 2006 mit 1.504 Fällen. Auffällig ist, dass vermehrt afro-österreichische Kinder Zielscheibe von Angriffen werden, so Zara-Geschäftsführerin Barbara Liegl bei der Präsentation des Reports am Donnerstag.

Weniger Zivilcourage

"Eines der erschreckendsten Ergebnisse" des Reports ist, dass auf Gewalt im öffentlichen Raum nur mit wenig Zivilcourage geantwortet wird, meint Wolfgang Zimmer, Leiter der Zara-Beratungsstelle. Eine zweite Tendenz: Die Schilderungen von Aggression gegen Kinder würden sich häufen. Aber auch die Anti-Rassismus-Initiative selbst werde zur Zielscheibe rassistischer Angriffe. So spielten die Zara-Verantwortlichen Schimpftiraden einer Dame via Telefon vor: "Ihr gehört ja genau so angespuckt wie diese Parasiten."

Wie immer machten die Autoren des Rassismus-Reports darauf aufmerksam, dass der Report keinerlei Aussagen darüber tätigen könne, ob Rassismus in Österreich zu- oder abgenommen habe. Liegl: "Viele rassistische Vorfälle bleiben uns vollkommen verborgen." Für ein "ernsthaftes Monitoring" würde man nämlich ein ganzes Netzwerk von staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen brauchen. Deswegen gelte, dass die Fälle nur einen Teil der Realität in Österreich widerspiegeln würden.

(APA/Red.)


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