25.05.2012 17:07 | Meine Presse Merkliste 0

Gemeindebau: Überwachung kommt, Probleme bleiben

25.03.2008 | 18:17 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

Mieter klagen über „Waschküchen“-Tourismus. Bis Ende 2009 wird probeweise aufgezeichnet. Danach wird, wie so oft, evaluiert.

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WIEN. Es wird schon kräftig installiert in jenen acht Wiener Gemeindebauten, die zum Testgebiet in Sachen Videoüberwachung erklärt wurden: Kameras werden montiert, Kabel gelegt. Die „Record“-Tasten, mit denen die Aufzeichnung offiziell beginnt, werden Anfang April zum ersten Mal gedrückt.

An welchem Tag genau – den 1.April will man der Assoziation „Aprilscherz“ wegen vermeiden – wird Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SP), heute, Mittwoch, bekannt geben. Und wird dabei betonen, dass die Wahrung der Privatsphäre gewährleistet bleibt.

Unter anderem, weil die aufgezeichneten Bilder automatisch nach 72 Stunden überschrieben werden. Es sei denn, ein Mieter meldet einen Schaden. Dann wird ein Mitarbeiter von „Wiener Wohnen“, das die 220.000 städtischen Gemeindewohnungen verwaltet, die Bänder ansehen und, so sie verwertbar sind, an die Polizei weiterleiten.

Zugriff auf die Aufzeichnungen, sagt Ludwig-Sprecher Hanno Csisinko, werden dabei nur „drei bis vier“ Mitarbeiter haben. Und auch deren Zugriffe werden sozusagen „überwacht“. „Es wird genau dokumentiert, wer wann Einsicht genommen hat.“ Bis Ende 2009 wird probeweise aufgezeichnet. Danach wird, wie so oft, evaluiert. Ob die Kameras – die in und vor Garagen, Müllräumen und Aufzügen mitfilmen, aber nicht in Stiegenhäusern oder vor Wohnungseingängen – tatsächlich Diebstähle und Vandalismus verhindern konnten.

Die Plattform „Mieterecho“, die sich vor einem Jahr aus Unzufriedenheit über die Verwaltung der Gemeindebauten formiert hat, befürwortet den Einzug der Videokameras in die Gemeindebauten. „Wir hoffen, dass das eine abschreckende Wirkung hat“, sagt Dorit Friedszam von „Mieterecho“. Sie sieht aber „eine Lawine an Betriebskosten auf die Mieter zukommen“, sollte die Videoüberwachung nach dem Testbetrieb auf alle Gemeindebauten ausgedehnt werden. Dazu hält sich die Stadt noch bedeckt. Die Kosten für den Probebetrieb – grob geschätzt an die 400.000 Euro – „werden nicht auf die Mieter abgewälzt“, verspricht Csisinko.

Was die Kameras aber nicht mitfilmen (und verhindern) können: Den Konflikt um die Waschmaschinenbenutzung. Der „Waschküchen-Tourismus“, klagt der Mieterbeirat im Karl-Wrba-Hof (Favoriten), nehme stark zu. Vor allem in Bauten, in denen es keine Hausbesorger und damit keine Kontrolle gibt. „Kofferweise“, sagt auch Friedszam, würden (vor allem) Migranten-Familien einfach Wäsche von Verwandten, die nicht im Gemeindebau leben, waschen.


Konfliktort: Waschküche

Was, abgesehen von blockierten Waschmaschinen, viele Bewohner deshalb aufregt, weil die zusätzlichen Strom- und Wasserkosten auf alle Mieter abgewälzt werden: Denn bezahlt wird nicht per Waschgang. Die Kosten werden über die Betriebskosten von allen Mietern getragen, egal ob und wie oft der einzelne wäscht. Und die Kosten steigen allerorts, glaubt man den hunderten Einträgen, die sich im Forum „Waschküchen“ auf mieterecho.at finden.

Die Stadt hält vorerst am alten System – der gleichmäßigen Kostenverteilung – fest. Derzeit wird in zwei Bauten ein „Chipkarten“-System getestet, bei dem jeder Mieter per Chip nur an einem fixen Tag im Monat (!) Zugang zur Waschküche hat. Die Rückmeldungen seien positiv. Denkbar sei, dass in der Zukunft per Chipkarte weitere Waschtage „gekauft“ werden können. Fix ist das noch nicht. Im Sommer wird das System, erraten, erst einmal evaluiert.

AUF EINEN BLICK

Ab April werden Müllräume, Garagen und Aufzüge in acht Gemeindebauten in Wien per Video überwacht: Lechnerstr. 2-4 (3. Bezirk), am Rosa-JochmannRing 3, Am Hofgartl 3-7 u. 8-10 (11. Bezirk), Weiglg.8 (15. Bezirk), Markgraf-Gerold-Gasse 18, Rennbahnweg 27 sowie Langobardenstr. 128 (22.Bezirk)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2008)

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22 Kommentare
Gast: ein verärgerter Mieter
14.03.2012 18:20
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Bla-bla

Nun beobachte ich die gesamte Lage schon über Jahre hinweg und wundere mich immer über diverse "Aussagen" der überwichtigen Mieterbeiräte welche anfangs für alles zuständig sein wollen und wenn Sie dann zum anstehenden Thema angesprochen werden,
will niemand von denen "Kaffeeschlürfern"zuständig sein.

Alles klar, diese Personen machen dies freiwillig und unentgeldlich doch auch ohnehin nutzlos,
denn nur durch ein abendliches Beisammensein und ein wenig Bla-bla löst sich kein Problem und aus diesem Grunde ist auch der Anführer der Mieterberäte und sein Clan total unnötig - oder es geschehen doch noch Wunder und man kriegt den Vandalismus und auch andere Dinge wie das verbotene Fußball spielen in der Anlage (Festplatz im Hof) in den Griff.

Was ich und so manch andere Mieter seit langen bezweifeln.

Kostyszyn
26.03.2008 12:54
0 0

Wer ratet mit?

Für mein kleines 40 qm- Geschäft in einem Zinshaus zahle ich monatlich für 6000 Liter(sechstausend) oder 6 Kubikmeter Wasser. Meine Gedärme sind in Ordnung-kein übermäßiger "Häuslbesuch".Im Handwaschbecken zu baden ist etwas schwierig. Auch ersäufe ich mich nicht in Kaffee. Wer verbraucht das von mir bezahlte Wasser? Müll zum Mistkübel tragen , mitnichten, vom 3. Stock kommen die Müllbeutel senkrecht heruntergeworfen. Warum ich für eine dreimalige Müllabfuhr mitzahlen soll, ist mir insofern nicht erklärlich, da ich meinen Müll aus gegebenem Anlaß direkt in den Müllwagen leeren muß.
Ich sehe auch, wieviele hausfremde Menschen an Wochenden mit großen Taschen ins Haus kommen-ich denke mir meinen Teil.
KB

Antworten Gast: frage
26.03.2008 13:35
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Re: Wer ratet mit?

Ich rate mit:
Es sind ihre Nachbarn mit Migrationshintergrund vermute ich mal.

Wieso tun sie nichts?

zB. Beweise sammeln, Anwalt einschalten, etc.


Antworten Antworten Gast: peter 1941
09.11.2011 12:45
0 0

Re: Re: Wer ratet mit?

Immer auf die Migranten, wer hat denn die ersten Gastarbeiter geholt?
Zu einer Zeit wo halt Wienerproleten, niederster Stufe den Ton im Gemeindebau angegeben.
Waschküchentuorismus ist seit den Chipkarten sowieso hinfällig, aber das haben noch nicht alle mitbekommen.

Antworten Antworten luis
27.03.2008 15:27
0 0

Re: Re: Wer ratet mit?

warum lasst ihr oesterreicher euch das gefallen??

ich sage es euch - zu bequem!

nur "sudern" wird nichts nützen, wir bürger hätten uns schon längst auf die hinterfüsse stellen müssen.
jetzt ist es fast zu spät!!

rigoroses vorgehen ist hier natürlich gefragt, wir müssen zusammenhalten und nicht gegeneinander sein.

nur das miteinander, kann uns noch vor diesen "herrschaften" retten!!

Antworten Antworten Kostyszyn
27.03.2008 12:32
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Alles schon probiert>>zwecklos

Meine Kollegen und ich haben es aufgegeben noch etwas zu sagen, man kann sich hier sehr schnell den Ruf der "Fremdenfeindlichkeit"
erwerben. Jahrelang habe ich bemüht, war für meine Mitmenschen im Haus da.Bei einer Hausversammlung wurden die Mißstände aufgezeigt und nach einer Lösung gesucht.Den Erfolg derselben hatte ich ja bereits beschrieben.
KB


Antworten Antworten Antworten Gast: Einer von Sieben
27.03.2008 16:56
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Re: Alles schon probiert>>zwecklos

Siehe www.mieterecho.at, bringt Linderung, echt !

Gast: detail
26.03.2008 09:22
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Immer wieder Kulturbereicherung pur

"„Kofferweise“, sagt auch Friedszam, würden (vor allem) Migranten-Familien einfach Wäsche von Verwandten, die nicht im Gemeindebau leben, waschen.
"

Weitere Infos:

Seit 2001 ist Mohammed jedes Jahr der bei weitem am häufigsten vergebene Vorname, für in Brüssel geborene Knaben.

Eine aktuelle Aussage eines Zuwanderers in Belgien:

Abdullah Abu Abdulaziz Bastin schüttelt Frauen nicht die Hand: “Das wäre Betrug an Allah, Es wäre auch Betrug an der, der man die Hand gibt, indem man sie glauben lässt, gleichwertig zu sein. … Ich sage zu den Muslimen: Vergesst diese Koloniertenhaltung! Die Kolonien haben sich außerhalb Algeriens schon lange zerstreut. Die Einwanderer sind “schon zu viele”, um sich zu integrieren: Es sind darum die Belgier, die sich anpassen müssen.„


Antworten Gast: Einer von Sieben
26.03.2008 10:55
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Re: Immer wieder Kulturbereicherung pur

Den latenten Waschküchentrourismus alleine nur auf die Neösterreicher mit überwiegend (muslimischen) migrantischem Hintergrund zu reduzieren ist nur bedingt zutreffend. Fakt ist, dass sehr viele (vorwiegend türkische) Grossfamilien (Clans) dort waschen lassen wo es gratis möglich ist und das ist nun mal in den Wiener Gemeindebauten. Und auch nur dort, wo es u.U. keine Hausbesorger mehr gibt, sondern die Hausbetreuung agiert aber die Waschkücheneinteilung die Hausparteien selbst regeln. Hier ist der Anarchie Tür und Tor geöffnet. Wiener Wohnen und deren politische "Überwacher" (wie das Stadtratsbüro Ludwig) bringen es weltanschaulich nicht zusammen, in diesem Bereich vom Solidarprinzip abzuweichen. Wie kann es auch sein, dass ein Gemeindewohnungsmieter eine eigene Waschmaschine hat und die Waschküche daher nicht benötigt.......unerhört !

Gast: Einer von Sieben
26.03.2008 09:07
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Alle Probleme im Wiener Wiener Gemeindebau

und vor allem mit Wiener Wohnen findet man authentisch und ungeschminkt auf "www.mieterecho.at"

Gast: Crusader
26.03.2008 08:37
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Und der nächste Artikel zum Thema Kulturbereicherer...


Prolet
26.03.2008 05:54
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Der schutz der privatsphäre - des find i prima!

Statt der für jeden aufsperrbaren (zettelverteiler haben schlüssel) sollte eine Haussecurity mit vidcontroll eingebaut werden.

Es ist dann für einen zeitraum nachweislich, wer geöffnet hat. Gibt es dazu ein eingabepanel mit codiermöglichkeit, hat jeder bewohner weitere möglichkeiten, wie video ein oder abschalten, zeitrahmen für lieferungen und vieles mehr.

Das alles unabhängig von gehässigen nachbarn.

Rudolf88
25.03.2008 20:48
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Wer wohnt denn heute noch in einer Gemeindewohnung?

Vor rund 30 Jahren, als ich als Berufseinsteiger noch sehr wenig verdiente, versuchte ich eine Gemeindewohnung zu bekommen. Ein schlicht unmögliches Unterfangen ohne Parteibuch!
Heute beklagen sich die Besitzer roter Parteibücher über Waschküchentourismus. Geschieht ihnen völlig recht - haben sie doch mit ihrer Stimme eine Partei unterstützt, welche die Migranten in die Gemeindebauten holte und die Österreicher aussperrte.

Antworten Gast: yoba26
26.03.2008 13:28
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Re: Wer wohnt denn heute noch in einer Gemeindewohnung?

Ich wohne in einem Gemeindabau und mich hat nie irgendjemand nach irgendeiner Parteizugehörigkeit gefragt. Ich bin zu Wiener Wohnen gegangen, habe ein Antragsformular ausgefüllt, 3 Wochen später eine Benachrichtigung bekommen, dass ich die Wohnung ansehen kann. Fertig.

Antworten Gast: Einer von Sieben
26.03.2008 08:59
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Re: Wer wohnt denn heute noch in einer Gemeindewohnung?

Der Prozentsatz an Bewohnern mit einem sog."roten Parteibuch" ist vernachlässigbar und spielt heutzutage keine Rolle mehr. Abgesehen davon hat dieses Problem mit einer politischen Überzeugung nichts zu tun und vor etlichen Jahren gabs ja in sehr vielen Bauten die Waschmarkenabrechnung, erst in den späten Neunzigern wurde quasi freigegeben. Der enorem starke Zuzug an Neoösterreichern mit migrantischem Hintergrund ist eine reine politische Massnahme der Gemeinde Wien (ausführend Wiener Wohnen) und dient als reine Stimmviehmaximierung als "Ersatz" für das abhanden gekommene typische "Wiener Proletariat".......und damit begann und beginnen die heutigen Probleme im Gemeindebau...

Antworten Antworten biedermann
01.04.2008 22:55
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ein gewisser faymann, einst roter wiener wohnbaustadtrat,

jetzt bautenminister war es, der "eine maßvolle öffnung" der wiener gemeindebauten für zuwanderer zu verantworten hat.

Antworten Gast: Das Echte Eichkatzerl
25.03.2008 22:06
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Falsch und verlogen


Was verdienst du denn jetzt in der Missethon-Giftküche?


Gast: praflasx
25.03.2008 19:59
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Ihr seid

ja nicht mehr zu retten.
Mieterüberwachung in Gemeindebauten.

Echt nicht zu glauben, es geht weiter mit der Talfahrt der pseudo Aufgeklärten.
Da kann ich nur noch mit Orwell lachen....

Antworten Gast: Einer von Sieben
26.03.2008 09:05
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Re: Ihr seid

Es werden nicht Mieter überwacht sondern Problembereiche wie Müllräume und Garagen. Dort (und in den Kellerbereichen) liegen die Probleme begraben, weil Menschen (unter anderem auch Mieter) Sperrmüll ablagern (deren Entsorgung alleine nur die Mieter tragen) und in Garagen Vandalismus an der Tagesordnung ist.

Antworten dr. philpp
26.03.2008 07:22
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Re: Ihr seid

Warum regen Sie sich nicht über jene auf, die diese Massnahmen erst notwendig gemacht haben???

Antworten Antworten Gast: goodwill
26.03.2008 12:14
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Re: Re: Ihr seid

Tut man ja, aber die muss man finden...
Zu den Kosten:
Gegenüberstellung zu den Videoüberwachungskosten:
Das kost doch auch.
Sperrmüll-Abtransporte und "Bereinigung",
Hohe Kosten bei Waschtourismus: Strom/Wasser
Mülltourismus: Kosten, da mehr Mistkübel erforderlich

Video dort wo es nötig ist, eine Art Planquadrat mit mobilen Kameras. Auch Tafeln (in 9 Sprachen), dass hier Videoüberwachung gemacht wird, könnten dienlich sein und kosten nicht so viel (mit Stichprobenüberwachung) oder Dummy-Kameras.

Es werden ja dann auch nicht die Mieter überwacht, sondern die Verursacher (die können natürlich auch Mieter sein).

Hausmeister kosten vielleicht weniger (aber da haben wir ja die Hausbetreuungs-GmbH, die wäre dann "brotlos".


Antworten Antworten Antworten Gast: Einer von Sieben
27.03.2008 16:58
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Re: Re: Re: Ihr seid

Mundi ??