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Trotz Warntafeln: Massen-Unfall auf A1

25.03.2008 | 18:19 |  KLAUS STÖGER UND CLAUDIA LAGLER (Die Presse)

Dichtes Schneetreiben führt zu einer Massenkarambolage auf der Westautobahn im oberösterreichischen Seengebiet – dieser Abschnitt gilt als besonders gefährlich.

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WIEN/ VÖCKLABRUCK/ SALZBURG.Eine Tote, 37 Verletzte, mehr als 60 beteiligte Fahrzeuge, darunter auch ein Bus und mehrere Schwertransporter: Das ist die Bilanz der Massenkarambolage von Dienstagvormittag auf der Westautobahn (A1) zwischen Seewalchen und St. Georgen in Fahrtrichtung Salzburg. Eine Frau aus der Schweiz wurde durch einen Anprall aus ihrem Auto katapultiert und unter einen Lkw geschleudert. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Dutzende Rettungsfahrzeuge und mehrere Notarzthubschrauber brachten die Verletzten in Krankenhäuser in Oberösterreich und Salzburg.

All jene, die bei der Karambolage zwar unverletzt geblieben waren, deren Fahrzeuge aber Totalschaden aufwiesen, wurden in einem nahe gelegenen Jugendgästehaus versorgt.

Einige Personen waren in den Wracks eingeklemmt. Andere, die im Stau standen, mussten stundenlang in ihren Fahrzeugen ausharren. Auslöser für die Unfälle dürfte einmal mehr zu geringer Abstand gewesen sein – und natürlich die schlechte Witterung. Zum Zeitpunkt des Massenunfalls herrschten in diesem Gebiet winterliche Fahrbedingungen. Die Strecke der A1 im OÖ-Seengebiet gilt bei Nebel oder Schneefall als besonders gefährlich. Daher gibt es dort sogar eine „Nebel-Warnanlage“. Diese sei zwar in Betrieb gewesen, so der ÖAMTC, allerdings hätten viele Autofahrer trotzdem nicht das Tempo reduziert und den schlechten Witterungsverhältnissen angepasst.

Die Asfinag meinte nach dem Unfall, man habe „alles Menschenmögliche“ für die Verkehrssicherheit getan, zahlreiche Räumfahrzeuge seien im Dauereinsatz gestanden. Da sich die Bergung der Wracks äußerst aufwändig gestaltete, blieb die A1 im betroffenen Abschnitt in Fahrtrichtung Salzburg noch bis in die Abendstunden gesperrt.


Osterverkehr 2008: Acht Tote

Schwere Unfälle gab es in den vergangenen Jahren immer wieder in diesem Streckenabschnitt. Am 2. März 2005 kamen bei einer Karambolage zwei Personen ums Leben, 32 Fahrzeuge waren damals ineinander gekracht. Ursache damals war dichter Nebel.

Am 30. September 2002 sterben bei Karambolagen ebenfalls auf diesem A1-Abschnitt sogar sieben Menschen. Rund 80 Autos waren damals involviert, 57 Personen verletzt worden. Eine Nebelwand hatte für Massen-Crashs gesorgt.

Der diesjährige Osterverkehr forderte laut Statistik des Innenministeriums bis Dienstagfrüh acht Todesopfer. Vor allem junge und ältere Fahrzeuglenker sorgten für die Unfälle. Vier Unglückslenker waren älter als 68 Jahre, ein Wagen wurde von einem L-17-Führerscheininhaber gesteuert. Auch die drei weiteren Unfälle wurden von 20- bis 22-Jährigen verursacht. Insgesamt starben in der gesamten Karwoche zwölf Personen im Autoverkehr.

2007 verloren am Osterwochenende sieben Menschen ihr Leben bei Unfällen, in der Karwoche 2007 waren es neun Personen. Das diesjährige Ergebnis sei dennoch das „drittbeste“ seit Einführung der Statistik 1968, hieß es aus dem Innenressort. Die wenigsten Todesopfer von Karfreitag bis Ostermontag gab es bisher 2006 (sechs Tote). 1976 zählte man mit 39 die meisten tödlich Verunglückten.

AUF EINEN BLICK

Auf der Westautobahn kam es Dienstagvormittag zu einer Massenkarambolage. Beteiligt waren rund 60 Fahrzeuge. Es gab 37 Verletzte und eine Tote.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2008)

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24 Kommentare
strozzi
26.03.2008 11:51
0 0

Ist das natürliche Auslese?


Antworten Gast: Crusader
26.03.2008 12:15
0 0

Wärst du auch so witzig,

wenn du Angehörige unter den Opfern hättest?

GHS
26.03.2008 11:18
0 0

Wer bremst verliert !

Es ist doch immer dasselbe: es regnet, schneit, wird glatt oder nebelt sich ein - und die flotten Superfahrer donnern ungebremst weiter, weil sie sind ja so gut und Fehler machen nur die anderen. Und mit ihren super Autos wollen sie nur nicht die "PS verschenken" für die sie teuer bezahlt haben. Warntafeln werden genauso nicht wahrgenommen wie Tempolimits generell. Hat man sich schon einmal kritisch die Autowerbung im TV angeschaut? Da donnern diese wunderbaren Autos schnurgerade und wie auf Schienen durch Eiswände, Schneewächten, meterlange Wasserflächen, weichen im letzten Moment durch scharfe Lenkmanöver plötzlichen Hindernissen aus, und der Sprecher versichert den Kiunden der totalen Sicherheit seiner Autos. Warum soll der stolze Erwerber solcher herrlicher Maschinen daher bremsen, nur weil es ein bissel regnet, schneit oder glatt wird? Er weiss doch aus der Werbung, dass ihm mit seinem Auto nichts passieren kann, denn das fährt wie auf Schienen ....

austria
26.03.2008 14:19
0 0

Re: Wer bremst verliert !

PS nützen bei Schnee aber gar nichts
Werbung ist aber auch nicht gerade Ersatz für (Fahr) Schule,
also ien Minimm an Verstand muß vorausgesetzt werden..

sleepyc
26.03.2008 15:02
0 0

minimum an verstand - vorausgesetzt?

sie scheinen nicht sehr viel auf öffentlichen strassen unterwegs zu sein? newahr?

harbard
26.03.2008 08:56
0 0

Trotz Warntafeln

...weniger tafeln!
...mehr hirn!
...aber dafür ist es schon zu spät!

Gast: Tralala
26.03.2008 06:58
0 0

...Trotz Warntafeln...

leute seien wir mal ehrlich! fuer jeden lercherlschaas gibt es in oesterreich ein taferlchen, ein gesetz, eine regelung, eine verordnung... wundert sich noch jemand wenn die autofahrer die tafeln einfach nicht mehr wahrnehmen?! das land ist richtig ueberwuchert von tafeln die ALLES verbieten wollen, ich glaube schon dass der gesunde verstand sich irgendwie wehrt, bewusst oder unbewusst schaltet man das alles ab, man hat immerhin "wichtigeres" zu tun. auf der anderen seite sind die oesterreicher die schlechtesten autofahrer europas! JEDER will der erste sein. JEDER glaubt vorrang zu haben. JEDER will "anders" sein, weil immerhin ALLES in diesem land MUSS "anders" sein. JEDER der mit einer NUSSSCHALE auf Raedern unterwegs ist glaubt in einem Bentley zu sitzen und faehrt meistens rücksichtslos wenn nicht waghalsig durch die gegend, immerhin denkt er sich: "na ja, ich habe die fahrschule besucht und ein haufen geld fuer meinen fuehrerschein ausgegeben, also ICH KANN jetzt Autofahren!..."

POLEMIKER
26.03.2008 06:27
0 0

Viele Leute...


... sind halt zum Autofahren zu deppert!

Antworten Gast: giba
26.03.2008 07:12
0 0

Re: Viele Leute...

und ZUM (EIN)PARKEN AUCH!!!

Gast: Beobachter
26.03.2008 01:51
0 0

Forderung: Seperate Schwerverkehrs-Spur

Die LKW gehoeren in eine getrennte, von Betonwaenden eingefasste Schwerverkehrsspur. Dann gibt es solche Massenkarambolagen nicht mehr. Heutzutage nuetzt auch der beste Quattro mit Winterreifen nix mehr: Bei der ersten Glaette steht ein LKW mit Sommerreifen quer, oft absichtlich, und nix geht mehr. Fracht auf die Schiene waere auch eine Loesung, aber dafuer braeuchte man eine private Bahn...
Die dummsinnigen Forderungen nach der Kriminalisierung der Autofahrer in anderen Beitraegen sind uebrigens ohne Worte... Gehts doch alle nach Nordkorea, der Heinzi wirds euch zeigen.

Odin
26.03.2008 11:13
0 0

Re: Forderung: Seperate Schwerverkehrs-Spur

Richtig, den LKW eine eigene Spur!
ABER zum Schutz der LKW !!!
Denn meist sind es rücksichtslose PKW-"Piloten", die die LKW schneiden, etc. und es dadurch zu den Unfällen kommt.
Oft sind es "Optimisten" mit untermotorisierten PKW, die sich sicher sind, dass sich der Überholvorgang schon noch vor Eintreffen des Gegenverkehrs ausgeht ...
Ein LKW hat halt einen längeren Bremsweg!

Keine Frage, auch unter den LKW-Kutschern gibt es einige schwarze Schafe, die von der Straße gebannt gehörten. Ebenso lastet immer ein gehöriger Termindruck auf diesen Kapitänen, welcher zur Ignorierung von Tempolimits, Stehzeiten etc. verleitet.

Aber nur immer die Schuld auf die LKW zu schieben ist meines Erachtens nach einfach zu billig!

Gast: gast007
25.03.2008 22:35
0 0

..

weiss nicht,warum alle so entsetzt sind und wenn man die kommentare liest...., kein wunder,daß es immer wieder in solchen situationen kracht.
im zeitalter der überreglementierung verläßt sich doch jeder auf die vorschriften und ist dann entsetzt,wenn doch irgendwas passiert.
und einen iq-test für den autofahrer wird es niemals geben- würde das doch international noch peinlicher für österreich als die pisa-studie!

Antworten Gast: Peter
26.03.2008 07:15
0 0

Re: ..

iq-test fuer politiker... DORT wuerde ich eher anfangen! wohlgemerkt DORT -bei den politikern!!!, fangen all unsere uebeln an!!!

Gast: Leser
25.03.2008 21:28
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Abstand halten!

Meiner Meinung nach wird auf die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstands prinzipiell viel zu wenig geachtet - Nebel hin oder her.
Es ist wahnwitzig, wenn beim Überholen mit dem bereits höchstzulässigem Tempo auf der Autobahn ein ungeduldiger nachkommender Fahrzeuglenker bis auf wenige Meter heranfährt! Solche Delikte werden viel zu wenig kontrolliert, weil es viel einfacher ist, bloss die Geschwindigkeit zu messen.
Meiner Meinung nach ist zu geringer Abstand punkto Gefährlichkeit noch vor zu hohem Tempo anzusetzen.
Rein technisch und theoretisch betrachet ist bei genügendem (!) Abstand auch bei unzulässiger (!) Tempoüberschreitung die Unfallgefahr geringer, während sie bei ungenügendem Abstand selbst im Rahmen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit enorm ansteigt.

FJP
25.03.2008 20:56
0 0

Immer wieder

diese Idioten, die bei schlechtesten Fahrbedingungen mit Bleifuß durch die Gegend fahren, und um nicht die Orientierung zu verlieren, so nah auffahren auf den Vordermann, dass sie das Nummernschild leicht ablesen können.
Da gegen die Blödheit der Leute kein Kraut gewachsen ist, kann man sie nur strafen, dass die Schwarte kracht.
1. Verkehrsbeeinflussungsanlage aufbauen
2. Sectioncontrol für diesen Abschnitt
3. Strafen für Tempoüberschreitungen bei gefährlichen Strassenverhältnissen drastisch erhöhen, z.B.:
für LKW-Fahrer pro 5 zu schnell gefahrenem km 1 Monat FS-Entzug + 50 € pro km
für PKW Lenker: pro zu schnbell gefahrenem Kilometer 1% des Neuwagenpreises (incl. Abgaben) + 3 Monate FS-Entzug.
4. Einsatz von Abstandsmeßgeräten (stationär) und mobil (durch die ASFINAG) mit Datenweiterleitung an die Polizei.
Trotteln kann man nur dort strafen, wo es weh tut, und das ist in den meisten Fällen das Geldbörsel.

Antworten Gast: Harem
26.03.2008 07:10
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Re: Immer wieder

du wir fahren Jaguar und Aston Martin. wir sind wohlhabend und wir lassen uns schwer etwas sagen (!) also deine zwerg-neid-SS-kleinkarierte-methoden interessieren uns eigentlich nicht. ach ja, den fuehrerschein haben wir auch nicht in oesterreich gemacht, zu viel bla bla, dass "eh nix bringt" (wie man sehen kann!) sondern in amerika fuer bescheidene $20 dollar und fahren ganz normal damit... nun offensichtlich wir wissen schon WIE man mit einigen dingen umgeht, sonst waeren wir nicht wo wir sind! ;-) you work hard and you play harder!!!

GHS
26.03.2008 16:30
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Re: Re: Immer wieder

Zu all den bösen Kommentaren zu "Harem": bin ich der einzige, der kapiert hat, dass diese Wortmeldung ein ausschliesslich humoristischer Beitrag war? Und rein vom Standpunkt des Humors aus gesehen, gar kein so schlechter .... also, ein bissel Sinn für Humor im Alltag, bitte sehr!

Antworten Antworten Gast: VerkehrsteilnehmerIn
26.03.2008 08:37
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Oho, unsere Elite.

Glauben's, zwischen einem Kleinwagen und einem Ihrer heißgeliebten Luxuxgefährte (Jaguar etc) wird ein relevanter Unterschied bestehen, wenn Sie (aja, im Deutschen gibt es eine Höflichkeitsform, gell ?) sich damit unter einem 40-Tonner eingeparkt haben ? Aber fühlen Sie sich ruhig weiter unsterblich...

dojon86
26.03.2008 10:16
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@Verkehrsteilnehmerin

Nicht aufregen liebe Verkehrsteilnehmerin, über den lieben Harem. Wer immer das ist, von den Führerscheinprüfungen in den USA hat er offensichtlich keine Ahnung. Das ist mit Sicherheit kein Angehöriger der Elite sondern bloß ein angeberischer Möchtegern. Die Zeiten, in denen man in den USA die Führerscheinprüfung auf die von ihm beschriebene Weise machte, sind lange vorbei. Ein Bekannter von mir, Osteuropäer, der Anfang 2002in die USA auswanderte und den Führerschein schon seit 20 Jahren besaß, mußte zur Prüfung in Chikago insgesamt drei mal antreten und kam erst beim dritten durch die diversen prüferischen Schikanen. Wie ich das von ihm hörte, dachte ich mir nur, das mein vorgestriges Amerikabild auch nicht mehr den Tatsachen entsprechen dürfte

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Harem
27.03.2008 06:39
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Re: @Verkehrsteilnehmerin

Florida mein lieber... Florida nicht in Illinois -Chicago! :) Ps. Bist du auch der average Neider made in Austria? Kleinkariert, alles wissend, und ah... NEIDISCH?! (die "Neid-Gesellschaft" oder warum wir andernen nichts goennen?! ein gutes buch fuer dich!)

Alien
26.03.2008 16:00
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Naja

Ich gehe mal davon aus, daß er Amerika als negatives Beispiel genommen hat, weil die meisten Amerikaner wie dummes Herdenvieh autofahren.
Aber es gibt noch genügend Länder, wo Leute ihren Führerschein leichter durch eine entsprechende finanzielle Zuwendung an die entsprechende Stelle, als durch eine Führerscheinprüfung erhalten. Beispiele dafür: Argentinien, Ägypten, Zimbabwe, Nigeria, Indonesien und viele mehr...

Auch in Österreich war amtiliche Korruption dieser Art lange geduldet. Man erinnere sich nur an die frühere KFZ-Zulassungsstelle.

Tom K.
25.03.2008 20:42
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Wetten, dass...

...es nicht lange dauert, bis irgendwer ein generelles Tempo 100-Limit deswegen fordert. So als wäre Tempo 100 im dichten Schneetreiben nicht auch zu viel. Aber Hauptsache im Sonnenschein kann dann wieder abkassiert werden.

Ich glaube übrigens nicht, dass das alles "doofe Raser" waren. Es gibt Situationen, die einfach teuflisch sind und da kann man noch so vorsichtig fahren, man hat keine Chance!

Antworten Gast: gast
25.03.2008 23:40
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Re: Wetten, dass...

Keine Sorge - das Kuratorium für Verkehrsssicherheit wird dort sicher 80 km/h oder weniger fordern. Damit wird es bei schlechtem Wetter weiter Leute umbringen und bei gutem Wetter die Kassen der Polizei füllen.

Gast: AEIOU
25.03.2008 19:34
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Nein, das Schneetreiben ist nicht schuld


Idioten, die zu schnell fahren sind schuld!

Den Verletzten alles Gute.

Schlagzeilen Panorama