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Salzburg: Staatsanwalt ermittelt wegen "Masern-Partys"

03.04.2008 | 15:46 |   (DiePresse.com)

Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelt gegen Unbekannt: Die Krankheit könnte bei "Masern-Partys" fahrlässig verbreitet worden sein. Die Zahl der Infizierten ist auf 176 gestiegen.

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Während das Land Salzburg 23 neue Masern-Fälle meldet und die Zahl der Infizierten auf 176 gestiegen ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft (STA) Salzburg gegen Unbekannt wegen "fahrlässiger Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten" (Paragraf 179 StGB). Das Landeskriminalamt versuche nun festzustellen, wo der Ausgangspunkt der Epidemie ist und ob jemand "zu spät, falsch oder gar nicht reagiert hat", sagte der stellvertretende Sprecher der STA Salzburg, Marcus Neher, am Donnerstag. Das Delikt ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit bis zu 360 Tagessätzen bedroht.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) reagierte auf Gerüchte von "Masern-Partys": Ein oder mehrere kranke Kinder werden mit gesunden in einen Raum gesetzt, damit sie an Masern erkranken und künftig immun dagegen sind. "Das bewusste Herbeiführen einer Infektion - noch dazu bei Kindern - ist schwerst verantwortungslos und auf das schärfste zu verurteilen." Die STA solle möglichst rasch die Verdachtsmomente prüfen.

Da Masern unter das Epidemiegesetz fallen, seien sie anzeigepflichtig, so Neher. Die Krankheit sei aber erst seit 2001 melde- bzw. anzeigepflichtig. Das Landeskriminalamt versuche nun zu ermitteln, von wo die Masern-Epidemie ihren Ausgang genommen hat und ob alles unternommen worden sei, was im Epidemiegesetz verlangt wird. Als Ausgangspunkt der Krankheit gilt eine Waldorfschule in der Stadt Salzburg.

Masern-Patienten auf Weg der Besserung

Bis Donnerstag waren in Salzburg 176 Fälle bekannt. In Oberösterreich gibt es vier Masern-Fälle, auch aus Bayern wurden Masern-Infizierte gemeldet. Die fünf Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren, die mit einer schweren Form von Masern ins Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert wurden, befinden sich inzwischen auf dem Weg der Besserung. Drei der Patienten konnten bereits entlassen werden. Das gab das LKH am Freitag bekannt.

Der 21-jährigen Frau, die an einer Masern-bedingten Lungenentzündung leidet, geht es ebenfalls besser. Sie wird auf der Infektiologie isoliert behandelt. Weitere Aufnahmen von Patienten habe es vorläufig nicht gegeben, hieß es am Donnerstagvormittag.

Das Krankenhaus treffe weiterhin alle Maßnahmen, damit keine anderen Patienten oder das Pflegepersonal angesteckt werden, wurde im LKH betont. An die Bevölkerung wird appelliert, bei Symptomen wie Fieber und Hautausschlägen sich vor einem Arzt- oder Spitalsbesuch telefonisch zu melden. In diesem Fall werden die Kranken in gesonderte Räume geleitet, damit sie andere Patienten nicht anstecken.

Salzburg überprüft Impfstatus

Um die Epidemie einzudämmen, haben die Salzburger Gesundheits- und Schulbehörden ein Maßnahmenpaket beschlossen. Diese sieht unter anderem vor, den Impfstatus aller Schüler und Kindergartenkinder im Land zu erheben. Zugleich soll auch der Impfstatus des Lehr- und sonstigen Personals erhoben werden. Allen Personen, bei denen kein Schutz vor einer Masern-Erkrankung besteht, wird dringend eine Impfung angeraten. Zuständig für die Erhebung sind die Schul- bzw. Betriebsärzte. Grundsätzlich wird an die Stadtbevölkerung der dringende Appell gerichtet, ihren Impfstatus - insbesondere bei Personen unter 40 Jahren und Kindern - zu überprüfen, um eine Weiterverbreitung der Epidemie zu vermeiden.

(APA)

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55 Kommentare
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ama
06.04.2008 13:03
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Vorsätzliche Körperverletzung mit billigend in Kauf genommener möglicher Todesfolge an Schutzbefohlenen ist ein Verbrechen

"Sie haben sich für die Masern entschieden und haben sie jetzt im Haus. Die Kinder liegen mit hohem Fieber im Bett (wie übrigends wir als Kinder auch) und gehen 2-3 Wochen nicht zur Schule. Na und?"

Da ist nichts mit "Na und?"!

Es geht klar und eindeutig um vorsätzliche Körperverletzung an Schutzbefohlenen.

Auffällig ist dabei die Inbrunst, mit der sich die Eltern als so fürsorglich darstellen und die Kinder pflegen. Die Eltern sind die Hauptpersonen. Die Krankheiten ihrer Kinder benutzen sie zur Selbstdarstellung.

Die Bezeichnung für dieses Verhalten: "Münchhausen by proxy".

ama

Gast: Skeptiker
05.04.2008 21:10
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Pharmafirmen und Verschwörungstheoretiker

Das Argument der Impfgegner, daß Pharmafirmen nur den Gewinn im Auge haben ist ein besonders dümmliches.
Wie kann man erwarten, daß in Zeiten, wo die Privatisierung sämtlicher den Menschen nützlichen Institutionen wie etwa Wasser- und Energieversorgung, Kommunikations- und Postdienste sowie des medizinischen Bereiches wie Krankenhäuser propagiert und forciert wird ausgerechnet sich ein Bereich der profitlosen Allgemeinnützigkeit verschrieben haben sollte, wo alleine die Investitionen in die Forschung und Prüfung der potentiellen Produkte im Vorfeld Milliarden verschlingt? Will man, daß Pharmafirmen keine Massnahmen treffen und Lobbyismus betreiben wie alle anderen privatwirtschlaftlichen Betriebe, um ihr Produkt am Markt zu platzieren und zu forcieren, so muss man in letzter Konsequenz die Pharmakonzerne verstaatlichen. Bis dahin kann man sich keine irrationale Theorie drum bauen, daß Pharmafirmen genauso agieren wie anderen und dabei noch riesige finanzielle Risiken eingehen.

Gast: Skeptiker
05.04.2008 20:30
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Radikale Impfgegner und Vormundschaft

Das Prinzip, daß jeder dessen Urteil über das wohlbefinden zugeordneter Menschen entscheidet vom Charakter und Bildungsstand in der Lage sein muss solche Urteile zu fällen gilt nicht nur für bsp. Lehrer und Gefägnisdirektoren usw sondern und vor allem für Eltern. Einen Schutzbefohlenen vorsätzlich mit einer potentiell lebensbedrohlichen Krankheit anzustecken bzw die Ansteckung billigend in Kauf zu nehmen ist eine kriminelle Handlung. Der Unterschied zu anderem physischem Missbrauch der Vormundschaft wie innerhäuslicher Kindesmisshandlung ist nur noch der, daß hier bizarrerweise sich stets jemand findet, der bereit ist diese Eltern zu verteidigen anstatt eine berechtigte Psychotherapie zu befürworten. Es ist beängstigend wie obwohl die moderne Wissenschaft/Medizin für nie zuvor gekannte Lebensspannen und Lebensqualität gesorgt hat gerade auf diesem Gebiet eine breite gesellschaftliche Retardierung in mittelalterliche neo-religiöse Denkmuster stattfindet.

Gast: Leser
04.04.2008 12:20
0 0

Masern oder Dummheit

In den gesamten USA gibt es pro Jahr nur ca. 30-40 Masernfällen. In Gesamt Nord- und Südamerika gibt es pro Jahr ca. 100 Masernfälle. Bei über 800 Mio. Einwohnern! D.h. wir haben durch diese "kleine" Epidemie in und um die Waldorfschule in Salzburg bereits mehr als 4 mal so viele Masernfälle als es in den USA im ganzen Jahr gibt. D.h. nichts anderes als dass durch Impf-Faulheit und die Dummheit mancher Ärzte die das auch noch propagieren die Ausrottung einer Krankheit sinnlos verhindert wird. Ich erinnere an die Pocken (smallpox). Im 20. Jhdt. noch sind deutlich mehr Menschen an den Pocken gestorben als durch alle Kriege (inkl. WWI & WWII) zusammen. Durch eine gezielte Aktion der WHO und der UNO konnten die Pocken weltweit ausgerottet werden. Das war eine der sinnvollsten und besten Aktionen der Menschheit. Millionen Menschen müssen nicht mehr daran sterben, und noch viel mehr erblinden nicht mehr an den Pocken (in Indien etwa auch noch im 20. Jdt. die häufigste Ursache von Blindheit)!

Gast: Martin
04.04.2008 08:55
0 0

Was soll die ganze Aufregung?

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Jetzt bekommen eben die Kinder die Masern, deren Eltern sich bewußt DAFÜR entschieden haben, dass ihre Kinder die Masern bekommen sollen, wenn eben die Masern ausbrechen. Warum man diese jetzt sogar als Verbrecher hinstellt und die Staatsanwaltschaft auf sie hetzt, ist mir äußerst unklar und sollte hoffentlich ein Aprilscherz sein!
Sie haben sich für die Masern entschieden und haben sie jetzt im Haus. Die Kinder liegen mit hohem Fieber im Bett (wie übrigends wir als Kinder auch) und gehen 2-3 Wochen nicht zur Schule. Na und?
Die "Geimpften" können meiner Meinung nach nicht die Aufreger sein, denn die trifft es ja nicht. Und wer sich nicht geimpft hat, darf sich nicht aufregen. Oder ist das eine Hysterie der Medien oder der Pharmaindustrie?
Man sollte das ganze einmal von dieser Seite betrachten.
Gute Besserung!

Gerald
04.04.2008 12:24
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Warum der Staatsanwalt ermittelt?

Artikel nicht gelesen? §179 StGB "fahrlässige Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten"

Jemand der sich absichtlich mit einer Krankheit infizieren will, ist ein Depp. Wozu soll das gut sein? Damit man hinterher immun ist, toll. Vielleicht hätte man sonst die Masern ja gar nie bekommen. Außerdem gibt es dagegen eine Impfung, nach der ist man auch immun. Wenn man also einerseits der Schulmedizin misstraut (Impfung) und auf natürliche Immunisierung durch vorsätzliche Ansteckung setzt, dann soll man wenigstens die Kosten dafür selbst übernehmen. Es kann wohl nicht sein, dass man die effektivere und billigere Methode ablehnt und dann verlangt, dass die Allgemeinheit die teurere zahlt, die man sich durch spinnertes Verhalten selbst eingebrockt hat. Vielleicht hilft ja der Staatsanwalt der Vernunft etwas auf die Sprünge.

Antworten Antworten Gast: hummel
25.04.2008 08:34
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Re: Warum der Staatsanwalt ermittelt?

nach dieser logik müssten auch die raucher selbst für ihre lungenkrebsbehandlung aufkommen. das wäre doch mal eine sparmassnahme, oder nicht???

pluslucis
04.04.2008 11:56
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Re: Was soll die ganze Aufregung?

Weil es Menschen mit Immunschwaechekrankheiten oder anderen speziellen Situationen gibt, die nicht geschuetzt sein koennen, weil es Fluechtlinge aus Laendern gibt, die nie eine Chance hatten, geimpft zu werden, weil es Kinder gibt, die nicht geimpft sind, weil die Eltern sich um nichts kuemmern, etc.

Aill
03.04.2008 20:02
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und das sagt eine frau kdolsky,

die verhindert hat, dass unsere restaurants rauchfrei sind und die eine schweinsbraten-ernährung vertritt! lächerlich!

Gast: Alexander
03.04.2008 18:47
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Impfgegner

Das kuriose an der ganzen Sache ist ja, dass es gerade die Impfgegner sind, die ein Ende der Impfungen verhindern.

Wieso? Nun, wird heute noch gegen Pocken geimpft? Nein. Warum nicht? Weil die Pocken in den 70ern ausgerottet wurden. Wie? Indem weltweit flächendeckend gegen Pocken geimpft wurde - bei einer Durchimpfungsrate von >97% finden die Viren keinen Wirt mehr, und das ist ihr Ende.

Wie man sieht, hat die damalige Durchimpfung dazu geführt, dass heute überhaupt niemand mehr gegen Pocken geimpft werden muss.

Genau das könnte man auch mit Masern, Keuchhusten etc. erreichen! Nur, wie gesagt, die Impfgegner, Verschwörungstheoretiker und Alternativos machen ein Ende der Impfungen unmöglich.

Solange die Durchimpfungsrate der restlichen Bevölkerung hoch genug ist, können diese Leute auch problemlos Trittbrettfahren und schmarotzen.

Kritisch, wie in diesem Fall, wird es natürlich wenn viele solcher Genies (oder deren Abkömmlinge) auf einem Haufen zusammenkommen.

Antworten Gast: Christian
03.04.2008 22:44
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Sie haben recht - im Prinzip


nuXbe
03.04.2008 22:19
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Re: Impfgegner

Frage:
Haben sie irgend eine Ahnung von Immunologie?
Kennen sie dieses Wort überhaupt?

Ausrotten, falls dies überhaupt irgendwie möglich sein sollte, kann man eine Krankheit vielleicht, wenn ALLE -weltweit alle Menschen geimpft sind. -und das dann die Krankheit ausgerottet wird ist auch unwahrscheinlich, da in etlichen Fällen auch Tiere Krankeitsüberträger sind....
Es nützt also gar nichts, wenn alle Österreicher geimpft sind.
Das Problem bei diesem Virus, wie auch bei vielen anderen und ebenso bei Krankheiten die durch Bakterien ausgelöst werden, sind die Mutationen.

Schuld an diesen Mutationen sind die Ärzte und die Pharmaindustrie, die durch unsachgemäße und vollkommen übertrieben ofte Behandlung mit Medikamenten, Antibiotika und Impfungen Krankheitserreger geradezu zwingen zu Mutieren, bez. Plasmide durch Konjugation auszutauschen.
(siehe auch wiki:nosokomialen Infektion)

Durch diese Dummheiten sind so manche Harmlose Krankheiten zu gefählichen Mutiert

Gerald
04.04.2008 12:34
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Re: Re: Impfgegner

An den Antibiotika-Resistenzen sind vielfach eher die Patienten, als die Ärzte schuld. Da gibt es nämlich viele Menschen, die sobald die Krankheitssymptome so halbwegs abgeklungen sind, sofort aufhören das Antibiotikum zu nehmen. Dass der Arzt bzw. Apotheker nicht ohne Grund gesagt hat "UNBEDINGT ausnehmen!" wird einfach ignoriert. Schließlich gehts einem eh schon wieder gut, sind Antibiotikas eh nur chemischer Dreck, den man halt zwangsweise für kurze Zeit nehmen musste und außerdem hat man dann noch was von der Packung übrig, falls einen später irgendwelche Zipperlein plagen. Und das sind gar nicht so wenige Menschen, die das so machen, habe auch solche "Prachtexemplare" in der Schwieger-verwandtschaft. Da gibt die Oma dem Opa immer wenn er z.B. ein bisserl erhöhte Temperatur/Mattigkeitsgefühl o.ä. hat gleich vorsorglich eine (nur eine!) Antibiotikumstablett. Dass das gefährlicher Unfug ist, hab ich ihr schon oft gesagt, wird ignoriert. Da wundern mich Resistenzen absolut nicht!

nuXbe
04.04.2008 13:09
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Re: Re: Re: Impfgegner

Und von Wem bekommen die Patienten die Antibiotiker verschrieben?

Ich kenne etliche Pharmavertreter/referenten, und ich kann sagen, dass weder die noch die Ärtze schlecht von der Pharma bezahlt bez. bestochen werden.
Das geht von kleinen Einladungen bis zur Schenkung von wertvolleren Gütern....

Es war ja noch nie ein Problem bei Ärzten Medikamente verschrieben zu bekommen, man braucht meißt nichtmal dannach fragen, ja man kann garnicht so schnell schauen hat man schon welche verschrieben bekommen.
Schade um den Zettel, den ich dann immer weggeworfen habe.

Was die Ärzte sind, wusste schon Napoleon:
Zitat (Russlandfeldzug): Die Ärzte haben mehr meiner Leute am Gewissen als der Feind.

Gerald
04.04.2008 13:31
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Re: Re: Re: Re: Impfgegner

Dem Arzt dafür die Schuld zu geben, dass die Leute mit den Antibiotika falsch umgehen, ist wohl reichlich skurril. Schließlich sagen er und der Apotheker den Patienten ja, wie sie das Medikament richtig einnehmen müssen. Dass diese sich dann nicht daran halten, weil sie glauben schlauer als der Arzt zu sein, ist wohl kaum die Schuld des Arztes. Wenn Sie durch falschen Umgang (z.B. rasen) mit Ihrem Auto einen Unfall bauen, geben Sie ja wohl auch nicht dem Autohändler die Schuld, weil der Ihnen das Auto verkauft hat.
Man kann sich immer dazu entscheiden Medikamente nicht zu nehmen, aber sie nur "ein bisserl" zu nehmen und sich nicht an die Anweisungen zu halten, ist vor allem bei Antibiotika gefährlicher Unfug. Gerade so entstehen Reistenzen.
PS: Ich rede hier nur von Antibiotika und Medikamenten gegen Viren. Bei anderen können keine Resistenzen entstehen, da ist es weniger dramatisch.

Antworten Antworten Gast: Alexander
04.04.2008 06:23
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Re: Re: Impfgegner

Ahnung von Immunologie? Durchaus, ich habe die entsprechenden Vorlesungen an der NAWi Salzburg besucht.

An sich muß man ja nur auf das Pockenbeispiel verweisen.

Aber da manche scheinbar kognitiv herausgefordet sind, hier noch zwei Zitate:

Masern:
"...konnte das Virus durch groß angelegte Impfkampagnen in verschiedenen anderen Regionen, so dem gesamten amerikanischen Doppelkontinent, bereits weitgehend eliminiert werden, was dadurch möglich ist, dass der Mensch DER EINZIGE WIRT des Masernvirus ist."

http://de.wikipedia.org/wiki/Masern

Keuchhusten:
"Das einzige Erregerreservoir für Bordetella pertussis ist der Mensch. Durch eine konsequente Durchimpfung der Menschheit könnte die Erkrankung grundsätzlich ausgerottet werden."

Jetzt kapiert?


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Re: Re: Re: Impfgegner

Als Mensch, der wesentlich an Patentierbarkeit von Herstellungsverfahren für Produkte der Pharmaindustrie beteiligt war, weiss ich, dass bei Impfungen nur das Geschäft zählt. Aus Langzeitstudien weiss man, dass Menschen, die sich häufig gegen diverse Krankheiten impfen lassen durchschnittlich nicht älter werden, sondern sogar früher sterben!

Wenn man weiss, dass der lebensverkürzende Dreck (das ist es im wahrsten Sinne ja tatsächlich) in der Herstellung praktisch nichts kostet, aber zu horrenden Preisen verkauft wird, ist klar wie Schuhwix, dass man eben schwere Nebenwirkungen wie MS kleinstgedruckt auf die Packung schreibt - ähnlich wie die Tabakindustrie, aber eben nicht so groß.

Bleibt zuviel billigst herstellbarer aber teuer verkaufbarer Impfstoff auf Lager wird immer eine verdeckte Werbekampagne gefahren, indem irgend ein Fall hochgespielt wird.

Wer glaubt man könne Viren mit Impfungen ausrotten ist am Holzweg VIEL effizienter ist Sauberkeit und z. B. ein Spuckverbot.

Gerald
04.04.2008 12:41
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Re: Re: Re: Re: Impfgegner

Also, dass Impfungen die Lebenserwartung senken, ist absoluter Topfen. Da braucht man nur die Lebenserwartung vor Entwicklung der ersten Impfungen und danach betrachten.

Beim Rest gebe ich Ihnen Recht. Die Pharmaindustrie hat natürlich in erster Linie Profitabilitätsziele und auch das mit den Werbekampagnen für schwer verküfliche Medikamente stimmt durchaus (siehe z.B. Vogelgrippe und Tamiflu). Sauberkeit ist natürlich wichtiger wie die Impfung, denn besser als gegen etwas immun zu sein ist immer noch damit gar nicht erst in Kontakt zu kommen.

Aber: Impfungen sind sinnvoll und verkürzen sicher keine Lebenserwartung! Das kann ihnen wohl jeder FSME-Überlebende bestätigen (sofern er auf Grund der bleibenden Hirnschäden dazu noch in der Lage ist).

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Statistische Tatsache in Deutschland und Österreich ist, Menschen die sich häufig gegen allerlei Krankheiten impfen lassen, leben kürzer - ich glaube es liegt an den Impfungen selbst und nicht etwa an einem Faktor wie nachlässigerer Hygiene bei Menschen die sich gegen alles mögliche Impfen lassen

Gut dann betrachten wir eben die Entwicklungsländer und die Lebenserwartung vor und nach der Einführung von Massenimpfungen in Afrika. Dort wo geimpft wurde, ist die Lebenserwartung GESUNKEN! Ein Grund ist die massenhafte Übertragung von AIDS bei Massenimpfungen in den 1970er Jahren. Gerade bei AIDS sieht man auch, dass die Sorgfalt dort abnimmt, wo "Heilungs"chancen - Heilung unter Anführungszeichen, da nur ein Bremsen des Krankheitsverlaufs möglich ist - zunehmen.

Ich sage aber gar nichts gegen EINE Impfung z. B. in einem Malariagebiet, wobei ich wiederum sage, dass die eine Impfung eine zum jeweiligen Menschentyp passende sein muss - ich sage nur Sichelzellenanemie... JEDE Impfung hat aber NEBENWIRKUNGEN und diese Nebenwirkungen addieren sich nicht, sondern sie potenzieren sich, wenn verschiedene Impfungen verabreicht werden - das ist ja eines der Hauptprobleme für neue Medikamente, die sich mit den bisherigen vertragen müssen. Statistische Tatsache ist Vielimpfer sterben früher!

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Zeckenimpfung für Großstädter so unnötig wie ein Kropf

Und nun zur absolut für Bewohner einer Millionenstadt unnötigen FSME-Impfung. Persönlich kenne ich keinen Fall, der einen Großstädter, der sowieso nie von Zecken gebissen wird, diese Impfung geholfen hätte. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zecke FSME-Träger ist, ist bei etwa 1 : 10.000. Wird nun ein Großstädter, der stark nach Buttersäure riechen muss, sonst beissen die Zecken nämlich nicht - ordentlich Duschen vor einem Waldspaziergang würde also ausreichenden Schutz bieten, tatsächlich 10.000 mal von Zecken gebissen, hätte er die Chance eine potentielle FSME-Trägerin zu erwischen. Nun kommt aber die Tatsache, dass FSME nur übertragen wird, wenn die Zecke länger als 24 h an der Haut haftet. Entfernt man sie vorher ist eine Übertragung nicht möglich.

Die Zeckenimpfung ist rundum unnötig. Ich kenne zwei Fälle, wo die FSME-Impfung sehr wahrscheinlich MS ausgelöst hat. Entschädigung bekamen diejenigen, die für diese unnötige Impfung sogar selbst zahlten, nie von der Pharmaindustrie.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: alois
11.04.2008 11:34
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Re: Zeckenimpfung für Großstädter so unnötig wie ein Kropf


MS schreibt:
"Nun kommt aber die Tatsache, dass FSME nur übertragen wird, wenn die Zecke länger als 24 h an der Haut haftet. Entfernt man sie vorher ist eine Übertragung nicht möglich."

Was dieser MS hier schreibt ist schlicht und einfach falsch. Der FSME-Virus findet sich im Speichel der Zecke und wird beim Anbeissen sehr schnell übertragen. Nachzulesen im ausgezeichneten Buch "Frühsommerenzephalitis(FSME)" von Norbert Satz, Huber-Verlag Bern, 2006
Wahrscheinlich verwechselt MS wieder einmal mehr die FSME mit der Lime-Borreliose. Diese Erreger sitzen im Darm der Zecke und werden erst nach längerem Blutsaugen übertragen.
Ich bin selber betroffen von der FSME und leide an Spätfolgen ( Lähmung der Hand, verminderte Leistungsfähigkeit, häufige Müdigkeit.)

Gast: Masern,Mumps und Röteln
03.04.2008 18:09
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HAHAHAH !

Wie ich begonnen habe den Artikel zu lesen dachte ich mir welche alternativen Idi**en haben sich die Partys ausgedacht ! Dann kam mir das Wort Waldorf in den Sinn aber ich dachte mir, sei nicht immer so vorurteilsbehaftet ! Und dann...na erraten...GEWONNEN ! Ich bleib bei meinen Vorurteilen irgendwelchen Spinnern gegenüber !

PS: Liebe Vorredner, die Waldorfschule als Hort für "rechte-religiöse" zu bezeichnen würde Herrn Steiner im Grabe rotieren lassen, er sähe lieber "esoterische Spinner". Und ich denke die meisten die ihre Kinder in so eine Anstalt schicken wählen überzeugt Grün (könnte man von den süßen Wollhäubchen und Birkenstock-Schlapfen schließen).

roger
03.04.2008 17:43
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Bitte durchgreifen

Impfgegner zu Impfbefürworter verhält sich so wie Astrologe zu Astronom. Der eine ist ein Scharlatan, der andere ist ein Wissenschaftler. Die beiden Standpunkte sind daher nicht gleichberechtigt, Impfgegner sind Vertreter einer gefährlichen Irrlehre.

violet
03.04.2008 22:33
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Re: Bitte durchgreifen

Ihr Vergleich hinkt gewaltig, das sind Dinge, die man so nicht in Relation setzen kann.

Impfgegner generell zu verurteilen, ist auch keine gute Idee. Manche Impfungen (Grippe) müssen nämlich wirklich nicht sein, andere wie Masern-Mumps-Röteln halte ich für sinnvoll und zudem nicht außerordentlich gefährlich, weil sich die Nebenwirkungen offenbar in Grenzen halten.

Ich habe schon sehr viele gute Erfahrungen mit Astrologie gemacht, Sie wären verblüfft, was sich alles ergibt, wenn Sie sich darauf einlassen würden. Aber Ich will Ihnen nichts aufdrängen, es ist Ihre freie Entscheidung.

Und wir wollen nicht vergessen, dass in der Wissenschaft einiges Spekulation ist, gerade was den Weltraum betrifft ...

roger
04.04.2008 07:52
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Spekulation

Natürlich gibt's noch viel, was es im Weltraum zu erforschen gäbe, nur mit Tischerlrücken, esoterischem Geschwätz, Horoskopen und Seancen wird man sicher nicht schlauer. Astrologie ist die Religion für Agnostiker, eine starke Persönlichkeit braucht so einen Firlefanz nicht.

violet
04.04.2008 19:47
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Re: Spekulation

Nicht schlauer, was das Weltall betrifft. Aber man lernt seine Mitmenschen besser kennen und kommuniziert, was mir ein Anliegen ist.

Eine starke Persönlichkeit weiß, dass sie nie ausgelernt hat und wird sich mit vielem Neuen (Wissenschaft, Religion ...) auseinandersetzen und es nicht ohne nähere Betrachtung als "Firlefanz" abstempeln. Zudem weiß sie, dass sie nicht perfekt ist, und arbeitet an sich.

Das wäre übrigens ein Ansatz für die Impfdiskussion: versuchen, die Denkweise des anderen nachvollziehen zu können und darauf aufbauend Argumente zu finden. Nachdem es aber den meisten leichter fällt, einfach über die "blöden Trotteln" mit anderen Ansichten zu schimpfen, werden wir hier zu keinem sinnvollen Ergebnis kommen, wie so oft.

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