WEIZ (hoe). Die Kirche, deren Erneuerung und Verhältnis zur Basis: Diesem Spannungsfeld widmet man sich in der oststeirischen Stadt Weiz seit 20 Jahren. Ausgehend von Meditationstagen 1988 und späteren Jugendtreffen mit regelmäßig mehr als tausend Teilnehmern, entwickelte sich eine der stärksten Basisorganisationen innerhalb der katholischen Kirche in Österreich.
Ausgelöst durch den Fall Hans Hermann Groër formulierte man schließlich 1995 die „Weizer Pfingstvision“: Anders als das zeitgleich gestartete Kirchenvolks-Begehren konzentrierte man sich nicht auf Forderungen Richtung Kirchenführung, sondern rückte die Selbstverpflichtung der Basis in den Mittelpunkt. Die zehn Punkte wurden österreichweit von 30.000 unterzeichnet. „Löschen wir den Geist nicht aus“, fordert Initiator Fery Berger heute.
Er kündigt einen „Weg der Hoffnung“ an: Bis zum Jahr 2012 soll in Veranstaltungen „der Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils aufgefrischt werden“. Die erste Etappe ist ein „Fest ohne Grenzen“ am Pfingstsonntag (ab 10 Uhr) samt Wanderung entlang des spirituellen Weges in und rund um Weiz.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2008)
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