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„Unterstellungen“, „Verleumdung“

27.05.2008 | 18:24 |  ANNE-CATHERINE SIMON (Die Presse)

Schirrmacher hält Vorwürfe für „vielleicht klagbar“. Von Al-Rawi erwartet sie ein „Unrechts-Eingeständnis“.

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WIEN. „Das habe ich noch nie erlebt. Ich hatte nie Ärger, noch nie!“, sagt Christine Schirrmacher zur „Presse“. Sie sei fassungslos über die „geballten Unterstellungen“ (siehe Bericht oben).

Die deutsche Islamwissenschaftlerin promovierte 1991 über die christlich-islamische Kontroverse im 19. und 20. Jh., lehrt Islamische Studien, hat mehrere Bücher zum Islam veröffentlicht und hält regelmäßig Vorträge.

„Niemand hat mir je vorgeworfen, ich sei einseitig“, erzählt sie. „Die Muslime, die zu meinen Vorträgen kommen, sagen, sie finden das gut, dass ich nicht alle über einen Kamm schere und die Leute nicht an den Pranger stelle, sie bedanken sich für die Differenzierung, für die respektvolle Art, mit der ich über den Islam spreche.“

Schirrmacher leitet das Institut für Islamfragen der aus konservativen Protestanten und Freikirchlern bestehenden Evangelischen Allianz; das macht sie für Omar Al-Rawi doppelt verdächtig. „Muslime kennen den Unterschied zwischen evangelisch und evangelikal kaum“, glaubt Schirrmacher, die sich selbst als „evangelisch“ einstuft. „Man hofft aber, mit dem Fundamentalismus-Vorwurf bei Nicht-Muslimen zu punkten.“

Auch in einem Artikel auf www.quantara.de über christliche „Islamophobie“ wird Schirrmacher genannt; wegen eines von ihr betreuten Gebetskalenders. „Was haben die hier aufgelisteten Bosheiten mit mir zu tun?“, fragt sie. „Ja, im Kalender geht es auch um soziale, wirtschaftliche, politische Nöte von Muslimen; und auch das Gebet, sie mögen zu Christus finden, findet sich darin. Aber wenn es stört, dass jemand seinen Glauben für den besten hält, könnten wir mit Muslimen überhaupt keinen Dialog führen, die würden nie vom Bekenntnis zu einer absoluten Wahrheit abrücken, und das würde ich auch nicht verlangen.“


„Wird wieder versucht werden“

Sie sei mit vielen Muslimen befreundet, sagt Schirrmacher. „Wie viele von ihnen haben mir schon gesagt, sie würden sich so freuen, wenn ich Muslima werde. Und auch wenn ich so etwas umgekehrt zu privaten muslimischen Freunden sagen würde, würden sie es nicht als Angriff verstehen!“

Von Omar Al-Rawi erwartet sie sich ein „Unrechts-Eingeständnis“: „Er hat mich verleumdet. ,Antimuslimische Agitatorin‘ wäre vielleicht sogar klagbar. Und wenn die Vorgangsweise erfolgreich ist, wird sie wieder versucht werden.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.05.2008)

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7 Kommentare
stefania
28.05.2008 11:38

Ich hoffe, dass sie klagt !!

Man sollte so etwas nicht einfach hinnehemen.

Ich hoffe auch ,dass inzwischen zahlreiche Protestmails an

die SPÖ gegangen sind.

spö@spö.at

Gast: jeanfairtique
28.05.2008 08:35

Zensur

Schon bemerkt?
Der Islam IST auf dem Vormarsch. Mit all den netten Kleinigkeiten, die das Leben erst lebenswert machen...
Es soll immer noch Menschen geben, die das nicht kapieren oder nicht kapieren wollen.

Antworten Gast: ein Gast
28.05.2008 11:12

Re: Zensur

Dass der ISLAM auf dem Vormarsch ist, ist eine Tatsache. Aber ich möchte darauf aufmerksam machen, dass der ISLAM nicht seit neulich auf dem Vormarsch ist sondern schon seit 1429 Jahren. Falls Europa das neu entdeckt hat, ist deren Angelegenheit.

Der ISLAM ist keine Ideologie von der man Angst haben sollte. Der ISLAM ist der Weg zu einem besseren Leben und Glückseligkeit.

Da das Christentum die Angst hat seine Anhaengerschaft an den ISLAM zu verlieren, streut Halbwahrheiten über den ISLAM und versucht diese Religion so im ZAUM zu halten. Aber keine Sorge, wo wie das Christentum den Weg aus dem Osten in den Herzen der damaligen Europaer gefunden hat, wird auch der ISLAM den Weg dorthin finden...

Der wahre ISLAM ist eine Glückseligkeit, nicht jedoch der ISLAMISMUS... Den Unterschied soll man schon erkennen können, bevor man das Mündchen aufmacht...

Antworten Antworten till uilenspygel
28.05.2008 12:31

Re: Re: Zensur

Was haben Sie den geraucht?!

ICH bin praktizierender Atheist und wehre mich, mit diesem sich bedeutsam gebenden Schund belästigt zu werden. Sie dreschen Phrasen (Weg zu einem besseren Leben und Glückseligkeit), die typisch für jene sind, die am Sonntagvormittag unangemeldet auf der Matte stehen, um den Ahnungslosen mit ihrem weltfremden Schwurbel zu traktieren.

Lernen's was, machen's Karriere, verdienen Sie Ihr eigenes Geld- dann brauchen Sie keine verblasene Religion um sich nicht als Würschtel zu fühlen.

Und belästigen nicht andere.

Übrigens: 1492 wurde Ihre Religion schon einmal aus Europa hinauskomplimentiert.

Antworten Antworten Gast: liberal
28.05.2008 11:52

Re: Re: Zensur

... eine Glückseligkeit auf die die Welt durchaus verzichten könnte

Antworten Antworten Antworten Gast: ein Gast
28.05.2008 17:03

Re: Re: Re: Zensur

Hinauskomplementiert hin oder her, der ISLAM ist mitten drin in EUROPA... Tausende aber Tausende zum ISLAM konvertierten Europaer sind ein Beleg dafür, dass der ISLAM, DER WEG ist, den die besonnene MENSCHHEIT braucht.

Mein Beruf gibt mir die Möglichkeit zur Verwirklichung meiner weltlichen Bedürfnissen, das ist klar. Aber die Frage ist, was ist nach dem Tode? Gibt es klaerenden, einleuchtenden ANTWORTEN seitens des Christentums, ausser man BEHAUPTET, dass der Prophet JESUS für unsere Sünden gestorben ist, was überhaupt nicht zutrifft? Wie kann ich mich logisch und demokratisch erklaeren, dass ein Anderer MENSCH für mich und für meinen Sünden stirbt? Mir leuchtet es nicht ein... Mit besten Willen nicht...

Friede und Glückseligkeit sei mit Euch... Möge ALLAH auch euren HERZEN für die WAHRHEIT eröffnen...

ein Gast

Antworten Antworten Antworten Antworten till uilenspygel
29.05.2008 00:21

Re: Re: Re: Re: Zensur

...und ICH sage Ihnen, was SIE über das Leben nach dem Tode wissen:

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