Briefbomben: Zweifel an Einzeltäter Franz Fuchs

23.06.2008 | 16:55 |   (DiePresse.com)

Ein Ex-Mitglied der Soko Briefbomben und Wiens Altbürgermeister Helmut Zilk wollen neue Untersuchungen zum Umfeld des Briefbomben-Täters. Die Justiz sieht keinen Handlungsbedarf.

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Die Briefbombenattentate vor 15 Jahren beschäftigen wieder die Öffentlichkeit. Der Polizist Rudolf Huber, der Mitglied der Sonderkommission (Soko) Briefbomben war, zweifelt an der Einzeltätertheorie und glaubt, das "wahre Bombenhirn" gefunden zu haben. Der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk (SPÖ), selbst ein Opfer einer Briefbombe, verlangte im "profil" eine Überprüfung des "Umfeldes" von Franz Fuchs. Bei der Staatsanwaltschaft Wien spricht man von einem "Sturm im Wasserglas" und sieht "im Moment keinen Anlass, neue Erhebungen in die Wege zu leiten", wie Behördensprecherin Michaela Schnell am Montagnachmittag.

Huber sprach sich für die Einrichtung einer unabhängigen Expertenkommission aus. Zu seiner Theorie wollte er sich aber nicht weiter äußern, solange nicht klar sei, wie die zuständigen Stellen nun handeln wollen. Die Briefbomben-Akten sind derzeit im Parlament, sie wurden im Rahmen des Untersuchungsausschusses zur Innenministeriumsaffäre an das Hohe Haus übermittelt. Damit kommt auf die Abgeordneten in dem ohnehin schon umfangreichen U-Ausschuss ein mögliches weiteres Thema zu.

Huber dürfte es auch gewesen sein, der im Vorjahr eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen mehrere frühere Mitglieder der Soko Briefbomben eingebracht hatte. Sie hätten bei der Aufklärung der Attentat-Serie unzureichend ermittelt und wären Hinweisen auf mögliche Komplizen von Franz Fuchs nicht nachgegangen. 

Justiz sieht keinen Handlungsbedarf

Die Staatsanwaltschaft sagte, der Mehrtätertheorie sei man im Zuge der Überprüfung der gegen die Soko Briefbomben gerichteten Anzeige nachgegangen. "Das Umfeld von Fuchs wurde auf mögliche Mittäter geprüft. Es konnte kein Kontakt zu angeblichen Briefverfassern nachgewiesen werden, von denen nun in manchen Medien die Rede ist", betonte Behördensprecherin Schnell. Sie hielt außerdem fest, dass die Anzeige gegen die einstigen Sonderermittler zurückgelegt wurde, weil sich keine Hinweise auf das behauptete amtsmissbräuchliche Verhalten fand 

Der Sprecher von Justizministerin Maria Berger (SPÖ), Thomas Geiblinger, meinte am Montagnachmittag: "Wenn die Anklagebehörde sagt, dass seinerzeit allen Hinweisen nachgegangen wurde, sehen wir vorerst keinen Anlass, jetzt eine Wiederaufnahme der Ermittlungen zu verlangen." Ob ein derartiger Schritt nötig sei, habe die Staatsanwaltschaft zu entscheiden.

(APA/Red.)

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13 Kommentare
Gast: Crusader
25.06.2008 16:54
0

Da ist das rechte Pack ja wieder glimpflich davongekommen



Antworten Gast: Crusader
26.06.2008 16:01
0

Re: Da ist das rechte Pack ja wieder glimpflich davongekommen

Wenn dem Multikultiwürschtel nichts mehr einfällt tut er Nicks kopieren..
Bist schon arm! Magst an Lutscher?
Gibt ja kein Kanzlerfest...
Hahahahahahahahaha

Wär doch zu schön wenn der Fall Fuchs wieder aufgerollt würde und Herr Einem plus die ganzen damaligen FP Vernaderer vor Gericht aufsalutieren müßten!
Leider wird es nie so weit kommen - wie beim Unterweger - der hätte sonst auch erzählen können wen er in den ganzen Bordellen alles traff und von welchen Politschickerias er hofiert wurde....
Da gibt es sicher zu viel was die Öffentlichkeit nicht wissen soll.

Gast: mike
24.06.2008 11:37
0

Nachdem der damalige Innenminister

als strammer Parteisoldat ja alle Ermittlung außer gegen "Rechts-reche" verboten hat, war ja wohl nicht mehr zu erwarten ..

Gast: Pour le merite
24.06.2008 00:42
0

Was, hat die bajuvarische Befreiungsarmee schon wieder mobil gemacht?

Klar, zum Wahlkampf mach¿ma wieder eine Razzia beim Radl in Fürstenfeld und dann beim Strache, eh klar! Des wird ein Sommerprogramm.

Oder war¿s vielleicht gar der 95 jährige Kroate aus Klagenfurt?, - der kommt einem sowieso schwer verdächtig vor.


Justiz sieht keinen Handlungsbedarf

...zustände wie in einer "bananenrepublik" linker prägung!

Re: Justiz sieht keinen Handlungsbedarf

jo sicher! einem rechtsradikalen terroristen ned nachzugehen ist unglauuuublich links. blind???

Antworten Antworten Gast: Crusader
24.06.2008 08:13
0

Re: Re: Justiz sieht keinen Handlungsbedarf

Fuchs war nicht rechts sondern links angehaucht.... - deshalb hat man ihn auch nur durch seinen eigenen Fehler erwischen können...
Ja, ja die Wahrheit verdrehen können die Linken 1A!

vom wahrheit verdrehen brauchen SIE nicht reden!

was hat denn der Fuchs gefordert bevors in gschnappt haben?
Die Ausweisung von Ausländern soweit ich mich erinnern kann.
Sehr links wirklich.
Manche Leut sind einfach z deppert

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Crusader
24.06.2008 15:27
0

Re: vom wahrheit verdrehen brauchen SIE nicht reden!

Unter den alten Sozis waren auch die meisten Nazis mein lieber ghost85 - nicht in der VDU(FP).
Deppert sind die die keine Ahnung haben...aber was will man von einem Gutmenschen schon erwarten.
Ach ja, warum wählen die roten Paddeibuchhanseln die FP wenn sie angfressen auf die Genossen sind wenn ach so lieb linksrotgrünmultikulti?
Fuchs kam aus dem gleichen linken Milieu wie die Ebergassing Terroristen!
Fragens doch die Genossen...

Gast: ASVG-Sklave
23.06.2008 17:23
0

Auch der Mord an Franz Fuchs muss aufgeklärt werden

Ein Armloser der sich erhängt hätte. WER hat Franz Fuchs in seiner Zelle erdrosselt?

Antworten Gast: Dr. Nuderl
24.06.2008 10:31
0

Re: Auch der Mord an Franz Fuchs muss aufgeklärt werden

Der Fuchs Franzi war das schon selber, der war doch angeblich ein sehr geschickter Bastler und hat im Häfen angeblich auch mit seinen Handstümpfen noch Makramearbeiten und Stickbilder ausgefertigt.
Ich glaub an den Selbstmord, ein Schelm wer was anderes denkt.

Antworten Gast: EIN Österreicher
23.06.2008 19:09
0

Re: Auch der Mord an Franz Fuchs muss aufgeklärt werden

Warum wird in AT von der gewerkschaftlich POSTEN bestellten Justiz und der Polizei offensichtlich NICHTS wirklich aufgeklärt, sondern unter den Teppich gekehrt (siehe ua. auch BAWAG Prozess; Plastiksackerl für GERHARTER als Ersatz der PROZESSKOSTEN; wer konnte denn so etwas tatsächlich anordnen; diese Fragte fiel der RICHTERIN NICHT ein; warum wohl) ?

Warum gab es seinerzeit in der EU eine Kampagne gegen die ÖVP FPÖ Regierung ?
Wer waren die österreichischen Drahtzieher; offenbar auch via Tschechien ?

Fuchs schrie im Prozess lauthals Parolen, wie sie unter "Zivilrecht-online" von einem Innsbrucker Rechtswissenschaftler verkündet werden (Naturrechtslehre; Widerstand)?

Gibt es hier etwa Zusammenhänge zur in AT allmächtigen GEWERKSCHAFT und zum ROTEN WIDERSTAND ?


Gast: G Ast
23.06.2008 16:27
0

Ja. der Franz, der ..........

Unsere rote Justizministerin hat offenbar Angst, daß die falschen Mäuse in die Falle gehen könnten.

War doch so schön "abgeschlossen" der Fall!

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