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Vier von fünf Autofahrern pfeifen auf Tempo 30

05.08.2008 | 12:55 |   (DiePresse.com)

Im Gegensatz ignoriert nur jeder Fünfte das Limit auf der Autobahn. Das ergeben Messungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Geringe Überschreitungen gelten als Kavaliersdelikt.

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Je niedriger das Tempo-Limit, desto häufiger wird es überschritten. Das geht aus einer Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hervor. 81 Prozent der Pkw-Lenker missachten eine 30-km/h-Beschränkung im Ortsgebiet, aber nur 18 Prozent die 130er-Marke auf Autobahnen.

Das Kfv hatte dazu im ersten Halbjahr 2008 an 123 Stellen Österreich die Geschwindigkeit von insgesamt 33.450 Kfz gemessen. In 50er-Zonen waren 53 Prozent der Autofahrer schneller unterwegs als erlaubt, auf 100-km/h-Freilandstrecken waren es 23 Prozent. Spitzenreiter waren ein Pkw-Lenker, der auf einer Freilandstraße mit 197 km/h gemessen wurde, und ein Autofahrer, der mit 62 km/h in einer 30er-Zone unterwegs war. Als Durchschnittstempo in 30er-Bereichen wurden 35 km/h gemessen.

Geringe Überschreitung "Kavaliersdelikt"

"Quantitative und qualitative Befragungen des Kfv unter Fahrzeuglenkern haben gezeigt, dass zwar jeder zweite es als eher gefährlich einschätzt, schneller als erlaubt zu fahren, denn noch sind Geschwindigkeitsübertretungen von 10 bis 20 km/h sozial akzeptiert und werden als Kavaliersdelikt gesehen", hieß es am Dienstag in einer Aussendung des Kuratoriums.

"Man sollte sich vor Augen halten, dass jeder zusätzliche km/h die Überlebenschance eines Fußgängers oder Radfahrers bei einem Aufprall vermindert", rät KfV-Direktor Othmar Thann Autofahrern, die sich durch Tempo 30 ausgebremst fühlen. Die 81 Prozent aus der aktuellen Messung waren um sechs Prozentpunkte mehr als im ersten Halbjahr 2007.

Umgekehrt ist der Trend auf Autobahnen: 2008 waren 18 Prozent zu schnell, 2007 waren es 22 und 2001 sogar noch 28 Prozent.

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9 Kommentare
Gast: CE
15.08.2008 12:11
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Anlassfall...

wenn ich heut wieder die Kieberei am Flötzersteig in der "neuen", absolut sinnlosen und lächerlichen, 30er-Zone abkassieren sehe, kommt mir bei 3x das "G'impfte" hoch. Ich schliess mich einem Vorredner hier an: SINNVOLLE Geschwindigkeitsbeschränkungen zB. vor Schulen werden sehr wohl eingehalten. Nur die vielen absolut unsinnigen und nur der Abzocke dienenden 30er-Zonen auf breiten, gut ausgebauten Strassen werden GOTTSEIDANK von 80% der Lenker nicht mal negiert. So gehört sichs, egal was grüne Dumpfbacken brabbeln. Ausserdem zeigen ja Studien, das bei 30km/h hochtourig gefahren mehr Abgase und auch Lärm rauskommen als wenn jemand zügig mit 50km/h vorbeifährt.

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natürlich ist es abzockerei des staates

irgend wo zwei unfälle werden sofort als vorwand genommen die unsinnigsten beschränkungen zu verhängen. das kfv würde ja am liebsten den strassenverkehr ganz verbieten - nullopfer strategie, aber damit würden sie ja leider auch ihre eigenen wohldotierten jobs wegrationalisieren. also besser blöde beschränkungen, der staat und das kfv kassieren und der normalbürger ist wie üblich der dumme.

Antworten Gast: dens
06.08.2008 12:45
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Re: natürlich ist es abzockerei des staates

u. da wo`s echt gefährlich ist, wird oft Jahre nicht entschärft

Abzockekrankheit überall

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Das Problem liegt ...

... nicht in der Überschreitung von Limits an sich, sondern an der teilweise unsinnigen Verhängung von solchen. Wo es - wie etwa vor Schulen - angebracht ist, dort sieht man, dass die meisten Fahrer sehr wohl die Geschwindigkeit reduzieren bzw. anpassen. Die Beschränkungen vielerorts und Kontrollen etwa in der Nacht bei wenig Verkehr sind ebenso sinnlos wie ausschliesslich für den Finanzminister. Viel besser wären beispielsweise Richtgeschwindigkeiten und "angepasste Geschwindigkeit" statt sturer Beschränkungen, ebenso wie die Bevormundung hinsichtlich Eigenverantwortlichkeit kaum mehr erträglich ist - siehe Gurtenpflicht etc. Die Entmündigung des Bürgers steht in keinem Verhältnis zum Effekt. Eher schon sollte das Fahrkönnen als Kriterium dienen.

Antworten Gast: lukas
06.08.2008 12:30
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Re: Das Problem liegt ...

Man sollte sich jedoch auch vor Augen halten, dass jeder Unfall und jede damit verbundene Behandlung beim Arzt zusätzlich Kosten verursacht, die die ohnehin geschwächten Krankenkassen bezahlen müssen, und ein Gurt nun einmal die Verletzungsgefahr vermindern kann, bzw. sogar eine langwierige Behandlung beim Arzt verhindern kann.
Also, wenn euch so wenig an eurem Leben liegt, dass ihr es nicht für wichtig empfindet einen Gurt anzuschnallen, wofür ihr nur wenige Sekunden aufwenden müsst, dann dürfte es euch ja auch egal sein welche Gesetze der Staat euch vorschreibt. Kümmert euch doch bitte zuerst um eure Lebenseinstellung und dann könnt ihr auf andere zeigen!

Gast: EinGast
05.08.2008 13:39
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"Tempo" 30?

Tempo 30 ist nur zum Abzocken der Autofahrer, deshalb schiessen diese Beschränkungen wie Schwammerl aus dem urbanen Boden ...

Antworten Gast: hans
05.08.2008 14:47
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Re:

Lieber eine "Abzocke" wie sie das nennen, als zusätzliche Tote.

Antworten Antworten Gast: VanBHorn
05.08.2008 18:50
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Re: Re:

sie sagen lieber mehr tempolimits als einen toten...ich sage-kostennutzenrechnung-ein toter ist tragisch-kostet aber kein geld mehr. hingegen sinnloseste vorschriften zu erarbeiten,durchzusetzen,ueberpruefen...es eruebrigt sich jeder kommentar!

Antworten Gast: xy
05.08.2008 14:23
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Re:

Sie sind nicht der Klügste.
Das Wort "Abzocke" mutiert zum Lieblingswort der hungerleidenden österreichischen Bevölkerung.