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Wohnbau: Hahn-Kritik an Wiener Wohnen

07.08.2008 | 18:33 |   (Die Presse)

Wiens VP-Chef Johannes Hahn fordert drastische Änderungen bei Gemeindebau-Verwaltung.

Wien (g.b.). Heftige Reaktionen der Opposition hat der „Presse“-Bericht über die teure Verwaltung der Gemeindebauten in Wien in der Donnerstag-Ausgabe hervorgerufen. „Private machen das besser als die stadteigene Hausverwaltung“, meint der Wiener ÖVP-Chef, Wissenschaftsminister Johannes Hahn, der betont, dass seine Partei die fehlenden Ausschreibungen seit Jahren kritisiert habe.

Zugleich ärgert sich Hahn über die „skurrile Bestimmung“ in den Gemeindebau-Statuten, dass Hausverwaltungen nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit geändert werden können. „Überall anders genügt es, wenn etwas mehr als die Hälfte dafür ist. Nur in den Tiefen des Rathauses denkt man da anders.“ Für Wiener Wohnen beziehungsweise den zuständigen Wohnbaustadtrat Michael Ludwig wäre es ein Leichtes, entsprechende Vorschriften zu ändern, sagt der VP-Chef.

Hahn wies im Gespräch mit der „Presse“ auch Kritik der Grünen an seiner neuen Plakatkampagne zurück, in der das Veto der Wiener SP gegen kostenlose Kindergärten und die hohen Gebühren im Vordergrund stehen. „Das ärgert sie nur, weil ihnen das nicht selber eingefallen ist“, so Hahn. Die Kritik zeige auch, dass die Grünen selbst keine Themen schaffen würden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2008)


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4 Kommentare
 
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Von lurch am 09.08.2008 um 21:54

die Macht

Ein Großteil der Geimeindewohnungs-Bewohner wählt SPÖ. Meistens (zumindest früher) bekam man nur eine Gemeindewohnung wenn man SPÖ-Mitglied war. Das ist allerdings nicht nur in Wien so. Auch in NÖ wurde ich seinerzeit gefragt, ob ich bei einer Partei bin, weil ich mich wegen einer Gemeindewohnung in einer Stadt beworben habe. Das hatte zur Folge, daß ich ohne ein weiteres Kommentar aufgestanden bin und ging!

Rückblickend kann ich mich zu diesem Schritt nur beglückwünschen, wenn ich mir anschaue, wie die Mieter heute ausschauen, die in solchen Häusern wohnen.

Von Systemanalytiker am 07.08.2008 um 21:14

Die Hälfte der Mieter sollte für die Ablöse von Wiener Wohnen genügen

Richtig. Die Hälfte der Mieter eines Hauses sollte für die Ablöse von Wiener Wohnen genügen. Noch genauer: Wenn eine Mieterversammlung ordentlich einberufen wurde, sollte die Hälfte der anwesenden Mieter für eine Ablöse von Wiener Wohnen ausreichen. So wie bei der Wahl. Wer nicht hingeht akzeptiert das Endergebnis.

Wiener Wohnen ist eine derartige Zumutung, dass es einem die Sprache verschlägt.

Es werden da noch einige Enthüllungen kommen.

Antworten Von HBH am 08.08.2008 um 07:33

Re: Die Hälfte der Mieter sollte für die Ablöse von Wiener Wohnen genügen

obwohl ich jetzt den mieterbeiräten gerade von anlagen unserer größe das leben anscheinend schwer mache: die hälfte der mieter ja - denn z.b. bei entscheidungen für eigentumshäuser ist es genauso.

aber nicht die mehrheit in einer mieterversammlung. das sind doch gravierende entscheidungen, die für alle auswirkungen haben. und auch da: bei z.b. sanierungsentscheidungen in eigentumshäusern ist es genauso.

aber:

* es wäre schon toll, hätten wir dort nachhaltige unterstützung, wo das DERZEITIGE mitbestimmungsrecht bzw. geltendes recht überhaupt anzuwenden wäre oder existierende kontrollfunktionen unterstützung böten - und man sich nicht mit leicht nachzuweisenden sprechblasen der verantwortlichen abspeisen ließe.

* es gibt auch im weiteren vergabeprozess einige bedrohlichkeiten, die - mitbestimmung hin oder her - einer recht willkürlichen gestaltung durch den hausherrn tür und tor öffnen.

für genauere erörterung weiß man ja, wo und wie man uns findet (HP).

Antworten Von Gast: Einer von Sieben am 07.08.2008 um 22:53

Re: Die Hälfte der Mieter sollte für die Ablöse von Wiener Wohnen genügen

Jetzt vor der Wahl wachen auch die Wiener Schwarzen etwas auf, obwohl das www.mieterecho.at schon seit dessen Bestehen Juni 2007 eifrigst gelesen wird. Aber einer Wiener SPÖ, deren politische Vorfeldorganisationen auch Wiener Wohnen ist, wird niemals einfallen, ein Familiensilber (und Stimmviehmaximierer durch massiven Neoösterreicherzuzug) vielleicht an geltende Rechte anzupassen, wo kommen wir denn dahin !

 
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