Wien (g.b.). Heftige Reaktionen der Opposition hat der „Presse“-Bericht über die teure Verwaltung der Gemeindebauten in Wien in der Donnerstag-Ausgabe hervorgerufen. „Private machen das besser als die stadteigene Hausverwaltung“, meint der Wiener ÖVP-Chef, Wissenschaftsminister Johannes Hahn, der betont, dass seine Partei die fehlenden Ausschreibungen seit Jahren kritisiert habe.
Zugleich ärgert sich Hahn über die „skurrile Bestimmung“ in den Gemeindebau-Statuten, dass Hausverwaltungen nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit geändert werden können. „Überall anders genügt es, wenn etwas mehr als die Hälfte dafür ist. Nur in den Tiefen des Rathauses denkt man da anders.“ Für Wiener Wohnen beziehungsweise den zuständigen Wohnbaustadtrat Michael Ludwig wäre es ein Leichtes, entsprechende Vorschriften zu ändern, sagt der VP-Chef.
Hahn wies im Gespräch mit der „Presse“ auch Kritik der Grünen an seiner neuen Plakatkampagne zurück, in der das Veto der Wiener SP gegen kostenlose Kindergärten und die hohen Gebühren im Vordergrund stehen. „Das ärgert sie nur, weil ihnen das nicht selber eingefallen ist“, so Hahn. Die Kritik zeige auch, dass die Grünen selbst keine Themen schaffen würden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2008)

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