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Max Friedrich wehrt sich: „Befrage Sex-Opfer behutsam“

09.09.2008 | 18:32 |  MANFRED SEEH (Die Presse)

Wegen des Verdachts auf falsche Aussage in zwei Fällen laufen Ermittlungen gegen den Gutachter Max Friedrich. Dieser weist die Vorwürfe zurück.

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WIEN. Während die Justiz gegen ihn ermittelt, geht der prominente Kinderpsychiater Max Friedrich in die Gegenoffensive. Zuletzt waren Vorwürfe laut geworden, wonach Friedrich als Gerichtsgutachter bei der Befragung eines Missbrauchs-Opfers Suggestivfragen gestellt habe (DiePresse.com berichtete). Im „Presse“-Gespräch verteidigt der am AKH tätige Vorstand für Kinder- und Jugendpsychiatrie seine Art der Befragung. Diese sei „schonend und behutsam“.

Wie berichtet war in Klagenfurt ein 35-Jähriger wegen schweren sexuellen Missbrauchs seiner vierjährigen Tochter verurteilt worden. Dem Gericht lag ein Gutachten von Friedrich vor, das dieser nach Befragung des Opfers verfasst hatte. Nach seinem Schuldspruch boxte der Kindesvater eine Wiederaufnahme des Verfahrens durch – und wurde prompt freigesprochen. Der vom Gericht zusätzlich zugezogene Münchner Psychiater Norbert Nedopil hatte starke Zweifel an der Friedrich-Expertise geäußert.

Ein ähnlicher Fall hatte sogar dazu geführt, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein Ermittlungsverfahren gegen Friedrich einleitete. Ein wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen zu fünf Jahren Haft verurteilter Mann setzte sich nach Verbüßung der Strafe für eine Wiederaufnahme des Verfahrens ein. Und er erstattete Anzeige gegen Friedrich. Dieser habe ein falsches Gutachten erstellt. Daher wird besagtes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage geführt. Darauf stehen bis zu drei Jahre Haft. Dass es wirklich zum Prozess kommt, ist sehr unwahrscheinlich, zumal der Staatsanwalt dem Psychiater die vorsätzliche Erstellung eines falschen Gutachtens nachweisen müsste.

Zu laufenden Verfahren will sich Friedrich nicht äußern. Er erinnert aber daran, dass er bereits 1991 die europaweit einzigartige Video-Befragung von Sex-Opfern durchgesetzt habe. Dabei werden die Opfer im Vorfeld einer Gerichtsverhandlung von einer qualifizierten Person (eben oftmals von einem Psychiater oder einem Psychologen) vor laufender Videokamera befragt. Die Prozessparteien (Verteidiger, Ankläger) können Fragen anregen, kommen aber selber nicht in den Befragungsraum.

 

„Ich bin voll im Geschäft“

Zur Kritik, er hätte Suggestivfragen gestellt, ergänzte Friedrich, dass er oftmals Kinder auf das eigentliche Thema (sexueller Missbrauch) hinlenken müsse, da diese sonst nie auf die schlimmen Vorfälle zu sprechen kommen würden. Auch den Vorwurf, er trete vor Kindern mitunter herrisch auf und wirke eher als Respektsperson, denn als Kumpel, weist Friedrich zurück. Er stelle sich als der vor, der er ist. Schließlich schulde er dem Kind eine Erklärung, warum er im weißen Mantel dasitze.

Geben die Strafrichter mittlerweile anderen Gutachtern den Vorzug? Friedrich: „Ich bin voll im Geschäft.“

AUF EINEN BLICK

Gegen Kinderpsychiater Max Friedrich wird wegen einer Anzeige ermittelt, die ein vermeintlicher Sex-Täter eingebracht hatte. Dieser meint, Friedrich habe ein falsches Gutachten erstellt. Im „Presse“-Gespräch kontert Friedrich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2008)

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19 Kommentare
parapente
10.09.2008 10:10
0 0

Die Psychologie

ist wissenschaflich nicht anerkannt, weil es u. A. nichts zu beweisen gibt.
Warum klammern sich Richter noch immer an solche "Gutachten" ??

freeman
10.09.2008 08:48
0 0

Wie kann ein aufgeklärter Rechtsstaat

derartig zustandegekommenen Aussagen Glauben schenken und Menschen aufgrund der Ergebnisse bewußt manipulativer Befragungen ins Gefängnis stecken?

Das hat die Qualität von stalinistischen Schauprozessen.

Friedrich ist nur ein "kleiner Fisch", das eigentliche Problem ist die Justiz, die sich vom Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" verabschiedet hat.

Wann dürfen wir uns über "Medien" und Schamanen als Zeugen freuen, die die Schuld der Angeklagten durch ihre übersinnliche Wahrnehmung zweifelsfrei bestätigen?
Wann lassen wir endlich auch Gottesurteile zur Beweisfindung zu?

Ich bin sicher, diese Maßnahmen würden dazu beitragen, daß das Risiko eines ergebnislosen Prozesses radikal reduziert würde und endlich alle Verbrecher ihre gerechte Strafe erhielten.


roger
10.09.2008 07:37
0 0

Mediengeil

Dieser Herr ist mir seit dem Fall Natascha K. als präpotent und mediengeil in Erinnerung. Kein Wunder, dass ihn immer mehr Richter als Gutachter ablehnen.

Gast: Kritiker
10.09.2008 07:01
0 0

Der letzte Absatz ist der Hammer!!!

Der Psychologe muß also ein Kind auf eine Mißbrauch "hinlenken"?!?!?!?

Heißt das, daß er so fragt, daß das Kind keine andere als die gewünsche Antwort geben kann???

Noch dazu, wo er sich angeblich aufspielt im weißen Mantel und das dann ja vor dem Kind "begründen" muß. Warum zieht er diese Kleidung überhaupt an?!?!?!?

Friedrich und Mitwisser gehören doch selber mal begutachtet und bei bewiesenem Schindluder ab in den Häfen.

hestro
10.09.2008 00:15
0 0

Mehr Gender Forschung!

Es wird höchste Zeit, dass umfassende Studien finanziert werden, die Fehlurteile und andere unerwünschte Auswirkungen der Verschärfung des Sexualstrafrechts und seiner Anwendung genauestens untersuchen!

Wieviele Männer wurden in Ö (in der EU, den USA) wegen sexuellem Mißbrauch, sogenanntem "date rape" u.ä. Deliktformen bereits schuldlos ins Gefängnis geworfen und für den Rest ihres Lebens schwerstens traumatisiert?

Was passiert mit den häufig aber nicht nur weiblichen Verleumder/innen im Anschluß an Fehlurteile?

Was hat diese Strafrechtspraxis mit hysterisierten PR-Feldzügen von Neokonservativen und Frauen-Lobbies zu tun?

Fragestellungen gibt es genug, aber bislang noch zu wenig Gender Forschung, die sich mit Aspekten der Benachteiligung und Entrechtung von Männern befasst.

Gast: Gast
09.09.2008 23:58
0 0

Gast

Es wird höchste Zeit, dass umfassende Studien finanziert werden, die Fehlurteile und andere unerwünschte Auswirkungen der Verschärfung des Sexualstrafrechts und seiner Anwendung genauestens untersuchen!

Wieviele Männer wurden in Ö (in der EU, den USA) wegen sexuellem Mißbrauch, sogenanntem "date rape" u.ä. Deliktformen bereits schuldlos ins Gefängnis geworfen und für den Rest ihres Lebens schwerstens traumatisiert?

Was passiert mit den häufig aber nicht nur weiblichen Verleumder/innen im Anschluß an Fehlurteile?

Was hat diese Strafrechtspraxis mit hysterisierten PR-Feldzügen von Neokonservativen und Frauen-Lobbies zu tun?

Fragestellungen gibt es genug, aber bislang noch zu wenig Gender Forschung, die sich mit Aspekten der Benachteiligung und Entrechtung von Männern befasst.

Antworten Gast: Snoopy
10.09.2008 07:59
0 0

Re: Gast

Danke - Sie sprechen wohl vielen aus der Seele. Während Väter manchmal zusehen müssen, wie ihre eigenen Kinder von der biologischen Mutter und deren asozialem Umfeld mißhandelt und gefährdet werden, sie selbst bedroht werden, ja sogar körperliche Übergriffe hinnehmen müssen, können sie sich dann auch noch für nicht begangene oder ihnen und ihrem Kindern angetane "Delikte" rechtfertigen. Und hierzu werden auch noch "Tatbestände" nicht nur von ein paar psychisch problematischen Damen geleumdet oder phantasiert, Nein der Staat und Typen wie Friedrich leisten hier auf kreative Art und Weise noch Hilfestellung, lähmen die Polizei mit sinnlosen Stalkinganzeigen und verschleudern unser Steuergeld (genauso, wie jenes der im selben Ausmaß wie die Männer vernünftigen 98% der Frauen) für Plakatkampagnen a la "verliebt, verlobt, verprügelt" und Gehälter für Figuren wie Pinterits und Friedrich. Und sind die Kinder tot haben diese Kinderschützer dann nach Eigendefinition "gut gearbeitet".

Gast: 68er Psycho
09.09.2008 23:20
0 0

Friedrich

Und sehen wir uns mal seine öffentlichkeitswirksamen Auftritte an. Neben aus einer Mischung von Halbwahrheiten und unnachvollziehbaren eigenen Thesen bestehenden, stilistisch massiv schwächelnden populär"wissenschaftlichen?" Eitelkeitspuplikationen a la Rotraud Perner (die selben Mäzene) fanden wir ihn auch in "Krimis" wie der Geschichte um das Kampuschmädchen (wer kennt das Stockholmsyndrom nun nicht?) - mediengeil war er schon immer der "Gute", aber egal was nun die Wahrheit um Kampusch ist, wäre es nicht besser gewesen, das Mädchen aus der öffentlichen Schusslinie zu nehmen? Seine gerichtsgutachterliche Tätigkeit (die zum Glück wesentlich weniger Menschen kennen gelernt haben) schlägt diesen Wahnsinn noch um Zehnerpotenzen, zum Thema seiner Patienten drang bisher leider viel zu wenig nach außen, aber es wäre in Kenntnis von hier auch wenigen Fakten ein Wunder sollte man hier glauben, dass man Friedrich ein Kind anvertrauen sollte.

Gast: 68er Psycho
09.09.2008 23:12
0 0

"Tatort Kinderseele"

Und hier wurde von jenen politischen Kräften, die schon den Fall Gross zu verantworten haben, auch noch der Bock (nicht, dass wir Herrn Friedrich solche Fähigkeiten zusprechend wollen, aber der dem lieben Mann? viel eher entsprechende Kapaun passt leider nicht ins Gleichnis) zum obersten Gärtner pragmatisiert. Seine Vorgehensweise und sein mit dem Charme des Psychopathen leichtgläubige Laien (oftmals auch Richter) infiltrierendes Denken haben letztendlich dazu geführt, dass diese Perversion keinerlei Grenzen mehr kannte, heroinabhängigen Müttern per "Obsorgedekret" die Kinder nach Wien in den Entzug mitzugeben nutzt auch der betroffenen Mutter nicht, aber viel dramatischer es richtet unendlichen Schaden am Kind an, wie der Vaterentzug den Kindern helfen soll, ist sowieso unklar. Sein Denken hat Fälle wie Luca, ein verbranntes Kleinkind in Ostösterreich sowie einen verhungerten Teenager in Steyr unter langezitiger Betreuung der Behörden erst möglich gemascht.

Gast: Barbarenvater
09.09.2008 22:31
0 0

Hexenjagd

Diese aus Steuergeldern installierte unfähige "Institution" (für wen? gleich wie er mit psychischen Problemen behafteten Linksüberbleibseln von Feministinnen?) hat jahrzehntelang eine Hexenjagd gegen Väter betrieben. Sein (von allem was sich Dr. schimpft Hörigen) breitgetretenes, unnachvollziehbares Denken hat uns dorthin gebracht, dass Fälle wie Luca, Melvin, Steyr, Pöstlingberg unter Duldung der Behörden möglich sind, die Täterinnen statt aus der Gesellschaft genommen zu werden, noch aus Steuermitteln unterstützte werden, während sich gleichzeitig dutzende Väter für haarsträubende Verbrechen verantworten müssen, an die sie nicht einmal gedacht, geschweige den sie begangen haben und tausende Väter ihren eigenen Kindern entfremdet werden, nur weil die Kindesmutter es so will. Er ist das Flaggschiff dieses Denkens, er ist Schuld an unendlich viel Unheil und menschlichem Leid vor allem auch für Kinder, dies ist auch durch seine Unfähigkeit nicht zu entschuldigen!

Antworten Gast: gast
10.09.2008 17:44
0 0

Re: Hexenjagd

andererseits gibt es eine rasende menge an männern, die ihren frauen und kindern tatsächlich unsagbare gewalt antun. Das sollte schon auch nicht vergessen werden.

Antworten Antworten Gast: semper vir
10.09.2008 19:55
0 0

ja, die gibt es.

Es gibt aber ebensoviele Frauen, die sich schon den ersten Schlag gefallen lassen (anstatt umgehend und endgültig den Schlußstrich zu ziehen); die eine Anzeige nach der anderen machen, um sie am nächsten Tag wieder zurückzuziehen; es gibt jede Menge Mütter, die die Augen vor dem manifesten Mißbrauch (oder nur der Mißhandlung) von Kindern fest zumachen (Fall Luca...) - und das nach Jahrzehnten der "Frauenbefreiung" ??? Wundert es einen, daß sich so viele Gewalttäter dann auch noch im Recht wähnen ?

Gast: mark
09.09.2008 22:16
0 0

Was kommt noch?

Was kommt denn noch? Als nächster ist wahrscheinlich noch der unschuldig Inhaftierte selbst schuld.
Hoffe, dass man diesem Mann das Handwerk legt!

Merlin
09.09.2008 19:57
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Schön für ihn

Schön für Friedrich, dass er voll im Geschäft (mit linken, immer gleichen Zeitgeist-"Gutachten") ist. Trotz aller Hysterie zu Kindesmissbrauch sollte jedoch ein rechtsstaatliches Urteil auf Beweisen aufbauen. Und wenn nichts als die Aussage einer Vierjährigen vorliegt, dann ist das für einen ordentlichen Rechtsstaat einfach zuwenig. Ansonsten dürfte man die mittelalterlichen Hexenverfolgungen auch nicht mehr kritisieren. Die Aussage einer Vierjährigen und eines Hexen-Gutachters -und ab in den "Häfn".

Antworten Gast: tc_t
09.09.2008 23:42
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... und wenn du es noch so oft wiederholst


von "links" kann bei friedrich keine rede sein.

aber laß dich in deinem wahn bitte nicht weiter stören ...

Merlin
10.09.2008 09:11
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Re: ... und wenn du es noch so oft wiederholst

Erzählen Sie das Ihrer Großmutter - der "Erfinder" des väterlichen, sexuellen Missbrauchs und nicht Links!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
10.09.2008 17:46
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Re: Re: ... und wenn du es noch so oft wiederholst

missbrauch durch väter ist aber keine erfindung, sondern eine tatsache, ja! (unzählige male bewiesen durch eindeutige vergehen, die an nachweis leider nichts zu wünschen übrig ließen) also tun Sie doch nicht so, als gäbe es das gar nicht!!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gruselkino
10.09.2008 20:00
0 0

Leider gibt es Mißbrauch, ja.

Dennoch muß wohl die individuelle Tat dem Täter nachgewiesen werden, damit er für Jahre hinter Gitter geschickt werden kann - windige Gutachten und Suggestivfragen an Kleinkinder Monate oder Jahre nach dem Geschehen können die Wahrheit nicht ans Licht bringen, gegenteiliges muß als Scharlatanerie bezeichnet werden. Gerade wenn Mißbracuhsvorwürfe im Zuge von Ehescheidungen und Besuchsrechtskonflikten auftauchen (und das tun sie, oja !) sollte die Justiz sehr sehr zurückhaltend sein.

Silvester
10.09.2008 07:43
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Re: ... und wenn du es noch so oft wiederholst

nicht links?
er hält aber die zeitgeistsuppe kräftig am kochen und die die das tun sind doch meistens links.

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