11.02.2012 09:46 | Meine Presse Merkliste0

Illegaler Welpen-Transport gestoppt - Staatsanwalt ermittelt

02.10.2008 | 17:29 |   (DiePresse.com)

Die am Montag im Burgenland sichergestellten 137 Tiere sind in guten Händen, gegen die Transporteure wird ermittelt. Die Staatsanwaltschaft prüft in Richtung Tierquälerei und Fälschung von Beweismitteln.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nachdem die Polzei am Montag im Südburgenland einen illegalen Transport mit 137 Welpen gestoppt hat, beschäftigt der Fall die Staatsanwaltschaft Eisenstadt: Gegen die Transporteure laufe ein Ermittlungsverfahren, bestätigte Staatsanwältin Theresia Schneider-Ponholzer am Donnerstag einen Bericht des ORF Burgenland. Die Welpen wurden in der Zwischenzeit in der Arche Noah in Graz zur Betreuung untergebracht und versorgt.

Das Verfahren laufe auf zwei Schienen, so Schneider-Ponholzer zur APA: Einerseits werde geprüft, ob ein gerichtlich strafbares Verhalten vorliegt. Dabei gehe es um eine mögliche Fälschung von Beweismitteln. Die Transporteure hätten sogenannte Hundereisepässe vorgelegt, wonach die Tiere älter als drei Monate seien und somit transportiert werden dürfen. Es habe sich jedoch gleich der Verdacht ergeben, dass die Hunde jünger seien.

Ein Bericht der Polizei habe außerdem ergeben, dass nicht so viele Hunde transportiert werden hätten dürfen. "Hier prüfen wir auch in Richtung Tierquälerei." Untersucht würde außerdem, ob Verstöße gegen das Tiertransportgesetz vorliegen. Dabei sei die Bezirkshauptmannschaft Oberwart die verfahrensführende Behörde. Am Freitag soll auch entschieden werden, ob man eine Beschlagnahme der Hunde beantragen wird, so Schneider-Ponholzer.

Welpen nun in Graz in guten Händen

Die Welpen befinden sich mittlerweile in der Obhut des Vereins "Aktiver Tierschutz Steiermark" und sind in der Arche Noah in Graz untergebracht. "Die haben noch nie so gut gelebt wie jetzt", so der Präsident des Vereins, Herbert Oster, zur APA. Die Vierbeiner wurden auf sechs große Zimmer aufgeteilt, die über Bodenheizung verfügen. Die Hunde seien gut genährt, "sie sind nicht mager gekommen."

Um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern, wurden die Welpen in Quarantäne untergebracht. Ein Tierarzt sowie vier von zwölf Tierpflegern der Arche Noah seien für sie abgestellt. Zwei oder drei weitere Pfleger werde man noch dazunehmen müssen, meinte Oster. Die Jungtiere bräuchten spezielles Welpenfutter. Die Kosten müsse man aus dem laufenden Budget nehmen, auch einige Spenden seien schon eingelangt. Die Welpen stammten von den verschiedensten Hunderassen, "vom Pitbull bis zum Mastino". Auch eine französische Dogge und Chow Chows seien dabei.

Man wolle nun verhindern, dass die Hunde, wie ursprünglich angegeben, nach Spanien weitertransportiert werden. Denn dann wäre das Schicksal von mindestens einem Drittel der Tiere schon vorherbestimmt, glaubt Oster. Diese Tiere würden nämlich später, "wenn sie nicht mehr so schön sind", ausgesetzt und zu Streunern. Vor Beginn der Tourismussaison würden die Hunde dann eingefangen und vergast.

"Jetzt sind die Behörden am Zug", meinte der Tierschützer. Auch einen Brief in Sachen Tiertransporte an die EU habe man schon verfasst: "So kann's nicht sein. Bei den Bananen wird geschaut, ob sie einen Zentimeter verbogen sind. Und da nimmt man massenhaft Tierquälerei in Kauf."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen