08.11.2009 12:42 | Meine Presse Merkliste0

Viele Autofahrer benützen Warnweste nicht

08.10.2008 | 06:41 |   (APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nur noch zwei von drei Autofahrern legen nach einer Panne auf der Autobahn eine Warnweste an. Das haben Beobachtungen der ÖAMTC-Pannenfahrer dreieinhalb Jahre nach Einführung der Warnwestenpflicht in Österreich ergeben. Im Orts- bzw. Stadtgebiet, wo es nicht Pflicht ist, wird die Weste nur noch von jedem fünften Lenker benutzt. Zu Beginn (Mai 2005) lag die Tragemoral bei 90 Prozent auf Autobahnen.

Warnwestenmuffel begeben sich dadurch in Lebensgefahr. "Reflektierende Kleidung erhöht die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht um rund 150 Meter. So hat im Ernstfall ein sich nähernder Lenker länger Zeit, um gegebenenfalls auszuweichen", sagte ÖAMTC-Juristin Pronebner.

Wer sich auf der Autobahn ohne "Sicherheitsjacke" aufhält, macht sich strafbar. Der theoretische Strafrahmen geht bis zu 5.000 Euro. "In der Regel verlangt die Exekutive nur 14 Euro", relativierte die Juristin. "Allerdings gibt es nicht nur eine Tragepflicht, sondern auch eine Warnwesten-Mitführpflicht. Das bedeutet, wer bei einer Verkehrskontrolle keine Sicherheitsweste im Auto vorweisen kann, zahlt."

Nach einem Unfall muss der Warnwestenmuffel mit Konsequenzen rechnen. "Hätte der Unfall durch das Tragen der Warnweste verhindert werden können, muss der Verletzte mit einer Kürzung seiner Schadenersatz-Ansprüche wegen Mitverschuldens rechnen", so die ÖAMTC-Juristin.

Gesetzlich vorgeschrieben ist in Österreich nur eine Weste für den Autolenker. Der ÖAMTC empfiehlt aber, für jeden Autoinsassen eine Warnweste mitzuführen. "Auch Motorradfahrer sollten zu ihrem eigenem Schutz eine Warnweste dabei haben. Jeder, der sich auf dem Pannenstreifen und der Fahrbahn aufhält, macht sich mit der reflektierenden Weste fünfmal sichtbarer", betonte Pronebner.

Auf Freilandstraßen muss die Warnweste von Lenkern mehrspuriger Kraftfahrzeuge getragen werden, wenn nach der StVO ein Pannendreieck aufzustellen ist. Z.B. wenn das Auto auf einer unübersichtlichen Straßenstelle, bei schlechter Sicht, Dämmerung oder Dunkelheit steht.

(APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Panorama

  • Fall Kampusch: Ermittlungen gegen Freund des Entführers
    Die Rolle von Ernst H. wird nochmals durchleuchet. Er war ein Freund des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil. Es bestehe der Verdacht, dass H. an der Entführung "unter Umständen beteiligt war", sagt der zuständige Oberstaatsanwalt.
    Schweinegrippe: Ärztekammer wirbt für die Impfung
    Zuerst sollen sich Schwangere und chronisch Kranke gegen das H1N1-Virus impfen lassen, sagt die der Chef der Ärztekammer. Später möglichst viele andere.
    Wie das Handy die Welt verändert
    Die Entwicklungsländer erleben eine wahre Telekommunkationsrevolution: Menschen, die nie zuvor Zugang zu einem Telefon hatten, können nun sogar per Handy Bankgeschäfte erledigen und Rechnungen bezahlen.
  • Kalaschnikow: Das Instrument des einfachen Tötens
    Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, Erfinder des berühmten Sturmgewehrs AK-47, feiert kommenden Dienstag seinen 90.Geburtstag. Der greise Konstrukteur sieht sich selbst als Mann des Friedens und der Freundschaft.
    Köln: Grundstein für umstrittene Moschee gelegt
    Die erste repräsentative Moschee in Köln soll in zwei Jahren fertig sein. Das Projekt ist heftig umstritten. Am Rand der feierlichen Grundsteinlegung demonstrierten 60 Rechtsradikale.
    Melange modern: Was Wiener Kaffeehäuser brauchen
    Einst Avantgarde, jetzt Museum? Was Wiener Kaffeehäuser brauchen, um zu überleben. Unter anderem mehr Steckdosen und weniger Respekt vor George Clooney – und vor der Presse. Architekt Gregor Eichinger im Interview.
  • Wien: Der Nazibunker im Gallitzinberg
    Am Westrand von Wien schufen sich die Nazis vor 65 Jahren ein Bunkersystem, das bis heute Anrainer wie Historiker gleichermaßen fasziniert. Eine Ausstellung in Ottakring zeigt nun Tatsachen und Legenden.
    Tirol: Tausende Patienten-Daten weitergegeben
    Die Innsbrucker Uniklinik soll über Jahre 40.000 Datensätze an ein privates Biotechnik-Unternehmen weitergegeben, berichtet "profil". Zuerst habe es keine, dann nur eine schwammige Zustimmungserklärung gegeben.
    Erneut Amoklauf in den USA: Geldnot als Motiv
    Einen Tag nach dem Amoklauf in Texas mit 13 Toten hat in Florida ein hoch verschuldeter Mann hat an seinem Ex-Arbeitsplatz einen Menschen erschossen und fünf verletzt. Drei Stunden später wurde er verhaftet.
  • Wales: Eitler Ganove schickt schöneres Fahndungsfoto
    Eine Zeitung hat in Wales das Porträtfoto eines wegen Einbruchs gesuchten Mannes veröffentlicht. Diesem war die Aufnahme aber zu unvorteilhaft. Er schickte ein neues Bild, das ihn vor einem Polizeiauto zeigt.
    Gedenkfeier: Abschied von der alten Heimat
    Jedes Jahr zu Allerseelen treffen sich die Menschen, die unter den Nazis dem Truppenübungsplatz Allentsteigweichen mussten, zu einer Gedenkfeier. Ein Besuch in Döllersheim.
    Wie ein Provinzscheich Deutschland das Fürchten lehrte
    Der Aufruf eines Scheichs, den Mord an einer Ägypterin zu rächen, hat Deutschland in Alarmbereitschaft versetzt. Nun hat sich der Imam als islamistischer Wichtigtuer entpuppt.