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11.11., 11:11 Uhr: Die Narrenzeit hat begonnen

11.11.2008 | 11:11 |   (DiePresse.com)

Mit dem "offiziellen" Start in den Fasching beginnen die Vorbereitungen für Veranstaltungen und Bälle. Das "Narrenwecken" wird in Österreich unterschiedlich begangen, einen allgemeingültigen Brauch gibt es nicht.

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Der 11.11. ist in Österreich ein Tag mit Tradition: Pünktlich um 11:11 Uhr wurden die Narren geweckt. Nun wird "offiziell" mit den Vorbereitungen für die Veranstaltungen und Bälle in der Faschingszeit begonnen. Auch beim "Villacher Fasching" startet man nun in die heiße Phase, denn in zwei Monaten hat die bekannte Faschings-"Sitzung" Premiere.

Kein allgemeingültiger Brauch

"Das Narrenwecken wird in Österreich unterschiedlich begangen, einen allgemeingültigen Brauch gibt es nicht", sagt Alfred Kamleitner, Bundesgeschäftsführer des Bundes Österreichischen Faschingsgilden (BÖF). In zahlreichen Bundesländern wird aber gemäß der alten Tradition an diesem Tag das Prinzenpaar vorgestellt werden, so zum Beispiel in der Steiermark, Niederösterreich und in Oberösterreich.

Seit einigen Jahren nehmen auch die Wiener Tanzschulen diesen Tag zum Anlass, um mit einer Quadrille offiziell die Ballsaison einzuläuten. "Die Veranstaltung hat aber mehr symbolischen Charakter, denn heuer zum Beispiel gab es bereits im September die ersten Bälle", meint der Wiener Tanzmeister Thomas Schäfer-Elmayer.

Elf, die "närrische Zahl"

Datum und Uhrzeit für das Narrenwecken haben Methode: Die Zahl elf gilt seit dem Mittelalter als "närrische Zahl". Sie hat eine besondere symbolische Bedeutung im Bereich der Religion. "Die elf steht für Maßlosigkeit, Sünde. Sie gilt als 'teuflische Zahl', weil sie um eins größer als die zehn Gebote ist", begründet Kamleitner. Für die Kirche stand der Narr durch sein Verhalten in der Faschingszeit, in der es bekanntlich nicht immer christlich zugeht, für das Übertreten religiöser Vorschriften. Daher wurde ihm die Elf zugeordnet. So schreibt Friedrich Schiller um 1800 in seinem Drama "Die Piccolomini": "Elf! Eine böse Zahl."

Zudem hat die alte Kirchenordnung ebenso wie vor Ostern auch dem Dreikönig-Fest eine Fastenzeit vorangestellt. Diese begann am 12. November. Am Vortag wurde noch einmal üppig gefeiert. Deswegen wurde dieser Tag auch als "kleine Fastnacht" bezeichnet.

Faschingsdienstag am 24. Feber

Bedingt durch die Narrenzahl und durch den Fastenbeginn am darauffolgenden Tag nutzten Faschingsgesellschaften im 19. Jahrhundert den 11.11. traditionell, um mit den Faschingsvorbereitungen zu beginnen. Es fanden unter anderem Generalversammlungen von Vereinen statt, Faschingsprinzen wurden gekrönt und Ideen für Veranstaltungen geboren.

Offiziell beginnt der Fasching im Osten Österreichs in der Silvesternacht beziehungsweise im Westen am 7. Jänner. Zumindest das Ende ist für alle gleich: Faschingsdienstag - heuer am 24. Februar - um Mitternacht ist es vorbei mit der Narretei, die Fastenzeit vor Ostern beginnt.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: grubenhund
12.11.2008 08:02
0 0

11.11.1918 11:11 waffenstillstand

im Ersten Weltkrieg, dem "Großen Krieg".
Helau und Alaf, vereinigte Dodeln!

Gast: peter
11.11.2008 17:57
0 0

Faschingszeitbeginn

"Offiziell beginnt der Fasching im Osten Österreichs in der Silvesternacht beziehungsweise im Westen am 7. Jänner. "

Ein absoluter Blödsinn. Da beginnt nur der Verkauf von Faschingsartikeln. Das bedingt aber noch lange nicht den offiziellen Faschingsbeginn!
Der Faschingsbeginn war und ist am 11.11.

Gast: Nashwin Fuller
11.11.2008 13:37
0 0

Unausrottbar, dieser Blödsinn mit dem Faschingsbeginn.

Der Fasching beginnt am 6. Jänner. Das einzige, das jetzt begonnen hat ist die vorweihnachtliche Fastenzeit, eine Zeit der Einkehr und Besinnung.

Das närrische Treiben gibt es derzeit nur in der Politik.

Gast: 007
11.11.2008 12:33
0 0

Die Meldungen von Faymann klingen alle nach Faschingsprinz.

Zum Beispiel die Post darf nicht wie die AUA enden. Sich mit diesem Argument gegen notwendige Rationalisierungsmaßnahmen auszusprechen ist entweder schwarzer Humor oder grenzenlose Blödheit.

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