11.02.2012 07:41 | Meine Presse Merkliste0

Wie vereinbar sind Europa und der Islam?

12.11.2008 | 18:34 |  ERICH KOCINA (Die Presse)

Diskussion über einzelne Koransuren als Grundlage der Integrationsdebatte.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

WIEN.Wie hilfreich ist es, einzelne Koransuren zur Grundlage des Umgangs mit Muslimen zu machen – etwa Sure 4,35, die oft als Legitimation für das Schlagen von Frauen interpretiert wird? Sehr, meint Christian Zeitz, Vorstandsmitglied des Wiener Akademikerbundes.

Er sagt bei der Diskussion „Gibt es einen Euro-Islam?“ in der Politischen Akademie der ÖVP, Integration bedeute, dass sich Muslime von Stellen wie dieser distanzieren müssen. „Zitate aus der Bibel oder dem Koran zu holen, bringt nichts“, meint dagegen die türkischstämmige VP-Gemeinderätin Sirvan Ekici. Sie fordert dennoch, dass Muslime in Österreich sich an Gesetze halten und von nichtreligiösen Bräuchen aus der alten Heimat lösen müssen.

Dass man aber nicht gleich jedes sichtbare Zeichen des Islam verteufeln muss, meint Wolfram Eberhardt, Journalist beim deutschen Nachrichtenmagazin Focus: „Ich habe nichts dagegen, wenn überall Moscheen stehen – entscheidend ist, was drinnen gesagt wird.“ Prediger, die etwa Verbote gemäß der Scharia aussprechen, seien tatsächlich ein Problem für das Zusammenleben.

Doch ist die Religion tatsächlich der Kern des Problems? Diese Frage wirft Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide auf. Er sagt, dass der Glaube für den Großteil der Migranten keine große Rolle spielt. Vielmehr gebe es soziale Probleme, die das Zusammenleben erschweren. Türken der zweiten Generation würden etwa sowohl in Österreich als auch in der Türkei nicht voll akzeptiert – einige würden sich dann eben in die Religion flüchten.


„Entweder oder“

Gleichzeitig stelle man sie vor die Wahl, „entweder Europäer oder Muslim“ zu sein – die Chance, so Khorchide, liege im „sowohl als auch“. Bis dahin werde es aber noch dauern, dies sei ein Prozess, der eine gewisse Zeit brauche.

Eine Zeit, die Zeitz nicht mehr abwarten will: „Was haben 50 Jahre Dialog gebracht?“, fragt er und sieht durch Muslime die gesamte Zivilisation gefährdet: „Seid Ihr gekommen“, fragt er die Muslime im Publikum, „um Eure Religion auszuleben oder um das Land zu islamisieren?“ Eine Aussage, die Sirvan Ekici auf die Palme treibt: „Meine Großeltern sind sicher nicht gekommen, um das Land zu islamisieren.“ Vielmehr seien sie damals als Arbeitskräfte gebraucht worden. Und auch im Auditorium fühlen sich einige junge Muslimas provoziert: „Wo sind denn in Österreich die 50-Jährigen, die eine 6-Jährige heiraten?“, fragt eine.

Die Frage, ob es einen Euro-Islam gibt, bleibt am Ende weitgehend unbeantwortet. Dass jedoch weiter einzelne Koransuren herangezogen werden, um die Inkompatibilität von Europa und Islam zu belegen, scheint sicher. Sowohl von Islam-Kritikern als auch von islamischen Fundamentalisten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2008)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

30 Kommentare
 
1 2
am27
18.12.2008 15:18
0 0

Mohammed intim

Im Islam darf ein Mann bis zu 4 Frauen haben.

Einzige Ausnahme war Mohammed. Begründung bekam er gleich von Allah persönlich, oder besser gesagt vom Erzengel Gabriel.

"Dir, o Prophet, erlauben wir alle Frauen, die du durch eine Morgengabe erkauft hast, und ebenso deine Sklavinnen, welche dir Allah (aus Kriegsbeuten) geschenkt hat, und die Töchter deiner Oheime und Muhmen, von Vater- und Mutterseite, die mit dir aus Mekka geflüchtet sind, und jede gläubige Frau, die sich dem Propheten überlassen und die derselbe heiraten will. Diese Freiheit sollst nur du haben vor den übrigen Gläubigen. Wir wissen er recht gut, was wir (Allah und seine Clique) hinsichtlich ihrer Frauen und Sklavinnen befohlen haben; Doch begehst du kein Verbrechen, wenn du Gebrauch von dieser Freiheit machst, denn Allah ist versöhnend und bamherzig.

Es geht doch nichts über einen guten Draht zu Allah.

IronicMan
13.11.2008 19:01
0 0

Die falsche Frage...

Es dürfte ja wohl eindeutig sein, dass die Frage nach den "falschen Koransuren" gar keine Bedeutung hat. Ginge es nach dem wörtlichen Inhalt der Bibel, so könnte man auch die katholische Religion für unvereinbar mit der modernen europäischen Gesellschaft halten.
Es stellt sich einzig und allein die Frage nach der Interpretation - und hier wäre es essentiell, dass es an unseren Hochschulen endlich ein allgmein anerkanntes und mit den europäischen Werten vereinbares Studium der Islamischen Theologie gibt, aus dem Prediger hervorgehen, die in den Moscheen einen vernünftigen, modernen Islam predigen - so, wie das auch in den Kirchen passiert! Wir hätten dann das, was in obigem Artikel als Euro-Islam bezeichnet wird, nämlich eine auf wissenschaftlicher Basis und damit steuerbar praktizierte Religion, die um ein Vielfaches mehr an Anpassungsfähigkeit besitzt, als dies jetzt der Fall ist. Man braucht wohl nicht extra zu betonen, dass dann "echter" Integration nicht mehr viel im Wege stünde.

Antworten ujvar
28.01.2009 12:35
0 0

Re: Die falsche Frage... TRÄUMER ! Der Islam an sich ist mit der Verfassung und den Menschenrechten nicht vereinbar, die Frau steht auf einer Stufe mit Kindern oder ärger. Díe katholische Lehre, das Neue Testament ist in jeder "Sure" in jedem Gedanken ein Hohelied der Menschenrechte und Nächstenliebe bis zur Feindesliebe.


Antworten Gast: Takekaze
13.11.2008 20:57
0 0

Re: Die falsche Frage...

IronicMan, es geht nicht um Interpretation. Der Koran ist absolut. So wie er ist, ist er perfekt. Er ist das unverfälschte Wort Allahss, dass an Mohammed von Allah gegeben wurde.

Somit ist die Erde auch flach, wie in mehreren Fatwas kund getan wurde, denn im Koran steht dass die Erde flach sei. Wissenschaft spielt keine Rolle.

Ein guter Mohammedaner folgt Mohammeds Beispiel, was heisst: er betätigt sich an Raub, Mord, Invasion, Vergewaltigung, nimmt kleine Mädchen zur Frau und vergeht sich an ihnen (bestätigt in den Hadithen), etc. All das hat Mohammed getan.

Islam heisst nicht umsonst "Unterwerfung".

Der Unterschied ist, dass die Christen aus dem vormittelalterlichen Schwachsinn herausgewachsen sind. Die Mohammedaner jedoch nicht. Das ist das Problem.

Antworten Antworten Mukumuku
15.11.2008 08:57
0 0

der grössere Unterschied ist...

...dass unser Prophet keine Gewalt gegen andere predigt oder praktiziert hat sowie auch nicht geraubt oder gemordet hat...

Mohammed schon
das müssen sich die Moslems schon eingestehen

Antworten Mukumuku
13.11.2008 19:34
0 0

CHRISTLICHES THEOLOGIESTUDIUM IN DER TÜRKEI VERBOTEN

Christen gehts in islamischen Ländern sehr schlecht...

...aber in christlichen Ländern soll man islamische Theologie studieren dürfen !!!

Antworten Antworten IronicMan
17.11.2008 11:39
0 0

Re: CHRISTLICHES THEOLOGIESTUDIUM IN DER TÜRKEI VERBOTEN

Warum denn nicht, sollen wir auch so ignorant reagieren und verleugnen, dass der Islam bei uns längst präsent ist? So, wie die von Ihnen kritisierten "islamischen Länder" mit den allseits präsenten (und meist wachsenden) christlichen Gemeinden umgehen??

Antworten IronicMan
13.11.2008 19:04
0 0

Dazu noch ein interessanter Link

http://www.derislam.at/islam.php?name=Themen&pa=showpage&pid=63

Lichtherz
13.11.2008 18:13
0 0

Irgendwie klar,

dass das Thema in einer ÖVP-Veranstaltung zerredet wird. Die Schwarzen sind ja mit verantwortlich für die Islamisierung Österreichs.

Mukumuku
13.11.2008 18:02
0 0

Haus des Krieges

Im Islam gibt es nur 2 Orte auf dieser Welt :

1."Das Haus des Friedens"
2."Das Haus des Krieges"

Das Haus des Friedens sind natürlich alle Länder in denen der Islam herrscht

Um nicht zu vergessen diskutieren die hohen Gelehrten über ein "Zwischenhaus" in denen die Moslems alle anderen zu Ihrem Glauben "einladen"

Gast: GAST
13.11.2008 15:28
0 0

Islam und Demokratie!

Islam und Demokratie sind unvereinbar und mittelfristig wird jeder Staat mit einem stark steigenden islamistischen Bevölkerungsanteil zum islamfaschistischen Gottesstaat!

http://www.gegenstimme.net/2008/08/16/wieviel-islam-vertraegt-eine-freie-zivilisation

Antworten 4x4
13.11.2008 16:29
0 0

Re: Islam und Demokratie!

Richtig!

Es gibt etwas mehr 50 islamische Staaten.
Und in ALLEN sind Meinungsfreiheit, Demokratie, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit wenig bis gar nicht vorhanden.

Islam heißt "Unterwerfung unter Allah".

0 0

natürlich sollen sie die gesetze beachten.

die gesetze der scharia.

leute, lernt bitte, hinter die aussagen zu schauen. begriffe wie friede, integration, kampf, verteidigung, bedeuten etwas ganz anderes im islam.

mfg
mc

4x4
13.11.2008 09:03
0 0

Der "Euro-Islam" ist ein Hohn

"Die Sharia ist untrennbar mit dem Islam verbunden!"

"Die Menschenrechte gelten nur insoweit, als sie der Sharia nicht widersprechen!"

KEIN Islamgelehrte wird dem widersprechen.

"Die Verfassung ist zu akzeptieren, so lange sie gegen kein islamisches Prinzip verstößt!"
Tariq Ramadan, Experte im Europaparlament

"Es gibt keinen moderaten Islam, es gibt nur einen Islam!"
Erdogan


Steininger
13.11.2008 03:46
0 0

Was viele Österreicher tatsächlich befürchten,

ist eine Umwertung der Werte. Die wird schleichend durch die Einwanderer vorgenommen. Nicht so sehr mit dem was sie tun sondern mit ihren Gebräuchen.
Sind diese Gebräuche harmlos so gebietet die Höflichkeit die den Österreichern eigen ist diese Gebräuche zu akzeptieren.
Solche "Nachgiebigkeit" führt leider dazu daß sich die Einwanderer immer mehr herausnehmen, selbst unakzeptables Verhalten.
Es fängt klein an, wie bei der Weigerung Kinder am Schwimmunterricht teilhaben zu lassen. Subtiler Zwang bezüglich Eheschließungen wird von den Eingeborenen ja nicht mal wahrgenommen - doch ist dies eine tacite Geringschätzung hiesiger Verhältnisse. Eine anständige Durchmischung und Integration findet so nicht statt.

0 0

Re: Was viele Österreicher tatsächlich befürchten,

natürlich nicht. es ist einem männlichen mohammedaner erlaubt, eine christin oder jüdin zu heiraten mit der auflage, sie zum islam zu bekehren. die kinder aus dieser ehe sind mohammedaner.

es ist einer mohammedanerin verboten, einen anders-, sprich ungläubigen zu heiraten.

mfg
mc

Gast: Bruskche
13.11.2008 00:23
0 0

Islamische Evolation ist im Mittelalt

Dear Mona kannst du nach Suudi Arabia Fahren dort leben mit vergügen oder nach Iran dort kannst du vile frauen wie du und viele Männer den du treumst finden.
Aber forsicht dort du bist nur eine Sache so wie deine kopftuch..

Stephanos
13.11.2008 00:15
0 0

Grundlagen des Miteinanders

sind für mich Höflichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Respekt. Das hat auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Das Leben in der Gemeinschaft ist keine Einbahnstraße. Ich will keinster Weise gezwungen werden, und sei es nur durch die Hintertür, irgendwelche Suren zur Grundlage meines Umgangs mit Moslems zu machen.
Ich vermute stark, dass sich Moslems nicht mit der Bibel beschäftigen, um in Erfahrung zu bringen, wie sie sich im christlich geprägten Europa verhalten sollen.

0 0

Re: Grundlagen des Miteinanders

ist es ihnen schon einmal aufgefallen, daß mohammedaner auf dem gehsteig nie platz machen? sie sind ungezogen, haben sie sich sicher gedacht.

falsch, es ist ihnen verboten, ungläubigen platz zu machen. höflichkeit von ungläubigen ist für sie selbstverständlich. sie dürfen das sogar nicht sein.

freundlichkeit? hilfsbereitschaft?

"nimm dir keinen von ihnen zum freund" sure xy, bin zu faul, nachzuschauen.

mfg
mc

Antworten Antworten Stephanos
13.11.2008 18:39
0 0

Re: Re: Grundlagen des Miteinanders

Dass sie nie Platz machen am Gehsteig, stimmt einfach nicht. Jeder normaltickende Moslem macht das- erlebe es täglich. Klar gibt es auch jene, die Sie meinen und ich weiß auch Bescheid, warum. Das sind eben korangesteuerte Fanatiker, für die ich nichts übrig habe.
Man könnte auch mit Bildungsunterschieden argumentieren, aber das trifft leider auch nicht immer zu.
Ein sehr höflicher und überaus freundlicher Mensch fällt mir da ein, der gelogen hat, was das Zeug hielt, nur um etwas im Sinne seines Korans durchzusetzen. Diese hinterlistige und unaufrichtige Art mag ich noch weniger als den Gehsteigprolo. Den kann man frontal angreifen.

Gast: Ralf
12.11.2008 21:16
0 0

Inkompartibel stimmt!

Schon seltsam, wenn eine Muslima fragt: „Wo sind denn in Österreich die 50-Jährigen, die eine 6-Jährige heiraten?“

Bedeutet das doch, dass es in anderen Ländern Brauch ist. Nämlich dort, wo der Islam herrscht. Und solange die hier lebenden Muslime sich nicht eindeutig und öffentlich von solchen Praktiken, dem Terrorismus und der Sharia distanzieren, bleibt das Mißtrauen der Europäer. Aber da die Sharia auch Teil des Korans ist, an dem nicht gerüttelt werden darf, bleibt die Inkompatibilität zu den Europäern!

Antworten Gast: hubert
12.11.2008 22:02
0 0

Re: Inkompartibel stimmt!

quatsch, heiratsalter ist in den verschiedenen muslim. ländern geregelt und teilweise höher als in europäischen staaten.
in österreich darf man dafür eine 18-jährige shwangere zwangsprostituierte, wie in salzburg geschehen, weiterhin im bordell besuchen.
man überlegt aber in salzburg, ob man das nicht gesetzlich regeln sollte.
ist da der islam dran schuld?

0 0

Re: Re: Inkompartibel stimmt!

ps: dann ist ihnen der artikel über das jemenitische 8jährige mädchen entgangen, das ihren ehemann verklagt hat und ihren vater dazu, weil er sie verkauft hat. nur durch zufall war der richter gnädig.

mfg
mc

0 0

Re: Re: Inkompartibel stimmt!

12 im iran. mit 14 sind buben männer.

die 12 wurden auf internationalen druck gesetzt. vorher waren es 10 jahre bei mädchen.

mfg
mc

Vergil
12.11.2008 20:59
0 0

Muslimische Bräuche

Eine ÖVP- Abgeordnete meint mit unschuldigem Augenaufschlag, dass sich Muslime nach der Einwanderung nach Österreich von "nicht-religiösen "Bräuchen ihrer alten Heimat lösen müssten. Für wie blöde hält uns diese Dame. Der Koran ist ein Gesetzeswerk für Muslime. Wenn diese nicht bereit sind, österreichisches Recht als allein gültig anzuerkennen, müssen sie gehen. Dann gibtes keine Integration.

Antworten Gast: grigat
12.11.2008 22:03
0 0

Re: Muslimische Bräuche

die anerkennen das gesetz ja, schon mal die erklärungen der dachverbände und der islamischen glaubensgemeinschaft gelesen?
das sind doch evangelikale fundamentalisten, die ihren schriftfundamentalismus über die säkulare ordnung stellen

 
1 2