SALZBURG (stög.). Neuerlich wurde ein Fall von jugendlicher Gewalt in Österreich bekannt: Polizisten kamen in der Nacht auf gestern, Donnerstag, gerade dazu, als ein Jugendlicher in der Salzburger Innenstadt einem Taxifahrer Faustschläge durch das geöffnete Seitenfenster des Taxis versetzte. Dabei versuchte der 15-Jährige auch, ihm die Geldbörse zu rauben. Der Teenager wurde nach der Einvernahme in die Justizanstalt überstellt, berichtete die Polizei am Donnerstag.
Der Jugendliche und sein um zwei Jahre älterer Freund – beide aus der Stadt Salzburg – ließen sich gegen drei Uhr Früh von dem Taxi vom Anton Neumayr-Platz über die Getreidegasse zum Hagenauerplatz fahren. Dort musste der 41-jährige Fahrer anhalten. Die beiden Burschen wollten von einem Bankomaten Geld beheben. Schließlich kehrte aber laut Polizei der 15-Jährige zurück und attackierte plötzlich den Taxifahrer. Der Mann erlitt durch die Faustschläge Verletzungen im Gesicht. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife bemerkte schließlich die Auseinandersetzung, die sich direkt vor ihren Augen abspielte – und schritt sofort ein. Der 15-Jährige ist der Polizei wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten bereits einschlägig bekannt.
16-Jähriger als „Polizist“
Ein falscher Polizist, der in Oberösterreich bei Mopedlenkern vermeintliche Kontrollen durchgeführt hat, konnte jetzt von der Polizei im Bezirk Grieskirchen ausgeforscht werden. Der 20-Jährige und sein 16-jähriger Komplize sollen sich als zivile Exekutivbeamte ausgegeben haben. In einem Pkw hatten sie ein Blaulicht und ein Folgetonhorn eingebaut. Die beiden wurden angezeigt.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.11.2008)

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