Nach einer Serie von Villen-Einbrüchen in Wiener Nobelbezirken sind in Rumänien bei den Beutezügen gestohlene Kunstobjekte sichergestellt und die Hehler gefasst worden. Mehrere Anwesen in Währing und Döbling wurden Anfang September ausgeraubt, bestätigte Polizeisprecherin Karin Strycek gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Kurier".
"Die Verhafteten sollen die Käufer des gestohlenen Gutes sein, die Waren stammten aus Einbrüchen in Wien", so Strycek. Da in Österreich noch nach den Einbrechern gefahndet werde und die Ermittler eine heiße Spur verfolgen würden, wäre die Bekanntgabe von weiteren Informationen hinderlich, betonte die Sprecherin. Laut "Kurier" wurden in Rumänien 31 teure Kunstobjekte - darunter fünf in Wien gestohlene Gemälde - mit einem geschätzten Wert von vier Millionen Euro sichergestellt. Darunter befinde sich unter anderem das aus dem Jahr 1850 stammende Ölgemälde "Der widerspenstige Schulknabe" von Ferdinand Georg Waldmüller sowie die "Marktszene" von Cornelius Beelt (17. Jahrhundert). Beide wurden in Wien gestohlen.
Verhaftet wurden drei der Hehlerei verdächtige Männer - zwei Rumänen und ein Ungar, so das Blatt. Zu den Sicherstellungen kam es nach einem Hinweis auf eine Spur nach Brasov (Kronstadt) in Siebenbürgen. Bei den Einbrechern dürfte es sich um eine rumänische Profi-Bande handeln - mit Fachwissen bei der Auswahl von Gemälden und Antiquitäten. Mindestens 20 Beutezüge in Wien würden die Handschrift der gesuchten Kriminellen tragen, der Schaden sei mehrere Millionen hoch.
(APA)

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