Punsch und Glühwein, die auf den Linzer Weihnachtsmärkten ausgeschenkt werden, sind heuer deutlich stärker als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich. Auch für die Figur sind die heißen Alkoholika kaum von Vorteil: Pro 0,2 Liter Punsch landen bis zu acht Stück Würfelzucker im Häferl, beim Glühwein sogar neun. Das macht bis zu 230 Kalorien pro Tasse.
Die Tester zogen Stichproben bei 15 Standln im Volksgarten, am Pfarr- und am Hauptplatz. Lag der maximale Alkoholgehalt bei Glühwein im Vorjahr noch bei 8,2 Volumsprozent, so sind es heuer stolze 12,8 Prozent. Damit hätte ein 70 Kilogramm schwerer Mann bereits knapp 0,5 Promille erreicht, warnt die AK Autofahrer. Ähnlich fiel das Ergebnis für Punsch aus. Der Alkoholgehalt schwankte zwischen 5,6 und 12,6 Prozent, im Vorjahr lag der Rekord bei 8,2 Prozent.
Die Tester haben auch die Linzer Maronibrater unter die Lupe genommen: Bei neun Ständen wurden je fünf Proben gezogen. 15 Prozent der Kastanien waren wurmig, schimmelig oder schwer angekohlt. Das sei dennoch besser als in den vergangenen Jahren, so die AK. Der Preis pro Sackerl war mit zwei Euro überall gleich, die Mengen schwankten aber etwas. Damit differiert der Preis pro Stück zwischen 14 und 17 Cent. Laut Auskunft der Verkäufer kommen die Linzer Maroni aus Italien.
(APA)
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