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"Lebensmensch" ist Wort des Jahres 2008

11.12.2008 | 11:04 |   (DiePresse.com)

Seine Bedeutungs-Ambivalenz und sein hoher emotioneller Wert machen "Lebensmensch" zum Wort des Jahres. Zum Unwort wurde "Gewinnwarnung" ernannt. Hickersberger lieferte den Spruch des Jahres.

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Tränenreich hatte Stefan Petzner um seinen "Lebensmenschen" Jörg Haider getrauert. Nun wurde dieser Ausdruck zum österreichischen Wort des Jahres 2008 gewählt. Seine Bedeutungsambivalenz und sein hoher emotioneller Wert machen "Lebensmensch" zum Wort des Jahres, attestierte die siebenköpfige Fachjury unter der Leitung von Professor Rudolf Muhr vom Institut für Germanistik in Graz. Das Wort wurde aufgrund gegensätzlicher Verwendungsweisen von vielen Wählern auch als Unwort klassifiziert, von der Mehrheit aber als Wort des Jahres gereiht.

Auf Platz zwei kamen die "Krocha", der dritte Rang geht an die "Wachteleierkoalition" aus dem heurigen Wahlkampf. Die "Krocha" - eine ostösterreichische Jugendkulturbewegung, die im abgelaufenen Jahr stark in Erscheinung getreten ist - ist die erste derartige österreichische Jugendkultur seit Jahrzehnten, die durch sprachliche Originalität gekennzeichnet ist und für die die Lebendigkeit der österreichischen Jugendkultur steht, lautete die Begründung der Jury.

"Gewinnwarnung" ist das Unwort des Jahres

Ein Wort, das die wahren Sachverhalte in höchstem Maße verschleiert, wurde zum Unwort ernannt: "Gewinnwarnung". Es ist aus sprachlicher Sicht interessant, da es scheinbar vor Gewinnen warnt, tatsächlich aber Verluste bzw. verminderte Gewinne meint.

"Heimatpartei" und "Kulturdelikt" werden ebenfalls zu den Unwörtern gezählt. Tatsächlich bezweckt "Heimatpartei" die Monopolisierung des Begriffs Heimat durch eine bestimmte politische Gruppierung und den Ausschluss aller anderen Auffassungen von Heimat. Der Begriff "Kulturdelikt" stammt von Innenministerin Maria Fekter (V), die im Wahlkampf 2008 erklärte, es müsse für Verbrechen wie Ehrenmord oder Zwangsheirat ein eigener Strafrechtsparagrafen geschaffen werden.

Spruch des Jahres von Hickersberger

"Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen." Dieser von Josef Hickersberger während der Fußball-EM getätigte Sager wurde als Spruch des Jahres 2008 gewürdigt. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der "eleganten und witzigen Umschreibung bestimmter Verhältnisse im österreichischen Fußball, die in bester literarischer Tradition der österreichischen Selbstironie steht".

"Es reicht" ist der Unspruch

Der ehemalige ÖVP-Chef und Vizekanzler Wilhelm Molterer leitete mit den Worten "Es reicht" das wichtigste politische Ereignis des laufenden Jahres ein und schaffte es damit immerhin zum Unspruch des Jahres 2008. Der Sager signalisiere einen völligen Kommunikationsabbruch sowie die Weigerung, sich mit Sachinhalten auseinanderzusetzen, für die man eigentlich gewählt worden war, so die Jury.

Deutsches Wort des Jahres: "Finanzkrise"

Auch in Deutschland wurde das Wort des Jahres gewählt. Gewonnen hat heuer die "Finanzkrise". Der Ausdruck fasse die dramatische Entwicklung im Banken-, Immobilien- und Finanzsektor zusammen, teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die wirtschaftliche Krise sorgte auch für das zweitplatzierte Wort: "verzockt".

Auf den weiteren Rängen folgten "Datenklau", "hessische Verhältnisse" und "Umweltzone". Die Gesellschaft wählt jedes Jahr zehn Worte aus, die die öffentliche Diskussion besonders geprägt haben. Wort des Jahre 2007 war die "Klimakatastrophe".

(APA/Red.)

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31 Kommentare
Gast: Mega Krocha
12.12.2008 22:41
0 0

krocha sind cool

seits net so gemein zu uns krocha..... wir ham jetz sogar ein ed hardy handy! des gibts bei www.bamoida.cc....voll gail

euer mega krocha

Gast: LLHT
12.12.2008 00:44
0 0

Wunderbar...

... wie unsere Jörgerl-Fans und Kryptofaschisten hier im Forum schäumen, und schon die linkslinke Weltverschwörung wittern.

Es tut soh weh, wenn man verliert... stimmts?

Antworten Gast: MH
12.12.2008 08:56
0 0

Re: Wunderbar...

Ihr Posting sagt u.a. aus, dass es nicht um Linguistik sondern um politische Diffamierung geht.
Nicht wunderbar sondern verwunderlich.

Antworten Antworten Gast: LLHT
12.12.2008 16:00
0 0

Re: Re: Wunderbar...

Nicht verwunderlich sondern herrlich. Für Diffamierungen aller Art war schon Ihr verunfalltes Idol zuständig.
Im übrigen, wissen Sie überhaupt, was Linguistik bedeutet, oder wollten Sie nur ein tolles Wort verwenden? (Weil es nämlich so überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat)

Gast: Mensch
11.12.2008 19:46
0 0

Was soll das?

Das Wort "Lebensmensch" wird doch schon seit etlichen Jahren verwendet. Ist das der werten Jury und denjenigen die es nominierten nicht bekannt gewesen???

Oder dient diese "Wahl" nur politischen (Diffamierungs-)Zwecken???

Antworten Gast: Grimm
13.12.2008 22:57
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Re: Was soll das?

Bei Dohnal, Lunacek etc. gilt der Begriff "d a s Lebensmensch".

Gast: staunender
11.12.2008 19:34
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wie wertvoll!

Wie gut, dass es derart kompetente Linguisten gibt, die uns regelmäßig mitteilen können, welche Wörter o.k. und welche Wörter nicht o.k. sind, und welche Assoziationen solche Wörter in uns erwecken, und ob diese Assoziationen o.k. sind oder nicht. Das ist eine sehr wertvolle Hilfe für uns, das tumbe Volk, damit wir uns politisch richtig ausdrücken können. Mein Dank geht an diese Fachjuries und an jene, die sie ernannt haben.

Gast: staunender
11.12.2008 19:33
0 0

wie wertvoll!

Wie gut, dass es derart kompetente Linguisten gibt, die uns regelmäßig mitteilen können, welche Wörter o.k. und welche Wörter nicht o.k. sind, und welche Assoziationen solche Wörter in uns erwecken, und ob diese Assoziationen o.k. sind oder nicht. Das ist eine sehr wertvolle Hilfe für uns, das tumbe Volk, damit wir uns politisch richtig ausdrücken können. Mein Dank geht an diese Fachjuries und an jene, die sie ernannt haben.

stefania
11.12.2008 12:27
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lächerlich,

ein Wort von Thomas Bernhard zu verwenden.

Also mir gefällt "UMSTRITTEN" wesentlich besser.

Es gibt keine Nachrichtensendung ohne dieses "umstrittene" Wort.

Gast: Valery
11.12.2008 12:15
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Es ist grausam,

wie die Meute sich auf einen wirft, der ohnedies schon wehrlos am Boden liegt.

Pfue, es ist schäbig wie mit Menschen in Österreich umgehen.


optimus
11.12.2008 16:45
0 0

Pfue,

Wer von beiden Möglichkeiten - zu wer war des anderen Lebensmensch - ist gemeint, wenn gesprochen wird von jemand, der ohnedies schon wehrlos am Boden liegt.

optimus
11.12.2008 16:44
0 0

Pfue,

Wer von beiden Möglichkeiten - zu wer war des anderen Lebensmensch - ist gemeint, wenn gesprochen wird von jemand, der ohnedies schon wehrlos am Boden liegt.

Antworten Gast: Hugo
11.12.2008 15:29
0 0

Ja, der Umgang von BZÖ-Politikern mit Mitmenschen ist grausig

aber Sie sollten das hier nicht zu laut sagen - die rechten Gutmenschen machen Sie sonst sofort fertig.

Kontrahent
11.12.2008 12:35
0 0

Re: Es ist grausam,

Zumindewst wurde der geschmaklose Kommentar mit der Diskriminierung, welche ich nicht wiederholen möchte, weil zu primitiv, gelöscht. Manche 'Linke' genießen es offenbar, den persönlichen Schmerz Betroffener für billige Witze zu missbrauchen. Zur Not dann unter dem Titel 'Freiheit der Kunst'.

run
11.12.2008 11:04
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lebensmensch

und wieder bleibt, zumindest in diesem hastigen content producer verriss, unerwähnt, das lebensmensch ein ursprünglich durch thomas bernhard gepräger begriff ist.


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Re: lebensmensch

Stimmt, und zwar für Hedwig Stavjanicek.

Gast: Arminius
11.12.2008 09:31
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Weiterer Beleg für bürgerliche Mehrheit

Die offensichtlich linksextremistisch angehauchte siebenköpfige "Fach"jury belegt indirekt, indem sie zugibt, dass eine Mehrheit das Wort "Lebensmensch" für das Wort des Jahres 2008 und nicht für das Unwort des Jahres 2008 hält, dass es eine klare bürgerliche Mehrheit in Österreich gibt.

Natürlich war die Vorwahl manipuliert. Es wurden Vorschläge gebracht, die von Linkensextremisten ausgewählt wurden. Das Wort Heimatpartei wird ja von der FPÖ nicht ohne dem Adjektiv "soziale" verwendet und damit wird obige Begründung ad absurdum geführt. Die linksextremistisch besetze "Fach"jury ohne jegliche Objektivität und Expertenwissen, hat sich damit selbst nur verraten.

Viel verachtenswerter ist es wenn z. B. umweltfeindliche Gruppen, die z. B. die FPÖ kritisieren, da sich die FPÖ gegen das AKW-Temelin einsetzt, wobei die Grünen behaupten, dass diese Politik gegen jene gerichtet sei, die bei einem GAU als erste sterben, den Begriff Grüne oder die Grünen für sich vereinnahmen.

Antworten Gast: Kodiac
11.12.2008 15:58
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Jaja....

...so ein ausgeprägter Verfolgungswahn scheint eine rechte Volkskrankheit zu sein...hinter jedem Busch eine Verschwörung sehen, aber nie verantwortlich sein...

Antworten Gast: sprachforscher
11.12.2008 14:30
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Re: Weiterer Beleg für bürgerliche Mehrheit

"soziale heimatpartei" = "national sozialistische partei"
wer an DIESE verwandtschaft denkt, ist wahrscheinlich ein linksextremer "gutmensch", oder?

Antworten Antworten Gast: Arminius
11.12.2008 19:04
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Re: Re: Weiterer Beleg für bürgerliche Mehrheit

Ja, es stimmt wer so wie sie es beschreiben assoziert ist ein Gutmensch. Zusätze wie linksextrem oder primitv, von 12 h bis Mittag "denkend" u. s. w. können sie sich vor Gutmensch übrigens sparen, das schließt das Wort Gutmensch ja ohnedies ein.

Ich verbinde mit "national sozialistisch" automatisch "international sozialistisch".

Zwei Dinge kann ich ihnen noch verraten, wenn ich die verlogene Visage von Faymann irgendwo sehe, kommen in mir Ekelgefühle auf. Das Zweite ist, dass es bei der Mehrheit der Österreicher genauso ist. Gusenbauer konnten die Menschen nicht leiden, da er einfach unfähig als Kanzler war. Faymann ist noch unfähiger als Gusenbauer, aber im Gegensatz zu Gusenbauer wird er tatsächlich von der Bevölkerung gehasst. Faymann ist genau der Typ von Nadelstreifsozi - war vielleicht bei Vranitzky schon das Wort des Jahres 1990 - den die Sozis selbst nicht leiden können.


Kontrahent
11.12.2008 12:27
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Re: Weiterer Beleg für bürgerliche Mehrheit

Durchaus logisch, Ihr Schluss. Dagegen lächerlich polemisch und 'schlicht' die Antwort mit dem Schneetreiben. Wie arm im Argument sind doch diese Leut !

Firemage
11.12.2008 10:08
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jo - stimmt - erwischt....

wir linken haben im übrigen auch das heutige kärntner schneetreiben als vergeltungsaktion gegen die fpö durch heftiges polsterschütteln in wien verursacht.

Antworten Antworten Gast: Hansi Hüpfer
11.12.2008 10:29
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Re: jo - stimmt - erwischt....

Und mit deinem Nonsensbeitrag hast du dir den Untitel Dodel 2008 erschrieben. Gratuliere!

Kontrahent
11.12.2008 12:28
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Re: Re: jo - stimmt - erwischt....

passt aber besser zu firemage.

Antworten Antworten Antworten Gast: Georg
11.12.2008 11:09
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Damit meinst wohl korrekterweise

den Arminius, gell.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hansi Hüpfer
11.12.2008 12:39
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Arminius = Hermann Der Etrusker ist gemeint und nicht das Warcraftpatscherl

Nein sicher nicht, sondern den Vollidioten aus der World of Warcraft; genannt Firemage.
Einer hingegen, der sich Arminius nennt, nach dem germanischen Helden, der die Römer im Teutoburger Wald besiegte, hat immer recht!