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Wie kriminell sind Migranten? Polizei erhebt keine Daten

07.01.2009 | 18:53 |  KLAUS STÖGER (Die Presse)

Durch das Fehlen fundierter Daten sind Emotionen Tür und Tor geöffnet. Schlechte Ausbildung, sprachliche Barrieren, Gettoisierung und Arbeitslosigkeit führen viele in die Kleinkriminalität.

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Wien. Gibt es statistische Daten über die Kriminalität junger Migranten der zweiten und dritten Generation in Österreich? „Nein, dieses Faktum wird nicht erfasst“, sagt Wiens Landespolizeikommandant Karl Mahrer klipp und klar. Es wird zwar eine Statistik geführt, die den Fremdenanteil bei strafrechtlichen Verurteilungen ausweist, aber den Kern der Problemstellung trifft sie nicht. In dieser Statistik werden Asylwerber genauso gezählt wie etwa Kriminaltouristen.

Durch das Fehlen fundierter Daten sind Emotionen somit Tür und Tor geöffnet. Demnach wird in manchen Wiener Bezirken – glaubt man Berichten von „Einheimischen“ – die gesamte Kriminalität von „Ausländern“ beherrscht. Befragt man dazu Polizisten, die täglich mit Kriminalität zu tun haben, ergibt sich ein etwas differenziertes Bild: „Es gibt Bereiche, in denen wir es sehr oft mit Menschen mit Migrationshintergrund zu tun haben“, erklärt ein hoher Beamter, der ungenannt bleiben will.

Dazu zähle etwa die von Jugendlichen begangene Straßenkriminalität. In Bezirken mit hohem Ausländeranteil gebe es Jugendgangs, die sich ausschließlich aus Migrantenkindern zusammensetzen. Sie leiden unter Perspektivlosigkeit: Schlechte Schulausbildung, sprachliche Barrieren, Gettoisierung und Arbeitslosigkeit führen viele auf direktem Weg in die Kleinkriminalität. Auch im Drogenhandel sei der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund hoch.

Ein weitgehend unerforschtes Terrain: Drogenmissbrauch in muslimisch geprägten Familien. Durch die Tabuisierung innerhalb der Familie und nicht erfolgte Therapiemaßnahmen gleiten zahlreiche junge Drogenkranke in die Kriminalitätsspirale ab. Eine Möglichkeit für die Polizei, ein wenig Einblick in diese Grauzone zu erhalten, ist die Aktion „Wien braucht dich“.

Sie wendet sich seit November 2007 gezielt an junge Menschen mit Migrationshintergrund. In einer aufwendig gestalteten Info-Kampagne soll ihnen das Berufsbild Polizist schmackhaft gemacht werden. Damit soll Zuwanderern signalisiert werden, dass die Polizei auch für sie da ist. Zudem hofft das Landespolizeikommando, mehr Einblick in die verschiedenen Zuwanderer-Communitys zu erhalten.

 

Neo-Österreicher für Exekutive

Ziel ist es, im Jahr 2012 zumindest einen Polizisten mit Migrationshintergrund in jeder der knapp 100 Wiener Polizeiinspektionen zu haben. Derzeit verfügt die Polizei nur über rund 50 Beamte (wovon rund 20 aus Deutschland stammen), die keine österreichischen Wurzeln haben. Ende 2009 sollen es dann aber schon 80 sein. Rund 30 Beamte mit ausländischen Wurzeln befinden sich derzeit in Ausbildung.

Jugendliche mit Migrationshintergrund zu finden, die sich für den Dienst in der Polizei interessieren, sei laut Landespolizeikommando nicht schwierig. Problematisch sei jedoch die zweite Phase, jene der Aufnahmsprüfungen. Hier scheitert der Großteil der neo-österreichischen Bewerber. Die größten Schwierigkeiten bereitet die Sprachbeherrschung.

Auf einen Blick

Statistik. Aus der Kriminalstatistik ist nicht herauszulesen, ob Migranten der zweiten oder dritten Generation Straftaten begangen haben. Polizeipraktiker erklären, dass einzelne Deliktsbereiche wie Straßenraub oder Drogenhandel stark von Migranten geprägt werden. Die Polizei will vermehrt Beamte aus Zuwandererfamilien rekrutieren.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2009)

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71 Kommentare
 
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Gast: -------- !!
02.06.2009 11:43
0 0

Warum Migranten??

Ich frag mich echt was das bringt wenn man so viele Migranten oder was auch immer im Polizeidienst aufnimmt. Man sollte lieber mal die Österreicher aufnehmen bevor man ihnen mit Migranten die Lehrstelle wegnimmt. Es gibt schon genug Arbeitslose in Österrreich, also warum bemüht sich die Stadt Wien so sehr Leute mit Migrationshintergrund aufzunehmen?? Echt fraglich .....

0 0

Ein Deutschtest vor der Einreise

und schon ist das Problem gelöst.

Gast: e.e.
10.01.2009 21:50
0 0

Auf einen Blick

Zeigt nicht gerade der Wunsch "vermehrt Beamte aus Zuwandererfamilien rekrutieren", dass ein nicht unwesentlicher Anteil an Straftaten durch Zuwanderer erfolgt?
Oder sollen diese Straftaten Einheimischer verfolgen?


parapente
09.01.2009 13:32
0 0

Kriminelle Neo-Österreicher??


Interessiert uns doch nicht !!

Scion
09.01.2009 10:16
0 0

Warum wird gezielt nach solchen Leuten gesucht?

"Ziel ist es, im Jahr 2012 zumindest einen Polizisten mit Migrationshintergrund in jeder der knapp 100 Wiener Polizeiinspektionen zu haben"

"Problematisch sei jedoch die zweite Phase, jene der Aufnahmsprüfungen. Hier scheitert der Großteil der neo-österreichischen Bewerber. Die größten Schwierigkeiten bereitet die Sprachbeherrschung."

so. kann mir jemand erklären welchen Sinn es hat gezielt solche Leute für den Beruf zu suchen wenn man klar erkennt das sie schon an der Sprachbeherrschung scheitern? Diesen Sinn würde ich gerne verstehen :) und werden dann qualifizierte Österreicher ohne migrationshintergrund deswegen nicht genommen?

wäre soweit ich das erkennen kann sehr unfair gegenüber österreichern ohne migrationshintergrund daher stimmt es sogar was die gutmenschen reden österreicher sind rassisten. sie benachteiligen menschen nur weil sie in ihren eigenen heimatland geboren sind und hier leben :( das kann ich ja meinen kindern gar nimmer zumuten österreicher zu sein ;)

Antworten Gast: e.e.
10.01.2009 21:23
0 0

Re: Warum wird gezielt nach solchen Leuten gesucht?

Ich denke, dass gerade die komplexen Gesetzestexte ein gutes deutsches Sprachverständnis erfordern. Ein guter Umgang mit Waffen reicht für den Polizeidienst nicht aus.
Wie steht es mit der kompatiblen Einstellung zu Religion und Kultur und die Religion über den Amtseid steht? Ehrenmorde anders eingeordnet werden?

Warum soll in der Statistik unterschieden werden wenn es keine unterschiedlichen Konsequenzen gibt. Anders würde es Aussehen wenn kriminelle Emigranten in ihr Herkunftsland abgeschoben werden würden.

Gast: gastus maximus
09.01.2009 02:13
0 0

Abgesehen vom linkslinken Widerstand...

... kann es doch nicht so schwer sein ausländische Kriminelle unverzüglich abzuschieben und eingebürgerten Migranten im Wiederholngsfall die Staátsbürgerschaft abzuerkennen, und das Selbe zu tun...oder?

Gast: Don Quichote
08.01.2009 18:25
0 0

Wer erklärt mir endlich, ...

... warum die Republik ihren Bürgern und Steuerzahlern diese Ausländermassen überhaupt antut? Wer verantwortet dieses importierte Konfliktpotential?

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SPÖ, ÖVP und Grüne.

Und Ihre WählerInnen.

Antworten Gast: e.e.
10.01.2009 21:25
0 0

Re: Wer erklärt mir endlich, ...

Es gibt immer Menschen, die noch dümmer brauchen. Dies gilt besonders fürs Stimmvieh.

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Kriminalstatistik für Poster

Also ich bin dafür, dass man geziehlt die Kriminalitätsstatistik (z.B.: Wiederbetätigung) nach diePresse.com - Postern auswertet...ansonsten sind beim Studium dieser Postings einfach den Emotionen (Abscheu, Mitleid, Ekel) Tür und Tor geöffnet!
Herzlichst,
Rattel Schneck

Antworten Gast: 16 Vestal Virgins
08.01.2009 16:21
0 0

Re: Kriminalstatistik für Poster


Was hat denn das mit Wiederbetätigung zu tun, wenn Asylmissbrauch, Gewalt mit Migrationhintergrund, ausufernde Zuwanderung, Missbrauch unserer Sozialsysteme etc. thematisiert werden?

Geht den Bessermenschen wieder einmal die Argumentationsgrundlage aus?
Schnell wieder die N@7i-Keule geschwenkt! – primitiver und reduzierter geht es nicht mehr!

Ihre Emotionen sind bei der lachsrosanen-Pravda, den gemeinnützigen Schlepperorganisationen, der politisch-korrekten Modeideologie Zara und anderen besser aufgehoben – also husch husch!

Herzlichst,
16 vestalische Jungfrauen

Antworten Gast: gast
08.01.2009 13:00
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Re: Kriminalstatistik für Poster

Na, schon mal einen Plasterstein geworfen oder einen Polizisten verprügelt? ;-)

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Heißen Sie wirklich so?

*ggg*

Antworten Antworten Gast: Gast
08.01.2009 14:50
0 0

Re: Heißen Sie wirklich so?

Treffender Namen!

Wenn jemand als "Linker" beschimpft wird hat das seinen Grund. Und die Schlange (rattlesnake) hat auch nicht das beste Image.

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Re: Heißen Sie wirklich so?

Sowahr Sie "Kampf Druide" heißen ;)

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ja,

jedem das Seine!

Antworten Gast: ???
08.01.2009 12:18
0 0

Re: Kriminalstatistik für Poster

kann ihnen 100%ig zustimmen

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So wie man die Statistik kennt...

... wird das Zahlenmaterial so lange "bearbeitet" bis es genehm ist. Ich kann mir nicht vorstellen das Zahlen veröffentlicht werden die die realle Situation nur Annähernd wiederspiegeln.

Gast: Beobachter
08.01.2009 11:33
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Wer braucht Statistiken?

Wie hoch ist der Migrantenanteil im Gefaengnis? Wenn man dann noch dazurechnet, dass nur ein geringer Anteil an Migranten gefasst/eingesperrt wird, aber praktisch jeder kriminelle Ur-Oesterreicher, dann wird einem klar, dass Inlaenderkriminalitaet praktisch nicht existiert....

derpradler
08.01.2009 11:02
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wie könnte es andere sein,

was der Presse nicht paßt kommt einfach nie an!

derpradler
08.01.2009 11:00
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Selber Schuld

Wer seinen Gästen nicht klar macht, daß hier unsere Regeln gelten, wer Kriminelle generell, egal welcher Nationaliät, hegt und pflegt, wer das Problem auf ein paar Ausländer abwälzt, darf sich nicht wundern wenn das Chaos fröhliche Urständ feiert.
Wie bei uns die Probleme verniedlicht, geleugnet und schöngeredet werden hat Mitterers TV-Film über Telfs gezeigt.

Gast: Leser
08.01.2009 10:39
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denn nicht sein kann, was nicht sein darf....

wohl klar, warum das nicht erhoben wird (inklusive derer die zwar österr. Staatsbürger schon sind...siehe Gemeindebau... aber kulturell noch immer nicht integriert/angepaßt an Mitteleuopa) sind.

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ui

da hat aber die zensur dreiviertel der kommentare geschluckt :(

mc

toranaga
08.01.2009 10:14
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wo sind die "aufdecker" ?!!

wo sind die selbsternannten "aufdecker der nation" wenn man sie braucht ?!!

wo versteckt sich der spalt-pilz wenn`s um die wahrheit der kriminalitätsraten unter ausländern bzw leuten mit migrationshintergrund geht..?!

im übrigen halte ich die aussage, wonach durch das fehlen von fundierten daten emotionen tür und tor geöffnet seien geradezu für zynismus - wenn mann sich die emotionen vorstellt wenn solche statistiken tatsächlich erhoben und unverfälscht veröffentlicht werden würden...!

panda82
08.01.2009 10:13
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Liebe Presse-Online Redaktion...

Seit über einem Jahr habe ich hier gepostet um die Widersprüche in der östrr. Geselschaft aufzuzeigen. Diese Postings waren manchmal prokativ, manchmal Strohdoof und manchmal Informativ..

In dieser Zeit habe ich allerdings festgestellt, dass es sich in Österreich eine beachtliche Anzahl von Ne.ona.zi.s wiedergefunden bzw. versammelt haben...

Diese Gruppe ernahrt sich zum Teil aus der liberalen Haltung der Geselschaft aber auch von den Medien, die diesen Gruppen bewusst eine Platfform bieten...
Diese Gruppe verdreht mit diesen Mitteln die Tatsachen und gewinnt immer mehr Anhanger...

Die Presse halte ich inzwischen für ein Medium, die diese rassistische Bewegung bewusst fördert...

Ich habe mit Österreich abgeschlossen, da ich der Meinung angelangt bin, dass diese Gesellschaft niemals ein Vorbild für die anderen sein kann..

MfG

 
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