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Wiener Wohnen: Das schwere Erbe des Werner Faymann

19.01.2009 | 18:23 |  MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Dem Leiter der Wiener Wohnen Hausbetreuung wird Miss- und Vetternwirtschaft vorgeworfen. Der Fall als Symptom der rund 13-jährigen Ära von Werner Faymann als Wiener Wohnbau-Stadtrat.

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Nun hat es Herbert Jansky doch erwischt. Der Vertraute von Bundeskanzler Werner Faymann, eingesetzt als dieser noch Wohnbaustadtrat in Wien war, musste am Wochenende zurücktreten („Die Presse“ berichtete). Zu schwer wogen die Vorwürfe, angefangen von Misswirtschaft bis zur Vetternwirtschaft: Der Bruder von Faymanns Ex-Pressesprecher wurde als Chef der Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH (WW-H) in die Wüste geschickt.

Die Ablöse des Chefs der WW-H, die ein Monopol bei der Betreuung der Wiener Gemeindebauten besitzt, ist ein spätes Echo der Ära Werner Faymann, die zwischen 1994 und 2007 nicht nur den Wiener Wohnbau geprägt, sondern auch eigene Spielregeln eingeführt hat; beispielsweise im Bereich der Medien-Kooperationen, die Faymann das Wohlwollen der „Kronen Zeitung“ und anderer Medien sicherten – lange vor dem EU-Brief an Hans Dichand. Und vor dem Sprung auf den Ballhausplatz.

Der Fall Jansky – symptomatisch für das enge, umfangreiche Netzwerk, das der Sonnyboy des Boulevards in Wien um sich gesponnen hat? Offiziell will kaum jemand diese Frage beantworten, selbst in Kreisen der Opposition. Immerhin hat Faymann weiterhin Vertraute an Schlüsselstellen in Wien, hat die „Krone“ im Rücken und „grundlos“ wollen selbst viele Oppositionspolitiker keinen Ärger beginnen.

Hinter vorgehaltener Hand wird die Ära Faymann in Wien aber nicht gerade als Goldenes Zeitalter gesehen – auch unter einigen Genossen. Die Konzentration auf Medien, Selbstvermarktung und den Aufbau von einflussreichen Kontakten ließen wenig Zeit, sich um wichtige Dinge im Wiener Wohnbau zu kümmern – zu sehen an den Aufräumarbeiten, die nun Wohnbaustadtrat Michael Ludwig übernehmen muss. Denn der Pragmatiker Faymann, der auch noch heute als Bundeskanzler besonders auf Harmonie bedacht ist, wollte bereits als Wohnbaustadtrat nicht anecken:
•Ausländer im Gemeindebau. In Faymanns Zeit als Stadtrat wurde betont, dass es keine Probleme mit Ausländern im Gemeindebau gibt – weil es offiziell Österreicher waren, also Migranten, die bereits die österreichische Staatsbürgerschaft besaßen. Kulturelle Missverständnisse nehmen durch die Staatsbürgerschaft nicht ab; erst in der Post-Faymann-Ära werden neue Mieter in ihre Gemeindebau-Wohnung begleitet, wo ihnen gesetzliche und kulturelle Spielregeln erklärt werden.

Und: Erst in der Post-Faymann-Ära gibt es die Erkenntnis, dass interkulturelle Mediatoren notwendig sind, um bei Konflikten zwischen Alt-Österreichern und Neo-Österreichern im Gemeindebau effektiv vermitteln zu können.

Und erst in der Post-Faymann-Ära wurde die Kooperation zwischen Integrations- und Wohnbauressort so intensiviert, dass die Zuwanderer bei ihrer Niederlassung (vor allem im Gemeindebau) länger und besser begleitet werden, um Konflikte aus Unwissenheit (Stichwort: kulturelle Gepflogenheiten) mit den Alt-Österreichern zu vermeiden.
•Videoüberwachung. Erst in der Post-Faymann-Ära wurde ein weiteres heißes Eisen angegriffen: die Videoüberwachung gegen Vandalismus läuft als Test in mehreren Gemeindebauten.
•Prestigeprojekte. Werner Faymann hat sich Prestigeprojekten und dem Neubau verschrieben, also Themen, die medial gut ankommen. Weniger wichtig waren die kleinen Gemeindebauten, behauptet der grüne Stadtrat David Ellensohn: „Prestigeprojekte wurden gefeiert, kleine Gemeindebauten aber verkommen.“
•Problemfall Verwaltung. Mietervertreter und Mieter hatten öfters kritisiert, dass Faymann nie zu sehen sei und Beschwerden in dem anonymen Wiener Wohnen Callcenter (eine Faymann-Erfindung) kaum ernst genommen werden.

Die Ochsentour durch Gemeindebauten, um deren Mieter (SP-Kernwähler) zu besänftigen, musste Faymann-Nachfolger Michael Ludwig antreten. Gleichzeitig leitete Ludwig eine Befragung der Mieter der Stadt ein, um Wünsche und Beschwerden zu ermitteln und kündigte an, sich den wichtigsten Problemfeldern (Betriebskostenabrechnung, Hausbetreuung) anzunehmen – was ihm Lob von Mietervertretern eingebracht hatte.

Dabei: Ludwig macht nur seinen Job. Anders als der Vorgänger.

AUF EINEN BLICK

Der damalige Wohnbaustadtrat Werner Faymann machte 2002 Herbert Jansky, den Bruder seines Pressesprechers, zum Prokuristen der später zum Leiter der neu gegründeten Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH aufstieg. Sie besitzt das Monopol für die Betreuung der städtischen Wohnhäuser. Nun holte Faymann diese Personalentscheidung ein: Jansky musste nach schweren Vorwürfen (Misswirtschaft, Vetternwirtschaft) zurücktreten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.01.2009)

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20 Kommentare
Gast: Neubauer
22.09.2009 00:19
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Fetternwirtschaft

Die rote Fetternwirtschaft geht munter weiter!
Treffen von Wolfgang Jansky (Bruder von Ex-Wiener Wohnen Boss Herbert Jansky) mit Faymann und CO in dessen Dachterassenwohnung in Wien Neubau zum Grillen!
Was für linke Spiele wohl da wieder in Gange sind!!

Gast: doppi
20.01.2009 20:01
0 0

Wie der Herr, so das Gscherr!

Ja, Faymanns Schwager, Dr. Michael Ludwig hat ein schweres Erbe angetreten.
Verschlechterungen im Wiener Wohnbaubereich und das sind sehr viele, hatten in Faymanns Ära als Wohnbaustadtrat ihren Ursprung.
Viele Wegbegleiter dieser Zeit sitzen jetzt auf gut bezahlten Spitzenpositionen.

Dr.Ludwig versucht spät aber doch und nur wenn es nicht mehr anders geht lediglich eine Schadensminimierung.
Umwerfende Verbesserungen am hinterlassenen Erbgut waren während seiner bisherigen Amtszeit kaum zu bemerken.

harbard
20.01.2009 18:11
0 0

Das schwere Erbe des Werner F.

...wie es ausschaut
...hat er also hervorragend im kleinen begonnen
...und führt es nun erweitert im staate ösistan durch!

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Ungehinderter Zuzug von Sozialfällen ist schadet vorhandenen Sozialfällen

So ganz nebenbei erkennt man auch in diesem Artikel wieder, dass bei der Zuwanderung nach Österreich wie sie von der SPÖ und ÖVP forciert wird, alles schief läuft. Es hat doch keinen Sinn für einen Staat wenn unterstützungsbedürftige Sozialfälle, die anderen Sozialfällen das Leben in ihren Sozialwohnungen unerträglich machen, zuwandern.

Ein Land in das Sozialfälle zuwandern wird zwangsläufig ärmer und dazu wird noch die Verteilung schiefer, denn die Reichen können sich abgrenzen und billiger dumme Sklaven am Arbeitsmarkt kaufen. Die Probleme, die die billige Ausbeutung des Rohstoffes Arbeit mit sich birngt, wird auf die Sozialfälle abgewälzt, die einerseits weniger Lohn auf Grund höheren Arbeitskräfteangebots erwarten können und andererseits weniger Aufstiegschancen haben, da ihre Kinder in den Schulen mit absolut bildungsfernen Ausländern komplett verblöden und folglich jegliche Aufstiegschance wegen des Ausländerzuzugs verlieren.

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schlecht recherchiert oder bewußtes Anpatzen ?

Ausländer: echte Ausländer bekommen erst seit kurzer Zeit Gemeindewohnungen, also ist das Hauptproblem mit ihnen erst NACHHER aufgetreten, Faymann war da schon weg;
Videoüberwachung: ist grad in der Evaluierungsphase, teuer, bürgerrechtlich bedenklich und KEINER weiß derzeit ob es was bringt (ich vermute mehr Kontrolle, mehr Erziehung und eventuell mehr Strafen bringen mehr); also Versäumnisse kann man wirklich noch nicht seriös behaupten
Prestigeprojekte: meines Wissens wurden und werden laufend alte Bauten saniert, was man dann auch an den Mieterhöhungen merkt ..
Verwaltung: Ja, diese Probleme existieren, nur ob das ausgerechnet der Stadtrat abstellen sollte ... ich persönlich denke das ist der Job der 2. und 3. Ebene

Antworten Gast: Einer von Sieben
21.01.2009 15:14
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Re: schlecht recherchiert oder bewußtes Anpatzen ?

Was unterscheidet jetzt einen "echten Ausländer" (noch ohne österr.Staatsbürgerschaft) von einem ostanatolischen Analphabeten samt Sippschaft mit österr.Staatsbürgerschaft ???

Gast: das hirn
20.01.2009 15:35
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das scherwere erge des w.faynmann

und den haben wir jetzt auch noch als bundeskanzler am hals ! und noch dazu die nächsten 5 jahre, wobei wir erst 2 monate von den 60 hinter uns gebracht haben. wann er des nur aushalt¿, der österreicher !

Keyoflife
20.01.2009 13:20
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Baupolizei

Was mich nochmehr wundert, wie dann jemand von der Baupolizei sich in den Philipinen ein grosses Ressort aufbauen kann von seinem Gehalt. Ich will keine Namen nennen, habe ihn in Venezuela getroffen als er gerade einen grossen Katamaran nach den Philipinen ueberstellt und ich weiss auch genau darueber Bescheid, wie solche Leute zu ihrem geld gekommen sind, wie wahrscheinlich jeder von der Wirtschaftspolizei, denn niemand kann so Bloed sein, dass er es nicht wissen wuerde wenn er laenger als drei Monate in der Branche arbeitet. Entweder wir machen mal "Klar Schiff" oder weiter wie bisher, aber Oesterreich wird eher Dedenz zeigen so weiter zu machen. Ich muss was falsch gemacht haben, ich spare seit Monaten auf einen neue Ankerkette die ich dringends brauche! Ciao aus den Grenadines

Keyoflife
20.01.2009 13:09
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Korruption oder Wirtschaft

Ueber diese Frage habe ich schon 1984 an Bord meiner ersten Key of life in der Adria, taeglich mit mei nen beiden Freunden mit grossen Installateur und Elektrofirmen gestritten. So lange die Meinung von jenen ist, dass man den hr. Amtsrat oder aehnliches zur Jagd einlaedt und er einen Hirschen schiessen darf, und dafuer gibt es wieder einen Haeuserblock mehr fuer diese grossen Firmen wo sie einen Vertrag fuer die naechsten 10 Jahre bekommen und ein Monopol auf die Installationen haben. Nach Ihrer Meinung ist das Wirtschaft, ich nenne es Korruption! Vor allem wird sich keine kleine Firma es sich leisten koennen den Hr. Amtrsrat zur Jagd oder auf einen Segeltoern einzuladen um einen Auftrag zu bekommen. Warum das jemand noch wundert ist laecherlich, man sollte es mal verhindern, ist aber in Oesterreich nicht moeglich. Ciao von den Grenadines

Gast: Jo Kerner
20.01.2009 11:55
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Die Gemeindebauten in guten Lagen

sollten verkauft werden. Damit haben in Deutschland Großstädte all ihre Schulden getilgt, z.B. Düsseldorf.

Außerdem käme das den Anwohnern in den guten Vierteln zugute, die nicht die hohen Mieten auf dem freiem Markt zahlen, um sich ebenfalls mit den Problemen, die Immigranten verursachen, herumzuschlagen. Es gibt halt Kulturkreise, die eine Lebensweise haben, die mit unsereren Vorstellungen des Zusammenlebens unvereinbar sind.


Antworten Gast: Einer von Sieben
20.01.2009 16:14
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Re: Die Gemeindebauten in guten Lagen

Das wird - leider - niemals passieren. Nirgendwo in Europa ist ein Hausverwalter wie Wiener Wohnen ein politisches Machtinstrument einer Partei, die seit etlichen Generationen (1918 - 1933 und ab 1945 bis dato) mit durchwegs absoluter Mehrheit agiert. Zusätzlich dient dieser (ehem.)Wohnbauträger und monopolistischer Hausverwalter auch als Geldbeschaffer für sein politische Mutter. Hier wird seit Jahrzehnten Mietergeld vernichtet und die dafür notwendigen Strukturen sind teilweise - noch nicht ganz - erkennbar. Ein Wiener Wohnbaustadtrat (Hatzl,Faymann,Ludwig) ist eine Marionette der Wiener SPÖ Stadtpartei.
Aber die süditalienischen Strukturen beginnen aufzubrechen, dank initiativer Mieterplattformen wie das Mieterecho und der Hugo Breitner Hof......

Antworten ert
20.01.2009 14:31
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Re: Die Gemeindebauten in guten Lagen

Das ist unerwünscht, da Bürger, die nicht in Fronhütten hausen sondern diese plötzlich besitzen nicht mehr von Gnadenakten abhängig wären.

Antworten Antworten heduda
20.01.2009 18:50
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Re: Re: Die Gemeindebauten in guten Lagen

in der nachkriegs und zwischenkriegszeit gebaute gemeindebauten in verbindung mit kinderfreibad,bibliotheken(heute alles geschlossen und zerstört)waren keine fronhütten sondern ein grosser sozialer fortschritt und kein hort asozialer,sondern ein grosser pool aus dem facharbeiter und akademiker die goldenen jahre des aufschwunges mit gestalteten.@ert ist offenbar zu jung um das zu begreifen oder zu wissen.das sich im laufe der zeit eine ideologielose(ideologie nur vortäuschend)geldnärrische clique in diese institutionen einnistete und mafiamässig die guten strukturen ihrer gier opferten,dieses umschwenken im denken ist in etwa mit dem beginn des neoliberalismus gleichzusetzen,die zeit in den 80zigern und neunzigern,wo fast jeder politiker einen 3monatskurs(öconomie) in amerika besetzte,und grosskotzig die erfahrung daraus der öffentlichkeit präsentierte.diesen zusammenbruch der sozialen kompetenz gilt es nun in immer grösseren umfang auszubaden.aber die verantwortlichen..philiphinen

Gast: HBP
20.01.2009 08:53
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Immer wieder

Man weiß es ja eh, ist aber dann doch immer wieder wütend auf diese e l e n d e n Haberer-Partien.

Gast: Crusader
20.01.2009 07:15
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Rote Mißwirtschaft halt...

..hat wer was anderes erwartet?
Aber nicht aufregen!
Faymann wurde gewählt!
Also Papp`n halten - gerade in Wien...

Zapflhuber
19.01.2009 23:00
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Löwelstraße???


Gast:
19.01.2009 21:41
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peinlich schlechter artikel


Antworten Gast: Karl Huber
20.01.2009 11:31
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Re: peinlich schlechter artikel

Die Wahrheit schmerzt in der Löwelstrasse? Ist es nicht?

Antworten Gast: Einer von Sieben
20.01.2009 09:25
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Re: peinlich schlechter artikel

ABER WAHR !!!

Antworten Gast: peteranton
20.01.2009 07:45
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Re: peinlich schlechter artikel

Peinlich für Fayman.
Freundschaft