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Neue Kaprun-Klage in den USA

19.03.2009 | 11:01 |   (DiePresse.com)

40 Hinterbliebene aus Japan, Holland und Deutschland haben in New York eine Klage gegen die Republik, die Gletscherbahnen und die Baufirmen eingebracht. Beim Unglück waren 155 gestorben.

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Die Gletscherbahnkatastrophe von Kaprun mit 155 Toten im Jahr 2000 könnte nun ein weiteres gerichtliches Nachspiel haben. Obwohl im Vorjahr über Vermittlung einer "Versöhnungskommission" ein außergerichtlicher Vergleich mit 451 Angehörigen der Opfer erzielt wurde, drohen etwa 40 Hinterbliebene aus Japan, Holland und Deutschland mit einem Prozess in den USA.

Wie die "Salzburger Nachrichten" (Donnerstag-Ausgabe) berichten, wurde am 27. Februar eine Schadenersatzklage bei einem New Yorker Gericht eingebracht. Die Klage richtet sich gegen die Gletscherbahnen Kaprun (GBK), gegen die Republik und gegen alle Firmen, die mit Bau und Betrieb der Gletscherbahn zu tun hatten.

Wrack bereits verschrottet

Nach Angaben des Wiener Anwalts Gerhard Podovsovnik fußt die Klage auf zwei Standbeinen: Erstens auf dem Ermittlungsverfahren gegen vier Gutachter im Kaprun-Prozess, denen von einem deutschen Sachverständigen die Erstellung einer falschen Expertise vorgeworfen wird. Zweitens auf der Anordnung eines US-Gerichts, Beweismittel nicht zu vernichten, so lange ein Verfahren anhängig ist. Der Unglückszug sei allerdings bereits verschrottet worden, obwohl die Berufung gegen eine 2007 erfolgte Klags-Abweisung in den USA noch laufe, so Podovsovnik.

Beim Brand in der Standseilbahn auf das Kitzsteinhorn in Kaprun waren am 11. November 2000 155 Menschen ums Leben gekommen. Im anschließenden Gerichtsverfahren wurde als Brandursache ein technisches Gebrechen im Heizstrahler des Führerstandes festgestellt. Schuldige wurden nicht gefunden. Mehr als sieben Jahre nach der Katastrophe kam im Juni 2008 ein Vergleich mit 451 Hinterbliebenen zustande: Ihnen wurden 13,9 Mio. Euro Schadenersatz zugesprochen, die zu je einem Drittel von der GBK, der Republik und der Generali Versicherung aufgebracht wurden.

 

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Messalina
19.03.2009 11:26
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was wollen die denn noch?

reicht die Entschädigung denn nicht?

alice
19.03.2009 13:19
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Re: was wollen die denn noch?

nein, nie denn ein menschenleben ist unbezahlbar....dh. die kapruner müssen brennen bis zum letzten tag und können ihre schuld , verursacht durch pfusch,inkompetentz und arroganz, nie sühnen....dass anordnungen des us gerichts missachtet werden ( vernichtung der beweismittel ) zeigt dass diese arroganten bauernd......en ( jeder der verantwortlichen hat sich abgeputzt , nie wurde etwas zugegeben keiner hat sich bei den opfern entschuldigt ) nichts aus dem unfall gelernt haben...deshalb anklagen ohne ende ...und brennen brennen brennen.....

Zapflhuber
19.03.2009 17:31
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Re: Re: was wollen die denn noch?

Sie sind ein Scherzkeks. Was glauben sie würde sich ein US Gericht über österreichische "Anordnungen" kümmern?

Antworten Antworten Gast: Skifahrer in Kaprun
19.03.2009 15:10
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Re: Re: was wollen die denn noch?

Was ist denn in Sie gefahren! Wie kommen Sie zu diesen Anschuldigungen!? Abgesehen davon, dass Sie den Bauernstand beschimpfen, sind Sie in der Rechtskunde wohl nicht so sattelfest, sonst würden Sie sich vielleicht etwas zurückhalten!

Re: Re: was wollen die denn noch?/alice

Abgesehen davon, dass man Ihre Bedenken gegen den Verlauf des Verfahrens in Ö durchaus teilen kann: ABER, KEIN Gericht eines ausländischen Staates hat hier in Österreich auch nur irgend etwas ANZUORDNEN?! Klar? Bei den bestehenden Unterschieden in den Rechtsauffassungen und Justizordnungen wie zwischen USA und Ö schon gar nicht!