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Wien: Bluttat aus Eifersucht in Autisten-Selbsthilfegruppe

21.03.2009 | 16:16 |   (DiePresse.com)

Ein 29-jähriger Mann erschoss in der Wiener Innenstadt eine Frau und danach sich selbst. Offenbar hatte sie seine Liebe nicht erwidert. Woher der Autist eine Waffe hatte, ist noch unklar.

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Unerwiderte Liebe hat zu dem Mord mit anschließendem Selbstmord am späten Freitagabend in der Wiener Innenstadt geführt. Bei der Bluttat erschoss in den Räumlichkeiten der Österreichischen Autistenhilfe (ÖAH) in der Eßlinggasse 17 ein 29-jähriges Mitglied einer Autisten-Selbsthilfegruppe eine 24-jährige Studentin und danach sich selbst. Offenbar hatte sie seine Liebe zu ihr nicht erwidert, wie ÖAH-Vizepräsidentin Ruth Renee Kurz am Samstagvormittag schilderte. Polizeisprecherin Iris Seper bestätigte diese Version am Nachmittag.

Gegen 19.00 Uhr hatte sich die Gruppe, drei Männer und zwei Frauen, wie jeden Freitag im Therapiezentrum der ÖAH versammelt, erklärte Polizeisprecherin Iris Seper. "Es war eine komplett autarke Gruppe. Sie haben sogar miteinander gekocht. Die ÖAH hat ihnen die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt", so Kurz.

Der 29-jährige Mann dürfte etwa gegen 21.00 Uhr die Gruppe verlassen und eine halbe Stunde später zurückgekehrt sein. Diesmal war er maskiert und mit einem Karabiner sowie einer Leuchtpistole bewaffnet. Er schoss mit dem Gewehr mehrfach auf die 24-Jährige, die in einem Wiener Studentenheim lebte. Die anderen Gruppenmitglieder brachten sich schwer geschockt in Sicherheit. Dann tötete er sich selbst in einem Nebenraum. Seper: "Es deutet alles darauf hin, dass es sich um eine Beziehungstat gehandelt hat."

Herkunft der Waffen ungeklärt

Einige der noch offenen Fragen wurden am Samstag geklärt, etwa die Herkunft der Waffen: Seper zufolge dürfte der bei seinem Vater in Ottakring wohnende Täter sie selbst gekauft haben. Für die Waffen ist keine Berechtigungskarte erforderlich.

Fraglich ist, was den 29-Jährigen zu der Tat getrieben hat. Gerade bei Autisten seien solche Handlungen sehr ungewöhnlich, so Kurz: "Normalerweise ist es so, dass Autisten, wenn sie überhaupt zu Aggressionen neigen, diese eher gegen sich selbst richten. Gerade diese Kinder brauchen besonders viel Liebe, weil sie so übersensibel sind, viel sensibler als wir alle." Der ÖAH-Vizepräsidentin zufolge hat der Täter vor kurzem eine Bezugsperson durch Todesfall verloren, was seine Situation zusätzlich schwierig gemacht haben könnte.

Durch die Einvernahmen der drei Augenzeugen erhofft sich die Polizei nähere Aufschlüsse. Sie sollten auch am Samstagnachmittag aufgenommen und am Sonntag fortgesetzt werden. Ob der Zustand der drei längere Befragungen erlaubt, war aber zunächst offen. Wegen ihres schweren Schocks mussten sie betreut werden.

Unter Autismus sind primär Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen zu verstehen, die dem Betroffenen massive Probleme bei der Verarbeitung von Umweltreizen bereiten. So beantwortet die Österreichische Autistenhilfe (ÖAH) die Frage "Was ist Autismus?" auf ihrer Homepage. In zweiter Linie gehe es dabei um eine soziale Störung. Betroffen sind in Österreich rund 70.000 Menschen. Die Störung äußert sich hauptsächlich durch eine Beeinträchtigung der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit. Darüber hinaus sind motorische, kognitive und affektive Funktionen betroffen.

(APA)

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15 Kommentare
Gast: Behindertenrecht
19.06.2011 00:18
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@M-Wünsche

Warum sollen Medikamente bei Autismus helfen ??? Autismus ist keine Krankheit !
Vor dem Hintergrund neurologischer Grundstöhrungen , sind psychiatrische Diagnosen auch nicht schlüssig . Inwieweit eine neurologische Grundstöhrung mit MRT - Untersuchung festgestellt werden kann , hängt von der Schwere des Deffekts ab . Neurologische Grundstöhrungen beeinträchtigen zwar die Entwicklung und können vererbar sein , aber sie sind keine Krankheit , sondern Behinderung. Warum Autismus immer als Kranheit gesehen wird und nicht als behinderungsbedingte Entwicklungsstöhrung , daß ist das eigentliche Problem !!!
Mein Beileid und alles alles Gute .

udainath
30.06.2009 12:50
0 0

Hat nichts mit Waffen zu tun

Ich war selbst mit dem SHG-Forum in Kontakt, es kam aber zum Crash, als der Leiter (, sensible Inhalte in den Google stellte, und mir prompt einer meiner Cybermobber folgte. Der brachte einen Schwarm Anhänger mit, der verbal über mich herfiel. Ich hatte nicht mal was Beleidigendes gesagt, nur eine Feststellung über den Cyberstalker gegenüber einem Kollegen im Forum getroffen. Im Glauben, dass das im Forum bleibt. Ich wandte mich an den Leiter um Hilfe, der ging auch gleich auf mich los und schob die Schuld auf mich. Leiter und Gründerin hatten offenbar wegen meiner Kompetenz und meines Engagements einen Pick auf mich. Ich beschwerte mich beim SHG-Dachverband, der die Gruppe gar nicht kannte und gab mir Recht. Der Umgang mit sensiblen Inhalten war nicht ok und dass man über mich herfiel, war auch nicht in Ordnung. Ich sollte mich von der Gruppe trennen. Es wird professionelle Hilfe prinzipiell abgelehnt. Übrigens: Die SHG dürfte klein sein, der harte Kern im Forum ist auch nicht gerade groß. Ich wusste, es würde wieder ein Krach folgen, aber dass es so tragisch endet, hat mich schwer erschüttert, besonders der Gedanke, dass ich womöglich mit Täter und/oder Opfer vielleicht in virtuellem Kontakt stand. Ich bin letztendlich froh, dass mich mein Cybermobber, sein Anhang und der Leiter rausgemobbt haben, sonst wäre ich vielleicht dort gewesen. Bei dem Gedanken wird mir immer noch ganz anders...
Das Ganze hat nichts mit Waffen zu tun, sondern dass eine professionelle Aufsicht fehl

parapente
23.03.2009 09:52
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"Das 29-Jährige Kind . . . "


Gast: sepia
22.03.2009 16:51
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kleiner tipp

Es wäre vielleicht gut, wenn ihr für die nachfolgenden Kommentare Autismus einfach vergesst. Das sind genauso Menschen, wie ihr und keine Tiere oder Roboter.
Und ihr seid sicher keien große Hilfe für die Leute der SHG, wenn die lesen, dass ihr Agression als eien komponente von Autisten seht.

Vielen Dank, wenn ihr das berücksichtigen könnt.

Gast: M. Wünsche
21.03.2009 23:18
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(Kinder)Psychologisches zum Asperger-Syndrom

Vielen ist die Gefahr, welche vor allem für Frauen von gewissen autistischen Störungen vor allem dem bei Männern und Buben sehr häufigem Asperger-Syndrom ausgeht nicht bewusst.
Auch die erbliche Komponente dieser massiv unterdiagnostizierten Störung von Vätern auf ihre Söhne (Frauen erkranken kaum), wo scheinbar unauffällige Techniker und Naturwissenschafter jahrelang unerkannt bleiben, wird in der gängigen Literatur nur sehr stiefmütterlich abgehandelt. Diese Erbkrankheit bleibt dann oft über Generationen unentdeckt und insbesondere sogenannte Asperger-Autisten, deren Störung oftmals dann auch bei mangelhafter Professionaltität der Diagnostik unerkannt bleiben, werden unter dem Einfluss der selbst gerstörten Väter zu moralisch sehr bednklichen Erwachsenen.
Die erzieherischen Anforderungen an die Mütter sind unmenschlich und auch Maßnahmen wie zeitweises "Stop sagen" durch Versperren vor dem Kind erforderlich. Waldorfpädagogik und Medikamente können weiters helfen.

Gast: aeiou
21.03.2009 16:57
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Markschreierisch.

Im "Österreich". Wo sonst Blutbad. Dabei hat nur ein Depperter ein Weibchen, das er nicht flachlegen konnte, erschossen. Marktschreierisch im Stil der Bildzeitung. Oder des EXPRESS. Wobei ich mich schön langsam frage, ob das Waffengesetzt überhaupt jemand hindern kann sich eine Schußwaffe zu besorgen und noch viel weniger, sie einzusetzen. Übrigens ist eine Schußwaffe viel weniger schmerzhaft als aufgeschlitzt auszubluten. Also ich würde einen "Blattschuß", so mich einer killen wollte, dem Aufgeschlitzwerden vorziehen. Sie nicht?

Antworten Gast: gast
21.03.2009 22:01
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Re: Markschreierisch.

also ich würde auch lieber erschossen als aufgeschlitzt werden, wenn ich ehrlich bin..


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Re: Markschreierisch.

ach nur ein weibchen........hm woll nicht gut zu sprechen auf weibchen??

Gast: Liv
21.03.2009 15:35
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Autisten im Schock

Wieso soll das ein Widerspruch sein?

Gast: Willi
21.03.2009 12:55
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Die Befragungen könnten bei diesem Täterkreis etwas länger dauern.


Antworten Gast: T'Pau
21.03.2009 20:29
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Re: Die Befragungen könnten bei diesem Täterkreis etwas länger dauern.

"Täterkreis"?
Was soll diese unlogische Bemerkung?
Der mutmaßliche Täter ist tot und kann nicht befragt werden.
Bei den drei Mitgliedern der Selbsthifegruppe, die polizeilich vernommen wurden bzw. die noch weiter zu befragen sind, handelt es sich um Zeugen!

Gast: Tiger
21.03.2009 12:31
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Es fehlt noch ein kurzer Absatz

"Kurz vor der Tat hat der Verdächtige das Killerspiel Counterstrike gespielt"

Antworten koala
21.03.2009 13:34
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:D


Gast: ASVG-Sklave
21.03.2009 10:23
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Autisten im Schock

Ist das nicht ein Widerspruch ????

Antworten Firemage
22.03.2009 21:58
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Re: Autisten im Schock

nein