Zigarette an Vierjährigem ausgedrückt: Salzburgerin verurteilt

Eine Salzburgerin wurde zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt, weil sie ihren Sohn geschlagen und an seinem Unterarm eine Zigarette ausgedrückt hat.

Eine 26-jährige Salzburgerin aus dem Pongau wurde am Donnerstag bei einem fortgesetzten Prozess am Landesgericht Salzburg wegen Körperverletzung an ihrem Sohn rechtskräftig verurteilt. Die Frau hat im Mai 2012 das damals vierjährige Kind geschlagen und an seinem Unterarm eine Zigarette ausgedämpft. Sie erhielt sechs Monate Haft auf Bewährung auf eine Probezeit von drei Jahren.

Die Angeklagte hatte zu Prozessbeginn vor einem Jahr gegenüber Richterin Gabriele Glatz ihre Unschuld beteuert. Die blauen Flecken und Rötungen an der Haut habe sich ihr Sohn bei einem Sturz vom Couchtisch zugezogen, erklärte sie damals. Kindergärtnerinnen des Vierjährigen waren auf die Verletzungen aufmerksam geworden und hatten Alarm geschlagen. Durch das Ausdrücken der Zigarette hatte der Bub einem Gutachten zufolge Brandverletzungen erlitten.

Dem Opfer wurde ein Teilschmerzensgeld von 250 Euro zugesprochen. Die Pongauerin wurde auch wegen falscher Beweissausage in einem anderen Fall schuldig gesprochen.

(APA)

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