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Zweifel an der Gefährlichkeit des Virus

29.04.2009 | 16:11 |   (DiePresse.com)

Virologen stellen das Ausmaß der Bedrohung durch den Schweinegrippe-Erreger infrage. Der Virus sei nicht so aggressiv wie befürchtet. Gefährlich sei nur die Übertragung von Mensch zu Mensch, so Experten.

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Erste Zweifel an der Gefährlichkeit der Schweinegrippe: Sozialmediziner Michael Kunze sagte bereits am Dienstag im "Presse"-Interview: "Die Schweinegrippe ist kein Killervirus. Tatsächlich ist der Krankheitsverlauf im Vergleich zu anderen Grippestämmen relativ unspektakulär." Angesichts nach unten korrigierter Todesfallzahlen aus Mexiko stellten nun auch andere Experten das Ausmaß der Bedrohung durch das Virus infrage. "Die Diagnose des A/H1N1-Virus ist schwierig und unter den mexikanischen Gesundheitsbedingungen nicht möglich", sagte der Mikrobiologe Alexander Kekule am Mittwoch "Spiegel Online" zufolge.

Die nicht auf die Schweinegrippe zurückzuführenden Todesfälle bezeichnete der Professor der Universität Halle als "die ganz normalen Todesraten in einem Schwellenland". Nicht jeder, der an einer Lungenerkrankung sterbe, sei ein Epidemieopfer.

Bestätigt sind in Mexiko bisher 26 Schweinegrippe-Infektionen, darunter sieben Todesfälle. Zuvor hatten die Behörden höhere Zahlen genannt. Außerhalb Mexikos gab es bisher einen Todesfall: Ein 23 Monate altes Kleinkind aus Texas starb an den Folgen der Schweinegrippe.

"Virus nicht sehr aggressiv"

Sigrun Smola, Direktorin des Instituts für Virologie in Homburg, sagte dem Nachrichtenportal zufolge, im Vergleich zum Vogelgrippe-Virus, "das eine hohe Virulenz, aber eine geringe Übertragungsrate von Mensch zu Mensch besaß, scheint es bei diesem neuen Virus eher umgekehrt zu sein".

Mikrobiologe Kekulé, der auch Mitglied in der Schutzkommission des Bundesinnenministeriums ist und die Behörde bei Katastrophenfällen berät, mahnt zur Verhältnismäßigkeit. Von 2500 Verdachtsfällen sei bisher die Rede. Die Dunkelziffer noch nicht erkannter Infektionen werde üblicherweise auf rund das Zehnfache geschätzt. Gehe man also von etwa 25.000 Ansteckungen und sieben Todesfällen aus, komme ein Toter auf 3000 Infizierte. Das sei weniger als bei einer normalen Influenza. "Das neue Virus wäre damit also nicht sehr aggressiv", erläuterte der Professor.

Von einem Fehlalarm wollte Kekule dennoch nicht sprechen: "Die mexikanischen Behörden hatten wohl wenig Daten zur Verfügung." Das Verhalten von Experten und Behörden hält er für richtig: "Man war einfach vorsichtig."

Medikamente wirken, Impfung in Arbeit

Keinen Grund zur Panik sehen auch Fachleute des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin: "Die Schweinegrippe ist deswegen gefährlich, weil sie von Mensch zu Mensch übertragen wird, sie hat teilweise die gleichen 'Baustoffe' wie die sogenannte saisonale Grippe. Aber die bekannten Medikamente wirken, und ein Impfstoff kann innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate entwickelt werden", sagte Gründungsdirektor Stefan Kaufmann. "Bei der Vogelgrippe hingegen fehlt noch immer der Infektionsweg von Mensch zu Mensch, trotzdem ist sie für Infizierte weitaus gefährlicher", fügte er hinzu.

(Ag.)

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10 Kommentare
Gast: ärztekiri
29.04.2009 17:24
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was sind das für ärzte heutzutage?

man fragt sich wirklich wer heutzutage alles mediziner werden kann - es scheint jeder hinz und kunz. denn es war jedem normal denken menschen von anfang an klar, dass man überhaupt nicht weiß ob dieses "neue" virus überhaupt gefährlich ist oder ob es sich von "normalen" grippeviren unterscheidet.
ganz besonder dubios finde ich in diesem fall die rolle der who, die ohne genaue kenntnisse sofort eine warnstufe 4 ausruft! wer arbeitet dort bitte???
die ärzteschaft ist aber voll auf die panikmache reingefallen, und schon gab es mediziner die den untergang der welt sehen und wahrscheinlich einen scheck von roche erwarten......

wirklich schlimm dabei ist, dass sollte mal wirklich ein echt gefährlicher virus auftauchen (und es wurde auch hieb- und stichfest bewiesen) wird's niemand mehr glauben!

Antworten Gast: MS Deutschland
02.05.2009 17:08
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Re: was sind das für ärzte heutzutage?

Mich hat es auch gestört, wie verkommen die WHO schon ist. Offensichtlich ist sie schon komplett in der Hand der Pharmalobby. Aber den Leuten gefällt die Panikmache - sieh Kommentare von Christian, Gast: wer, denol.

Nun ja, von solchen Dodeln lebt die Pharmaindustrie eben recht gut. Die wissen sicher nicht, dass man ihnen Formaldehyd in die Adern spritzt, wenn sie sich "Schutzimpfen" lassen. Die wissen auch nicht, dass Menschen die sich häufig "Schutzimpfen" lassen 4 Jahre durchschnittlich früher sterben als jene, die sich selten bis nie impfen lassen.

Obige Zahl stammt aus den USA und nicht etwa aus Afrika wo durch Imfungen AIDS massenhaft verbreitet wurde.

hömal
29.04.2009 15:42
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na super!

Kann jetzt dieser unnötige Sensationsjournalismus zu dem Thema endlich aufhören?? DANKE
Vielleicht ist ja in China mal ein Radl umgfallen - das kommt grade in der Berichterstattung ein bissl kurz!

Antworten MS Treue
29.04.2009 15:53
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Re: na super!

Machen sie es wie ich, weisen sie darauf hin, dass Konzerne an der Grippe schuld sind. Die falsche Fastfoodernährung trägt neben mangelnder Hygiene - habe selbst beobachtet McDonald¿s-Personal wäscht sich NICHT die Hände nach dem es am Klo war - in Wahrheit eine Hauptschuld an den schlechten Abwehrkräften vieler Menschen.

Wenn die Menschen Konzernen die Schuld geben und dies auch begründen und falsche Ernährung führt nun mal zu hohen Todesraten bei Grippe, ruft bald ein Konzernboss bei der Medienmafia an und sagt, dass die Inserate eingestellt werden, wenn die Kampagne nicht sofort verschwindet und sie wird dann verschweinden.

Auch Coca-Cola ist natürlich schuld. Dieses Zuckerwasser (Kristalle) ist bester Nährboden für Viren (Kristalle). Und dass sich Krankheiten so rasend ausbreiten ist auch eine Schuld der weltumspannenden Konzerne.

Gewünscht wurde natürlich die Kampagne von Pharmakonzernen, die z. B. auf Bergen von Tamiflu sitzen, das sonst teuer entsorgt werden muss.

Antworten Antworten Gast: wer
30.04.2009 18:43
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Re: Re: na super!

Dieser kommentar wurde eigentlich vom Schreiber "MS Deutschland" geschrieben und falls Sie jemals einen dieser Kommentare gelesen haben, dann wundern Sie sich nicht über diesen!

Antworten Antworten Antworten Gast: MS Deutschland
02.05.2009 17:02
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Re: Re: Re: na super!

Irgendwie fuzt es nicht seit dem Update vom 20 April 2009, deshalb nehme ich mir eben immer neue Schiffsnamen, die mit MS beginnen.

Im Schiffsbau waren die Deutschen IMMER weltweit führend. Auch der Raumschiffsbau wäre ohne Deutsche nie geglückt. Deshalb die Schiffsnamen.

Antworten Antworten Christian
29.04.2009 19:17
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Re: Re: na super!

ihre Worte deuten auf eine Paranoia (Verfolgungswahn) hin.

Antworten Antworten denol
29.04.2009 16:39
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Re: Re: na super!

autsch
das weiß man ja gar nicht wo man anfangen soll zu korrigieren.....

drum lass ichs lieber gleich. wär eh sinnlos.

Antworten Antworten Antworten Gast: MS Treue
02.05.2009 16:55
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Re: Re: Re: na super!

Bitte seinen sie so nett und nennen sie einen Punkt der nicht simmt!

Sie können ruhig auch Fachsprache verwenden, ich habe bei zahlreichen Verfahren zur Herstellung (Patenten hierfür) mitgewirkt und habe auch eigene eigene Patente im Pharmabereich.

Ich weiss wie die Branche abzockt.

Antworten Antworten Antworten Antworten denol
03.05.2009 14:20
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Re: Re: Re: Re: na super!

entschuldigung für die unsachlichkeit meines letzten posts.

also zum inhalt:
1) worin ich ihnen zustimme ist das die angstkampange der medien im interesse der pharmakonzerne liegt. das heißt aber nicht das sie direkt einfluss auf die berichterstattung hätten. vielmehr liegt eine derartige berichterstattung auch im interesse der medien. angst führt zu interesse, führt zu gesteigerter auflage. direkte intervention ist folglich nicht nötig.
2) konzernen die schuld für pandemien zu geben halte ich grundsätzlich für problematisch. immerhin gab es interkontinentale krankheitsausbrüche auch schon vor der industriellen revolution.
3) möchte ich darauf hinweisen, dass gerade durch pharmakonzerne pandemien relativ gut bekämpft werden können. die kapitalistische produktionsweise, die sie durch ihre argumentation implizit kritisieren, ermöglicht die mobilisierung von mitteln zur produktion und entwicklung von medikamenten.
dass groß konzerne konzerne nach dem prinzip der gewinn maximierung handeln und dass dieses sehr oft im direkten gegensatz zu den interessen der kunden ist, ist ja kein geheimnis. dass das gerade in der pharmaindustrie besonders üble auswirkungen hat ist mir auch klar. kritik daran zu üben ist gut und wichtig. aber alles übel der welt auf konzerne zu schieben ist nicht mehr als leninistische verschwörungstheorie.