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Österreich-Trend: Geld out, Glück in

18.05.2009 | 18:15 |  GERHARD BITZAN (Die Presse)

Trotz der Wirtschaftskrise fühlen sich die Österreicher glücklicher als zuvor: Die neuen Glücksfaktoren sind nunmehr Tätigkeiten, die persönlich ausfüllen, Partnerschaft, Freunde – und ein bisschen Sonne.

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Wien. Die Krise bewirkt offenbar Wunder: Während die wirtschaftlichen Grundlagen vieler Menschen bedroht sind, erklären sich immer mehr Österreicher für glücklich. Dies geht zumindest aus einer neuen Umfrage des Linzer market-Instituts hervor. „Mein Glück nimmt eher zu“, sagt knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) auf die Frage, ob sein (oder ihr) persönliches Glück in letzter Zeit eher zu oder abgenommen habe.

Lediglich 19 Prozent, also knapp ein Fünftel, sagen dagegen, das Glück nehme ab. Ein Glück für die Glücksforscher, die damit Hochkonjunktur haben. Herbert Laszlo, zum Beispiel, der Bücher zum Thema Glück geschrieben hat, das „Institut für experimentelle Glücksforschung“ leitet und als eigenes Ziel (und Glück?) die Schaffung einer Privatuni für Glücksforschung sieht. Laszlo kann den vermeintlichen Widerspruch, dass sich Menschen in der Wirtschaftskrise glücklicher fühlen, einfach erklären: „Es gibt derzeit einen Paradigmenwechsel vom Geld zum Glück – und das spiegelt sich auch in Umfragen wider.“

 

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In wirtschaftlich guten Zeiten würden die Menschen arbeiten, „bis ihnen die Zunge heraushängt“. Denn man wolle die Hochkonjunktur nutzen, um gutes Geld zu verdienen. „Aber in der Krise wird dies hinterfragt und man überlegt, wie man glücklich sein kann, ohne viel Geld zu haben.“ Etwa, indem man jetzt das tue, was man persönlich immer tun wollte. „Da wird gemalt und getanzt. Oder der frühere Direktor serviert in einem Lokal Bier, weil ihm dies schon immer Spaß gemacht hat.“

Dieser Befund korreliert mit weiteren Umfrageergebnissen: Demnach wurden als Gründe zum Glücklichsein zwar in erster Linie Gesundheit angegeben (86%), aber an zweiter Stelle folgt schon „eine Tätigkeit, die einen wirklich ausfüllt“ (66%), ex aequo mit „eine gute langjährige Beziehung“. Und an vierter Stelle kommt mit 64 Prozent die „Freude an kleinen Dingen“. Gutes Wetter und Sonnenschein wird übrigens von immerhin 56 Prozent der Österreicher als Glücksfaktor gesehen.

Dass die Gesundheit an erster Stelle genannt wird, wundert den Glücksforscher aber doch: „Auch kranke Menschen können glücklich sein. Dass Gesundheit so wichtig ist, ist meiner Meinung nach überbewertet.“ Was sicher glücklich mache, sei die Beziehungspflege, Gesellschaft und Tätigkeiten, die Spaß machen.

Die bisherigen Glücksindikatoren liegen der Umfrage zufolge deutlich abgeschlagen (siehe Grafik): Etwa ein Lottogewinn, der nur von 37Prozent der Befragten als wichtig für das Glück erachtet wird, oder hohes Gehalt, das 28Prozent der Befragten angeben. Und auch Reichtum liegt mit 19Prozent schon weit hinten.

Unterschiedlich fallen die Antworten auch je nach Alter der Befragten aus. So ist etwa für 73 Prozent der unter 29-Jährigen das Thema „Freunde“ besonders wichtig, um sich glücklich zu fühlen (durchschnittlich wird diese Antwort nur von 59Prozent der Befragten gegeben). Besonders drastisch ist der Unterschied bei der Frage, wie wichtig eine neue Partnerschaft ist. Während 59 Prozent der Jugendlichen an das Glückspotenzial, das in einer neuen Partnerschaft liegt, glauben, sind dies im Durchschnitt der Österreicher nur 29Prozent.

 

Aufs Land, mit Kindern

Werner Beutelmeyer, Chef des Linzer market-Instituts, zieht als Resümee für ein Glücksrezept: „Man nehme eine gute Ausbildung, ziehe aufs Land und lebe dort mit Kindern unter 14 Jahren unter einem Dach.“ Und das in Oberösterreich – denn dort gibt es die höchste Glückszunahme.

Detail am Rande: Auch wenn Geld nicht (mehr) glücklich macht – ein bisschen finanzieller Rückhalt kann offenbar nicht schaden. Bei Menschen mit niedrigem Haushaltseinkommen und bei den selbstständig Erwerbstätigen vermindern die Sorgen die Glücksgefühle – so die Umfrage.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2009)

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15 Kommentare
huhu
19.05.2009 12:03
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Wiedermal eine dieser tollen Studien

*SCHNARCH*

Gast: finanzminister :-(
19.05.2009 09:49
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Kommt die

Glückssteuer?

:-)

Saskatoon
19.05.2009 08:15
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es ist was drann

geld macht nicht glücklich

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Re: es ist was drann

ja eh!... absolut nichts haben und/oder fuer eine misere arbeiten zu muessen macht sicher gluecklicher und fuehrt zu einem erfuellten leben du einstein!!!

Antworten Antworten huhu
19.05.2009 12:01
0 0

Re: Re: es ist was drann

wow...

o_O

Gast: Fetter Bonze
19.05.2009 08:14
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Beruhigungspillen für Arbeitslose

Gibts dafür die Zentralrezeptgebühr in Form von "Forschungsaufträgen" vom Staat?

heduda
18.05.2009 21:50
0 0

blöd nur

gesundheit hochgeachtet,sie verwircklichen grob missachted.shit is all arround.

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Re: blöd nur

yes, shit is all around... you said it!
however what "binds" this glorious nation is BULLSHIT. It is the glue that keep all of it together. Pure Ole Austrian Bullshit!!! We haven't been able to find a single topic/area/issue/sector/theme, that is not plagued by good old fashioned BULLSHIT!!!
it doesn't matter if politics, politicians, banks, economy, lifestyle, burocracy, schools, crime, police, sports, education, health, etc. you name it, we haven't been able yet to find a single "bullshitless" spot on this tiny nation! it is as if they want to control everything you do, everything say, everything you think, everything you consume, everything you are to like/dislike, etc. *yawn*

Gast: michi
18.05.2009 21:45
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linke propaganda

von kindergarten ueber schule bis zum grab. linke probaganda ueberall und jederzeit. kein wunder dass andere faktoren gluecklich machen muessen wenn mir der staat 70 % meines gehaltes raubt.

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...

if you think education is expensive, try ignorance!

Gast: Manuel
18.05.2009 21:13
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Fehlinterpretation

Die Überschrift der Graphik lautet: Was glücklich macht. Das ist falsch. Richtig muesste es heissen: "Was Herr und Frau Österreicher GLAUBEN, was sie glücklich macht.
Nichts anderes wurde abgefragt. Was glücklich macht, und was man glaubt was glücklich macht, sind zwei verschiedene Dinge, wie zahlreiche Studien zeigen. Fazit: Der Artikel ist zu marktschreierisch.

Gast: lorenz
18.05.2009 20:40
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Qualität

Dass die sogenannte Qualitätszeitung Die Presse auf einen selbsternannten Glücksguru ala Herbert Laszlo reinfaellt ist peinlich. Hier ein paar anerkannte Experten: Ed Diener, Roy Baumeister, Thomas Gilovich und Daniel Kahneman.

Antworten heduda
18.05.2009 21:42
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Re: Qualität

auch reingefallen.ätsch!

Bin-Da
18.05.2009 19:53
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so ein topfen

nur weil die regierung kuschelt macht die bevölkerung schon lang nicht mit. hab schon den artikel über die ak-wahl gelesen. morgen wird ein pöses erwachen - aber ICH bin glücklich - auch wenn mich keiner gefragt hat.

..und es bewegt sich DOCH !

Gast: Cruxeder
18.05.2009 19:45
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Kein Wunder...

... Mein Zwillingsbruder Crusader ist auch happy.

Er braucht kein Geld, Hauptsache er kann hier mit den anderen braunen Furzkanonen für Lärm sorgen!