Der US-Pharma- und Biotech-Konzern Baxter hat mit der Produktion eines Impfstoffes gegen die Mexikogrippe, die neue A(H1N1)-Influenza, in Bohumil in Tschechien begonnen. Dies teilte das Unternehmen Montagnachmittag mit. Österreich hat mit dem Unternehmen einen Vorvertrag für rund 16 Millionen Dosen einer Pandemie-Impfung abgeschlossen. Dieser Vertrag tritt im Bedarfsfall im Kraft. Es gebe aber vom österreichischen Gesundheitsministerium keinen Auftrag für eine Produktion, sagte Sigrid Rosenberger, Sprecherin von Minister Alois Stöger (SPÖ).
Die WHO hat am vergangenen Donnerstag die Pandemie-Warnstufe 6 und damit eine globale Influenza-Pandemie mit dem 2009 A/H1N1 Viren-Stamm ausgerufen. Damit stellt sich auch die Frage der Bereitstellung von Impfstoffen. Daran arbeiten mehrere Pharmakonzerne weltweit. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hatte am Freitag mitgeteilt, einen Impfstoff voraussichtlich im September oder Oktober auf den Markt bringen zu können.
Baxter rechnet damit, erste Lieferungen bereits im Juli bereitstellen zu können. Ermöglicht wird die vergleichsweise schnelle Produktion und Auslieferung des Impfstoffs durch die Verwendung von Zelltechnologie bei der Entwicklung. Herkömmliche Impfstoffe werden mit Hilfe von Hühnereiern hergestellt. Die Produktion dauert hier üblicherweise sechs Monate.
Schottland: Erster Grippetoter außerhalb Amerikas
In Schottland ist indessen eine Grippepatientin an dem H1N1-Virus gestorben. Sie ist die erste Tote außerhalb des amerikanischen Kontinents, wo die Grippeform von Mexiko ausgehend zuerst aufgetreten war (mehr...).
(APA)

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