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Niederösterreich: 81-Jähriger vom Hochwasser mitgerissen

05.07.2009 | 15:11 |   (DiePresse.com)

Ein Pensionist wollte eine Verklausung bei einer Brücke beseitigen und stürzte in den Spitzerbach in Spitz an der Donau. In Oberösterreich wurde ein 66-Jähriger bei Aufräumarbeiten schwer verletzt.

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In der Gemeinde Molln (Bezirk Kirchdorf an der Krems) in Oberösterreich wurde am Sonntag eine Person bei einem Unwetter schwer verletzt. Im Ortsteil Frauenstein riss das Wasser umliegende Baumstämme und Äste mit sich. In einer Regenpause machten sich die Anrainer an die Aufräumarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt begann es jedoch erneut zu regnen. Dabei wurde der 66-jährige Mann von den Wassermassen erwischt und zwischen einem Traktor und einem Baumstamm eingeklemmt.

Der Verletzte musste vom Notarzthubschrauber Christophorus 14 ins Krankenhaus nach Kirchdorf geflogen werden. Auch ein zweiter Helfer wurde umgerissen, konnte sich aber aus eigener Kraft wieder befreien. Das Unwetter machte auch Halt in den Bezirken Rohrbach. Auch dort hatten die Einsatzkräfte nach starken Regenfälle alle Hände voll zu tun. An die zehn Feuerwehren mussten ausfahren, um Keller leerzupumpen und Straßen von den Wassermassen zu befreien.

Das Hochwasser und die schweren Unwetter haben in Niederösterreich am Freitag vermutlich ein Todesopfer gefordert. In Spitz a.d. Donau (Bezirk Krems) wurde gegen 17 Uhr ein 81-Jähriger vom Spitzerbach mitgerissen, als er eine Verklausung bei einer Brücke beseitigen wollte. Er gilt seither als vermisst. Am Sonntag waren Suchhunde der Exekutive bei der Such nach dem Mann im Einsatz. Das Gebiet um Spitz, Mühlendorf und Trandorf ist am Freitagabend besonders heftig von den Unwettern getroffen worden. Binnen kürzester Zeit stieg der Pegel des Spitzerbachs vorübergehend von etwa 25 Zentimeter auf vier Meter. Durch den Ort führe eine Schlammrinne, berichtete die Bezirksalarmzentrale Krems. Strom-, Wasser- und Telefonleitungen waren teilweise unterbrochen, Brücken zerstört und Straßen weggespült.

Die Aufräumarbeiten würden vermutlich noch Wochen dauern, hieß es. Nach dem Gewitter am Freitag waren allein im Bezirk Krems 33 Feuerwehren mit rund 850 Mann im Einsatz. Auch am Sonntag waren noch Hunderte Feuerwehrleute und Bundesheer-Soldaten mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Hilfe des Bundesheeres wurde am Wocheende auch in Mold (Bezirk Horn) benötigt, wo es galt, einen auf einer Länge von 300 Metern völlig aufgeweichten Damm mit Sandsäcken zu verstärken.

(APA)

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