Zwei Lawinenabgänge mit je einem Toten in Lech

Ein Skifahrer und ein Skiführer wurden in Lech verschüttet und getötet. Im Ötztal überlebte ein Einheimischer 50 Minuten unter einer Lawine.

Bei zwei Lawinenabgängen am Arlberg sind am Freitagvormittag zwei österreichische Bergführer ums Leben gekommen. In Obergurgl im Tiroler Ötztal wurde ein Einheimischer von einer Lawine verschüttet und nach 50 Minuten lebend geborgen.

Die Lawinen am Arlberg gingen binnen eineinhalb Stunden ab. Gegen 10.00 Uhr wurde ein Skifahrer im Bereich der Mohnenfluh Klemm im freien Skiraum von den Schneemassen mitgerissen. Bei der sofort eingeleiteten Suche konnte er zwar geborgen werden, war aber nicht ansprechbar. Reanimationsmaßnahmen durch ein Notarztteam verliefen erfolglos, teilte die Gemeinde Lech mit.

Ebenfalls abseits der Skipisten in Lech wurde kurz vor 11.30 Uhr ein Skiführer im Bereich Mehlsack verschüttet. Obwohl er rasch geborgen werden konnte, waren Reanimationsmaßnahmen vergeblich. "Es konnte nur noch der Tod des Verschütteten festgestellt werden", sagte Bürgermeister Ludwig Muxel. Zum Zeitpunkt der Lawinenabgänge galt Warnstufe drei, also erhebliche Gefahr.

Bei dem Lawinenabgang im freien Skiraum in Obergurgl im Ötztal ist ein 48-jähriger Einheimischer verschüttet worden. Der Mann wurde nach 50 Minuten aus einem Meter Tiefe lebend geborgen. Der Skifahrer war ansprechbar, klagte aber über Schmerzen, hieß es. Der Mann, der als Begleitperson bei einem Schulausflug fungierte, wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Zams geflogen. Der Mann hatte das Schneebrett laut Polizei selbst ausgelöst. Er hatte offenbar die gesicherte Piste verlassen und war über einen steilen, felsdurchsetzten Hang abgefahren.

(APA)

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