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Jeder zweite Asylwerber wird angezeigt

Häufig haben Menschen aus Algerien, Georgien und Nigeria Polizeikontakt. Analysten des Bundeskriminalamts sprechen von einer "großen Zahl perspektivloser Menschen", die bereit sind, hohe Risiken einzugehen.

 (DiePresse.com)

Für wie viel und für welche Art von Kriminalität sind Asylwerber verantwortlich? Eine den Zeitraum der Jahre 2003 bis 2014 – also vor der Fluchtbewegung aus Syrien (!) – umfassende Detailrecherche bringt für Österreich folgendes Ergebnis: Der Anteil angezeigter Delikte an der Gesamtkriminalität ist insgesamt gering – allerdings gibt es bei und innerhalb dieser sehr kleinen Bevölkerungsgruppe Auffälligkeiten.

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Von 2003 bis 2014 wurden in Österreich zwischen 40 und 45 Prozent aller Straftaten geklärt. Geklärt bedeutet, dass Opfer und/oder Täter der Polizei bekannt sind – unabhängig davon, ob es danach ein Gerichtsverfahren gibt oder nicht. Asylwerber werden – je nach Jahr – bei drei bis fünf Prozent dieser Anzeigen als Täter geführt.

 

Dabei beträgt ihr Anteil an der Bevölkerung nur zwischen 0,1 und 0,3 Prozent (Detaildaten für 2015 liegen noch nicht vor). Üblicherweise werden die Zahlen der Asylanträge als Bezugsbasis für Vergleiche herangezogen. Diese Methode ist nicht aussagekräftig. Denn: Ein großer Teil der Antragsteller verschwindet während der Verfahren in die Illegalität oder ins Ausland. Für eine Analyse ist nur die Zahl jener Asylwerber relevant, die tatsächlich legal in Österreich wohnen, weil nur diese Personen in der Statistik als Asylwerber ausgewiesen werden.

Diese Bevölkerungsgruppe wiederum errechnet sich fast exakt aus der Summe der Ausländer in Grundversorgung, von der man Menschen abzieht, die zwar Grundversorgung erhalten, aber keine Asylwerber sind (z. B. subsidiär Schutzberechtigte). Aufzeichnungen dazu gibt es seit 2004. Seit damals leben zwischen 12.352 (2011) und 26.113 (2005) im Land. Flüchtlinge, die keine Grundversorgung ausbezahlt erhalten, weil sie über eigenes Vermögen verfügen, fallen statistisch nicht ins Gewicht.

Ausgehend von dieser Basis lässt sich dann errechnen, dass pro Jahr fast jeder zweite Asylwerber strafrechtlich tatverdächtig wird. Im Zeitraum 2004 bis 2014 waren das zwischen 41 und 62 Prozent aller Flüchtlinge. Der Spitzenwert für 2010 (74 Prozent) ist nicht aussagekräftig. In diesem Jahr hat das Bundeskriminalamt in der Datenbank einmalig 1672 Asylwerber nachgetragen, deren Herkunftsland unbekannt war.

Die Zahl der Tatverdächtigen basiert auf der „Einzeltäterzählung“. In dieser Auswertung werden Personen, die mehrere Delikte begangen haben, nur einmal gezählt. Zu (seltenen) Doppelzählungen kann es nur kommen, wenn die Taten in unterschiedlichen Bundesländern begangen wurden, und die Behörden ihre Akten nicht mit einander abgleichen.

Zwischen den Nationen gibt es Unterschiede. Die Recherche wertet alle geklärten Straftaten aus, die 2003 bis 2014 von Asylwerbern begangen wurden. So lässt sich ein aussagekräftiger Vergleichswert von Straftaten pro 100 Asylanträge für dieses Zeitraum errechnen. Die Liste (siehe Grafik) wird von Personen aus Algerien (155 Straftaten pro 100 Anträge) angeführt. Es folgen Georgier (151) und Nigerianer (129).

Wie erklären sich diese Daten? Analysten des Bundeskriminalamts sprechen von einer „großen Zahl perspektivloser Menschen“, die bereit sind, hohe Risiken einzugehen. Gemeint sind Personen, die von ihren Familien nach Österreich geschickt wurden, um Geld zu verdienen. Personen, die in der Schuld ihrer Schlepper stehen, aber keine Aussicht auf legale Beschäftigung oder Asylstatus haben.

Eine anderer Grund ist die Geschlechterstruktur. Männer sind als Täter überproportional vertreten, sie begehen 80 von 100 Straftaten. Unter Asylwerbern beträgt der Männeranteil zwischen 66 und 75 Prozent. Das führt automatisch zu einer höheren Anzeigendichte. Die Auswertung der Arten von Straftaten (langjähriger Schnitt von 2003 bis 2014) zeigt, dass finanzielle Motive bei Asylwerbern dominieren. Fast zwei Drittel (63,5 Prozent) fallen in die Bereiche Drogen- und Eigentumskriminalität. Sexualstraftaten machen 1,2 Prozent der Asylwerberkriminalität aus. Bei Österreichern sind es mit 1,6 Prozent mehr.

Das Argument, dass Asylwerber alleine deshalb häufiger straffällig würden, weil sie gegen das Fremdenpolizeigesetz verstoßen könnten, trifft nicht zu. Der Anteil derartiger Verstöße beträgt lediglich 1,2 Prozent.

(Grafische Umsetzung: Hellin Sapinski; Quellen: Bundeskriminalamt, Innenministerium, Statistik Austria)

 
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299 Kommentare
 
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herold04
02.04.2016 12:36
3

16 %

Auf http://www.bmi.gv.at/kriminalstatistik kann die Kriminalstatistik des Innenministeriums abgerufen werden. Darin findet sich folgende Erklärung:

"Stellt man jedoch der Gesamtzahl der in Österreich Asylsuchenden die Zahl der tatverdächtigen Asylsuchenden gegenüber, so war diese 2015 in Relation stark rückläufig: waren 2014 von 1.000 Asylwerberinnen und -werbern 371 Personen straffällig, so waren 2015 weniger als die Hälfte davon, nämlich nur noch 161 Personen, tatverdächtig."

161 von 1.000 - das ergibt 16 % (nicht 50 %, wie es die Überschrift suggeriert)!

Herr Wetz hat in diesem Artikel vermutlich die Anzahl der Straftaten mit der Anzahl der Straftäter verwechselt. Absichtlich? Jedenfalls gibt es von der PRESSE bisher keine Richtigstellung.

Unzulässige1
11.03.2016 22:10
8

Intressanter Artikel

Danke dafür, dass auch einmal Zahlen und Fakten berichtet werden. Das ist doch schön.

Christo Lup
10.03.2016 16:03
2

Nicht relevant

Wen interessiert die Zahl der Anzeigen? Aussagekräftig wäre die Anzahl der Verurteilungen im Verhältnis. Und was sind aufgeklärte Taten, wenn es nie zu einer Verhandlung / Verurteilung kommt?

Antworten witchkingofangmar
11.03.2016 13:39
6

Re: Nicht relevant

Ja und nein. Was die strafrechtliche Schuld betrifft, entscheidet natürlich ein Urteil. Dennoch wird durch die Strafanzeige klar, dass es eine Tat, meistens auch ein Opfer gegeben hat (bei SMG-Delikten nicht immer).

Eine Verurteilung bildet das in keinster Weise ab, schon gar nicht die erlebte Kriminalität.

Insbesondere bei Fremden ohne dauerhaften Aufenthaltstitel (Asylwerber, illegal Eingereiste, etc) ist es üblich, dass diese einfach das Land verlassen, bevor es überhaupt vor Gericht geht. Das bedeutet aber nicht, dass nichts war.

gertrudenora
10.03.2016 11:28
0

Grundgesamtheit?

Bei allem Respekt vor und Zustimmung zur Problematik: Diese Statistiken sind wahrscheinlich nicht aussagekräftig, die Grundgesamtheit dürfte größer, die Wahrscheinlichkeit der Kriminalität kleiner sein. Nehme Flüchtlinge nicht in Schutz, aber mit falschen STatistiken sollte man nicht gegen sie arbeiten. Warum sollten nur die ankerkannten Flüchtlinge den Nenner bilden, wenn viel viel mehr im Land sind? Da muss man sich halt die Mühe machen neu zu schätzten. Wenn dann herauskommt, dass jeder dritte angezeigt wird, ist das immer noch genug.

Su Wolff
10.03.2016 10:32
6

Habe ich etwas falsch verstanden?

Erhalten die Asylwerber die Grundversorgung nicht aus dem Grund, damit sie keine Straftaten begehen ........?

Jeder straffällig gewordene Asylwerber gehört sofort aus Österreich abgeschoben!

Und zu den linken Gutmenschen sei gesagt: Ich bin keine FPÖ-Wählerin und werde diese Partei auch niemals wählen!

Bernhard87
10.03.2016 08:19
2

Nur so eine Frage

Wie kann man überhaupt wissen, ob eine nicht aufgeklärte Straftat von einem Asylwerber oder keinem begangen wurde?

Antworten Erklär-Bär
10.03.2016 13:14
2

Re: Nur so eine Frage

Wie kommen Sie auf nicht aufgeklärt- es geht um geklärte Straftaten.
"Geklärt bedeutet, dass Opfer und/oder Täter der Polizei bekannt sind – unabhängig davon, ob es danach ein Gerichtsverfahren gibt oder nicht. Asylwerber werden – je nach Jahr – bei drei bis fünf Prozent dieser Anzeigen als Täter geführt. Dabei beträgt ihr Anteil an der Bevölkerung nur zwischen 0,1 und 0,3 Prozent "

Wer sinnerfassend lesen kann ist im Vorteil...

Antworten Antworten Bernhard87
10.03.2016 14:36
0

Re: Re: Nur so eine Frage

Ich habe den Artikel zugegebenermaßen nur schnell überflogen. Aber das ist kein Grund, ausfällig zu werden. Nichts desto trotz kann man auf solche Statistiken sowieso nicht vertrauen.

Antworten Antworten Antworten Erklär-Bär
11.03.2016 09:02
2

Re: Re: Re: Nur so eine Frage

Warum kommentieren Sie auch einen Artikel den Sie nur schnell üerflogen haben..
Aber Sie haben Recht, ich merke ich werde zynisch dieser Tage, sry dafür...

John Wayne
09.03.2016 22:50
3

Betrachten wir mal ganz emotionslos nur die vorliegenden Zahlen

Lügen diese Zahlen? NEIN, SIE LÜGEN NICHT !!!

Iovis glans
09.03.2016 21:39
8

Dann passt es ja eh, dass die verblendete EU und die verblendete Angela Merkel

die visafreie Einreise für Georgier und Ukrainer in alle EU-Staaten stark forcieren und einführen wollen.

kristallblu
09.03.2016 21:15
15

Ich verstehe nicht

warum straffällige Ausländer nicht abgeschoben werden? Und Algerier habe doch gar keinen Grund um Asyl anzusuchen. Ich lebe zZ. in Frankreich und hier leben viele Algerier, die jedoch nur mit Visum, Familiennachzug oder illegal reingekommen sind. Asylrecht hat hier keiner aus dem Maghreb! Aus der Statistik ist auch herauslesbar, dass Asylbewerber wie Syrer oder Afghanen, die aus Kriegsgebieten zu uns gekommen sind weniger oft straffällig werden. Noch ein Grund die kriminellen Ausländer zurückzuschicken.

Ilan Verdi
09.03.2016 18:49
21

Offenbar kann man über Statistiken trefflich räsonieren...

Tatsache ist, dass in unseren Regionalnachrichten TÄGLICH über neue Straftaten von hier befindlichen Migranten berichtet wird. Das kann man nicht wegdiskutieren.

leo890
09.03.2016 17:58
17

total unfähige politiker in der ganzen welt!!!!!!!!

ich fürchte es wird noch schlimmer werden.

martell
09.03.2016 17:28
17

Sand in die Augen streuen...

es müsste richtigerweise eine dritte Kategorie aufscheinen: österreichische Staatsbürger die innerhalb der vergangenen 20 Jahre eingebürgert wurden.
Dann würde sich die Statistik ganz anders lesen....

luzifux
09.03.2016 16:49
3

Überholt

Das ist Schnee von gestern.

matschkerer
09.03.2016 16:46
2

Die "Presse" ausländerfeindlich

...und alle aufgeklärten Verbrechen von Inländern begangen. Da bleiben nur zwei Erklärungen: Satire oder die Menschenrechtssprecherin einer gewissen Kleinpartei hat gepostet. Wie auch immer, hat mich erheitert, danke.

Martin_01
09.03.2016 15:49
4

Katastrophale Botschaft


Wenn man sich die angeführten Einzelstatistiken genau anschaut, kommt man zu folgendem Schluss:

1. Praktisch alle aufgeklärten Verbrechen wurden von Inländern begangen.
2. Nur rund 4% der Asylwerber werden angezeigt, wobei es keine Statistik darüber gibt, ob auch eine Überführung der Täter stattgefunden hat. Das heißt, dass in jedem Fall weniger als diese 4% tatsächlich straffällig geworden sind. Dabei handelt es sich oft um Streitereien untereinander.

Wie kommt man jetzt auf 50%?????
Was will die "Presse" mit so einer Schlagzeile, die gar nicht zu den Zahlen passt???
Ist es haarsträubende Dummheit und Naivität des Autors, in einer derart sensiblen Thematik so etwas als Tatsache hinzustellen, was tatsächlich auf einem gravierenden Denkfehler beruht?
Oder gehört es zum ausländerfeindlichen Stil der "Presse", Personen zu inkriminieren, und das ausgerechnet zeitgleich mit der Schließung der makedonischen Grenze, damit der Eindruck haften bleibt, dass die dort Gestrandeten, die derzeit im Schlamm und im Elend versinken, eh nur Verbrecher seien??
Heißt das, dass, wenn ich jetzt pauschal die Hälfte der Ausländer verdächtige, dann erwiesen ist, dass wir es mit lauter Kriminellen zu tun haben??

Ich will den Denkfehler an folgendem Beispiel erläutern:
Annahme 1: VW verkauft pro Tag 100 Autos.
Annahme 2: Es gibt pro Tag 50 Unfälle.
Falsche Schlussfolgerung: Jeder zweite VW birgt ein Unfallrisiko.

Gibt es niemanden, der die Artikel vor der Publikation auch durchliest??

Antworten Victor Eriksson
09.03.2016 18:08
18

Da haben Sie sich gründlich vertan

Die 4% sind der Asylwerberanteil an allen Straftaten insgesamt. (Was schon viel zu hoch ist da der Asylwerberanteil nur zwischen 0,1 und 0,3 % schwankt).
Von diesen 0,1- 0,3% welche die Asylwerber darstellen sind knapp 50% straffällig. Sie haben nur die falsche Basis genommen.
Also das nächste Mal sorgfältiger lesen und sich erst dann beschweren!

Antworten klumann
09.03.2016 18:07
9

Re: Katastrophale Botschaft

lesen sie den Artikel noch einmal und noch einmal und jetzt noch einmal. Leider sind sie es, der nicht sinnerfassend lesen kann und die Zahlen nicht richtig interpretiert

Antworten Max Guat
09.03.2016 16:54
7

Wie kommt man jetzt auf 50%?????

als Rechenhilfe:

(Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen Asylwerber Einzeltäterzählung)/(Anzahl der Asylwerber gesamt)*100=Anteil der angezeigten Asylwerber.

Für 2014 nennt der Autor also 10416/20959*100=49,6%

OK, das sind jetzt nicht 50, da haben sie recht, aber immerhin 49,6% Ich hoffe ihnen geholfen zu haben!

Antworten Antworten PeterRR
10.03.2016 09:33
1

Re: Wie kommt man jetzt auf 50%?????

Das Problem hier ist, dass die zugrunde liegenden Daten nicht zueinander passen:
die Zahl 20959 sind die Asylwerber in Grundversorgung zu einem bestimmten Stichtag (nur so werden die Zahlen vom Innenministerium veröffentlicht!), dh zB am 31.12.2014 waren 20.959 Asylwerber in Grundversorgung, Die Anzeigen beziehen sich aber auf ein ganzes Jahr (365 Tage).
Das sagt überhaupt nichts darüber aus, wieviele Asylwerber in diesem ganzen Jahr da waren, das können nun 20.959 (jeder ist ein ganzes Jahr dar) oder aber zB auch 7.650.035 gewesen sein (es sind an jedem Tag jeweils 20.959 neue Asylwerber da, dh 365 x 20.959). Im ersten Fall wäre die "Anzeigenquote" nach der Presse-berechnung eben rund 49,6 %, im zweiten Fall rund 0,14%.

Wenn ein Hotel sagt, dass zu einem Stichtag (31.12.2014) 100 Personen da waren und im Jahr 2014 rund 49 Handtücher von Hotelbenützerngestohlen wurden, ergibt das ebenfalls eine Quote von rund 49 % - es sagt aber nicht, dass knapp die Hälfte der Hotelbenützer Handtücher gestholen haben.

Nicht jede - rein mathematisch korrekte - Rechnung ergibt eine sinnvoller Zahl fürs echte Leben...
Daher ist die Presseberechnung eben ohne jegliche Aussagekraft und die Überschrift nachweislich falsch

Antworten Antworten Antworten JoFa
12.03.2016 02:26
1

Re: Re: Wie kommt man jetzt auf 50%?????

Wenn man die Gesamtanzahl der Asylwerber für das ganze Jahr 2014 nimmt, dann verändert sich der Wert nur unwesentlich.
Gesamtanzahl der Asylwerber 2014: 28027.

http://medienservicestelle.at/migration_bewegt/2015/01/27/asylantraege-2014-gestiegen-7-000-mal-asyl-gewaehrt/

Dann ist der Prozentsatz 37 %.

Mehr als jeder Dritte Asylwerber kommt mit dem Gesetz in Konflikt. Ein Wahnsinnswert, bei dem man sich die Frage stellen muss, was hier falsch läuft.

Antworten Antworten Antworten datenanalytikerin
10.03.2016 14:15
0

Re: Re: Wie kommt man jetzt auf 50%?????

@ PeterRR: es ist schon anzunehmen, dass die Asylwerber nicht nur einen Tag hier sind und wenn man die Zahlen des alten mit den Zahlen des nächsten Stichtages ein Jahr später vergleicht, dann kann man eine "mittlere Asylwerberzahl" angeben. Die Multiplikation mit 365 ist zwar originell, aber (grotten)falsch. Die Aussage stimmt daher, dass im Mittel 21000 Asylwerber dann 10400 Straftaten (vermutlich, angeblich, ...) begangen haben und das Verhältnis von Asylwerber zu Straftaten ist dann mit ca. 0.5 (oder 50%) anzugeben.

Antworten Antworten Antworten Antworten PeterRR
10.03.2016 15:17
0

Re: Re: Re: Wie kommt man jetzt auf 50%?????

@ datenanalytikerin
Ich habe nie behauptet, dass jeder nur einen Tag da wäre - das war nur zur Verdeutlichung der beiden Extrema, von dem die Presse das eine (rund 21000 Asylwerber, da ein bestimmter Stichtag) herangezogen hat.
Asylwerber ist man vom der Antragseibringung bis zur Einstellung oder rechtskräftiger Verfahrensbeendigung, dh die Zahl ist nicht konstant und die Zahl, wie viele zu einem bestimmten Tag in GVS waren, kann nicht mit der Jahreszahl der Anzeigen in Relation gestellt werden, da ja ständig Entscheidungen getroffen werden, Leute kommen und Leute untertauchen.

In einem Hotel sind in einem Jahr im Mittel 100 Leute an jedem Tag.
Im selben Jahr werden 50 Leute wegen Handtuchsdiebstahl angezeigt.

Nach Ihrer Logik ist die Schlussfolerung: Das Verhältnis der Gäste zu Handtuchdiebstählen ist ca. 0.5 (oder 50%), weil ja jeden Tag 100 Personen im Hotel sind.
Sind daher 50% der in diesem Jahr im Hotel übernachtenden Personen Handtuchdiebe?

 
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