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Verkehr: Rasen und Alkohol am Steuer werden teurer

10.07.2009 | 19:28 |   (DiePresse.com)

Ertappte Raser und Alkolenker müssen künftig höhere Strafen zahlen. Der Nationalrat hat am Freitagabend eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Verteuert werden auch Wunschkennzeichen.

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Die Strafen für Raser und Alkolenker werden erhöht. Gegen die Stimmen von FPÖ und BZÖ hat der Nationalrat Freitagabend die entsprechenden Gesetzesänderungen beschlossen. Die Freiheitlichen lehnten höhere Verkehrsstrafen ab, da das zusätzliche Geld einfach ins Budget fließe und nicht etwa in Verkehrssicherheitsmaßnahmen. Auch das BZÖ erregte sich darüber, dass wieder der österreichische Autofahrer zur Kassen gebeten werde. Die Grünen bemängelten, dass weiterhin Rasen und Handy-Gebrauch am Steuer nicht ins Vormerksystem aufgenommen würden.

Kampf den Rasern

SP-Verkehrsministerin Doris Bures erinnerte daran, dass jede Woche ein Mensch durch einen alkoholisierten Fahrer sterbe, vier Mal pro Woche komme ein Mensch in Österreich durch einen Raser ums Leben. Dies alleine begründe, warum in diesem Bereich höhere Strafen angebracht seien.

Der Kampf angesagt wird dabei vor allem dem Rasen. Bei Geschwindigkeitsübertretungen über 30 km/h werden Mindeststrafen von 70 Euro festgelegt, wodurch ausländische Lenker auch dann belangt werden können, wenn sie bereits das Land verlassen haben. Für Überschreitungen von mehr als 40 km/h innerorts bzw. 50 km/h außerorts wurde die Mindeststrafe von 72 Euro auf 150 Euro angehoben.

Alkohol am Steuer wird teurer

Alkohol am Steuer wird ebenfalls teurer. Bei der erstmaligen Begehung eines Alkoholdelikts im Bereich von 1,2 bis 1,6 Promille wird der Führerschein für mindestens vier Monate, bei einem Alkoholisierungsgrad von über 1,6 Promille für mindestens sechs Monate entzogen. Im Wiederholungsfall sieht das Gesetz verschiedene Abstufungen vor, die im schwersten Fall auf eine Entzugsdauer von mindestens einem Jahr hinauslaufen. Bei einem Entzug erlischt auch die Erlaubnis zum Lenken von vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen. Das Strafausmaß beträgt künftig mindestens 800 Euro ab 0,8 Promille, wenigstens 1.200 Euro ab 1,2 Promille sowie mindestens 1.600 Euro ab 1,6 bzw. bei Verweigerung eines Alkotests.

Bei Mopedlenkern wird eine intensivere praktische Ausbildung vorgeschrieben. Mindestens zwei Stunden müssen im Fließverkehr absolviert werden, im Gegenzug werden die Theoriestunden reduziert.

Wunschkennzeichen kosten 200 Euro

Verteuert werden Wunschkennzeichen. Zu bezahlen sind künftig 200 statt wie bisher 145 Euro. Eine Verlängerung, die nach 15 Jahren fällig wird, kostet dann 214 statt 159 Euro. Bures verteidigte die Maßnahmen mit dem Argument, dass es seit 20 Jahren keine Erhöhung mehr gegeben habe.

(APA)

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13 Kommentare
zeisen
17.07.2009 11:52
0 0

ich bekenne:

Im Übergangsbereich nach vorgeschriebenen 70 Km/h und darauffolgenden 50 Km/h (beides im Freilandbereich) wurde bei mir eine Überschreitung von 19 Km/h festgestellt.
Die Anonymverfügung kostete 50 €.
Meine riskante Raserei wurde damit maßvoll und zweckentsprechend, ohne persönliche Bemühung eines Exekutivorgans (anonym?), ganz nach den sinnvollen Maßstäben des Bußgeldkatalogs abgestraft.
Ich bin zerknirscht, reumütig und vorschriftsmäßig diszipliniert. Mein Bußgeld weiß ich verantwortungsvollen und sparsamen Händen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Alien
14.07.2009 11:19
0 0

Bitte politisch korrekt schreiben

"SP-Verkehrsministerin Doris Bures erinnerte daran, dass jede Woche ein Mensch durch einen alkoholisierten Fahrer sterbe, vier Mal pro Woche komme ein Mensch in Österreich durch einen Raser ums Leben. "

Wieso werden bei negativen Sachen nicht auch weibliche Formen verwendet?

"SP-Verkehrsministerin Doris Bures erinnerte daran, dass jede Woche ein Mensch durch eine alkoholisierte Fahrerin sterbe, vier Mal pro Woche komme ein Mensch in Österreich durch eine Raserin ums Leben. "

Musiker
13.07.2009 13:02
0 0

Nettes Foto!

Da hat sich die APA Verkehrsabteilung OÖ aber ein nettes Foto gemacht! Wie das wohl zustande gekommen ist? Wohl kaum auf dem Prüfstand ;-)

Gast: pour le merite
13.07.2009 11:53
0 0

Die Freiheitlichen bewahren wieder einmal Augenmaß!

Zuerst schmeißen die rot schwarz-grünen
Hohlköpfe unser Steuergeld mit einer völlig idiotischen "Abwrackprämie" zum Fenster hinaus, welches jetzt mit der altbewährten Abzockmaschinerie in Raubrittermanier wieder hereingespielt werden soll!

Mit "Verkehrssicherheit" hat das nicht mehr das geringste zu tun!!


derpradler
12.07.2009 17:22
0 0

Auf ein Extrem folg das 2. Extrem

Die Ignoranten werden immer mehr. Also erhöht man die Strafen.
Selberschuld und ein Danke an DIEJENIGEN ,die glauben Verkehrsregeln seien nur für die ANDEREN da!

Gast: meinnamr
12.07.2009 15:48
0 0

Kärnten

VW-Pheaton

DerÄtzer
11.07.2009 23:23
0 0

Soviel wie die Verwalter verprassen können die gar nicht rasen!

Mit neuen Ideen könnte man die Abzocke aber maximieren.

Mit zwei Tempoangaben, vorne 80 und hinten 50 könnte man den Angehaltenen sofort den Raserbeweis liefern.

Gut sind auch die wechselnden Tempotaferln auf freier Autobahn.

Langsamstellen auf 20Km/h schon wären viele Raser.

Merlin
11.07.2009 22:03
0 0

Feigenblatt

Oh wie tapfer unsere Polizei (gegen den braven Bürger) kämpft. Will uns wer einreden die 4,8 Millionen Strafmandate in 2008 waren gegen gefährliche Wahnsinnige im Verkehr? Tut leid - ein bißchen erlaube ich mir noch zu denken.

Tom K.
11.07.2009 14:46
0 0

Hui, das wird die Sicherheit erhöhen...

...wenn die "Raser" mit rund 80 km/h (also ca. 90% aller Fahrer) statt der erlaubten 50 auf der autobahnähnlichen Reichsbrücke zur Kassa gebeten werden.

Wir erinnern uns: Auf der Reichsbrücke durfte man jahrelang immerhin 60 km/h fahren, aber dann kam der schlimme Feinstaub und schwupps galt der 50er. Oh wie hat die Stadt seit dem aufgeatmet...

0 0

den f-chen

sind wohl 5 tote pro woche (alkohol und rasen) nicht genug.

1 1

erst wenn die NR Abgeordneten, Bezirks, Bundes und Landeskaiser

wenn sie ueber die Autobahn mit 180 oder 200 brettern
wie die Luster brennen.
Und wenn die Prommillenz mit Promille
genauso den Deckel abgenommen bekommt
nach der Tschecherpartie

Dann erst hat diese Verschaerfung meine Zustimmung.

Aber dann voll

Gast: Beobachter
10.07.2009 21:34
1 2

Die Kriminalisierung des Buergers

Ist Symptom Stalinistischer Gesellschaften. Die Einbrecher dagegen, als Helfer der staatlichen Enteignung, werden nicht verfolgt.

Antworten Frotzel
12.07.2009 11:37
0 0

Re: Das macht nachdenklich - ginge es um den Verkehr wären andere Maßnahmen ziehlführender als versteckte Cams und Polizisten!