Salzburger Justizgebäude: Sanierung läuft nach Plan

 

 Die 2015 gestartete Sanierung des über 100 Jahre alten Justizgebäudes in Salzburg liegt im Zeitplan. "Wir planen, Mitte 2018 fertig zu sein", sagte der Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Wolfgang Gleissner, am Donnerstag bei einer Baustellenbesichtigung. 

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Derzeit gehe man davon aus, dass es bei den geplanten Projektkosten von 59 Millionen Euro Netto auch bleibt.

 

APA / Barbara Gindl

Seit vergangenen Sommer wird in dem alten Gebäude gehämmert und gebohrt. Die Zellen zweier Gefängnistrakte der alten Justizanstalt, die im Vorjahr nach Puch-Urstein (Tennengau) abgesiedelt ist, und der Zubau aus den 1970er-Jahren wurden abgerissen. Erhalten blieben die denkmalgeschützten Gemäuer.

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"Ehemalige Hafträume werden zu Büros umgebaut", erläuterte Architekt Christian Ambos von "Sue Architekten" aus Wien, von denen die Pläne für die Sanierung und Erweiterung des Justizgebäudes stammen.

 

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Die Sanierung eines großteils denkmalgeschützten Gebäudes für einen modernen Justizbetrieb sei immer eine Herausforderung. "Wesentliche Umbaumaßnahmen sind der Brandschutz. Auch wesentliche gestalterische Elemente sollen erhalten bleiben", sagte Ambos. So werden die alten Türen von Tischlern saniert, wie Projektleiter Franz Wechselberger erklärte. Die Richterzimmer sind dann nur mehr mit eine Chipkarte zugänglich. Im Bild Landesgerichtspräsident Hans Rathgeb

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Die Abbrucharbeiten im Innenhof sind mittlerweile abgeschlossen. Die Mauern für den y-förmigen Neubau, in dem sich künftig auch Verhandlungssäle und das Justiz-Servicecenter befinden, werden bereits aufgezogen.

Sue Architekten

 Der Weg zum Landesgericht und zur Staatsanwaltschaft Salzburg führt dann über den im Innenhof gelegenen Eingang des Neubaus, in dem eine Sicherheitsschleuse installiert wird.

 

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Um eine "bürgernahe Justiz" nach außen zu dokumentieren, wie Landesgerichtspräsident Hans Rathgeb sagte, wird der Innenhof über vier Durchgänge frei zugänglich. "Wichtig ist auch die Erreichbarkeit der Justiz. Früher hatten Gerichtsgebäude etwas burgartiges an sich", veranschaulichte Rathgeb.

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ie Öffnung des Gebäudes sei als Zeichen der Öffnung der Justiz gegenüber der Öffentlichkeit zu sehen, ergänzte der BIG-Geschäftsführer. Durch die Absiedlung der Justizanstalt werde die Gerichtsbarkeit vom Vollzug entkoppelt.

 

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Das neue Dachterrassencafe mit Blick auf die Festung Hohen Salzburg, das ebenfalls öffentlich zugänglich ist, ist für die Mitarbeiter der Justiz auch als Regenerationsbereich vorgesehen, erklärte der Landegerichtspräsident. "Nach Abschluss der Generalsanierung sind dann auch endlich wieder alle Abteilungen des Landesgerichtes unter einem Dach. Auch das ist wichtig für ein Funktionieren der Justiz."

 

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Man habe zur Umsetzung des Sanierungsprojektes auf die Interessen der Nachbarn Bedacht genommen und darauf geachtet, dass es im Einklang mit dem Bundesdenkmalamt und der Altstadtkommission für das Weltkulturerbe auch stimmig sei, erklärte der Gerichtspräsident noch.

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Die Außenfassaden des historischen Justizgebäudes bleiben wegen des Denkmalschutzes nahezu unverändert.

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