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Political Correctness: Was man nicht sagen darf

01.08.2009 | 17:54 |  von Erich Kocina (Die Presse)

Mohr im Hemd, Eskimo, Schweinegrippe – immer mehr Begriffe werden tabuisiert. Die Political Correctness hat dafür gesorgt, dass alles aus unserem Wortschatz verbannt wird, was man als Abwertung verstehen könnte.

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"Zehn Deka Negerbrot, bitte." Das kleine Bonbongeschäft in der Wiener Neubaugasse ist einer der letzten Horte, in denen die Schokolade mit Erdnüssen noch unter ihrem alten Namen verkauft wird. „Es hat schon immer so geheißen“, erfährt man von der Verkäuferin. Ein Argument, das dieser Tage öfter zu hören war – rund um eine neue Eissorte, angelehnt an den „Mohr im Hemd“. Eskimo bewarb sie mit dem Slogan „I will mohr“ – und erntete dafür heftige Proteste aus der schwarzen Community, die sich durch den Begriff „Mohr“ angegriffen fühlte.

Damit sei ja kein Mensch gemeint, es werde keine Gruppe diskriminiert, war der empörte Tenor in Leserbriefen und Online-Foren. Tatsächlich ist Mohr ein derart veralteter Begriff, der fast ausschließlich in der Kunst (Othello), Redewendungen (Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan) oder eben – völlig entpersonalisiert – bei klassischen Süßspeisen verwendet wird.

Eine Entschuldigung, die aus sprachlicher Sicht also zumindest noch eine gewisse Plausibilität hat. Möglicherweise hat der Mohr in den Köpfen vor allem junger Menschen eine Bedeutungsverschiebung erlebt und wird wirklich nicht mehr mit einer bestimmten Gruppe assoziiert. Beim Begriff Neger sieht das schon ganz anders aus. Noch die heutigen Mittdreißiger können sich an das Bild des wilden Schwarzen mit Lockenkopf, dicken roten Lippen und Goldkreolen erinnern, mit dem sie in der Kindheit und Schulzeit sozialisiert wurden.


Umbaumbassa. „Negeraufstand ist in Kuba“, klingt es über die Wiese, die Jungschargruppe hat sich um das Lagerfeuer versammelt. „Umbaumbassa, umbaumbassa, umbahehohehohoho“, singen sie zur Gitarrenbegleitung. Bis vor einigen Jahren ein ganz normales Szenario. Das Bild des Schwarzen als exotisch-primitiver Dschungelbewohner gehörte dazu. Und das mag nicht einmal böse gemeint gewesen sein. Der Begriff Neger galt als völlig wertfrei, man wuchs bis in die Achtziger damit auf und dachte nichts Böses dabei.

Dass sich die derart angesprochene Gruppe durch dieses Wort diskriminiert fühlte, drang erst langsam ins kollektive Bewusstsein vor. Erst in den Neunzigern verschwand der Begriff schließlich aus dem Schulunterricht, wurde Kindern beigebracht, Menschen mit dunkler Hautfarbe nicht mehr als Neger zu bezeichnen, sondern als Schwarze oder auch als Farbige.


Das sagt man nicht. Die Debatte um Political Correctness war in Europa angekommen. Die Bewegung selbst war an den nordamerikanischen Unis der späten Sechzigerjahre entstanden. Die Studenten wollten durch eine Änderung in der Sprache die Diskriminierung von Minderheiten und Frauen beseitigen. Später wehrten sie sich auch dagegen, dass der Lehrstoff fast ausschließlich von den Vorstellungen der angelsächsischen männlichen Mainstreamkultur geprägt war. Aus dieser Bewegung heraus bildete sich ein Sprachkodex. Begriffe wie „Nigger“, die in sich das Erbe des Kolonialismus, der Sklavenhaltung und der rechtlichen Diskriminierung tragen, wurden zur Festung, die es niederzureißen galt. In der Studentenschaft etablierte sich dafür der – zunächst ironisch gemeinte – Begriff „Political Correctness“.

Ein Begriff, der aber auch bald von Kritikern und Gegnern aufgegriffen wurde – wenn auch mit deutlich anderer Stoßrichtung. Sie warfen den politisch Korrekten vor, mit den Methoden der Sprachpolizei Meinungsterror zu betreiben. „Man wird das ja noch sagen dürfen“, entwickelte sich zu ihrem Schlachtruf. Political Correctness war endgültig zu einem Kampfbegriff geworden.

Ist „vollschlank“ besser? Kritik kommt nicht nur von jenen, die hinter Political Correctness eine Weltverschwörung zur Verschleierung der Wahrheit vermuten. Steven Pinker, Psychologieprofessor an der Harvard University, prägte einen Begriff, der eine negative Seite der Political Correctness beschreibt: Die Euphemismus-Tretmühle. Dahinter steckt die Frage, ob Ungleichheiten in der Gesellschaft tatsächlich beseitigt werden, indem man andere Begriffe verwendet. Die Ersatzbegriffe allein würden keine Veränderung erzielen, im Gegenteil, sie würden sogar mit all den negativen Eigenschaften aufgeladen, die der zuvor verwendete Begriff hatte.

Wird ein dicker Mensch plötzlich als attraktiver erlebt, wenn man nicht „fett“ sagt, sondern politisch korrekt von „vollschlank“ spricht? Oder führt der grundsätzlich gut gemeinte Wechsel des Begriffs nicht nur einfach dazu, dass Boshaftigkeit gegenüber dicken Menschen jetzt hinter netten Worten versteckt wird?

Korrekt?: ''Mohr'', Schokohupf und ''zehn kleine Kinderlein''

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Ähnlich, so die Argumentation, macht es auch keinen Unterschied, ob man nun „Neger“, „Schwarzer“ oder „Afroamerikaner“ sagt, solange sich Schwarze in den USA am unteren Ende der sozialen Hierarchie finden.

Dem widerspricht Sprachwissenschaftlerin Ulrike Kramer von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: „Sprachwandel ist immer in gesellschaftlichen Wandel eingebettet.“ Die sogenannten Nigger waren Sklaven – „und da hat sich tatsächlich etwas gewandelt, es gibt ja keine Sklaven mehr.“ Im Gegenteil, Barack Obama als erster schwarzer Präsident ist die deutlich sichtbare Speerspitze des sozialen Aufstiegs der Afroamerikaner.

Wer heute noch von „Niggern“ spricht, kann das also nur mehr abwertend meinen. Hier kommt auch der wichtigste Aspekt bei der korrekten Sprache ins Spiel: Das Empfinden der derart bezeichneten Gruppe. Allein schon das Gefühl, nicht beleidigt zu werden, kann einen Fortschritt bedeuten. Das gilt auch, wenn der Sprecher selbst in einer Bezeichnung gar keine Beleidigung sieht: Man findet es nicht schlimm, aber akzeptiert, dass das Wort als unhöflich verstanden wird.

Oder auch nicht. Als etwa der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler Anfang des Jahres bei einer Pressekonferenz einen „Negerwitz“ erzählte, wunderte er sich darüber, dass niemand lachte, stattdessen betretenes Schweigen herrschte. Dörflers Reaktion: „Anscheinend habe ich den Witz schlecht erzählt.“


Der Krampf mit dem Binnen-I. Wenn sich die Sprache verändert, rücken manche Probleme erst ins Bewusstsein. Die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft führt auch über die Sprache – mit der Sichtbarmachung von Frauen, indem sie explizit erwähnt werden. Denn Diskriminierung läuft nicht nur darüber, was und wie es gesagt wird, sondern auch darüber, was nicht gesagt wird. Dass etwa im Deutschen der Plural männlich gebildet wird. 99 Studentinnen und ein Student sind dann 100 Studenten.

Eine sprachliche Haarspalterei, könnte man meinen. Aber eine, die aufregt. Und auch eine, die Gegnern der Political Correctness eine offene Flanke präsentiert, nämlich die Erkenntnis, dass sie in der Sprache an ihre Grenzen stößt. Gerade im Deutschen hat sich noch kein wirklich zufriedenstellendes System für gendersensible Sprache gefunden.

So plagen wir uns mit dem Binnen-I (StudentInnen) herum, das sich in der geschriebenen Sprache ein wenig etabliert hat. Beim Vorlesen und Sprechen wird allerdings nur die weibliche Form wahrgenommen – und aus 99 Studenten und einer Studentin werden 100 Studentinnen. Abgesehen davon gibt es auch Worte, die nicht durch bloßes Anhängen von „in“ weiblich gemacht werden können – etwa den Arzt und die Ärztin.


Schimpfwort Gutmensch. Um Schwierigkeiten mit der Orthografie zu vermeiden, wird an Österreichs Unis von „Studierenden“ gesprochen. Der deutsche Schriftsteller Max Goldt weist allerdings darauf hin, dass auch diese Methode Schwächen hat – wenn er etwa von „sterbenden Studierenden“ spricht, schließlich kann man schwer gleichzeitig sterben und studieren. Genau Punkte wie diese sind es, die eine Schwäche der Idee des politisch Korrekten offenbaren – die Umsetzung in der Sprache. Kritiker nutzen das reichlich aus, um das „Zigeunerschnitzel“ als lächerlich überhöhtes „Sinti-und-Roma-Schnitzel“ ins Spiel zu bringen.

Auf der anderen Seite steht der Mensch, der sein Weltbild in Freund und Feind aufteilt – und gerade bei brisanten Themen wie „Ausländern“ oder „Frauen“ sein rationales Denken durch die Moral ersetzt, wie Philosoph Konrad Paul Liessmann das Phänomen beschreibt. Der Begriff für diesen Menschentyp hat sich schon als eine Art Schimpfwort etabliert – der „Gutmensch“. Liessmann: „Der gute Mensch ist gut, weil andere böse sind. Er weiß nicht mehr, wofür er sein soll, aber er weiß, wogegen er sein soll.“


Unkorrekt ist Qualität. Fast wie ein Befreiungsschlag mutet da absichtlich unkorrektes Verhalten an, das heute vielerorts schon als Qualitätsmerkmal gesehen wird. Polemiker wie der Journalist und Buchautor Henryk Broder („Schöner denken. Wie man politisch unkorrekt ist“) leben davon. Und Komiker wie Harald Schmidt oder Oliver Pollak („Ich darf das, ich bin Jude“) werden als Kämpfer gegen die moralinsaure Gesellschaft gefeiert. Selbst die Punkband „Die Toten Hosen“, die nicht müde wird, sich als politisch korrekt zu präsentieren, muss ab und zu anscheinend die Ventile öffnen: „Auch lesbische schwarze Behinderte können ätzend sein“ wirkt wie ein kleiner Befreiungsschlag aus dem Korsett der Political Correctness.

Dass die Gesellschaft in puncto korrekter Sprache trotz allem dazulernt, lässt sich am Beispiel der eingangs erwähnten „Mohr im Hemd“-Debatte erkennen. Noch vor 15 oder 20 Jahren hätte sich vermutlich niemand überhaupt große Gedanken über den Slogan gemacht. Jetzt wird zumindest darüber diskutiert. Und vielleicht wird die nächste Generation die Süßspeise mit Schlag unter einem völlig anderen Namen kennenlernen – oder im kleinen Bonbongeschäft „zehn Deka Schokotraum Erdnuss“ bestellen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2009)

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238 Kommentare
 
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lombo
09.08.2009 19:01
0 0

...

eine kleine richtig stellung auch wenn die toten hosen das lied spielen ist der text eig von funny van dannen der aber bei einigen hosen liedern als texter fungierte
das ganze nur soo nebenbei!

0 1

obama

ist es pc, wenn man obama als "mohr im hemd" bezeichnet - auch wenn's stimmt?

Antworten Gast: obama
08.08.2009 00:15
0 0

Re: obama

nein.

0 1

Re: Re: obama

aber es stimmt doch...?!

Gast: workingmama
05.08.2009 16:08
2 1

Das sagt man nicht!

Es wird immer schwieriger, die Klippen der politischen Inkorrektheit zu umschiffen. Ganz krass ist es ja in den USA. Da ist es sogar schon verpönt, "black coffee" zu bestellen. Gutmenschen sagen "coffee without milk", weil sich sonst der daneben stehende Afroamerikaner (wodurch eigentlich?) auf den Schlips getreten fühlen könnte.

Bei uns führt die Sprachkorrektheit zu vergleichsweise harmlosen Persönlichkeitsspaltungen, wie ich jüngst im Internet gelesen habe: Als "LebensberaterIn" bezeichnet sich da eine Dame mit Betonung auf dem Binnen-I.

Ob sie Migrationshintergrund hat, geht nicht klar hervor. Früher sagte man "Ausländer", aber das würde ja sogar das bildungsferne Prekariat verstehen. Und wer will das schon.

"Migrationshintergrund" klingt zugegebenermaßen besser. Da denkt man doch sofort an authentische Landschaft bis zum Horizont, durchsetzt von fröhlich hopsenden Volkstanzgruppen.

Auch "bildungsfern" zergeht geradezu auf der Zunge und hinterlässt einen Nachgeschmack von zufälliger Distanz, von ländlicher Idylle ohne aufgezwungene PISA-Standards.

Was unsere Sprache durch 160-Zeichen-SMS an Komplexität zu verlieren droht, gleicht die politische Korrektheit mit der ihr innewohnenden Poesie aus.

Mich als deutschnahe SchreiberIn freut das irgendwie.

Antworten Raphae1
14.08.2009 02:53
0 0

Re: Das sagt man nicht!

Es leben hier auch Inländer mit Migrationshintergrund.

Gast: Bertl vom Most
04.08.2009 20:38
4 1

Überzeichnung hilft manchmal

Ich habe in meinem Bereich festgestellt, dass gerade gutmütig und bemühte Zeitgenossen schleichend über politisch korrektes Zurückweichen in eine inner Gedankensperre und damit letztlich äußere Stummheit getrieben werden. Wenn die Verpackung letztlich wichtiger wird als der Inhalt, dann überwiegt sie nicht nur, nein sie ersetzt häufig denselben. Sowas ist schade und dumm und so unnötig.
Ich habe mir angewöhnt gegen alle Konventionen, mit einem oft klareren Wort als normal nötig, die Grenzen zu verschieben und damit klar zu machen, dass ich für entsprechende Verbiegungen nicht zu haben bin. Das ist vielleicht ein Risiko, aber es verhindert Magenschmerzen, falsche Rücksichtnahme und eine freiwillig eingenommene Opferrollen, wenn der Gegenüber auch nur einer politisch korrekten Gruppe (MigHi, Pigmentierung, Friedensreligion, BlaBla, usw.) angehören sollte.
Auf die ernsthaft vorgetragene Zurechtweisung, gegenüber einem Kollegen, von Seiten eines Ansprechpartners, dass man jetzt nicht nur nicht mehr Neger, sondern auch nicht mehr Farbiger sagen dürfe (außer man sei selbst einer, denn dann wäre auch die Nigger-Variante korrekt) und dass Afroamerikaner jetzt auch schon wieder problematisch weil undifferenziert sei, habe ich verständisvoll wie folgt geantwortet:
Ich verstünde dies und hielte die alte Südafrikanische Variante Kaffer auch viel passender. Da war dann erstmal Ruhe im Karton und der Kompass wieder ausgerichtet und wir hatten wieder Muße für die wirklich wichtigen Dinge.

Gast: IdiotIn
04.08.2009 14:34
1 0

ORF

weil`s grad passt: ist Euch auch schon aufgefallen, daß ORF Debatten zu kritischen Themen relativ schnell geschlossen werden, wenn Klartext geschrieben wird. Soeben geschehen zum Thema "Jugendarbeitslosigkeit".

Die Systemmedien wollen auf alle Fälle verhindern, daß die Jugend "aufgehetzt" wird in dem ihr jemand die Wahrheit sagt.


Antworten raeter
04.08.2009 18:44
3 0

Re: ORF

Zitat Norber Bolz aus "Diskurs über die Ungleichheit"

"Nichts und niemand soll verachtenswert sein. Der gesunde Menschenverstand sagt einem aber: Man kann nicht das Gute finden und bewundern, ohne das Schlechte zu entdecken - und zu verachten. Die PC treibt dem Menschen das Unterscheiden aus und erschwert ihm damit die Identitätsbildung. Obwohl gerade Intellktuelle wissen müssten, daß jede Entdifferenzierung der Gewalt den Boden bereitet, arbeiten sie hartnäckig am Abbau von Leitunterscheidungen wie alt/jung, männlich/weiblich."

Gast: Gast
04.08.2009 00:38
8 1

PC ist dumm und macht letztendlich dumm

und das ist anscheinend gewollt. Sie lähmt die Freiheit des Denkens, würgt die Menschen gezielt ab und ist vor allem ein Kontrollelement.
Das merkt man bei bestimmten Themen wie Zuwanderung und Integration. Das was viele Menschen im Alltag wahrnehmen, dürfen sie nicht mehr offen artikulieren. Ihnen wird "von oben" verordnet, Integrationsprobleme kritiklos als "Bereicherung" hinzunehmen, und wer das nicht tut, wird stigmatisiert und ausgegrenzt.
Der PC-Wahn nimmt langsam Orwell'sche Züge an.
Nichts gegen kritische Auseinandersetzung mit Rassismen und diskriminierenden Ausdrücken, aber das was derzeit abgezogen wird, ist nur noch Hysterie, die bestimmten Klüngeln in die Hände spielt und die deren Meinungsprimat festigen soll.

parapente
03.08.2009 19:42
5 3

Übrigends, ihr lieben Schwarzen,

wir wollen nicht mehr als "Weisse" tituliert werden.
Lasst euch was anderes (nicht gar so diskriminierendes) einfallen!

Antworten Gast: anselm
03.08.2009 23:07
2 8

Re: Übrigends, ihr lieben Schwarzen,

übrigens schreibt man übrigens ohne d.

im übrigen glaube ich nicht, dass "weiß" in irgendeiner weise negativ behaftet ist.

Antworten Antworten parapente
04.08.2009 07:44
2 2

Re: Re: Übrigends, ihr lieben Schwarzen,

Oh, wie wahr!
Weil das d so knapp neben dem s liegt (oder auch umgekehrt), dürfte ich in der Eile zwei Tasten erwischt haben.
Verzeihen Sie.

Und weil doch plötzlich unser harmloses Wort Neger bzw. Mohr und auch Eskimo nicht mehr zeitgemäss ist, wollen auch wir "Weissen" eine andere Benennung - wir sind nämlich nicht weiss!
Also, afrikanisch abstämmige Menschen, strengt euch an - diskriminiert uns nicht länger!

Antworten Antworten Antworten Gast: anselm
04.08.2009 08:21
2 6

Re: Re: Re: Übrigends, ihr lieben Schwarzen,

ich finde ihre einstellung kindisch. wo wurden sie denn schon diskriminiert? schon mal eine wohnung oder einen job nicht wegen ihrer hautfarbe bekommen?

Antworten Antworten Antworten Antworten parapente
05.08.2009 08:39
0 1

Re: Re: Re: Re: Übrigends, ihr lieben Schwarzen,

>anselm

Kindisch ist der richtige Ausdruck! Kindisch finde ich auch eine ernsthafte Diskussion um den "Mohr, Neger, Eskimo, Indiander . . . " (auch wenn more klein geschrieben wird- und ohne h).

Antworten Antworten Antworten Antworten stefania
04.08.2009 10:24
4 2

Re: Re: Re: Re: Übrigends, ihr lieben Schwarzen,


Diskriminiert und verhunzt wird unsere schöne deutsche Sprache -wir sollten diesen Blödsinn (Binnen-I , das Verpönen einzelner, gewachsener Wörter etc.) einfach verweigern !!
Unsere Sprache ist subtil, ausdrucks-und facettenreich und es ist nicht einzusehen ,warum wir, um irgendwelchen Zuwanderern einen Gefallen zu tun , irgendetwas an ihr verändern sollten.
.. übrigens: keine Stimme für die Grünossen und keinen Cent für die NGOs !!

6 2

pc



der sinn der pc:

die pc soll die menschen so dermassen verwirren und verunsichern, dass sie keinen festen standpunkt mehr haben, aus angst, diskriminiert oder ausgegrenzt zu werden.

genau solche menschen braucht es in einer diktatur: sie machen genau das, was die herrschende clique will, aus angst, etwas falsch zu machen.

ist ihnen schon aufgefallen, dass sich die begriffe dauernd ändern? auch das ist absicht, so kann niemand sicher sein.

im weitesten sinn in diese richtung schlägt auch der europäische haftbefehl: sie können für ein verbrechen oder vergehen, das in ihrem land keines ist, in ein anderes versendet werden, weil es dort ein verbrechen ist.

beispiel: homosexualität bei uns kein delikt, in rumänien und in einem baltikumstaat, hab vergessen, in welchem, schon.

sie können also bestraft werden.

überlegen sie, was das für die rechtssicherheit des bürgers bedeutet.

und glauben sie, das hat die eu falsch gemacht?

au contraire, das ist absicht. jeder bürger kann kriminalisiert werden.

mfg
mc

Gast: misteradams
03.08.2009 17:23
2 1

ich hab mal einen guten spruch ...

... hierzu gelesen, der beschreibt das ganz gut, find ich:

"Don't be so open minded that your brains fall out."

3 1

Ergänzung zu "Othello":

Offen gesagt, ist es mir schon zu langweilig geworden, die modischen Eskapaden des Zeitgeistes und seiner Verfechter noch immer zu ernsthaft zu kommentieren, das sind sie nicht wert.
Man sollte sie entweder absolut ignorieren , den Neger Neger sein lassen oder ....sagen , was sie tatsächlich sind : ein Kasperltheater !
Und wenn ich plagiieren darf : "Unsere Sorgen möchte ich haben".

Gast: Henrietta Hamilton
03.08.2009 16:19
1 3

Hier geht es um Würde und Respekt

Irgendwie und Gott sei Dank sind die Dinge durcheinandergeraten. 1. gibt es weniger Kinder und 2. schenken ihnen die Eltern selten wirkliche Aufmerksamkeit, sodass sie früher selbstverständliche Kulturtechniken wie das Grüßen oder Bitte, Danke seltener beherrschen. Was das soziale Zusammenleben erleichtern soll, das Benehmen, wird als Zwang denunziert. Dabei ist sicher richtig, dass diese Regeln früher nicht erklärt, sondern - ganz falsch - oft mit Zwang durchgesetzt wurden. Das Verständnis füreinander fehlte früher und die einfachen Regeln fehlen heute. Da ist eine Bewegung, die wenigstens sprachlich die Würde von bisher diskriminierten Gruppen einfordert, etwas Positives. Noch positiver aber wäre, wenn überprüft würde, wie es mit der realen Diskriminierung steht. Am allerpositivsten aber wäre, sich zu fragen, WARUM eine Gesellschaft Diskriminierung überhaupt nötig hat. Und - welche Gesellschaft wann und wie Diskriminierung nötig zu haben glaubt. Und - wie das geändert werden könnte.

Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
03.08.2009 18:24
2 2

Re: Hier geht es um Würde und Respekt

Schön, aber bitte definieren Sie einmal, was das Wort Diskriminierung bedeutet!

discriminare ist Latein und bedeutet abtrennen, unterscheiden!

Offensichtlich ist es in der gutmenschlichen Welt verpönt, Unterschiede herauszuarbeiten!

Antworten Antworten Raphae1
14.08.2009 03:06
0 0

Re: Re: Hier geht es um Würde und Respekt

Wie so oft hat auch das Wort "diskriminieren" nicht die gleiche Bedeutung wie der lat. Ursprung "discriminare". "diskriminieren" bedeutet "jemanden unterschiedlich behandeln und herabsetzen".

die

die logische endstufe der political correctness ist 'uga uga'.

Antworten Gast: Horst
03.08.2009 18:13
0 14

Re: die

ihr niveau ist enden wollend, herr seligman. weder ihre wortmeldung noch ihr nickname sind besonders anspruchsvoll. vom polemisieren wird die diskussion sicher nicht besser.

Antworten Antworten Gast: Zynicus
03.08.2009 20:59
3 0

Polemisieren ist die PC nicht wert, da haben Sie Recht!

Die PC ist nämlich nichts als lächerlich, lächerlich, lächerlich.......

gescho
03.08.2009 14:00
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herr tschabobo läßt grüßen ...

Der perfekt vorgehaltene Spiegel bezüglich dem Thema "Rassismus" von Gerhard Polt und Giselas Schneeberger in einer Folge aus "Wia im richtigen Leben" (Ende 70er / Anfang 80er Jahre im Bayrischen Fernsehen) mit dem Titel: Herr Tschabobo. Soviel Bösartigkeit, Witz und Intellekt schafft Gerhard Polt ...
http://www.youtube.com/watch?v=kTrqX2QeV5A

 
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