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"Jugendabwehrsystem": Kritik an schrillen Tönen

04.08.2009 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Um bestimmte Orte vor Vandalen zu schützen, installieren manche Gemeinden Geräte, die mit hochfrequenten Tönen Jugendliche vertreiben sollen. Kinder- und Jugendanwaltschaften fordern ein Verbot.

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Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs fordern das Verbot eines Jugendabwehrsystems, das mit akustischen Signalen arbeitet. Es sei diskriminierend, widerspreche den Menschenrechten und der UN-Kinderrechtskonvention, so die Argumente.

Das kritisierte System ist ein Gerät, das Töne mit einer Frequenz von 16 bis 18 Kilohertz aussendet. Diese können nur von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre wahrgenommen werden. So sollen Vandalen von bestimmten Orten, wie etwa Bahnhöfen, Tiefgaragen, Eingängen von Geschäften und Schulgeländen außerhalb der Schulzeit ferngehalten werden. Der Wirkungsbereich beträgt über 40 Meter.

Trotz Entschließungsantrag weiter im Einsatz

Ein Entschließungsantrag über das Verbot des Systems in Österreich sei zwar in einem Unterausschuss des Nationalrats einstimmig angenommen, jedoch nicht als Gesetz formuliert worden. Trotz dieses Beschlusses würden solche "Jugendabwehrsysteme" noch immer in Österreich verwendet, kritisieren die Kinder- und Jugendanwaltschaften: Etwa in der oberösterreichischen Gemeinde Attnang-Puchheim (Bez. Vöcklabruck) seien seit deren Anbringung die offensichtlich nicht gern gesehenen Jugendgruppen aus dem Schlosshof verschwunden. Bürgermeister Peter Groiß war für eine Stellungnahme dazu nicht erreichbar.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften verlangen ein Verbot des Vertriebs, Kaufs und Verkaufs, sowie des Besitzes und Einsatzes derartiger Anlagen in Österreich. Jugendliche würden zunehmend als "Problemfall" abgestempelt. Untersuchungen zur Schallmessung hätten zudem gezeigt, dass die Geräte sowohl gesundheitliche Langzeitschäden bei unsachgemäßer Verwendung verursachen als auch eine besondere Gefährdung für Säuglinge und Kleinkinder bestehe.

(APA)

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11 Kommentare
Gast: Eva Huber
12.08.2009 16:01
0 0

Jugendabwehr-ton

Hallo!

Dieser Jugendabwehrton ist ja die Frechheit schlechthin!

Erstens weil man damit wirklich die Freiheit der Jugend nimmt

Zweitens Stelle ich die Wirksamkeit in Frage den ich, obwohl ich bereits 30 bin kann diese Töne hören und finde sie unerträglich. Ich als Erwachsene und nicht mehr alzu Jung sodas ich da randalieren würde finde dies eine Beleidigung für jeden der "gut hört" wies so schön heißt! Also bitte, es gibt doch andere möglichkeiten Jugendliche darauf zu bringen nicht alles fallen zu lassen oder herumzuschmieren!

Gast: plebs potus
05.08.2009 15:08
0 0

Zeichen einer maroden Gesellschaft

die eigenen Kinder als "Störenfriede" und "Nichtsnutze" abzustempeln, als die eigene Bequemlichkeit im Fernsehsessel zu beenden...

tomschi
04.08.2009 15:48
0 0

Dass der Bürgermeister von Attnang-Puchheim

der Pensionistenbriefschreiberpartei angehört, wird in diesem Zusammenhang niemand verwundern.

tomschi
04.08.2009 15:33
0 0

Das ist an Perversität kaum noch zu überbieten:

Besinnt man sich auf die deutsche Rechtschreibung und verwendet ein generisches Maskulinum, wird man sofort als frauenverachtendes Monster hingestellt. Ein harmlos anmutender Werbeslogan in Anlehnung an eine österreichische Mehlspeise führt gleich zu einem großen Aufschrei. Werden unsere Jugendlichen wie Tiere behandelt, ist das aber scheinbar ganz normal, schließlich ist die heutige Jugend ja sooooo furchtbar.

Gast: ich
04.08.2009 15:31
0 0

Kirchengesang

Vielleicht sollten sie überall lautsprecher mit Kirchengesang aufstellen, dann würden die Moslems vielleicht freiwillig auswandern...
(Bitte nicht erst nehmen!!!)

Dann könnten wir vielleicht mal über die wirklichen probleme reden anstatt sie bei jemanden anderen zu suchen!

DANKE

Natürlich gehört das verboten!

Gast: ChrisiB
04.08.2009 14:48
0 0

Orwell lässt grüßen

Hallo Volksvertreter! Tickt Ihr noch richtig? Was kommt als nächstes? Vielleicht ein Behindertenabwehrsystem? Ein Abwehrsystem für Alte Menschen, weil sie nicht in unsere Spaßgesellschaft passen? Schaut doch lieber, dass unsere Jugend eine Perspektive für die Zukunft hat und dass das Bildungsystem in Ordnung kommt.Da wäre Kreativität gefragt. Aber vielleicht will man das ja gar nicht. Könnte man als mündiger Bürger vielleicht einmal darüber nachdenken.

Antworten tomschi
04.08.2009 15:34
0 0

Re: Orwell lässt grüßen

Ein Abwehrsystem für Alte wird es nie geben, das sind nämlich bereits die ersten Auswüchse der kommenden Rentnerdemokratie.

Gast: gast
04.08.2009 14:25
0 0

genau

dann wäre es nur fair rund um alle plätze wo man keine alten leute haben möchte einfach treppen zu installieren. (supermarktschlangen, gehsteige, buse, schulen, überall wo sie alle aufhalten)

:P

Ratio
04.08.2009 13:25
0 1

Es geht viel einfacher.

Man braucht das Rad nicht neu zu erfinden, man braucht nur Singapur kopieren (in Singapur sind das $).:
Kaugummi ausspucken: EUR 1.000,-- Strafe
Zigarette wegwerfen: EUR 1.000,-- Strafe
Essen auf der Straße: EUR 1.000,-- Strafe
Ausspucken: EUR 1.000,-- Strafe
Sprayen: EUR 10.000,-- Minimum + Sozialdienst + Schadenswiedergutmachung.
Im Wiederholungsfall Haft mit Erziehungsmaßnahmen und Führerscheinabgabe für einen gewissen Zeitraum nach der Haft.
Also. Wozu komplizierte Technik um teures Geld anschaffen, denke, dass klare Maßnahmen rigoros durchgesetzt, sicherlich greifen.

Antworten tomschi
04.08.2009 15:44
0 0

Re: Es geht viel einfacher.

Einen Polizeistaat wie Singapur als Vorbild zu nehmen, kann nicht Ihr Ernst sein.

Antworten Gast: ich
04.08.2009 15:24
0 0

Re: Es geht viel einfacher.

die Banken würden sich freuen, da muss man dann für 1x pikniken einen Kredit von etwa 10.000€ bis 50.000€ aufnehmen....

Singapur ist halt ein militärstaat, bei uns würdens die polizisten auslachen....

Vielleicht solltest du dahin auswandern... falls es dir hier nicht gefällt...