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Wiener Abtreibungsklinik: Konflikt seit 30 Jahren

28.08.2009 | 18:26 |  JUTTA SOMMERBAUER UND ERICH KOCINA (Die Presse)

Seit der Gründung vor 30 Jahren gehören Abtreibungsgegner zum Alltag. Die Kliniken fordern nun Schutzzonen, damit Klientinnen nicht belästigt werden.

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WieN. Es ist eine Einrichtung mit einiger Tradition – immerhin drei Jahrzehnte – und nach wie vor Anlass für hitzige Debatten: das Ambulatorium am Fleischmarkt, in dem (neben Beratungen über Verhütungsmethoden und Sterilisationen) Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. Sein offizieller Name: „Ambulatorium für Sexualmedizin und Schwangerenhilfe – pro:woman“.

Hitzige Debatten, die jüngst wieder aufgeflammt sind. Als bekannt wurde, dass Bürgermeister Michael Häupl Mitarbeiter des Ambulatoriums nächsten Donnerstag (3. September) in den Stadtsenatssitzungssaal einladen will. In der Einladung ist von einem „Abendempfang“ die Rede (siehe Artikel rechts unten). Kardinal Christoph Schönborn forderte daraufhin, statt einer „Festveranstaltung“ einen runden Tisch über flankierende Maßnahmen zur Fristenlösung abzuhalten.

Auch im Alltag des Ambulatoriums ist der Konflikt um den Schwangerschaftsabbruch spürbar – ein Streit, der auch mehr als 34 Jahre nach der Legalisierung der „Fristenlösung“ im Jahr 1975 noch immer schwelt.

Klientinnen und Mitarbeiter des Ambulatoriums berichten von Belästigungen durch Abtreibungsgegner, die von Organisationen wie Human Life International (HLI) geschickt werden. „Sie stehen täglich da, beten mitunter, verteilen Broschüren und sprechen Frauen an“, sagt Geschäftsführerin Elke Graf. Man habe einen Portier postiert, der die Betenden – es sind maximal drei bis vier – im Auge behalte.

 

Schauspieler gegen Betende

Mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpft auch Christian Fiala, ärztlicher Leiter des Gynmed-Ambulatoriums am Mariahilfer Gürtel: „Jeden Tag stehen ein bis vier Leute vor der Tür“, erzählt er, „die Psychoterror gegen Frauen in einer Krisensituation betreiben.“

Doch wenn er die Polizei verständigt, heiße es immer, dass man nichts gegen diese Menschen machen könne. Fiala fordert daher, nach französischem Vorbild eine Schutzzone (siehe unten links) rund um Abtreibungskliniken zu errichten. Im Umkreis von 150 Metern soll damit bestimmten Personen der Aufenthalt untersagt werden. Ein Wunsch, dem sich das Ambulatorium am Fleischmarkt anschließt: „Diese Forderung ist aufrecht“, sagt auch Graf. „Die Distanz, die im konkreten Fall Sinn macht, kann man später festlegen.“

Eine Forderung, die man bei der Polizei allerdings für nicht notwendig erachtet. „Es gibt jetzt schon die Möglichkeit, Menschen wegzuweisen, die eine andere Person in unzumutbarer Weise belästigen“, sagt Polizeijurist Michael Lepuschitz, Sogar unmittelbare Zwangsgewalt sei bei einer solchen Wegweisung möglich.

Doch Gynmed setzt mittlerweile auf ein eher aktionistisches Konzept: Straßenschauspieler sollen die betenden Abtreibungsgegner beschäftigen oder ablenken – und damit Frauen ermöglichen, ins Ambulatorium zu gelangen, ohne belästigt zu werden. Derart drastisch geht man es am Fleischmarkt nicht an – man informiert die Klientinnen lediglich vor einem Termin, dass sie am Eingang mit den Betenden zu rechnen haben. Graf: „Das hilft sehr. Die Frauen erinnern sich daran und sind mental gut gerüstet.“

 

Immer mehr junge Frauen

Seit 1979 befindet sich das Ambulatorium an seinem Standort in der Wiener Innenstadt, registriert als private Tagesklinik. Begonnen hat man 1976 in einer kleinen Ordination. Seit drei Jahren trägt die Einrichtung – trotz des alten Standortes – einen neuen Namen: „pro:woman“, obwohl im Haus auch Vasektomien (Sterilisationen) für Männer durchgeführt werden.

Nach außen hin möchte man sich heute nicht mehr nur als Klinik, sondern als Präventions- und Aufklärungszentrum verstehen. Geschäftsführerin Graf zeigt sich besorgt über die hohe Zahl an jungen Mädchen, die abtreiben. Seit 2003 hat sich ihr Anteil an den Klientinnen vervierfacht. Zwölf Prozent der Frauen, die im Ambulatorium abtreiben, sind heute zwischen 14 und 19 Jahren alt; die Hälfte der Frauen unter 30; Durchschnittsalter: 32,3 Jahre.

Ein Umstand, den man hier durchaus kritisch sieht. Und teure Verhütungsmittel und mangelhafte Aufklärung in den Schulen dafür verantwortlich macht. Unabhängige Experten anstatt Lehrer würde Graf lieber im Klassenzimmer sehen.

„Das Verhütungswissen bei den Jungen ist mangelhaft“, kritisiert sie. „Da fehlt es eklatant.“ Dazu komme ein problematisches Verständnis von Sexualität, frei nach dem Motto: „Wir müssen Sex haben.“ Geschlechtsverkehr – etwas, das irgendwie dazugehört, ohne reflektiert zu werden. „Junge Mädchen sind oft nicht bereit, die Burschen stehen auch unter Druck“, sagt Graf. „In diesem Umfeld ist Verhütung überhaupt kein Thema“, es wäre den Jugendlichen, so Graf, ein Mädchen zitierend, „viel zu peinlich.“

AUF EINEN BLICK

Das Ambulatorium für Sexualmedizin und Schwangerenhilfe befindet sich seit dem Jahr 1979 am Fleischmarkt im ersten Bezirk. Heuer feiert es das 30-jährige Bestehen. Die Klinik hat mit Abtreibungsgegnern zu kämpfen, die sich vor dem Eingang postieren. Man fordert Schutzzonen.

Nächsten Donnerstag soll die Arbeit des Ambulatoriums bei einem Empfang im Rathaus geehrt werden. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn veröffentlichte einen Brief, in dem er Bürgermeister Häupl auffordert, die Veranstaltung abzusagen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2009)

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452 Kommentare
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1 1

Die ÖVP ist schuld,

dass Abtreibung in Österreich überhaupt möglich ist.

kobold
11.09.2009 12:57
0 0

Re: Die ÖVP ist schuld,

Verstehe nicht ganz. Die Fristenlösung ist von der SPÖ im Alleingang beschlossen worden. Es sind rote und grüne Politikerinnen und Akivistinnen, die Abtreibungen immer weiter verharmlosen und normalisieren. Was hat also die ÖVP damit zu tun?

Silvester
15.09.2009 13:24
0 0

Re: Re: Die ÖVP ist schuld,

die övp will nicht wirklich was gegen die abtreibung tun. da versteckt sie sich hinter der spö und bleckt manchmal ein wenig hervor um einige abtreibungsgegner einzufangen.
jawohl, die övp ist auch schuld!

0 0

Re: Re: Die ÖVP ist schuld,

Ohne ihrer ÖVP könnte man kaum Gesetze in Österreich beschließen. Somit hat Sie die Kraft all das zu verhindern, wenn Sie es möchte.

15 4

WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?





Solange die röm.-kath. Kirche ihre eigenen Probleme nicht verarbeitet

* Verhütung („Kondomverbot“)
* Umgang mit dem Zölibat
* Verhetzung Homosexueller
* Stellung der Frauen im Katholizismus
* immer mehr Spinner in Ämtern (Laun, Fischer, Wagner,…)
* Anbiederung an Fundamentalisten (Piusbrüder)
* …

und keinen Bezug zur Realität der Menschen hat, wird sie immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren.



WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?



Solange diese Kirche ihre eigenen Probleme nicht verarbeitet, entwickelt sich der Katholizismus immer mehr zum Minderheitenprogramm für Fundamentalisten und Spinner.



WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?





Gerald
11.09.2009 11:58
1 11

Re: WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?

Sorry, aber wer Abtreibung mit einer Verhütungsmethode gleichsetzt, der sollte schon auch einmal seine eigenen Vorstellungen bezüglich Moral und Ethik hinterfragen und nicht immer nur auf die anderen zeigen.


Antworten Antworten Gast: gast
12.09.2009 11:57
8 0

Re: Re: WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?

seine vorstellungen von ethik und moral sollte wohl der hinterfragen, der gegen verhütung wettert und dadurch zu menschlichen notlagen und abtreibung beiträgt…

12 0

Re: Re: WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?



@ „Vorstellungen bezüglich Moral und Ethik“


Ein Kondom schützt nicht nur vor Krankheiten, sonder ermöglicht auch Familienplanung.


Die katholische Kirche ist mit ihren (w)irren Dogmen Mitschuld an der Verbreitung von Krankheiten (etwa AIDS) und Leid (ungewollte Schwangerschaften)…




7 0

Re: Re: WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?




@ „Vorstellungen bezüglich Moral und Ethik“


Ein Kondom schützt nicht nur vor Krankheiten, sonder ermöglicht auch Familienplanung.


Die katholische Kirche ist mit ihren (w)irren Dogmen Mitschuld an der Verbreitung von Krankheiten (etwa AIDS) und Leid (ungewollte Schwangerschaften)…





Antworten Gast: Christ
11.09.2009 07:44
2 14

Re: WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?

Einfache Erklärung: Gebumst wird nur innerhalb der Ehe. Diese ist ausdrücklich dafür da, dem Paar und den Kindern soziale und finanzielle Sicherheit zu geben, den Kindern noch dazu Elternliebe.

Daher ist auch kein Kondom vorgesehen, Kinder sind ausdrücklich erwünscht. Auch Scheidungen sind kirchenrechtlich nicht möglich, Kinder gehen vor Ehepartnern.

Wird außerhalb der Ehe gebumst, entstehen dann Kinder, die oft keiner will. Diese werden dann abgetrieben.

Die Kirche meint, Abtreibung ist Mord.

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?!?!?

Oder finden Sie es cool, wenn Kinder ohne Vater aufwachsen, die Mutter alle paar Jahre den Hawara wechselt?

Ja, die Katholiken haben innerhalb der Religion einige Probleme, auch moralischer Art. Aber die Religion an sich bietet ein Fundament zu einem gelungenen Leben, wo man im Kreis der Familie alt wird und auch die Früchte seiner Arbeit sieht.

Das ist natürlich vielen Zeitgenossen ein Dorn im Auge....

13 0

Re: Re: WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?



@ „Einfache Erklärung“


Nun, Ihre einfache Erklärung „Gebumst wird nur innerhalb der Ehe“ ist wirklich einfach.

Die Realität schaut anders aus.

Sollte die Botschaft nicht heißen: LEUTE GEHT VERANTWORTUNGSVOLL MIT SEXUALITÄT UM. Wenn ihr Geschlechtsverkehr außerhalb einer Partnerschaft habt, dann schützt euch vor Krankheit, vor ungewollter Schwangerschaft.

Diese Botschaft sollte den Menschen vermittelt werden. Damit vermeidet man Krankheit, ungewollte Schwangerschaft und menschliches Leid!




raeter
12.09.2009 06:52
0 10

Re: Re: Re: WIE SOLL EINE KIRCHE GLAUBHAFT SEIN, DIE GEGEN ABTREIBUNG IST UND GLEICHZEITIG GEGEN DIE VERWENDUNG VON KONDOMEN POLITIK MACHT ?

Was ist verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität? Nur Schutz vor Krankheiten und ungewollter Schwangerschaft bei maximalem Genuss, ähnlich einem guten Essen?

Ich denke das Konzept des Vorposters Gast: Christ dürfte da etwas weiter gehen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ein Schelm
13.09.2009 12:08
7 0

das weiter gehende Konzept von Vorposter „Christ“: „Gebumst wird nur innerhalb der Ehe“ :o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


raeter
14.09.2009 21:07
0 3

Re: das weiter gehende Konzept von Vorposter „Christ“: „Gebumst wird nur innerhalb der Ehe“ :o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Und was ist daran soooo lustig?

Treue, Verzichtsbereitschaft, Verbundenheit statt Beliebigkeit, Genusssucht und Selbstgefälligkeit.


0 3

Lebensunwertes Leben

gehört eben abgetrieben.

Gast: jesus war ein liberaler
10.09.2009 19:17
0 1

kinderlärm ist zukunfstmusik


Gast: Kiebitz
10.09.2009 18:23
0 0

Glaubwürdig

sind sie beide nicht.

Gast: Bösewicht
10.09.2009 16:25
0 0

Also Bitte....

Liber Zensor, was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht? Ich habe doch nur mit einem wirklich ganz kleinen bisserl zartester Ironie, die hochgeschätzten Herren, den Bürgermeister und den Kardinal bedacht. Passen ja wirklich gut zusammen, die hochnoblichen Herrschaften. Das Bild zeigt es ja auch. Wenn der hwst. Herr Kardinal mit dem Herrn Bischof Laun spricht, lacht er nie so freundlich vom Foto. Und auch der freundliche Glanz im Auge des Bürgermeisters war bei manchem Parteigenossen schon weniger ausgeprägt, als hier mit dem Kardinal. Also bitte, was ist daran so verwerflich?

6 1

Es ist mir nach wie vor unerklärlich, ..

... warum es immer noch unaufgeklärte, religiös-fundamentalistische und frauenfeindliche Menschen gibt. Dies dürfte wohl in unserer über Jahrhunderte vom Christentum geprägten gesellschaftsform liegen, die sich auch auf politischer Ebene nicht von überholten Denktraditionen freimachen kann. Die Fristenlösung ist ein Stück Freiheit für Frauen, die für manche offensichtlich nicht akzeptabel ist. Die effektive Trennung von Kirche(n) und Staat ist höchst notwenidig!

Ophicus
10.09.2009 16:13
1 6

Re: Es ist mir nach wie vor unerklärlich, ..

Es will mir auch nicht einleuchten dass es ein Zeichen von mangelnder Trennung von Kirche und Staat ist, wenn Mitglieder der Kirche ihre Meinung sagen und der Staat nicht auf sie hört.

Auch ansonsten die übliche Pseudoargumentation.
Argument der Abtreibungsgegner ist das Recht des Kindes, nicht die Pflicht der Frau. Dementsprechend wird auch fast nie eine strenge Strafe sondern eine Alternative für die Frau gefordert.
"Unaufgeklärt" ist auch ohne nähere Angaben nichts weiter als eine leere Worthülse. Die Menschenrechte und damit auch das Recht auf Leben gelten durchaus als Werte der Aufklärung.
Dem entkommt man nur, wenn man das ungeborene Kind (allerdings nur bis zu einem gewissen Alter) nicht als Mensch gelten lässt. Aber mit welcher Begründung?
Es wäre übrigens auch ein Stück Freiheit für die Frauen, wenn sich die überforderte Mutter von ihrem dreijährigen Balg befreien könnte. Oder für den Mann, wenn er seine inzwischen ungeliebte Ehefrau ohne Alimente verstoßen kann. Oder wenn man den lästigen Hund des Nachbarn vergiftet.
Aber da ist völlig selbstverständlich, dass diese Freiheit gegen die Interessen der anderen Betroffenen abgewogen werden muss. Wer das bei ungeborenen Kindern auch tun will gilt als unaufgelärter Fundamentalist. Mit welcher Logik?

5 2

Re: Re: Es ist mir nach wie vor unerklärlich, ..

Es geht nicht darum, eine Meinung zu äußern oder nicht, sondern darum, dass manche Fundamentalisten andersdenkende Menschen zu nötigen versuchen, bzw. diese ihrem Normen- oder Moraldiktat zu unterwerfen!

Ophicus
11.09.2009 07:43
0 3

Re: Re: Re: Es ist mir nach wie vor unerklärlich, ..

Jeder der am politischen Prozess teilnimmt versucht andere seinem Norman- oder Moraledikt zu unterwerfen. Dass tun die antiklerikalen Grünen genauso wie die Kleriker.

So lange das nicht mit Feuer und Schwert sondern mit Meinungsäußerungen (Kundgebungen) und Wahlen passiert ist das völlig legitim.
Klar, wenn irgendwelche Idioten zur Nötigung greifen ist das was anderes. Aber der Großteil der Katholiken - und auch der Herr Kardinal - machen das ja auch garnicht. Mit der Trennung von Kirche und Staat haben die also ungefähr so viel zu tun wie linke Vandalen mit der IKG.

kobold
11.09.2009 13:40
0 3

Re: Re: Re: Re: Es ist mir nach wie vor unerklärlich, ..

Lieber Ophicus, mit Leuten wie Herndl zu diskutieren bringt leider nichts. Ebenso gut könnte man an die Wand reden.

lilli
10.09.2009 19:47
1 5

Re: Re: Re: Es ist mir nach wie vor unerklärlich, ..

Ich sehe die Nötigung nicht von der Sie sprechen, wo konkret wird jemand genötigt sich der Meinung der Kirche zu UNTERWERFEN?

Gast: nix für ungut
10.09.2009 15:26
1 6

...aber wenn der Häupl abgetrieben worden wäre,

wäre uns viel erspart geblieben.

Gast: Bösewicht
10.09.2009 15:04
0 0

Naja,

ein kleines Dankeschön des Bürgermeisters an den wichtigsten Kardinal Österreichs ist schon angebracht. Schließlich hat der Kardinal höchstselbst Laun die Teilnahme an der Demonstration untersagt.

Auch der Gesprächsstoff zwischen Bürgermeister und Kardinal dürfte kein Problem sein. Schließlich sind beide Herren tadellose Weinkenner, beide sind an weltoffener Kunst interessiert und auch sonst versteht man durchaus zu leben, während man seine untergebene Basis zu aktiver Solidarität auffordert.

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