25.05.2012 18:48 | Meine Presse Merkliste 0

Jeder elfte Verkehrstote durch Alkoholunfall

08.09.2009 | 11:26 |   (DiePresse.com)

Im ersten Halbjahr 2009 sank die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen erneut. Bei 16.995 Unfällen wurden 22.190 Menschen verletzt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Bei Unfällen im Straßenverkehr sind in Österreich im ersten Halbjahr 2009 weniger Menschen getötet und verletzt worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut endgültiger Bilanz der Statistik Austria haben in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres 287 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr verloren (2008: 312; minus acht Prozent). Bei 16.995 Unfällen (minus 5,3 Prozent) wurden 22.190 Personen (minus 4,5 Prozent) verletzt.

Pro Million Einwohner hat Österreich aber trotz des Rückgangs deutlich mehr Todesopfer im Straßenverkehr zu beklagen als Deutschland oder die Schweiz. Gerechnet auf eine Million Einwohner wurden auf Österreichs Straßen 34 Menschen getötet, in Deutschland 24 und der Schweiz 19.

Rückgänge hat es in Österreich zwar auch bei Alkoholunfällen (minus 7,2 Prozent) und den dabei Verletzten (minus 6,8 Prozent) gegeben, die Zahl der Todesopfer war aber im Vergleichszeitraum 2006 mit 15 schon einmal deutlich niedriger. In den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres war fast jeder elfte Verkehrstote Opfer eines Alkoholunfalls.

Die deutlichsten Rückgänge verzeichnete man bei Unfällen mit einspurigen Kraftfahrzeugen (47 auf 42 Getötete) und Fahrrädern (24 auf 18), mit Pkw (179 auf 162) sowie mit schweren und leichten Lkw. Auch die Zahl der Fußgängerunfälle liegt unter dem Vorjahresniveau (von 46 im Jahr 2008 auf 43).

Erstmals gesunken ist auch die Anzahl der verunglückten 15-jährigen Mopedlenker. Mit 631 Verletzten beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahreshalbjahr 6,1 Prozent (minus 41 Verletzte), zwei 15-Jährige - gleichviele wie im Jahr davor - verunglückten tödlich. Auch bei der im Straßenverkehr am meisten gefährdeten Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen verringerte sich jene der Verletzten um vier Prozent auf 6.829 und die Zahl der Getöteten um 19 Prozent auf 58.

(APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

8 Kommentare
Gast: gast
08.09.2009 19:56
0 0

jeder 11. Verkehrstote ..

Und was ist mit den anderen zehn ?
Sind die nüchternen Autofahrer so gefährlich ?

Gast: Nüchterner Gast (noch)
08.09.2009 19:18
0 0

Erschreckend ernüchternd

Wenn Alkohollenker rund 9% der Unfälle verursachen, dann verursachen ja 91% Nüchterne den Rest der Verkehrsunfälle. Erschreckend!!! Ich fange jetzt auch zum saufen an.

Gast: Zweifler
08.09.2009 14:07
0 0

Interessant wäre,...

...zu wissen, wieviel % der Verkehrsteilnehmer alkoholisiert unterwegs sind.

Wenn Alkohollenker rund 9% der Unfälle verursachen, dann ist Alkohol als verursachender Faktor auszumachen, wenn der Anteil der Alkolenker WENIGER als 9% ausmacht.

Wenn hingegen 9% oder MEHR alkoholisiert fahren, dann ist Alkohol NICHT der entscheidende Faktor.

Zusätzliche Resourcen zur Verminderung der Verkehrstoten müßten bei jenem Faktor ansetzen, den die MEHRZAHL der Unfälle gemein hat....

Damit soll nicht dem Alkfahrern das Wort geredet werden, ABER vielleicht überdacht werden, wie Resourcen sinnvoll eingesetzt werden könnten.

@ "Wahr ist": das Argument mit den "Stimmen" wäre NUR dann stimmig, wenn der Anteil der Alkfahrer bei 10% oder MEHR läge... für eine Minderheit von 5% oder weniger interessiert sich so bald kein Politiker...

Gast: Schorsch
08.09.2009 13:53
1 0

5 % Unfälle durch Alkohol

Gebe "Subversivem Element" recht. Letzte Woche zum Beispiel raste eine Pensionistin über eine rote Ampel in eine Gruppe von Kindern auf dem Schutzweg, konnte aufgrund körperlicher Beeinträchtigung nicht schnell genug bremsen und fuhr so noch einige 100 Meter weiter. Berichte in den Medien gleich Null.

Ich will die Alkolenker jetzt nicht verteidigen - jeder einzelne ist zuviel - aber 5 % aller Unfälle (Unfälle nicht Verkehrstote) sind auf Alkoholeinfluß (über 1 Promille) zurückzuführen. Hingegen 20 % gehen auf die Kappe von beeinträchtigten älteren Herrschaften. Ich denke, wenn man hier den Hebel anstetzen würde (jährliche Eignungstests), dann würde der Verkehr sicherer werden, als bei allen Alkoholkontrollen zusammen.

Ernsthaft getraut hat sich das bisher kein Verkehrsminister und -innen...

Antworten Gast: MS Deutschland
08.09.2009 14:47
0 0

Re: 5 % Unfälle durch Alkohol

Aus obigen Angaben kann man eher schließen, dass es die alten Autos, nicht umbedingt alte Fahrer sind, die am Verkehrstod häufig die Schuld tragen.

Deutsche und Schweizer fahren schlichtweg im Durchschnitt neuere und sicherere Autos.

In Österreich werden gerade die großen sicheren Autos künstlich mit Steuern unattraktiv gemacht und das kostet nun mal zusätzliche Unfalltote.

Selbst würde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr leben - ein Lastwagen (ich war letzer im Stau auf Autobahn) krachte hinten rein und blieb in der Mitte meines Autos stehen - wenn ich nicht große sichere Autos fahren würde.

Warum immer die vielen Toten (soviel mir bekannt ist geht bereits jeder 3. Tote im Kreuzungsbereich auf das Konto der Bahn) verschwiegen werden, die die Bahn durch nicht bremsbereits Rasen im Kreuzungsverkehr verursacht, ist wohl auf Inseratendruck der ÖBB zurückzuführen.

Zumindest die Bahngleise sollten endlich kreuzungsfrei von der Straße getrennt werden. Für solch sinnvolle lebensrettende Maßnahmen hat aber der Staat nie Geld. Für die längerfristig sinnlose Aufrechterhaltung von Überkapazitäten bei Banken aber schon.

Antworten Antworten Gast: Subversives Element
08.09.2009 15:34
0 0

Ihre Kritik an der Bahn ist berechtigt!


Wer zB dem Bahnlärm ausgesetzt ist, weiß:

- Anscheinend ist der technische Fortschritt der letzten 100 Jahre an der Sozialistisch-Österreichischen Bahn anscheinend spurlos vorübergegangen.

- Während lärmende Privatbetriebe den gerichtlichen Klagen der Nachbarschaft ausgesetzt sind, halten sozialistische Richter die Sozialistische Staatsbahn klag- und schadlos.

- Zu diesem Zweck argumentieren die sozialistischen Richter immer mit dem öffentlichen Interesse an der Staatsbahn. Aber mir kann keiner erklären, warum ein öffentliches Interesse an leer-fahrenden Eisenbahnwaggons besteht. Warum müssen zig Tonnen Eisen durch die Gegend bewegt werden, um eine Handvoll Leute zu transportieren, die auch in einen O-Bus passen würden?

Wahr ist
08.09.2009 13:11
0 0

So lange vielen Politikern

die Einkünfte von Wirten und die Stimmen von Säufern wichtiger sind als Menschenleben wird sich da auch nichts ändern.

Ich halte solche Politiker ethisch für den letzten Dreck.

Gast: Subversives Element
08.09.2009 12:44
3 1

Mit anderen Worten:


Nicht einmal zehn Prozent der Verkehrsunfälle gehen auf Alkoholkonsum zurück; wenn man hingegen dem Geschrei der veröffentlichen Meinung vertraut, glaubt man fast, nur Rauschige hätten Unfälle.