Zahl der Waffenbesitzer um 11,4 Prozent gestiegen

In den ersten sieben Monaten 2016 sind in Österreich schon mehr neue Waffenbesitzer hinzugekommen als im gesamten Jahr 2015.

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Die Presse (Clemens Fabry)

283.569 Waffenbesitzer waren am 1. August im Zentralen Waffenregister (ZWR) gemeldet. Die Zahl ist seit Anfang August des Vorjahres um 29.080 Personen oder 11,4 Prozent gestiegen, wie die APA am Dienstag auf Anfrage aus dem Innenministerium erfuhr. Die Zahl der registrierten Schusswaffen stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 64.870 Stück auf 961.342 an. Das ist ein Plus von 7,2 Prozent.

Größter Zuwachs in der Steiermark

In der Steiermark wurde mit plus 13,5 Prozent im Jahresvergleich der größte Zuwachs an Waffenbesitzern verzeichnet. Dahinter folgen Vorarlberg mit einem Plus von 12,6 und Oberösterreich mit 12,1 Prozent. Auch in allen anderen Bundesländern stieg die Zahl der Besitzer von Schusswaffen. In Salzburg waren es 11,9 Prozent mehr, in Kärnten 11,4, in Niederösterreich 11,1 und in Tirol 11,0 Prozent. Plus 9,5 Prozent wurden im Burgenland und 9,0 Prozent mehr in Wien registriert.

Aus den Daten geht außerdem hervor, dass in den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres schon mehr Waffenbesitzer hinzugekommen sind als im gesamten Jahr 2015. Gab es von 22. Dezember 2014 (nächste verfügbare Auswertung zum Jahreswechsel aus dem ZWR, Anm.) bis 1. Jänner 2016 noch 15.185 neu registrierte Personen, so waren es von Jahresbeginn bis 1. August 2016 bereits 17.474. Die Zahl der im Jahr 2016 zusätzlich registrierten Waffen lag mit 39.063 noch hinter dem Vorjahreszuwachs von 43.670 Waffen zurück.

Noch kein langer Beobachtungszeitraum

Eine Interpretation der Zahlen "nehmen wir nicht vor", sagte Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck auf Nachfrage. Das ZWR werde erst seit 2012 geführt, mit einer Frist zur Registrierung des Altbestandes von Schusswaffen bis Mitte 2014. Der Beobachtungszeitraum sei damit relativ gering, erläuterte der Sprecher.

(APA)

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