WIEN (red./APA). Die Entscheidung ist gefallen. Österreich kauft den Impfstoff gegen die Neue Grippe, den Baxter produziert. Unmittelbar davor hat gestern die EU-Kommission die Zulassung des Impfstoffes „Celvapan“ genehmigt. Am 27. Oktober soll mit der Impfung gestartet werden.
Das teilte Thomas Geiblinger, Sprecher im Gesundheitsministerium, am Mittwoch mit. Immunisiert wird zunächst das medizinische Personal, ab 9. November sollen dann auch chronisch Kranke und Schwangere geimpft werden – und alle anderen, die Interesse daran haben.
Die Mediziner schreiben zwei Immunisierungen im Abstand von ungefähr drei Wochen vor. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen. Für Geimpfte fällt lediglich die Rezeptgebühr an. Österreich hat mit Baxter für den Pandemiefall einen Vorvertrag auf Lieferung von bis zu 16Millionen Dosen abgeschlossen, der nun in eine Liefervereinbarung übergeht. In EU-Rats-Kreisen hieß es am Mittwoch, im Vergleich zur normalen Influenza sei die Neue Grippe eher harmlos, doch handle es sich angesichts der weltweiten Ausbreitung laut Definition um eine Pandemie. Während in Europa durch die saisonale Grippe jährlich 50.000 Todesfälle zu verzeichnen seien, gebe es bisher 189 Tote durch die Neue Grippe.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2009)
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