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Mit Missbrauch der Tochter online geprahlt: Verurteilt

03.11.2009 | 13:35 |   (DiePresse.com)

Sieben Jahre Haft für einen 41-jähriger Wiener Fleischhauer: Er hat seine zehn Jahre alte Stieftochter sexuell missbraucht und Bilder ins Internet gestellt. "Sie wollte das", rechtfertigte sich der Verurteilte.

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"Sie wollte das": Mit derartigen Aussagen begegnete ein 41 Jahre alter Wiener Fleischhauer am Dienstag im Straflandesgericht den Vorwürfen, seine zehn Jahre alter Stieftochter über Wochen hinweg sexuell missbraucht, das Mädchen dabei fotografiert und die Bilder in einem Pädophilen-Forum im Internet verbreitet zu haben. Er wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt und zusätzlich in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig. "Ich nehme an", verzichtete der Angeklagte auf Rechtsmittel.

Derzeit geht laut einem Gutachten des Gerichtspsychiaters Werner Brosch von dem Mann eine immense Gefahr aus. Seine pädophile Neigung sei in einem Ausmaß vorhanden, dass ohne therapeutische Behandlung in einer Sonderstrafanstalt neuerlich mit der Begehung von Straftaten mit schweren Folgen zu rechnen ist, deponierte Brosch in der Verhandlung.

Bilder ins Internet gestellt

Auf den Mann waren die Sicherheitsbehörden im Zuge der "Operation Geisterwald" gestoßen, die federführend von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main betrieben wurde. Dabei konnte ein international tätiger Kinderporno-Ring zerschlagen werden. Weltweit wurden auf Basis der Erkenntnisse der Sonderermittler 160 Hausdurchsuchungen durchgeführt. 22 Männer wurden festgenommen. Fünf von ihnen stammten aus Österreich.

Auch der 41-jährige Wiener wanderte hinter Gitter. Der Mann, selbst Vater einer Achtjährigen und zweier jüngerer Söhne, hatte sich Zugang zu einem auf Pädophilie und Kindesmissbrauch ausgerichteten Internet-Forum verschafft. Dort brüstete er sich mit dem Missbrauch seiner Stieftochter, die seine Frau mit in die Ehe gebracht hatte. Wiederholt kündigte er anderen Usern an, er werde die Zehnjährige am Abend "wieder verwöhnen" bzw. "richtigen Spaß" haben.

Acht Videofilme und 540 Bilddateien von seinen Verbrechen fertigte er laut Anklage an. Zahlreiche Fotos veröffentlichte er. Einem User mit dem bezeichnenden Namen "Dirtyuncle" bot er um 1000 Euro einen Film zum Kauf an.

Großteils geständig

"Ich wollte ihr nie Schmerzen zufügen oder sonst was", gab der Angeklagte zu Protokoll, der sich formal zum Großteil der Anklage schuldig bekannte. Er leugnete lediglich, der Schülerin Alkohol eingeflößt zu haben, um sie wehrlos zu machen.

Den Alkohol habe die Zehnjährige selbst getrunken, "weil sie Durst bekommen hat", behauptete der Mann. "Er ist krank. Unter diesem Gesichtspunkt sind diese Dinge zu sehen", sagte sein Verteidiger.

(APA)

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6 Kommentare
Michael
03.11.2009 23:20
0 1

Die nach höheren Strafen oder gar Tod schreien

sind nicht anders, als jene, die seinerzeit einem der bösartigsten Regime aller Zeiten an die Macht verhalfen.

Diese nutzten zB solch primitive Reaktionen der Bevölkerung, und die Todesstrafe wiedereinzuführen, welche sie vorher selbst abgeschafft hatten, nun aber unpraktisch war.

Ich bin zwar auch teilweise für höhere Strafen und mehr Opfermitleid (derzeit hat die Justiz ja fast mit den Tätern mehr Mitleid), aber trotzdem finde ich sieben Jahre Freiheitsentzug durchaus in Ordnung als Strafe für dieses Vergehen.

Antworten Gast: Leser-Wien
06.11.2009 12:43
1 0

Re: Die nach höheren Strafen oder gar Tod schreien

Wenn ich bedenke, wielange man für einen Mord hinter Gitter muss fällt die Strafe für einen Mord an einer Kinderseele viel zu niedrig aus.

Michael
07.11.2009 20:22
0 1

Re: Re: Die nach höheren Strafen oder gar Tod schreien

Ihr Argment ist gut. Ein paar Jahre mehr könnten vielleicht angebracht sein.

Ich wollte ja eigentlich nur darauf hinweisen, dass ein Jahrzehnt im Gefängnis die Hölle ist und nicht so ein Pappenstiel, wie es manche hier darstellen.

Weiters wollte ich darauf hinweisen, dass Rufe nach der Todesstrafe oder lebenslänglicher Gefängnisstrafe mit zunehmender geistiger Entwicklung des Menschen eher abnehmen, und ich erschrocken bin, dass es immer noch so viele Prangergaffer gibt.

Antworten Gast: Leser
04.11.2009 16:18
1 0

Re: Die nach höheren Strafen oder gar Tod schreien

Diese Taten waren also Ihrer Meinung nach ein "Vergehen"???

Hoffentlich ist die Verwendung dieses unsäglichen - und nebenbei juristisch völlig falschen - Euphemismus nur auf eine temporäre gutmenschliche Berauschung zurückzuführen!

Gast: Leider.Leider
03.11.2009 14:18
3 0

Mißbrauch

Gut, daß man ihn weggesperrt hat! Eigentlich sollte er die nächsten 50 Jahre sitzen, so lange oder länger wird das arme Mädchen leiden.

Gast: Biohazard
03.11.2009 13:55
0 1

Final Neutralisieren

s.o.

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