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Albertina: Cobra-Einsatz gerechtfertigt?

05.11.2009 | 10:31 |   (Die Presse)

Seit dem Wassereinbruch im Juli sichert die Eliteeinheit Cobra nächtens die Albertina. Tagsüber erledigt das hingegen ein privater Sicherheitsdienst. Polizeiintern wächst die Kritik daran.

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WIEN (stög.). Das Unternehmen lief bisher unter größter Geheimhaltung. Seit dem Wassereinbruch in die Albertina Ende Juni sind Beamte der Eliteeinheit Cobra dazu abkommandiert, Nacht für Nacht die Kunstwerke im Hochsicherheitstrakt zu bewachen. Tagsüber erledigt das hingegen ein privater Sicherheitsdienst.

Zur Frage, warum gerade seit Juli nächtens Cobra-Beamte aus den Bundesländern in die Albertina ausrücken müssen, hieß es am Mittwoch bei der Wiener Polizei zur „Presse“: „Das Landesamt für Verfassungsschutz hat eine Gefahrenanalyse erstellt. Die dort gelagerten Güter sind von bedeutendem Wert für Österreich, daher ist der nächtliche Einsatz laut Sicherheitspolizeigesetz gerechtfertigt.“ Dafür existiere hochoffiziell ein Behördenauftrag. Wie lange diese Art der Bewachung allerdings noch dauern soll, kann die Polizei nicht sagen.

Polizeiintern stößt diese Art der Sicherung allmählich auf Kritik. Zudem stand die Albertina bisher nie im Visier von Kunstdieben. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum hoch spezialisierte Elitepolizisten Nacht für Nacht in einem Museum sitzen müssen“, meint ein hoher Exekutivbeamter, der ungenannt bleiben will, zur „Presse“. Er mutmaßt aber, dass die nächtliche Bewachung durch die Polizei für die Albertina billiger kommt als jene durch einen privaten Sicherheitsdienst.

„Was passiert, wenn jetzt andere bedeutende Museen auf uns zukommen und ebenfalls den Wunsch an uns herantragen, dass ihre wertvollen Exponate von Polizisten geschützt werden?“, fragt nun der Beamte. Das Kunsthistorische Museum, wo im Mai 2003 ein Einbrecher über ein Baugerüst eingestiegen und die „Saliera“ von Benvenuto Cellini entwendet hat, hätte ein gutes Argument.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2009)

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5 Kommentare
miyeko
10.11.2009 01:19
0 0

sehe ich auch so

Das wurde hier zwar schon angesprochen, aber ich finde das muss nochmals betont werden: wien verfügt über kunstschätze von unglaublichem wert. Dies ist eines der dinge, wofür wien in der ganzen welt bekannt ist. Diese tatsache führt jährlich sehr viele touristen nach wien, die wiederum geld mitbringen. Man sollte sich mal überlegen, was wäre, wenn das nicht so laufen würde. Insofern sollten schon entsprechend kompetente Personen mit dem gewissen handlungsspielraum mit der aufgabe betraut werden. Es ist ja auch schon viel weg gekommen. Zum beispiel erinnere ich mich daran, wie groß das geschrei war als „der schrei“ von edvard munch abhanden ging. Das so was möglich ist, hätte man ja auch nicht gedacht!

Gast: Richard M.
09.11.2009 14:05
0 0

Vorsicht ist besser...

Wenn man bedenkt, welch materiellen und vor allem kunsthistorischen Wert die Werke in der Albertina haben, kann man nachvollziehen, warum man Beamte von der Cobra zur Bewachung einsetzt und nicht irgendeinen privaten Sicherheitsdienst. Und nur weil noch nie etwas aus der ALbertina gestohlen wurde, heißt das nicht, dass das ohne Bewachung nicht irgendwann passieren könnte, oder?

parapente
06.11.2009 10:06
0 0

Sine bei der "COBRA"


jetzt auch Installeteure beschäftigt?

Gast: Gast
05.11.2009 15:36
0 0

wieso überhaupt polizei?

das versteh ich nicht - so ein wassereinbrcuh is ja kein verbrechen, sondern ein gebrechen.

da wär's doch viel sinnvoller, einen installateur nachtdienst machen zu lassen. ein kieberer - elite oder nicht - kann da sowieso nix machen außer hilfe schreien!

aber der is wahrscheinlich 10x so teuer wie unsere elite-polizei...

Gast: verbrechensopfer
05.11.2009 15:30
0 0

jetzt wundert mich gar nix mehr.

steigende kriminalitätsraten - überforderte polizei - zu wenige beamte.

na, kein wunder, wenn wir unsere elite-terrorbekämpfer lieber in irgendeinem keller aufpassen lassen, dass kein wasser reinrinnt!

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