Mehr als eine halbe Milliarde Euro an Schaden hat die Hochwasser-Katastrophe nach den neuesten Berechnungen des Landes Steiermark in der Grünen Mark verursacht.
In fast jeder sechsten Gemeinde gab es Schäden: Insgesamt wurden 880 Erdbewegungen, 76 gefährdete Häuser, großflächige Überschwemmungen und Hagelkörner von bis zu zwölf Zentimetern Durchmesser verzeichnet. Im größten Katastropheneinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg leisteten die Helfer rund 457.000 Arbeitsstunden.
255.000 ehrenamtlichen Einsatzstunden
Kurt Kalcher, Leiter der Abteilung für Katastrophenschutz, erklärte am Freitag in Graz bei der "Hochwasser-Bilanz" der Einsatzorganisationen, dass in 255.000 ehrenamtlichen Einsatzstunden die Feuerwehr den Großteil der Hochwasserfolgen entgegenwirkte. Das Bundesheer leistete 155.000 und das behördliche Krisenmanagement 47.000 Einsatzstunden.
Verglichen mit den Katastrophen der vergangenen Jahre - 2005 Hochwasser im Raum Gasen, 2006 Schneekatastrophe in Mariazell, 2008 Orkane Paula und Emma - sei der Einsatz 2009 aber der anspruchsvollste gewesen.
577 Millionen Euro Schaden
Trotz der Leistung der Helfer ließen sich Schäden nicht verhindern: Die bisher gezählte Summe beläuft sich auf rund 577 Millionen Euro - miteingerechnet sind dabei Schäden u.a. an Häusern, Straßen und Ernte. "Heute sind nur mehr wenige Wunden in der Landschaft erkennbar," meinte Hannes Peißl, Bezirkshauptmann von Voitsberg.

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