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Rechnungshof: Kritik an Wiener Gesundheitswesen

06.11.2009 | 18:12 |   (Die Presse)

Bericht: Die 2005 initiierte Gesundheitsreform wird in Wien nur unzulänglich umgesetzt.

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WIEN (red.). Sparpotenziale werden gar nicht, Reformen nur fragwürdig umgesetzt – zu diesem Schluss kommt der Rechnungshof (RH) bei einer Überprüfung des Wiener Gesundheitswesens mit Fokus auf die 2005 initiierte Gesundheitsreform. In dem der „Presse“ vorliegenden Bericht wird kritisiert, dass Wien nur einen Bruchteil der Reformen umgesetzt habe.

Als Problem wurde etwa genannt, dass die Abrechnung ambulanter Leistungen in Wien pauschal erfolge – im Gegensatz zum ebenfalls überprüften Tiroler Modell, bei dem es eine leistungsorientierte Verrechnung gibt. Daher seien die Endkosten in Wien beträchtlich höher als in Tirol.

 

Keine Aufsicht

Ein Problem sieht der RH auch darin, dass der Wiener Gesundheitsfonds im Gegensatz zu seinem Tiroler Äquivalent, der von der Landesregierung überprüft wird, keiner Aufsicht untersteht. Auch den von Wien angegangenen Projekten – etwa dem Versuch, im AKH einen niedergelassenen Arzt ordinieren zu lassen – steht der RH kritisch gegenüber.

„Im Vergleich zu Tirol hat Wien seine Hausaufgaben nicht gemacht“, sagt die grüne Gemeinderätin Sigrid Pilz. Sie fordert nun Konsequenzen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2009)

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