Eschensterben: Stadtwald gesperrt

In Klosterneuburg werden Spaziergänger durch herabfallende Äste bedroht.

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Die Esche. – (c) imago/allOver (imago stock&people)

Klosterneuburg. Aufgrund des Eschensterbens ist der Stadtwald in Klosterneuburg am Mittwoch teilweise gesperrt worden. Das Betretungsverbot gilt vorerst für vier Monate. Die Stadtgemeinde nahe Wien appellierte in einer Aussendung an die Bevölkerung, aufgrund der bestehenden Gefährdung durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume die Sperren unbedingt zu beachten.

Bei einer Begehung im Revier Haschhof sei ein Pilzbefall festgestellt worden, wird der Grund für das Sterben erklärt. Die Sperre gilt allerdings nicht für den ganzen Wald. Betroffen sind etwa die Wanderwege vom Parkplatz AUVA Stollhof zur Langen Gasse durch das Stadtwäldchen, ab der Wiese neben der Haschhofstraße hinauf zum Versuchsgut Haschhof (blaue Markierung), die Lange Gasse zwischen Versuchsgut Haschhof und der Zugang zum Wanderweg in das Stadtwäldchen sowie die Elisabethgasse in Richtung Lange Gasse (gelbe Markierung). Im nahegelegenen Korneuburg ist der Donau-Auwald bereits seit vergangenem Dezember gesperrt.

 

Seltene Bäume ausgepflanzt

Während die Eschen reihenweise sterben, werden anderswo neue Bäume gepflanzt. Die Österreichischen Bundesforste pflanzen im Rahmen eines Naturschutzprojekts für Artenvielfalt 100.000 hierzulande einst heimische, aber mittlerweile selten gewordene Bäume in der Natur aus. Bis 2020 sollen in 121 Revieren 35 verschiedene Arten von Bäumen und Sträuchern gepflanzt werden, die als gefährdet auf der Roten Liste stehen oder regional vom Aussterben bedroht sind. Dazu gehören unter anderem die Arten Zwergbirke, Europäischer Wildapfel, Schneebirne, Speierling, Weißtanne, Feldahorn, Eberesche und Bergulme. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2017)

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