Volleyballtrainer missbrauchte mehrere Mädchen

Die Jüngste war nur sieben Jahre alt. Die Polizei sucht weitere Opfer.

Wien. Ein Wiener Volleyballtrainer soll seit dem Jahr 2006 Mädchen massiv sexuell missbraucht haben. Bisher sind fünf Opfer bekannt, das jüngste ist erst sieben Jahre alt. Der 60-Jährige wurde vergangenen Donnerstag vom Landeskriminalamt Wien wegen des Verdachts des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs, der Herstellung von Kinderpornografie und des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses festgenommen.

Die Polizei sucht nun weitere Opfer des 60-Jährigen. Hinweise – auch vertraulich – nimmt das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01-31 310 DW 33800 entgegen. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft. Er war laut Polizei in den vergangenen Jahren als Volleyballkinder- und -jugendtrainer vorwiegend für Vereine in den Wiener Bezirken Leopoldstadt und Brigittenau tätig.

 

Zeuge deckte Fall zufällig auf

Den Fall ins Rollen brachte ein Zeuge im Sommer 2016. Bei einer Volleyballveranstaltung in Klagenfurt beobachtete er, wie der Trainer ein Mädchen unsittlich berührte. Er erstattete Anzeige und brachte somit die Ermittlungen ins Rollen, die ältere Fälle zutage brachten, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Tina Frimmel-Hesse.

Bisher sind der Polizei fünf Opfer bekannt. Laut Frimmel-Hesse sind es alles Mädchen unter 14 Jahren. Den Großteil der Übergriffe soll der Mann in Wien verübt haben, aber es gab auch Vorfälle in einem Camp im Ausland. Die Opfer sollen nun kontradiktorisch einvernommen werden. Der 60-Jährige ist laut Staatsanwaltschaft teilweise geständig. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2017)

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