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Fall Krems: 18 Monate Freiheitsstrafe für 17-Jährigen

25.11.2009 | 11:40 |   (DiePresse.com)

Die Gewerbsmäßigkeit der Einbruchsdiebstähle sei laut Urteilsbegründung gegeben. Bei seinem letzten Coup wurde sein 14-jähriger Komplize von einem Polizisten erschossen. Der Angeklagte bekannte sich schuldig.

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Mit einem Schuldspruch endete am Mittwoch der Prozess gegen den 17-jährigen Roland T., der in der Nacht zum 5. August in einem Kremser Supermarkt von der Polizei angeschossen wurde. Er musste sich am Landesgericht Krems wegen gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls verantworten. Der 17-Jährige bekannte sich zu Beginn der Verhandlung schuldig. Das noch nicht rechtskräftige Urteil lautet 18 Monate Freiheitsstrafe. Der Angeklagte nahm Bedenkzeit, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Rechtskräftig hingegen ist das Urteil für den Zweitangeklagten: Der 28-jährige Rumäne wurde ebenfalls zu 18 Monaten verurteilt, davon sechs Monate unbedingt.

Mildernd waren beim 17-Jährigen das Geständnis und die Tatsache, dass es in zwei Fällen bei Versuchen geblieben war. Als erschwerend wertete das Gericht den "raschen Rückfall" nach der bedingten Haftentlassung im Oktober 2008. Die vorangegangene Strafhaft habe sich als wirkungslos erwiesen - der Widerruf einer offenen Bewährungsstrafe bedeutet für den 17-Jährigen nun insgesamt drei Jahre und zwei Monate Freiheitsstrafe.

Die Staatsanwaltschaft legte dem 17-Jährigen vier vollendete und zwei versuchte Einbrüche zur Last, die der Beschuldigte "zur Verschaffung einer fortlaufenden Einkommensquelle" begangen haben soll. Nach kurzer Befragung der Angeklagten zu den ihnen vorgeworfenen Tathandlungen war das Beweisverfahren nach einer Stunde beendet, Zeugen waren nicht geladen.

Getränke und Süßigkeiten erbeutetet

Staatsanwalt Friedrich Kutschera verwies in seinem Schlussvortrag darauf, dass die einschlägigen Vorstrafen beim 17-Jährigen sowie die Wiederholung der Straftaten erschwerend zu werten seien. Die Verteidiger betonten, dass einerseits beide geständig seien. Auch der insgesamt entstandene Schaden sei gering. Bei den beiden Einbruchsdiebstählen wurden Getränke und Süßigkeiten erbeuteten.

28-Jähriger war Chauffeur

Dem zweiten Angeklagten, einem 28-jährigen Rumänen, wurden acht Straftaten vorgeworfen. Er soll als Chauffeur fungiert haben - auch in jener Nacht im August, in der der 17-Jährige verletzt und der 14-jährige Florian P. durch eine Kugel aus einer Polizeiwaffe getötet wurde. Auch er bekannte sich schuldig. Sein Verteidiger appellierte an die Schöffen, dass das große mediale Interesse nicht bedeute, dass das Delikt an sich so schwerwiegend sei.

(APA)

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16 Kommentare
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Wann wird endlich abgeschoben ??

Da die Fekter nur 15-jährige Kinder abschieben will und sie dann der Mumm sofort verläßt, denn sie traut sich nicht, wie man sieht, die gewerbsmäßigen, rumänischen Einbruchsbanden abzuschieben !!!
Das Schotter-Herz rasselt also schon wieder !!

Gast: Inspektor Moldaschl
25.11.2009 18:00
1 0

Nau, liab

das es in zwei Fällen eh nur bei Versuchen geblieben ist. Ich sage, der Kollege hat ja auch nur versucht ihn zu stoppen und nicht zu erschießen. War halt auch nur ein Versuch, aber er war es Wert. Also was solls.

.

Da wird ja heute wieder zensu*iert, dass einem die Luft wegbleibt.

Will die Presse das rosarote Blatt jetzt linksaussen überholen?

1 1

http://www.youtube.com/watch?v=sagPdsof1Hc&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=sagPdsof1Hc&feature=related

10 0

Was mit den Eltern des 14 jährigen?

Der wurde erschossen. Seine Eltern haben sich nicht um ihn kümmern wollen, deswegen hatte er solche Freunde und wurde beim Begehen einer Straftat erschossen. Die will ich auch vor Gericht sehen, diese Rabeneltern.

Gast: alterleser
25.11.2009 12:08
15 3

und nach verbüssung der lächerlichen 18 monate

haben wir das herzerl wieder am hals, oder wird der sofort abgeschoben?

Gerald
25.11.2009 14:33
7 0

Re: und nach verbüssung der lächerlichen 18 monate

Was wollen Sie denn? Die Strafe ist doch hoch genug.

Ein Kandidieren für die Grünen bei der nächsten Wienwahl ist damit nicht mehr möglich!

Gast: joh03
25.11.2009 11:57
3 13

Verhältnis

Mich interessiert der Täter und seine Tat eigentlich nicht so besonders als mehr die Begründung der Anklage des Staatsanwaltes:
"Gewerbsmäßige Begehung durch Getränke und Süßigkeiten..!"
Welche Forderung und Strafantrag soll nun die Staatsnwaltschaft bei den riesigen Betrügereien der Banker und Manager, welche unzählige Familien in die Arbeitslosigkeit, Erwerbslosigkeit, Unglück, Not und Familienleid über kommende Jahrzehnte durch die nunmehr offengelegten Verbrechen beantragen ???
Die 1000-fache Todesstrafe(auch wenn abgeschafft) ????
Oder: "Lass`mas wieda lauf`n, de Pülcher!" ???

Antworten Gast: Kellner
25.11.2009 16:58
1 2

Re: Verhältnis/ joh03

Die Negativbewertung von joh03 zeigt auf mit welchen Narren wir uns die Welt teilen müssen ! joh03 sie haben absolut recht - Kaugummidiebe werden in Österreich erschosssen und mit den Millionendieben gehen die Verantwortlichen in die feinsten Lokale dinnieren und lachen sich einen Ast über die Unterbelichteten Österreicher !
Diese Vorgehensweise bestätigt den aktuellen Korruptionsbericht über Österreich - in ein paar Jahren hat Österreich sogar Tadschikistan eingeholt - dann sind wir endlich auch einmal erster !

freeman
25.11.2009 16:47
1 1

Von Ausnahmen (zB Maddoff) abgesehen,

waren dies praktisch keine Vorsatztaten.

Anfangspunkt der Krise war schlicht und einfach das wirtchaftspolitische Wunschdenken der politischen Klasse und deren Einfluß auf die Geldpolitik.

In Zeiten, in denen man allerorten auf den "Gestaltungsspielraum der Politik" pocht, kann derartiges ja unmöglich Sünde sein...

3 7

ihr beitrag erscheint leider im falschen forum

(eigentlich: in der falschen zeitung)

wie sie schon bemerkt haben, sind die kollegen der 'law&order'-fraktion hier in der überzahl.
allerdings in der üblichen österreichischen ausprägung: nach oben immer schön buckeln, nach unter immer feste treten!

Antworten Gast: Grummelbart
25.11.2009 12:54
3 1

Re: Verhältnis

Gewerbsmäßigkeit definiert sich dadurch, dass sich jemand damit eine "fortlaufende Einnahmequelle" beschaffen möchte - was alles sein kann. Wiederholter Diebstahl von einem Laib Brot/einem Zuckerl reicht dafür schon.
Und was die "Banker" angeht - nicht an allem besteht eine individuelle Verantwortung, da nicht immer ein Schuldiger zu finden ist. Ob das jetzt daran liegt, dass eben kein menschliches Versagen vorliegt, oder dass - wie bei den Audimaxisten - alle für alles (und somit alle für nichts) verantwortlich sind, mag dahingestellt bleiben.

mfg
Grummel

Antworten Antworten Gast: joh03
25.11.2009 21:23
0 1

Re: Re: Verhältnis

Millioneneinkünfte und Boni durch regelmäßige Betrügereien sind nicht gewerbsmäßig und fortlaufend ?????
Okay, dann werden wir ab sofort alle Banker und betrügen ungestraft die Bürger !!!
Weit haben wir es in Österreich gebracht, so werden wir langsam zum Verbrecherstaat. Augen zu, nichts hören, nichts sehen, das ist die Devise ! Was wir dann unseren Kindern und Enkel hinterlassen ist ja uns als Verantwortungslose vollkommen egal. Hauptsache, uns geht es bestens !!!!
Wollen wir das wirklich ????
Deshalb meine Forderung: Lassen wir nur mehr Leute, bei denen wir die Verantwortung auch einfordern können, ans Ruder und in die Führungspositionen ! Wer dafür nicht geradestehen will und kann, soll sich schleichen......

parapente
25.11.2009 10:02
8 0

Das sind nette Herzerln!!

Ist auf Bewährung raus - und geht drücken . . . .
Noch blöder, er lässt sich dabei erwischen!

Peregrin
25.11.2009 08:37
18 0

beim letzten Coup wurde Komplize erschossen

Ich glaube, das ist die erste nuechterne Darstellung des Sachverhalts, die in den Medien aufgetaucht ist.

Antworten Gast: gast
25.11.2009 09:02
7 0

Re: beim letzten Coup wurde Komplize erschossen

Just the facts, m'am...