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Häusliche Gewalt: Heinisch-Hosek will Fußfesseln

25.11.2009 | 12:37 |   (DiePresse.com)

Jeder Zehnte hält sich nicht an Wegweisungen. Die Frauenministerin will daher elektronische Fußfesseln, um Opfer und Polizei zu warnen. In Spanien wird das System bereits getestet.

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Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) befürwortet den Einsatz von elektronischen Fußfesseln an Tätern häuslicher Gewalt, um Opfer vor weiteren Übergriffen zu schützen. Wie die "ZiB24" des ORF in der Nacht auf Mittwoch berichtete, ließ sich die Ministerin das spanische Fußfessel-System in Madrid vorführen. Heinisch-Hosek verwies darauf, dass in Österreich jeder zehnte Täter die gerichtliche Verfügung missachte, sich vom Opfer fernzuhalten. Das Fußfessel-System "wäre eine Möglichkeit, das hintanzuhalten".

Voriges Jahr kamen in Spanien 75 Frauen nach Fällen häuslicher Gewalt ums Leben. Zur Bekämpfung des Problems setzt die sozialistische Regierung auch auf eine Verschärfung der Strafen. So kann ein Richter anordnen, dass der Täter ein elektronisches Armband oder eine elektronische Fußfessel tragen muss. Die Geräte schlagen Alarm, wenn sich der Täter seinem Opfer auf 500 Meter nähert. Es werden sowohl das potenzielle Opfer als auch die Polizei verständigt.

"Ich glaube, dass das System des Armbandes, der Fußfessel, auch insofern gut wäre, weil in Österreich jeder zehnte Täter sich nicht daran hält, wenn eine einstweilige Verfügung vom Gericht da ist, dass er sich fernzuhalten hat", sagte Heinisch-Hosek dem ORF. Sie verwies darauf, dass die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt auch in Österreich zunehme. Der Anstieg der gemeldeten Fälle sei nur zum Teil dadurch zu erklären, "dass das Bewusstsein gestiegen ist" und mehr Frauen wüssten, wohin sie sich wenden sollen.

Tendenzielle Absage vom Justizministerin

Die Justiz erteilt dem Einsatz von elektronischen Fußfesseln "tendenziell" eine Absage. "Es schaut eher nicht so aus, dass sie eingeführt werden", erklärte Paul Hefelle, Sprecher von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (V). Eine Evaluierung habe ergeben, dass - aufgrund der "relativ geringen Zahl" an Verstößen gegen einstweilige Verfügungen - die Kosten zu hoch seien. Fraglich sei auch die "rechtliche Seite", da das verpflichtende Tragen von Fußfesseln letztendlich ein Eingriff in die Grundrechte sei.

Gewalt gegen Frauen als EU-Thema

Die Frauenministerin nahm am Montag auf Einladung ihrer spanischen Amtskollegin Bibiana Aido an einer Konferenz zum Thema "Gewalt und Jugend" in Madrid teil. Aido wies bei der Konferenz darauf hin, dass zwei Fünftel aller 113.500 Frauen, die nach häuslicher Gewalt Opferschutz erhalten haben, jünger als 30 Jahre sind.

(APA)

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22 Kommentare
Merlin
28.11.2009 23:16
0 0

Was nun?

Arme Männer gebt gut Acht,
was Heinisch-Hosek mit euch macht!
Sie stellt euch nach in ihrer Wut,
für euch Würschteln ist's nicht gut.
Sie will euch fesseln, knechten, strafen -
dabei seid ihr doch die Braven.
Die die immer zahlen und schweigen -
oder seid ihr doch die Feigen?

HermineK
27.11.2009 01:59
0 0

Ein Unsinn

Welch Tor, der denkt, präventive Maßnahmen seien ein Allheilmittel gegen Gewalt.
Der einzige Schutz gegen körperliche Übergriffe (seien die nun von Frau gegen Mann oder Mann gegen Frau) kann nur eine sinnvolle Bewaffnung sein. Man kann die Polizei nicht immer im Schlepptau haben und zudem erachte ich die Bürger als mündig genung, ihnen eine Waffe anzuvertrauen, mit welcher sie sich in den eigenen vier Wänden (darüber hinaus erlaubt unser Knebelsystem ja nicht) vor Übergriffen welcher Art auch immer - sei dies nun vor dem/der PartnerIn oder einem Verbecher - schützen können.

Und ja auch ich als Frau kenne solche Frauen, die zu Gewalttätigkeit neigen und ihrem Mann/Freund Schläge androhen. So fair muss man als Frau sein und sich eingestehen, dass nicht nur das männliche Geschlecht Gewalt verübt. Es geht nicht immer um die körperliche Schwäche, sondern oft um eine niedriges Selbstwertgefühl, das auch den Mann unterwürfig macht sodass er gegen eine gewalttätige Frau keine Wehr anwendet.


Kito
29.11.2009 12:41
0 0

Gute Güte!

Wissen Sie, nachdem ich jahrelang junge Männer im Umgang Waffen unterschiedlichsten Typs ausgebildet hatte, blieb mir nur der Schluß: Eine bewaffnete Zivilbevölkerung ist keine schöne Vorstellung.

Nun ist es so, daß ein Gutteil der männlichen Bevölkerung zumindest Vorbildung in der Handhabe einer Waffe vorweisen kann. Im weiblichen Populationsanteil sieht es hingegen traurig aus.

Können Sie sich vorstellen, wie ungemein schwierig es ist, Menschen den Einsatz einer Waffe zu Gefechtszwecken gegen einen klar erkennbaren Feind, dessen klare Absicht es ist, das Gefecht gegen einen selbst zu führen, beizubringen?

Können Sie es sich nun vorstellen, daß der Gebrauch einer Waffe im Falle eines Gewalttäters ungemein komplexer ist?

Halten Sie sich doch nur vor Augen, wie problematisch dies alleine schon für die professionell geschulte Exekutive ist, binnen Sekunden zu entscheiden, wann von der Waffe Gebrauch gemacht werden kann - soll - muß.

Eine aufgebrachte und durch Streit bereits emotional aufgeladene 23jährige, die im Gemeindebau mit Stahlbetonwänden ein halbes Magazin in die Luft streut, stellt in meinen Augen keine erstrebenswerte Zukunft dar.

Es gibt Pfeffer- und Tränengassprays sowie Elektroschocker - richtig eingesetzt können diese wahre Wunder bewirken.

Antworten Gast: jester
27.11.2009 10:57
0 0

Re: Ein Unsinn

Könnte es sein dass eine Frau Ihren Mann oder Freund zuerst einmal mental verprügelt um in ihm dieses "niedrige Selbstwergefühl" zu erzeugen?

Danke für die Warnung! Die nächste Freundin von mir bekommt gleich eine gescheuert sollte sie versuchen mich zu manipulieren und so "kampfunfähig" zu machen.
Nur so vorsichtshalber, denn man weiß ja nie was da sonst noch kommt ;-)

Gast: Jester
26.11.2009 14:46
1 0

Dann auch Fußfesseln für Frauen

Warum ignorieren die Regierung und die sogenannte Frauen/ Feninistinnenverbände, dass in insgesamt 95 wissenschaftliche Forschungsberichten, 79 empirische Studien und 16 vergleichende Analysen eindeutig festgestellt wurde, dass Frauen genauso gewalttätig sind wie Männer?

www.novo-magazin.de/45/novo4522.htm

Antworten Gast: T. roll
28.11.2009 21:45
0 1

Re: Dann auch Fußfesseln für Frauen

Aber ja, für jede Frau auf 85 Männer, die ihrem Alten eine gescheuert hat, auch ein paar Fussfesseln. Und einen Orden.

Gast: Herman Vilar
25.11.2009 19:57
1 0

Gewalt gegen Männer

Männer üben direkt Gewalt gegen Frauen aus, in seltenen Fällen, gottseidank. Frauen hingegen nutzen die Staatsgewalt gegen Männer aus. So gesehen sind Männer meist die Opfer von Gewalt, die von Frauen gelenkt werden, und gegen die sie sich nicht wehren können. Wird die Staatsgewalt aufgrund falscher Anschuldigungen gegen Männe gehetzt, gibt es keinen Schutz und keine Chance für die Männer, sich zu wehren. So 1000-e mal geschehen bei Wegweisung, Falschbeschuldigung von Vergewaltigung oder Missbrauch, und und und. Und das passiert täglich wieder, unter kräftiger Hilfe von Staat und Gesellschaft. Und dann kommt die EU noch und macht Gewalt gegen Frauen zum EU-Thema. Männer, was wird Euch jetzt noch blühen?

Merlin
26.11.2009 09:56
1 0

Re: Gewalt gegen Männer

Ja - aber Männer haben, außer Berufsvertretungen, eben keine Lobby als (Ehe)männer. Im Gegenteil: Rote und Grüne verfolgen sie fast wie Verbrecher mit Verdächtigungen und Vorverurteilungen.

Gast: detleffan
25.11.2009 14:07
3 0

diese fälle sind zwar spektakulär meistens zahlen aber Männer drauf - im wahrsten Sinne des Wortes

wenn man sich anschaut, wieviele Männer wegen (gescheiterten) Verbindungen zu Frauen ruiniert werden, kann man sich über dei einseitige Berichterstattung nur wundern.
Viele OBdachlose, gescheiterte, überschuldete Unterhaltsschuldner bevölkern die Strassen.
Sie werden ausgesackelt, habe keine Rechte, werden gerichtlicherseits einfach abgefertigt;
(Ex)Frau dagegen hat den Vorteil des Opferstatus - viele können das sehr gut verkaufen.

eigentlich unverständlich, weshalb sich so viele Männer die hacken ablaufen, um Frau zu "bekommen"; Männer im Süden würden sich das alles nicht gefallen lassen.

Es schaut so aus, als ob durch dauernde Männerdiffamierung vom rechtlosen status dse Mannes in AUT in Familienangelegenheiten abgelenkt werden soll; man will so die Männer untenhalten - durch Erzeugung eines schlechten Gewissens.

Gewalt ist sicher ein Problem -aber ein Randproblem.
Die vernichteten Existenzen, die sehr oft durch Willküraktionen von (Ex)Frauen entstehen aber vieel zahlreicher.
Es wird immer mit dem "Kindeswohl" argumentiert nach Trennungen. Dass aber Kinder durch die Zerstörung der Familien viel mehr leiden, als eventuell unter wenigen Übergriffen hat sich noch nicht bis zum Personal der Jugendämter/Familiengerichte herumgesprochen...

Hier ist schon längst jeglicher Bezug zur Realität verlorengegangen - Entmündigung der Männer, aber finanzielle Verantwortung!!!

Antworten Gast: Wahrheit
25.11.2009 23:28
1 0

gutes State

alles richtig wie sie es beschreiben - zumindest für mich

Entropix
25.11.2009 11:26
1 0

vielleicht auch

in der Politik geeignet, z.B. Überwachung des Abstandes Kanzler - Redaktion Kleinformat?

Merlin
27.11.2009 13:51
1 0

Re: vielleicht auch

... und ganz wichtig: zur Überwachung des Abstandes Kanzlerhand - Staatskassa.

Gast: Der gläserne Mensch
25.11.2009 10:35
2 0

LOL



Im Allgemeinen sind die Sozen ja so sensibel, wenn es um den Datenschutz von Kriminellen (sogar von Schwerkriminellen) geht.

Aber beim dernier cri "Häusliche Gewalt", kann¿s scheinbar gar nicht genug Law and Order geben.

Ach, wie kenn ich meine Pappenclowner in- und auswendig!

Peregrin
25.11.2009 11:16
2 0

Re: LOL

Zumindest wenn es gegen Maenner geht.

AlpsFlyer
25.11.2009 09:39
2 0

Ach, was geniesse ich es...

dass mir das Weiberpack sowas von gestohlen bleiben kann.
Macht ruhig weiter so!

toranaga
25.11.2009 09:33
0 0

...

"Die Geräte schlagen Alarm, wenn sich der Täter seinem Opfer auf 500 Meter nähert."

das würde bedeuten, dass das (potentielle) opfer auch immer ein ortungsgerät bei sich tragen müsste.

vielleicht ist hier auch nur unprofessionell recherchiert und gemeint, dass die geräte alarm schlagen würden, wenn sich der täter dem wohnort des opfers auf 500 m nähern würde...

davon angesehen befürworte ich natürlich alles, was in der praxis zur verhinderung von gewalt führt.

toranaga
25.11.2009 09:34
0 0

Re: ...

..."abgesehen"...

Gast: Na und?
25.11.2009 09:20
3 0

Nur mal zum Nachdenken:

Woher soll zB in einer Stadt der Mann wissen, wo seine Ex herumkurvt?

Für den Fall, daß er ihr zu nahe kommt (er in der U-Bahn, sie drüber im Auto), wird ER bestraft, und SIE kann sich überall herumtreiben?!?!?

Komische Sache...

Das Wegweiserecht ist sowieso ein Witz. Es ist das perfekte Mittel, den Mann schnell zu entsorgen und auf diese Weise zum Haus oder zur Wohnung zu kommen.

...und bis der Mann dagegen erfolgreich vorgegangen ist, sind Sparbücher und Wertsachen dahin...

Merlin
25.11.2009 09:11
1 0

Sowieso

Da (zu Recht oder zu Unrecht) weggewiesene Ehemänner und Ehemänner überhaupt potentielle Gewalttäter und Vergewaltiger sind, wären Fussfesseln für Ehemänner wahrscheinlich das Sinnvollste. Die Frauen wären dann endlich sicher - dank FeministInnen!

raptor
25.11.2009 09:23
1 1

Re: Sowieso

Wie eine elektronische Fußfessel eine Tat verhindern soll ist mir schleierhaft, da der Täter bei häuslicher Gewalt a priori gar nicht auf Unausgeforschtbleiben aus ist. Oder glauben Sie, die Polizei springt sofort mit dem Fallschirm ab, sobald irgendwo eine Fußfessel piepst? Das dauert - best case! - 30 bis 60 Minuten bis die vor Ort sind und dann sind es "nur" Streifenpolizisten und nicht das SEK.

"... dank FeministInnen ..." werden Frauen wieder einmal mit symbolischer Sicherheit abgespeist anstatt mit echter Sicherheit versorgt zu werden. Echte Sicherheit würde konsequente Haft für Gewalttäter anstatt Diversion und bedingte Haft bringen sowie die Bewaffnung potentieller Opfer.

SOKs
25.11.2009 10:00
1 0

Re: Re: Sowieso

ich kann mich Ihrem Standpunkt nicht anschließen. Sie setzen voraus, dass die häusliche Gewalt vom MANN augeht. Sie sind in die Falle der Gutmenschen gegangen. Der FRAUEN Terror heute ist sow immer früher auch diffizieler. Ein MANN würde bei den psychotischen Anfällen seiner Ehefrau nicht die Polizei und das Gericht bemühen um sie wegweisen zu lassen. Irgendwann rastet er aus. Der Unabhängige Vewaltungs Senat hat zahlreiche Wegweisungen mit Gerichtsbestätigung aufgehoben. Es ist nicht so wie es scheint. Ich sehe die Angelgenheit eher als impertinenten Akt der Bevormundung und der Hetze gegen Männer. Eine Zerrütung von Familien "aufgrund" der heutigen sozialen Situation und der wohlwollend zusehenden Regierungen. Statt etwas zu unternehmen, gießt sie nur weiter Öl ins Feuer. Mit solchen Typen wie die Heinisch. Das lenkt doch blendend ab von allen Problemen, die sie nicht lösen mag.

Antworten Antworten Antworten Gast: tut weh
25.11.2009 23:35
0 0

diese Falle

...war beinahe 30 Jahre so ein Gutmensch......

sie haben zumindest für meine Person recht ......"Hetze" zum Leid des Kindes und das nennt sich SOZIAL..