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H1N1: Grippespitze zu Weihnachten

30.11.2009 | 18:33 |  TERESA SCHAUR-WÜNSCH (Die Presse)

Wiens Spitäler rüsten für den Höhepunkt der Grippewelle, der rund um den Jahreswechsel erwartet wird. Kinderambulanzen sind schon jetzt an der Belastungsgrenze.

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WIEN. Weihnachtsferien im Krankenbett? Geht es nach den Prognosen der Experten, könnte das so manchem blühen: Anfang bis Mitte Jänner könnte die aktuelle H1N1-Grippewelle ihren Höhepunkt erreichen.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) rüstet sich deshalb schon jetzt für verstärkten Andrang rund um Weihnachten – vor allem in den Kinderambulanzen. Dort gebe es schon jetzt „zum Teil sehr hohe Belastungen“, erklärt KAV-Generaldirektor Wilhelm Marhold. Die Situation habe sich zuletzt zwar entspannt, befinde sich aber noch immer auf einem hohen Niveau. Und: Zu den Weihnachtsfeiertagen und in Schulferien würden Ambulanzen an sich schon stark frequentiert, auch ohne H1N1.

Weshalb man sich zu Vorkehrungen entschlossen habe: „Wir nehmen Turnusärzte, die wir sonst mit 1.Jänner beziehungsweise 1.Februar aufgenommen hätten, schon mit 14.Dezember auf.“ Insgesamt zwischen 40 und 50 neue Ärzte würden daher sofort entsprechend eingeschult, um bei den Vorarbeiten in den Ambulanzen helfen zu können.

Ungewöhnlich hohe Zahlen an Kindern und verunsicherten Eltern drängen sich derzeit auch in der Ambulanz des St.Anna Kinderspitals. Im Schnitt zählte man dort im November 185 Notfälle pro Tag. Zum Vergleich: Im stärksten Grippemonat des Vorjahres, dem Dezember, waren es durchschnittlich 155. „Wir haben bereits sämtliche personellen Reserven mobilisiert“, sagt Gustav Fischmeister, Leiter der Ambulanz. „Aber wir wissen nicht, wie lange wir das noch durchhalten können, ohne dass sich die Wartezeiten stark verlängern.“

 

„Ambulanzbesuch berechtigt“

Gleichzeitig widerspricht er der Aussage eines Gesundheitsexpertens, dass ein Großteil der Kinder gesund die Ambulanzen verstopfen würde. „Etwa 70 Prozent der Kinder hier haben Grippe.“ Und: „Jeder, der kommt, hat seine Berechtigung. Am schlimmsten wäre, jemand kommt nicht, und es passiert doch etwas. Es ist unsere Aufgabe, die wenigen heiklen Fälle herauszufiltern.“ Bis jetzt habe es aber keinen einzigen lebensbedrohenden Fall gegeben. Ein geschätztes Viertel der behandelten Kinder habe Sekundärinfektionen wie Lungenentzündungen oder eitrige Mittelohrentzündungen – einen Unterschied zur saisonalen Grippe kann er in dieser Hinsicht nicht erkennen.

 

„Wie eine normale Welle“

Auch in der Zahl der Erkrankten zeigt sich kein Unterschied zur saisonalen Grippe. Laut Hochrechnung waren vor einer Woche 30.000 bis 45.000 Menschen an der Neuen Grippe erkrankt, 15.800 in Wien (die aktuelle Zahl wird heute errechnet). „Diese Zahlen entsprechen dem Beginn einer normalen Grippewelle“, erklärt Ursula Karnthaler von der Landessanitätsdirektion Wien. Errechnet werden die Zahlen auf Basis der Meldungen ausgewählter „Grippeärzte“, die ihre Patienten testen.

Der Ansturm auf die Impfung hält sich wie schon in den letzten Tagen in Grenzen. Obwohl seit gestern Patienten zur zweiten Impfung aufgerufen sind (mindestens drei Wochen nach der ersten Injektion), blieb es in den Impfstellen ruhig, hieß es bei der MA15 (Gesundheitsdienst).

Dafür gibt es hier, wie auch bei Gesundheitsministerium und GKK, zunehmend Anfragen von Betrieben, die im Unternehmen Impfaktionen durchführen wollen. Derzeit sei das Ministerium dabei, eine Richtlinie zu erarbeiten, heißt es bei der Wiener GKK. Festgelegt wurde bisher, dass Firmen ab 9. Dezember Impfstoff bestellen können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2009)

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6 Kommentare
Satori65
01.12.2009 09:34
0 0

Es gibt sie also noch, die Schweinegrippe...

oder ist ist schon wieder ein Platz über, der gefüllt werden muss!
Mich würde interessieren, woher immer die Daten kommen. Aus der Redaktion? aus dem Gesundheitsamt, damit die Impfdosen weiter verkauft werden?

Ich persönlich kenne keinen einzigen (Grippe-) Fall in meinen Arbeits-, Verwandten-, Bekannten- und Kinderkreis!! (Wien)

Gast: der Sommerspross
01.12.2009 01:51
1 2

stellts euch vor ...

..man hat die H1N1Grippe wohnt vielleicht noch in Telfs - hat vor 2 Jahren von den Meinlaktien zu den Immofinanzaktien gewechselt und ein Fertighaus bei Kampa angezahlt sowie einen Grund gekauft wo Altlasten zum Vorschein kommen und einen Fayman als Bundeskanzler und einen Finanzminister der in Krisenzeiten in der Südsee Urlaub macht und vielleicht noch ein Leasingauto welches mit Sommerreifen über den Winter kommen muss und dann wird zum grössten Schock noch die Produktion vom Charmin Toilettenpapier eingestellt und die Katze hat die Sch.....und die Weihnachtsbeleuchtung im Garten brennt nur wenn der Wind geht und eine Bettwäsche von KIK die so warm ist dass man glaubt man schläft in einem Tuppergeschirr! Gute Nacht und schaut¿s dass nicht krank werd¿s!Dass kann weh tun!

Gast: G Ast
30.11.2009 23:37
0 2

Wer will noch mal, wer hat noch nicht?


Die Giftspritze für den Pöbel - und der hat auch noch dafür zu zahlen.

Gast: Gast
30.11.2009 21:01
0 2

Da sieht man, was für eine unnötige Panikmache es war. Schähmt euch Politiker und Pharmariesen !!!


Antworten JoL
01.12.2009 08:09
0 0

Re: Da sieht man, was für eine unnötige Panikmache es war. Schähmt euch Politiker und Pharmariesen !!!

Aber wehe es wäre was passiert.

Dann wäre noch lauter geschimpft und geschrien worden als jetzt.

Mal abgesehen davon, hat die grösserer Panikmache in div. Foren statt gefunden.

Gast: MeineMeinung
30.11.2009 20:45
1 1

AKH und die Grippe

Besonders spannend ist dass sich viele Krankenhäuser für eine neue Welle der Grippe rüsten und personell als auch in ihrer Infrastruktur vorbeugen das AKH bzw die MUW es aber immer noch nicht geschafft hat die Patientenströme zu lenken, Personal aufzustocken und eine Art Masterplan zu erstellen.
So werden wohl weiterhin Grippekranke mit Masken neben Immunschwachen und Schwerstkranken auf den Wartebänken der Notfallabteilung sitzen und stundenlang auf Betreuung durch das dort völlig überlastete Personal warten.
"AKH, die menschliche Größe" eben.