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Vorarlberg: Bürger verhindern Abschiebung von Familie

25.02.2010 | 15:25 |   (DiePresse.com)

Eine vierköpfige kosovarische Familie hätte am Donnerstag abgeschoben werden sollen. Einheimische haben erfolgreich dagegen protestiert. Die Familie sei gut integriert, sagt der Bürgermeister von Röthis.

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Eine für Donnerstag früh geplante Abschiebung einer in Röthis (Bezirk Feldkirch) lebenden kosovarischen Flüchtlingsfamilie ist nach Protesten von Einheimischen und des Bürgermeisters vorerst verschoben worden. Die vierköpfige Familie mit Kindern im Alter von drei und fünf Jahren sollte gegen 4 Uhr von zu Hause abgeholt werden, bestätigte Bürgermeister Norbert Mähr Berichte Vorarlberger Medien. Nach Interventionen von Mähr in der Nacht wurde die Familie in ihrem Haus belassen.

Als die Polizisten die Familie abholen wollten, hatten sich rund 30 Bürger sowie Mähr vor dem Haus der Familie versammelt. Nach Telefonaten des Bürgermeisters mit den Behörden wurde die Aktion abgebrochen. "Die Beamten vor Ort waren sehr kooperativ, es ist alles friedlich verlaufen", sagte Mähr. Geplant war, die Familie zunächst ins Anhaltezentrum Bludenz zu bringen. Für 8 Uhr war für die Familie ein Flug mit Abflughafen Zürich gebucht.

Aufenthaltsverbot in Deutschland

Nach Angaben von Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) haben die Asylbehörden in dem Fall der Familie negativ entschieden. Er habe sich für ein humanitäres Bleiberecht der Familie eingesetzt. Dieses zu erteilen sei aber nicht möglich, da gegen den Familienvater ein Aufenthaltsverbot in Deutschland vorliege. Laut Mähr wird der Mann - der selbst in Deutschland geboren sei - der illegalen Einreise nach Deutschland beschuldigt, wo er seine Mutter besucht habe.

Familie gut integriert

Bevor nun weitere Schritte gesetzt werden, wolle man die Situation mit dem Aufenthaltsverbot abklären, sagte Schwärzler. Das habe er mit der Sicherheitsdirektion so besprochen. Nach Mährs Informationen "kann dieses Delikt innerhalb von drei Wochen gelöscht werden". Jedenfalls müsse eine "menschliche Lösung" gefunden werden, betonte der Bürgermeister: "Die Familie ist seit vier Jahren da und bestens integriert, sie sprechen gut Deutsch und haben Arbeit". Für eine Delogierung einer Familie mit zwei Kindern mitten in der Nacht habe er kein Verständnis, unterstrich der Bürgermeister. Überdies habe er von der geplanten Abschiebung nur über Umwege erfahren.

Schwärzler erklärte, eine Abschiebung im eigentlichen Sinn sei gar nie geplant gewesen, sondern vielmehr eine "gemeinsame Rückkehr in den Kosovo mit der Caritas". Die Familie hätte auch in ihrer Heimat weiter unterstützt werden sollen.

Für Aufregung unter den Bürgern in Röthis sorgte auch, dass das dreijährige Mädchen der Familie - das in Vorarlberg geboren wurde - derzeit krank ist. Während allerdings eine Kinderärztin von einem Flug abriet, hielt der Amtsarzt das Kind für reisefähig. Die verschiedenen Arztdiagnosen konnte sich auch Schwärzler nicht erklären.

(APA)

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76 Kommentare
 
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Gast: Polly1988
09.03.2010 09:03
0 0

BÜRGERMEISTER HILFT VOR ABSCHIEBUNG!

Es ist ja schön zu erlesen, dass der Bürgermeister N.Mähr sich so -gerade jetzt vor der Wahl!!!- für seine Mitbürger einsetzt..............nur gerade als ich selbst um Hilfe bat beim Bürgermeisterawmt Röthis˙
im Jahre 2009 und selbst als alleinerziehende Mutter mit 6 kleinen Kindern von der Abschiebung bedroht war, ließ man mich nicht mal zum Bürgermeister direkt vorsprechen, sondern schickte seinen Sekretär nur vor............die Leute sollten in und um Röthis endlich mal aufwachen und sich gut überlegen wem sie ihre Wahlstimme zukommen lassen!!! Und ein Bürgermeister sollte sich was schämen, Personen zu benutzen, um an Wählerstimmen zu kommen.

Elke Tomke nebst Familie

Gast: Leser
26.02.2010 09:45
0 1

Liebe zensur - da waren wohl zu viele Poster für die Abschiebung.

Ja Freunde der Wind dreht sich langsam....

Hans Landa
26.02.2010 09:44
1 1

Bürgermeister

Endlich mal ein Bürgermeister, der sich um das Anliegen seiner Bürger kümmert. Welcher Unmensch will ein krankes Kind um 4.00 Uhr morgens in einen Flieger setzten? Da is es wohl egal, woher die Leute kommen,denn es wird ein Gesetz schlecht exekutiert und dagegen kann man sich zu recht wehren, ob Friede im Kosovo hin oder her. Würde ich mir auch wünschen, wenn ich in Not kommen würde und auswandern müsste.

Antworten Gast: Leser
26.02.2010 09:46
1 2

Re: Bürgermeister

Für die linkslastigkeit der VP hätten wir keine weiteren Beweise gebraucht.
Der Bürgermeister bekommt seine Rechnung bei den nächsten Wahlen.

Antworten Antworten Hans Landa
26.02.2010 13:29
0 0

Re: Re: Bürgermeister

Es würde mich wundern, falls der Bürgermeister nicht ein zweites mal gewählt werden würde.lg

Gast: Nemesis
26.02.2010 09:41
0 0

Schöner Sch... für die linken Medien!

Finden sich doch auch in den Foren immer weniger die die Gesetzesbrüche diverser Bereicherer und ihrer Untestützer noch bejubeln.....

Gast: trainingsraum
25.02.2010 21:20
1 0

und wie viele bürger wären FÜR eine abschiebung gewesen?


Gast: herbert
25.02.2010 20:45
0 0

Gesetz

Recht muss für alle gleich gelten, und ich nehme an, dass das Verfahren in Ordnung war.

Eine Familie mit kleinen Kindern um 4Uhr morgens zu beamtshandeln, (das ist ein traumatisches Erlebnis), ist aber unmenschlich und unglaublich feige.

Gast: mies
25.02.2010 19:43
4 2

Wieder eine Familie die ihren Aufenthalt erzwingt.

Es ist ein Graus.

Dabei ist der Kosovo ganz eindeutig sicher und Krieg gibts dort schon lange keinen mehr. Wieso werden diese Leute nicht in ihre Heimat zurück geführt?

Cuchulainn
25.02.2010 19:39
0 1

Röthis

Nomen est omen.

Gast: Rathaus-Tschu Baka
25.02.2010 19:34
2 3

Wer in Deutschland Aufenthaltsverbot hat

der hat gewaltig Dreck am Stecken.

Antworten RAL
25.02.2010 20:28
3 1

Re: Wer in Deutschland Aufenthaltsverbot hat

Engstirnig, unmenschlich, voreingenommen, wie alee Rechten. Der Familienvater hatte lediglich illegal seine Mutter besucht. ihr Mail richtet sich selbst.

Firemage
25.02.2010 19:23
2 0

schön!


RAL
25.02.2010 19:07
7 2

ES GIBT SIE NOCH.......

Menschen die egal mit welcher Partei sie sympathisieren, aus humanen Gründen, Zivilcourage zeigen. BRAVO !!!!

2 2

Werbung für Schlepperbanden! Salzburger Nachrichten

Dieser Vorfall wird sicherlich als Werbung für die Schlepperbanden dienen, denn wenn Asyl für ein sicheres Land gewährt wird, dann zeigt das, es darf ohnehin fast jeder bleiben.

Salzburger Nachrichten 25. Februar 2010:
"Schlepper werben für Österreich"

Die Polizei hat einen Schlepperskandal auf Weisung des Innenministeriums vor der Nationalratswahl vertuscht, berichten die "Salzburger Nachrichten" ("SN"). Laut Polizei habe eine international agierende Bande Hunderte, möglicherweise sogar Tausende Türken illegal nach Österreich geschleust. Ein türkischstämmiges Ehepaar aus Thalgau im Flachgau soll ebenfalls eine zentrale Rolle gespielt haben.

So wie es von den linken Fanatikern gehässig, unsachlich - auch in diesem Forum, aber auch generell - zugeht, werden die Schlepper sicherlich ermutigt werden, ihre kriminellen Akte auf Kosten der Österreichischen Steuerzahler zu steigern!

Gast: JaKonator
25.02.2010 18:17
1 2

Mich würde interessieren...

... warum dieser Mann in Deutschland ein Aufenthaltsverbot hat? Was hat er angestellt? Da kommt mir eine Familie Z. in den Kopf geschossen...

Weiters würde ich gerne wissen, wer da die Uhrzeit und Datum der Abschiebung ausgeplaudert hat. Ich mein solche Sachen sind normal streng geheim. Wen man den erwischt ohne mit dem Auge zu zucken einsperren!

Gast: netvienna
25.02.2010 18:03
5 2

Danke Liebe Röthner

ihr habt gezeigt dass es auch im schwarzen Vblg. noch Menschlichkeit gibt

Gast: schumpeter
25.02.2010 17:48
3 7

Es reicht ...

... haben sich die engagierten Bürger im Ländle gedacht und eine Protestaktion wie aus dem Bilderbuch gesetzt. Gratulation ... ich stehe voll hinter euch!
Wer diese Abschiebeaktion mitverfolgen konnte, ist völlig zu Recht empört. Da drängen sich schon einige Fragen auf: Wie kann man in einer reifen Gesellschaft derartig stümperhafte, menschenverachtende Gesetze erlassen? Warum ist dieses Ungeheuer aus einem oberösterreichischen Schotterteich eigentlich immer noch Mitglied unserer Regierung?
Höchste Zeit, uns Staatsbürgern endlich die Ziele zu nennen, auf denen diese grauslichen Maßnahmen basieren. Im Regierungsprogramm ist davon jedenfalls nix zu entdecken ...

Antworten Gast: Hochwürden
25.02.2010 19:15
3 1

Re: Es reicht ...

Da haben Sie aber wirklich einmal recht.
Österreich braucht endlich einen Türken als Innenminister, daß da was weiter geht. Einwanderung ins österreichische Sozialamt ist ein verbrieftes und fundamentales Menschenrecht.
So schauts aus.

Gast: Fakt ist
25.02.2010 17:41
2 4

Da darf kein Unterschied gemacht werden

auch Ös. sollten und dürfen bestraft werden, so wie in diesem Fall wenn sie gegen das Gesetz handeln. Kein Staat darf sich von der Humanitätsduselei einzelner Bürger einlullen lassen
sonst hat er schon verloren.

Antworten Cuchulainn
25.02.2010 18:08
0 2

Re: Da darf kein Unterschied gemacht werden

Natürlich hat er verloren. Dafür sorgen schon Rot-Schwarz-Grün.

Gast: SW
25.02.2010 17:11
3 3

Fragen

Als durch die Methodik gewisser Organisationen bzw Parteien und ihrer Anwälte bei einer anderen allzu bekannten Kosovarenfamilie gebranntem Kind stellen sich für mich hier einige Fragen:

1. Hatten die 30 Bürger Migrationshintergrund und wieviele stammen tatsächlich aus dem 2.037 Einwohner zählenden Ort?

2. Wann stellte die Kinderärztin die Diagnose?

3. Der Kosovo ist für Albaner ungefährliches Terrain, Serben könnten in Serbien um Asyl ansuchen - wieso sind sie schon 4 Jahre in Österreich?

4. In einer früheren Version dieses Artikels war noch von "Anwälten" beim Protest die Rede, wurde er umgeschrieben oder erinnere ich mich falsch?

deja vu?

diese ganze ausgangslage kommt mir nur allzu bekannt vor...

difficile est satiram non scribere.

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Du siehst: Die Bürgerin mag eben die Neuen Österreicher und Sie begrüßen die neuen Bürgerinnen!

Nur die FPÖ ist halt phobisch - aber kein Wunder bei dem, was die von ihrem Chef ertragen müssen.

Gast: David
25.02.2010 15:46
5 1

Gesetzesbruch ersitzen?


Antworten Fritz
25.02.2010 16:33
2 5

Re: Gesetzesbruch ersitzen?

Warum nicht?
Das ist dieselbe Vorgangsweise, die die FPÖ mit den zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten praktiziert!

 
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