25.05.2012 23:25 | Meine Presse Merkliste 0

Unfälle: Radfahrer besser als ihr Ruf

22.04.2010 | 19:16 |  ANDREAS WETZ (Die Presse)

Trotz ihrer steigenden Zahl werden die Verkehrsopfer unter den Radfahrern weniger. Damit bestätigen sich Beobachtungen, die im Ausland längst bekannt sind.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Radfahrer überqueren auch bei Rot Kreuzungen, benützen gerne den Gehsteig und nehmen Verkehrszeichen nur beiläufig wahr. So, oder so ähnlich lauten die gängigsten Vorurteile gegen Stadtbiker. Manchmal stimmen sie, meistens nicht. Faktum jedenfalls ist, dass sich der nachweislich steigende Radverkehr in Österreich positiv auf die Verkehrssicherheit auswirkt. Und das insbesondere in Wien.

Wiener Radfahrer waren im Vorjahr 573-mal in Unfälle verwickelt. Ein Rückgang von 6,9Prozent. Die Zahl der Verletzten ging um 5,9Prozent auf 552 zurück. Ein Radfahrer wurde getötet (2008: drei). Im Gegenzug stieg die Radnutzung der Wiener Bevölkerung um 5,8Prozent auf durchschnittlich 165 Kilometer pro Kopf und Jahr. Auch die meisten Zählstellen registrierten im Vorjahr einen Zuwachs in dieser Dimension. Am Radweg vor der Oper (Ringstraße) waren werktags im Schnitt 2924 Radfahrer unterwegs.

Zwar hinken die Wiener in Kilometerleistung und Gesamtradverkehrsanteil nach wie vor allen anderen Bundesländern hinterher, andererseits ist das auch damit zu erklären, dass wegen der kurzen Distanzen im städtischen Gebiet ohnehin viele Wege zu Fuß oder in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden.

 

Baut Wien die „falschen“ Radwege?

Die Stadt Wien führt den Sicherheitsgewinn unter anderem auf die Ausdehnung von Tempo-30-Zonen und die „vorausschauende und zielgenaue Verkehrssicherheitspolitik“ (Stadtrat Rudolf Schicker) zurück. Tatsächlich dürfte der Grund für den Rückgang der Opferzahlen aber ein anderer sein.

Seit Jahren schon beobachten Experten in Ländern, in denen der Radverkehr besonders stark ausgeprägt ist, das Phänomen, dass mit dem steigenden Radanteil am Gesamtverkehrsaufkommen das Unfallrisiko für den Einzelnen deutlich sank. Im dänischen Kopenhagen etwa stieg die Pro-Kopf-Laufleistung in Kilometern seit 1995 um 44 Prozent. Die Zahl der verunglückten Radfahrer hingegen fiel um 60Prozent, das Unfallrisiko je Kilometer nahm gar um 72Prozent ab. Die Wissenschaft nennt die der Beobachtung zugrunde liegende Theorie „safety in numbers“.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung hat Wien bei der Sicherung des Radverkehrs noch deutliches Potenzial nach oben. In der Hauptstadt nämlich, sagt Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen (Boku), habe man in den vergangenen Jahren schlichtweg die „falschen“ Radwege gebaut. Gemeint sind jene, die hinter parkenden Autos oder dichten Alleebäumen vor Auto- und Motorradfahrern versteckt werden. Heute weiß man, dass dort, wo solche Radwege die Fahrbahn kreuzen, die größten Gefahren für Kollisionen lauern.

Eine sichere und gleichzeitig kostengünstige Alternative sind sogenannte Mehrzweckstreifen, wie sie Interessensvertretungen wie etwa die IG Fahrrad seit Jahren fordern. Radfahrer, sagt Alec Hager von der IG Fahrrad, seien so besser sichtbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie deutlich billiger zu realisieren sind als baulich getrennte Radwege. Warum es sie in Wien trotzdem noch gibt, hat einen Grund: Die Umsetzung kostet meistens Parkplätze. Autofahrer bringt das in Rage, Politiker verlieren den Mut.
Statistik Austria

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.04.2010)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

22 Kommentare
Gast: Stadtradler
27.04.2010 12:42
0 0

Interessanter Artikel, interessante Postingschlacht

Habe gerade interessiert den Artikel gelesen, bestätigt auch die ErFAHRung: Je mehr Rad gefahren wird, desto sicherer. Die anderen Verkehrsteilnehmer gewöhnen sich daran, dass es auch Radler gibt, die Radfahrer werden "geübter".
Falsche Radwege: Gerade wird ja ein Riesenbudget für den Wientalradweg verschleudert, der in Bezug auf Sicherheit und Radverkehr nur minimal etwas bringt. Prestige vor sinnvoller Radverkehrspolitik.
Zu der Kennzeichendiskussion: Geht aber ziemlich am Artikel vorbei: Da steht nicht, dass die Radfahrer so schrecklich und gefährlich sind, dass man sie unbedingt härter verfolgen muss. Oder hab ich was falsch gelesen???

El Barato
23.04.2010 14:00
1 1

Vorurteil?

Ein Vorurteil wäre eine Aussage, die nicht auf Fakten basiert.

Da einem allerdings täglich Radler auf Gehsteigen begegnen und die Einhaltung der StVO (Ampeln, Einbahnen) nach wie vor für viele Radfahrer optional ist, wäre wohl eine quantitative Untersuchung interessant, um hier Aufschluss zu geben.

Und wenn die IG Fahrrad Mehrzweckstreifen will, dann soll sie zunächst ihren Widerstand gegen die Kennzeichenpflicht für Radfahrer aufgeben - denn dann würde sich die verantwortungslose Fahrweise einiger, die sicher auch negativ auf die "Braven" abfärbt, hoffentlich mal aufhören.

Antworten Gast: Fritz oder Sepp
24.05.2010 04:13
0 0

Re: Vorurteil?

Ich bin dafür, dass alle Fussgeher auch Verkehrszeichen bekommen. Sind ja (dem Auto) völlig gleichwertige Verkehrsteilnehmer. Und ab auf die Fahrbahn mit Ihnen, wo sie hingehören und eigentlich seit Menschengedenken gewesen sind.

Antworten expresso
26.04.2010 16:06
0 0

Re: Vorurteil? - Radfahrer auf Gehsteigen

Die meisten Radfahrer, die mir auf Gehsteigen begegnen, machen das aus einem bestimmten Grund: Dort befindet sich neben dem Gehweg auch ein benützungspflichtiger Radweg.

Andere (die auf reinen Gehwegen fahren) gibt es natürlich auch. Ich sehe die aber weit aus seltener Fußgänger gefährden.

Antworten Gast: recycling
26.04.2010 16:00
0 0

Re: Vorurteil?

Die meisten Radfahrer, die mir auf Gehsteigen entgegen kommen tun das aus einem ganz bestimmten Grund: Neben dem Gehweg befindet sich dort ein benützungspflichtiger (!) Radweg.

Antworten felczak
23.04.2010 19:08
0 0

Re: Vorurteil?

Kennzeichen - es gibt kein Land auf der Welt mit Fahrradkennzeichen. Schweiz ist gerade dabei ihre Versicherungsplakette (ja, Versicherungsplakette, das war nie ein Fahrradkennzeichen) abzuschaffen.
Und kann der Gast ED erklären wie man Kennzeichen in Österreich in Zeiten von Schengen für Fahrradtouristen verwalten soll? Und was machen wir mit den Rennradfahrern und Kinderrädern, sollen sie auch Kennzeichen benötigen?
Und sollen wir einen enormen bürokratischen Verwaltunsapparat für die Kennzeichen aufbauen?
Bevor Fahrradkennzeichen gefordert werden hätte ich gerne die Antworten auf die Fragen oben.

Antworten Antworten El Barato
24.04.2010 14:24
0 0

Re: Re: Vorurteil?

Antwoten auf Ihre Fragen:

* Nur weil es etwas noch nicht gibt, heißt das nicht, dass man es nicht einführen sollte, wenn es gut ist.

* Schengentouristen: Vertrieb von Gastkennzeichen über Trafiken, Hotels, Postämter... Die Möglichkeiten sind mannigfaltig, wenn man nur möchte.

* Kennzeichen auch für Rennräder (gerade für die!), Kinder sollten üblicherweise nur in Begleitung ihrer Eltern fahren (kann man recht leicht mit der Rahmengröße regeln).

* Warum enorm und bürokratisch? Siehe Vertrieb via Outlets Trafik, Hotels, Postämter etc - damit finanziert sich die Sache quasi selbst.

Fragen beantwortet - ich erlaube mir nach wie vor, Kennzeichen zu fordern.

Antworten Antworten Antworten felczak
24.04.2010 19:18
0 0

Re: Re: Re: Vorurteil?

* vielleicht gibt es gute Gründe warum es keine Kennzeichen für Fahrräder gibt, sonst hätte irgend ein Land sie schon längst eingeführt

* wir reden hier von KENNZEICHEN die für das Auffinden von Verkehrssündern dienen und kein Autobahnpickerl. Kennzeichen würden ein Zulassungsschein für jedes Fahrrad erforderlich machen und wer kontrolliert, den Schein und wer meldet welches Kennzeichen wem gehört? Der Trafikant, das Hotel, der Kassier bei der Post? Nein, es gibt gute Gründe warum es das Verkehrsamt macht. Und was macht man mit gestohlenen Rädern? Eine enorme Bürokratie.

* Kennzeichen für Rennräder. Da würde der Radsportverband was dazu zu sagen haben weil bei Rennrädern jedes Gramm zählt und dann ein Kennzeichen mit einem riesen Luftwiderstand montiert werden muss. Das wäre das Ende des Radrennsports in Österreich. Rahmengröße ist kein brauchbares Kriterium. Siehe Falträder von Brompton.

* Wer soll dann die Kennzeichen überprüfen? Unsere schon hoffnungslos überlastete Polizei?

* Kennzechen würden auch eine Ausweispflicht für Radfahrer erforderlich machen (so wie heute für motorisierte Fahrzeuge) und bedeutet eine Verfassungsänderung.

Es wurde keine einzige Frage zum Thema seriös beantwortet.


Antworten Antworten Antworten Antworten El Barato
24.04.2010 21:00
0 0

Re: Re: Re: Re: Vorurteil?

Kennen Sie den Spruch "wer will, findet Wege - wer nicht will, findet Gründe"?

Getreu diesem Motto sind Sie nicht daran interessiert, konstruktive Lösungen für ein Problem zu finden, das notgedrungen alle Menschen angeht (jeder ist gezwungenermaßen Verkehrsteilnehmer), sondern rattern gebetsmühlenartig Ihre Positionen herunter und verweigern sich jedem Konsens. Sie trachten lediglich danach, den Status des Radfahrers als Fahrzeugführer ohne Verantwortung und Rechenschaft zu zementieren - daher KANN gar niemand Ihre "Fragen" "seriös beantworten", da Sie immer ein "Argument" finden werden, das Ihr ideologisches Konstrukt stützt.

Trotzdem ist es eine Tatsache - auch wenn Sie das nie akzeptieren werden - dass unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Ordnung auf dem motorisierten Verkehr fußt und dass das Fahrrad fahren als Fortbewegungsmethode deswegen, aber auch aus strukturellen Gründen (Topographie, Bausubstanz, Struktur der Innenstädte) in Österreich IMMER ein Nischendasein fristen wird.

Und genau deswegen ist es die Einstellung von Leuten wie Ihnen, welche die öffentliche Wahrnehmung von eingefleischten Fahrradfahrern und deren Interessensvertretungen als störrische und verbrämte Realitätsveerweigerer aufrechterhält.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten felczak
24.04.2010 21:25
1 0

Eine konstruktive Lösung muss alle Randbedingungen berücksichtigen

und wenn Sie keine Antworten auf meine Fragen finden sollten Sie sich vielleicht überlegen, ob Ihre Lösung überhaupt praktisch umsetzbar und sinnvoll ist.

"Fahrzeugführer ohne Verantwortung und Rechenschaft" könnte man genau so für viele Autofahrer anwenden, schauen Sie sich http://vienna.mybikelane.com/ an und dann sehen Sie was viele KFZ-Lenker aufführen obwohl die Autos Kennzeichen haben.

München ist hinsichtlich Topographie, Bausubstanz und Struktur der Innenstadt Wien sehr ähnlich und dort beträgt der Radverkehrsanteil 14%, was ich nicht als Nischendasein sondern als bedeutender Anteil des Gesamtverkehrs bezeichnen würde.

Als Realitätsverweigerer bezeichne ich Menschen, die die Umwelt- und Lärmprobleme, die Ressourcen- und Platzverschwendung und die Unfallgefahr des motorisierten Verkehrs negieren und sich weigern andere Alternativen überhaupt in Betracht zu ziehen.

Versuchen Sie auf mein Posting sachlich und nicht polemisch zu antworten.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten El Barato
25.04.2010 03:25
0 1

Re: Eine konstruktive Lösung muss alle Randbedingungen berücksichtigen

Vielen Dank, Sie haben meine Einschätzung von Ihnen als verbohrter Fanatiker in jeder Hinsicht bestätigt.

Da ich Ihnen weder Antwort noch Rechenschaft schuldig bin, werde ich Sie in Ihrer kunterbunten Fahrradtraumwelt belassen.

Ich gebe Ihnen nur noch die Tatsache mit auf den Weg, dass Sie ohne motorisierten Verkehr einen ziemlich miserablen Lebensstandard hätten. Oder wollen Sie den Beton für Ihr Haus, die Rohstoffe, die Ihren Computer, von dem Sie Ihre Ideologie verbreiten, die Strommasten, die Sie versorgen etc. etc. etc. mit dem Fahrrad liefern?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten felczak
25.04.2010 09:22
0 0

Wo habe ich gesagt ...

dass man auf den motorisierten Verkehr völlig verzichten und alles mit dem Fahrrad transportieren kann?
Durch entsprechende Förderung des Radverkehrs kann man aber den Anteil des motorisierten Verkehrs - und die damit verbundenen negativen Folgeerscheinungen - erheblich verringern.
Was Ihnen auch nicht bewusst zu sein scheint, das Fahrrad braucht viel weniger Platz auf der Straße als das Auto und je mehr Räder es gibt desto mehr Platz haben die, die zum Auto wirklich keine Alternative haben.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: mi fhèin
09.06.2010 17:22
0 0

Re: Wo habe ich gesagt ...

Ganz genau!

Dem (und allen anderen Postings von Ihnen) ist nichts hinzuzufügen.

Antworten Antworten Gast: ED
23.04.2010 23:47
0 0

Re: Re: Vorurteil?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie aus meinem Posting ernsthaft heraus zu lesen glauben, ich würde Kennzeichen für Radfahrer fordern. Ganz im Gegenteil, ich meine, dass das überhaupt keinen Sinn, und auch keinerlei präventive Wirkung hätte (um es mal ganz extrem auszudrücken: Nicht einmal die Todesstrafe kann Menschen von Kapitalverbrechen abhalten, wie soll dann eine Nummerntafel Radfahrer von (minderen) Verkehrsübertretungen abhalten?). Und bevor man sich gross über das Fahren bei Rot aufregt, sollte man sich mal fragen, warum beispielsweise in der Nacht so viele Ampeln unnötig eingeschaltet sind, obwohl die wenigen Verkehrsteilnehmer die um diese Zeit vorbeikommen, sich das problemlos ohne Ampel ausmachen könnten. Wenn niemand weit und breit zu sehen ist, fahre ich SELBSTVERSTÄNDLICH (und ohne schlechtes Gewissen) bei Rot über die Ampel. Die ganze Stvo. ist viel zu sehr auf Autofahrer fixiert, und ignoriert völlig die Bedürfnisse der Radfahrer. Daher ist es nur "natürlich" dass sie Teile derselben einfach ignorieren (ohne damit irgend jemanden zu schaden!).

Antworten Antworten Antworten felczak
24.04.2010 09:57
0 0

Re: Re: Re: Vorurteil?

Tschuldigung, halbe natürlich den Beitrag von El Barato gemeint.

Antworten Gast: ED
23.04.2010 15:09
0 0

Re: Vorurteil?

Vorurteil!

Wieviele Autofahrer halten sich nicht an die Stvo. obwohl sie Kennzeichen haben?
Habe Sie den Artikel gelesen? Es steht da, dass ein mehr an Radfahrern die Verkehrssicherheit erhöht (für Sie noch einmal: ERHÖHT). Und zwar egal, ob diese gelegentlich auch auf Gehsteigen oder gegen die Einbahn untgerwegs sind. Einbahnen sind ohnehin etwas, was für Radfahrer keine Bedeutung hat - ein Rad und ein PKW hat selbst in der engsten Gasse (z.b. Mondscheingasse im 7. Bezirk) immer nebeneinander Platz. Und auf Gesteigen werden sicher weniger Fussgänger von Radfahrern verletzt als auf Zebrastreifen von Autofahrern.

Antworten Antworten El Barato
24.04.2010 14:30
0 0

Re: Re: Vorurteil?

Das ist ein Nicht-Argument - natürlich wird es immer schwarze Schafe geben, aber Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass das Verhalten von Verkehrsteilnehmern mit und ohne Kennzeichen das Gleiche sein wird? Das kann nicht Ihr Ernst sein!

Weiters sollten Sie an Ihrem Leseverständnis arbeiten - es steht nirgends, dass es eine umgekehrte Proportionalität zwischen Zahl der Radfahrer und Zahl der Unfälle gibt. Es handelt sich lediglich um ein Phänomen der kritischen Masse, das jedoch die Fahrradfahrer nicht aus Ihrer Verantwortung zur Einhaltung der Verkehrsregeln entlässt.

Dass Sie eine Unfallreduktion trotz bewussten Bruches der StVO insinuieren, disqualifiziert Sie für mich als ernsthaften Gesprächspartner. Sie sind offensichtlich der Meinung, über dem Gesetz zu stehen (wenn Sie von "Bedeutungslosigkeit" von Einbahnen schwadronieren - mal was von Sicherheitsabstand gehört?), und genau wegen solchen Leuten wie Ihnen haben Radfahrer einen schlechten Ruf.

Antworten Antworten Antworten Gast: ED
25.04.2010 13:47
0 0

Re: Re: Re: Vorurteil?

Von wegen schwarze Schafe: Ich wage mal zu behaupten, dass tagtäglich bedeutend mehr Verkehrsübertretungen von Autofahrern begangen werden als von Radfahrern (und dass diese (potentiell) weit schwerwiegendere Konsequenzen haben).
Und zu den Verkehrsregeln: Mal ganz davon abgesehen, dass mit einem notorischen Radfahrerhasser wie Ihnen ohenhin keine ernsthafte Diskussion möglich ist - die Stvo. ist ja kein Naturgesetz wie die Schwerkraft, sondern sie hat sich and den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer zu orientieren Derzeit ist sie völlig einseitig auf die Bedürfnisse der Autofahrer zugeschnitten. Radfahrer brauchen wirklich keine Einbahnen, die gibts nur, weil in Wien die meisten Strassen zu einer Zeit entstanden sind, in der man noch nicht daran dachte, dass da mal Platz für zwei Reihen parkender Autos und zwei Fahrspuren benötigt wird. Mit Ausnahme des Gürtels und einiger weniger Hauptverkehrsstrassen gibt es keine Einbahnen, auf denen Fahren gegen die Fahrtrichtung für Radfahrer nicht möglich wäre (aber es weckt halt den Neid der Autofahrer).
Christoph Chorherr hat vor einiger Zeit einen sehr klugen Essay über die Inkompatibilität der Bedürfnisse von Auto- und Radfahrern geschrieben http://chorherr.twoday.net/stories/5797938/"" target="_blank">" target="_blank">http://chorherr.twoday.net/stories/5797938/" target="_blank">"" target="_blank">http://chorherr.twoday.net/stories/5797938/" target="_blank">http://chorherr.twoday.net/stories/5797938/ Sein Fazit sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben: "Wo der homo sapiens sapiens lebt, haben Ampeln, Einbahnen und Stopschilder nichts verloren."

Gast: hhofer
23.04.2010 11:08
0 0

fahrrad in wien

wie das die stadtentwicklung so sieht, kann man sich von april bis juni auch auf einer wanderausstellung ansehen. http://bit.ly/9mf2lZ

Gast: FFusisi
23.04.2010 10:27
1 0

Na bitte

Schön, dass auch die "Presse" mal positiv über Radfahrer schreibt, und nicht immer nur die gängigen Vorurteile drischt. Tatsache ist: je mehr Radler, desto sicherer (und attraktiver) wird das Radeln. Die Politik hätte guten Grund, das Radfahren endlich ernsthaft zu fördern - aber leider "gehört" die Straße nach wie vor den Autofahrern, und mutige Stadtpolitiker, wie es sie z.B. in Paris, London, New York gibt, fehlen bei uns leider.

ichmeine
23.04.2010 08:51
0 0

als Radfahrer würde ich mir wünschen

es zählte wieder die StVO und nicht die SO (SozialOrdnung); vor allem bei Zuwanderer

für viele gilt: Vorfahrt hat:

1.Bus, 2. LKW, 3. PKW, 4. Radfahrer


Antworten Gast: innenstadttussi
26.04.2010 14:28
0 0

Re: als Radfahrer würde ich mir wünschen

und fußgänger gibts ja gottseidank im verkehr eh überhaupt keine ;-)