Naturschützer: AC/DC-Konzert in Wels war "Desaster"

25.05.2010 | 14:27 |   (DiePresse.com)

Der oberösterreichische Naturschutzbund kritisiert, dass sich bei der Großveranstaltung am Welser Flugplatz Besucher und "ahnungslose Securitys" abseits des vorgesehenen Bereichs bewegt hätten.

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"Ein Desaster" ist das AC/DC-Konzert am Welser Flugplatz vergangenen Samstag aus Sicht des Naturschutzbundes Oberösterreich gewesen. Entgegen der ursprünglichen Vereinbarung seien Flächen außerhalb des eingezäunten Areals mit schweren Maschinen befahren worden, auch Besucher und "ahnungslose Securitys" hätten sich abseits des vorgesehenen Bereichs bewegt, kritisierte Obmann Josef Limberger am Dienstag in einer Presseaussendung.

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Vögel seien panikartig geflüchtet und hätten ihren Nachwuchs im Stich lassen müssen, der Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere sei zertrampelt und in eine Schlammwüste verwandelt worden, so Limberger. "Rindenmulch, der vermutlich mit Schädlingsbekämpfungsmitteln versehen war, machte sogar den Menschen Probleme." Das Rote Kreuz musste nach eigenen Angaben 40 Personen mit allergischen Reaktionen versorgen.

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Der Naturschutzbund fordert die vollständige Entfernung des Rindenmulchs und die Wiederherstellung der Magerwiese. Der Flugplatz sei der letzte größere Rest der einstmals weitläufigen Welser Heide und müsse zur Gänze als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden, verlangte Limberger.

Das aus Sicht der Veranstalter "absolut erfolgreiche" Groß-Event hatte rund 95.000 Besucher angezogen. Wegen des anhaltenden Regens vor - und auch während - des Konzerts war der Boden aufgeweicht. Naturschützer hatten die Veranstaltung bereits im Vorfeld heftig kritisiert und eine Verlegung auf eine Ausweichfläche gefordert, weil der Flugplatz Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten sei.

(APA)

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18 Kommentare

Wenn nicht gemeckert wird,


dann ist´s nicht Österreich!

Gast: Leider, Leider
25.05.2010 22:41
0

Konzert in Wels

Ich verstehe nicht, warum sich der Naturschutzbund jetzt aufregt. Die Veranstalter hatten alle Genehmigungen, die für ein solches Spektakel nötig waren. Es soll jetzt nur niemand sagen, diese Größe und dieses Wetter und diese Securitys haben wir nicht erwartet. Jede TV Übertragung eines solchen Konzertes zeigt die außer Rand und Band geratenen Zuhörer und die Verwüstungen, die nach der Veranstaltung zurückbleiben.
Wozu ist dieses Gebiet unter Schutz gestanden, wenn die Verantwortlichen keine Verantwortung übernommen haben, wenn sie blauäugig von Absperrbändern und geordneten Zufahrtswegen geträumt haben?
Jetzt ist das Gebiet großflächig zerstört, die Vögel vertrieben, ihre Brut zertreten, und der Bürgermeister, der von einem großen Erfolg spricht, kann seine Baupläne verwirklichen. Aus seiner Sicht lief alles bestens!

Gast: Gos
25.05.2010 20:50
1

Was für ein unglaublicher Schwachsinn!!!

Den Schwachsinn, den hier die 'Naturschützer' wieder mal verbreiten, spottet wohl jeglicher Beschreibung.

Wenn die Naturschützer wirklich Singvögel retten wollen - ganz einfach: 1000 Hauskatzen 'entsorgen' rettet automatisch 20.000 Singvögel pro Jahr. Hauskatzen sind nicht Teil des natürlichen Ökosystems und praktisch unkontrollierbar.

Nicht daß ich ein AC/DC Fan oder gar von Großveranstaltungen bin, ganz im Gegenteil, aber dieser ewige Schwachsinn, der hier unter 'Naturschutz' oder noch besser 'Tierschutz' läuft, ist einfach nur zum Kotzen!


Antworten Gast: ???
28.05.2010 16:26
0

Re: Was für ein unglaublicher Schwachsinn!!!

Wer hat dir dein Hirn geklaut?? Deiner "Logik" zufolge müsste man Straßen, Autos und Konzerte auch alle verbieten, weil NICHT TEIL DES NATÜRLICHEN ÖKOSYSTEMS. Also widersprichst du dir nur selber. Aber in Wirklichkeit sind eh nur die Katzen schuld... bööööse Mietzekatze.

Antworten Antworten Gast: acdc
28.05.2010 18:35
0

Re: Re: Was für ein unglaublicher Schwachsinn!!!

du kennst das gelände nicht!
dort wo dein "natürliches ökosystem" ist, ist im normalen leben die 2 graspiste des flugplatzes wels!!!
und es ist genau der gleich platz den die WMW bentuzen will um heuer "100j fliegen in wels" zu feiern.
diese wiese ist somit keine natürliches ökosystem da sie regelmäßig gemäht werden MUSS.

Gast: joh,14
25.05.2010 19:21
0

wo der Teufel unterwegs ist,

da bleibt nur Zerstörung über.

Gast: Insider
25.05.2010 18:45
0

Österreich, das Ökoschweindl Europas

hat sich mal wieder übetroffen.

Gast: Thomas
25.05.2010 16:53
2

Warum muss das genau zur Brutzeit stattfinden?

Man hätte das Konzert genau so gut - wenn nicht besser (siehe Wetter) - im Sommer machen können. Aber der rote Bürgermeister von Wels wollte es unbedingt in der am schlechtest geeigneten Zeit machen ... warum bitte?

Antworten Gast: gast
25.05.2010 18:22
2

Re: Warum muss das genau zur Brutzeit stattfinden?

weil er dort ein gewerbegebiet errichten will!
jetzt hat nicht "er" die flaeche zerstoert sondern AC/DC-fans. so macht man politik.

Antworten Gast: _
25.05.2010 18:15
2

Re: Warum muss das genau zur Brutzeit stattfinden?

in welcher welt lebstn du eigentlich? glaubst du wirklich, AC/DC kommen dann, wenn der herr bürgermeister ruft?

Antworten Antworten Gast: Heini
25.05.2010 18:45
0

Wenn man den einen oder anderen Veranstalter kennt

geht das ganz einfach.

Gast: WEISSE MÖWE
25.05.2010 16:42
3

+


"Desaster" ist wohl nur eines:
der Missbrauch von Naturschutz-Themen durch den ÖVP-nahen Naturschutzbund um seinen ÖVP-Freunden beim Fliegerclub zu helfen, den Flugplatz für die Fliegerei im gesamten zu erhalten.

Missbrauch, Desaster, Unruhe-Stifterei, Perversion, das zeichnet die Situation um die Verkleinerung des Welser Flugplatzes aus.

Das ist die Wahrheit, nicht der vorgeschobene Unsinn rund um ein paar Vogerl und Leute mit Vögel.

Antworten Gast: Hugo
25.05.2010 16:56
1

Nein, das letzte Stück Welser Heide

brauchen wir nicht zubetonieren.

Antworten Gast: Denka
25.05.2010 16:49
0

Wer die Umwelt schützt, ist egal.

Hauptsache - sie wird geschützt.

Gast: Lois
25.05.2010 16:15
0

Weg frei ...

... für Umwidmung und Großprojekte! So geht das im ökosozialen Österreich.

OneWayTicket für Vogelflüge - nimmermehr kehren sie zurück

Viel zu laut wars den Vogel und viel zu dunkel der Pflanze. Nun sagen sie dem Gelände adieu.

Ganz schön in Eile war die Amsel, als sie die tausenden Menschen sah. Wollen die letztendlich alle zu mir? Da geriet sogar die Amsel in Panik - rette sich wer nur könne. Wer nicht fliegen konnte, hatte das nachsehen.

Aber keine Angst. Die Vogelkinder sind in Sicherheit. Bestimmt haben Sie sich gut versteckt und verschlüpft. Schon bald kommt Mutter Amsel zurück, um ausschau den den "Nästhäcken" zu halten.

Glück gehabt. Da kann schon viel passieren, bei so einem Konzert. Immerhin ist der Eintritt auch erst ab Volljährigkeit erlaubt.

Glück gehabt für das Amselkind - ist es doch von der Security übersehen worden. Ob sie demnächst "Highway to the sky" nachpfeiffen?

Es wird ihr Geheimniss bleiben.


Re: OneWayTicket für Vogelflüge - nimmermehr kehren sie zurück

Was hat das jetzt mit der raffgierigen OeVP zu tun?

Gast: Gurgl
25.05.2010 15:26
1

Umweltschutz

gibt es in Österreich nicht (mehr).

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