Tourismus: Schönbrunn trotzt Krise

Schon die Touristenmassen rund um das Schloss Schönbrunn zeigen, dass es aufwärtsgeht. Das Schloss konnte im ersten Halbjahr 2010 mit etwa einer Million Besuchern ein Plus von fünf Prozent erreichen.

TOURISMUS Schoenbrunn trotzt Krise
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TOURISMUS Schoenbrunn trotzt Krise
(c) Reuters

WIEN (g.b.). Schon die Touristenmassen rund um das Schloss Schönbrunn zeigen, dass es nach der Wirtschaftskrise aufwärtsgeht. Tatsächlich konnte das Schloss im ersten Halbjahr 2010 mit etwa einer Million Besuchern ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Hofburg mit 273.000 Besuchern sogar eine Steigerung von zwölf Prozent erreichen.

Anlass für die Präsentation dieser Zahlen war die Bilanzpressekonferenz der „Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft“ (SKB), in deren Verantwortung der Touristenmagnet Schönbrunn, die Hofburg mit Sisi-Museum und das Hofmobiliendepot fallen. Im Vorjahr spürte Schönbrunn die internationale Krise sehr wohl deutlich und musste Besucherrückgänge in Kauf nehmen, allerdings nicht so viel wie ursprünglich befürchtet.

Insgesamt zählte das Schloss im Vorjahr 2,47Mio. Besucher, was einen Rückgang von vier Prozent bedeutet. In die Hofburg kamen 2009 mit 586.000 Gästen um sieben Prozent weniger als 2008. Massive Besucherrückgänge musste das Hofmobiliendepot hinnehmen: Die Einrichtung konnte 44.000 Interessierte anlocken, was ein Minus von 20 Prozent bedeutet. Daraus ergibt sich eine Gesamtbesucherzahl von 3,1 Mio.: Dies bedeutet einen Rückgang von fünf Prozent zum Jahr davor (2008, im Jahr der Fußball-EM, kamen 3,3 Mio. Besucher).

Auch der Umsatz ist 2009 gesunken, dagegen ist interessanterweise der Gewinn gestiegen. Das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) stieg von 2,3 auf 3,3Mio. Euro. Geschäftsführer Franz Sattlecker dazu: „Wir haben uns auf die Krise vorbereitet und sind dank starker Einsparungen sowohl bei der Bautätigkeit als auch im Personalbereich zu dem guten Ergebnis gekommen.“

 

Weniger Gruppenbesucher

Sowohl Sattlecker als auch Ko-Geschäftsführer Wolfgang Kippes wiesen auf einen weiteren interessanten Aspekt hin – auf den Rückgang der Gruppenbesucher. Besonders beim Schloss Schönbrunn, zu dem 45 Prozent in organisierten Gruppen kommen (Hofburg nur zehn Prozent), sei dies bemerkbar. In diesem Zusammenhang kritisieren die Schönbrunn-Manager auch den Flughafen Wien, dessen hohe Landegebühren und andere hohe Flughafenkosten Veranstalter davon abgehalten haben, in Wien zu landen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.07.2010)

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